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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2025

Dystopisches Feuerwerk mit Slow-Burn-Magie

Silver Elite
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Der Hype um "Silver Elite" war groß, vor allem auf englischsprachigen Social-Media-Plattformen, was meine Erwartungen enorm steigerte – und ich muss gestehen: Sie wurden erfüllt. Das Militärbasis-Setting ...

Der Hype um "Silver Elite" war groß, vor allem auf englischsprachigen Social-Media-Plattformen, was meine Erwartungen enorm steigerte – und ich muss gestehen: Sie wurden erfüllt. Das Militärbasis-Setting verströmt tatsächlich eine fesselnde Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat, ähnlich wie man es von manchen Fantasy- oder Dystopie-Reihen kennt.

Dani Francis beweist einen Schreibstil, der es spielerisch schafft, Emotionen zu transportieren und den Leser an die Figuren zu binden. Obwohl die Welt dystopisch und grausam ist, ist der Stil flüssig und die Seiten fliegen dahin. Man bekommt mühelos ein klares Bild des Settings vermittelt. Besonders überzeugend fand ich, wie lebendig die Geschichte durch die Dynamik zwischen den Hauptcharakteren Wren und Cross wird. Die Anziehung zwischen der Rebellen-Agentin mit Geheimnis und dem attraktiven, aber gefährlichen Kommandanten, der zufällig der Sohn des Generals ist, ist wunderbar als Slow-Burn-Romance angelegt. Ihre Gedankengänge, Ängste und vorsichtigen Schritte aufeinander zu sind nachvollziehbar dargestellt, und die Autorin fängt das Knistern auf einer sehr emotionalen Ebene ein.

Das Setting der Ausbildung und der Einsätze auf der Militärbasis ist intelligent ausgestaltet und hält die Spannung hoch. Nie hatte ich das Gefühl, dass Handlungsstränge überstürzt oder unnötig in die Länge gezogen wurden; alles diente der Entwicklung der Story. Wren ist eine faszinierende, wenn auch manchmal impulsive Protagonistin, deren Überlebensinstinkt und innere Stärke sofort Sympathie wecken. Die Nebencharaktere sind stimmig in die Handlung integriert.

Obwohl die Grundidee nicht revolutionär neu ist – das "Elite-Camp"-Motiv kennen wir –, überzeugt Francis mit einer spannenden Erzählweise, die mit Verrat, Geheimnissen und unvorhergesehenen Wendungen gespickt ist. Die durchgängig hohe Spannung und das düstere Worldbuilding, das auch vor brutalen Szenen nicht zurückschreckt, machten das Buch zu einem Pageturner. Das Ende mündet in einem intensiven Cliffhanger, der die Neugier auf Band zwei unerträglich macht. Ich freue mich schon darauf, wieder in die Welt der Silver Elite einzutauchen!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ein Gesang in der Kälte: Fesselnder Auftakt mit Drachenfeuer

Wings of Ash 1. Schlafende Drachen
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"Wings of Ash 1. Schlafende Drachen" ist ein wirklich packender Start in eine neue Drachen-Fantasy-Welt, die einen sofort in ihren Bann zieht. Die Ausgangsidee, dass eine menschliche "Feuersängerin" wie ...

"Wings of Ash 1. Schlafende Drachen" ist ein wirklich packender Start in eine neue Drachen-Fantasy-Welt, die einen sofort in ihren Bann zieht. Die Ausgangsidee, dass eine menschliche "Feuersängerin" wie Gylda Drachen mit ihrem Gesang dazu bringen kann, wieder Feuer zu speien, um den ewigen Winter des Fae-Königs zu brechen, ist innovativ und frisch.

Die Geschichte fängt stark an – der Prolog ist ein sofortiger Anker, der die düstere und brutale Welt veranschaulicht. Erzählt wird das Geschehen aus Gyldas Ich-Perspektive, wodurch man ihre anfängliche Angst, aber auch ihren tief sitzenden Wunsch nach Rache unmittelbar miterlebt. Sie ist eine Heldin, deren emotionale Tiefe und Stärke authentisch wirken. Ihre Reise ist kein einfacher Spaziergang, aber ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ist gelungen.

Besonders hervorzuheben ist Jana Schikorras Schreibstil. Er ist ungemein flüssig, bildhaft und schafft es mühelos, eine Atmosphäre zu erzeugen, die man fast riechen und fühlen kann. Es war einfach, sich die eisige Welt und die magischen Vorgänge vorzustellen. Die kurzen Kapitel begünstigen den Lesefluss zusätzlich.

Die Beziehung zwischen Gylda und dem mysteriösen Fae Neven Artemius entwickelt sich in einem glaubwürdigen Tempo. Er ist anfangs schwer greifbar und arrogant, wandelt sich aber im Laufe der Geschichte. Gerade ihre ungewöhnliche, heilende Verbindung zu einem der Drachen bildet ein emotionales Herzstück der Erzählung.

Zwar mag es an einigen Stellen leichte Tempoprobleme geben, wo Szenen entweder etwas zu schnell oder leicht ausschweifend wirken, und man hätte sich hier und da mehr Hintergrundinformationen gewünscht, dennoch überzeugt der Plot mit unerwarteten Wendungen. Alles in allem ein sehr rundes Werk für alle, die eine knisternde "Romantasy" mit Fokus auf Drachen und einer starken Protagonistin suchen. Der fiese Cliffhanger macht die Wartezeit auf Teil zwei zur Qual. Dieses Buch hat definitiv das Potenzial, die Fantasie-Herzen im Sturm zu erobern.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ein Spukhaus-Klassiker mit frischem Teen-Vibe

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Bill Woods "Let's Split Up" ist eine gelungene Verbeugung vor dem Teenie-Horror der Neunziger, der von der ersten Seite an eine herrlich düstere Stimmung aufbaut. Wer mit "Scream" oder "Ich weiß, was du ...

Bill Woods "Let's Split Up" ist eine gelungene Verbeugung vor dem Teenie-Horror der Neunziger, der von der ersten Seite an eine herrlich düstere Stimmung aufbaut. Wer mit "Scream" oder "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" groß geworden ist, wird hier sofort abgeholt. Es ist diese vertraute Mischung aus Kleinstadt-Idylle, die von einem grausamen Ereignis überschattet wird: dem Tod zweier beliebter Schüler im berüchtigten Carrington Manor.

Die Geschichte folgt den vier Highschool-Schülern Cam, Jonesy, Amber und der rätselhaften neuen Mitschülerin Buffy. Ihnen ist die offizielle Erklärung zu fad, und so nehmen sie die Ermittlungen selbst in die Hand. Was als mutiges, fast schon verspieltes Detektivabenteuer beginnt – inklusive dem genretypischen Fehler, sich aufzuteilen – wird schnell zu einem nervenaufreibenden Wettlauf gegen das, was im Herrenhaus spuken mag oder wer dahintersteckt. Die Spannung ist dabei Woods größtes Ass im Ärmel; er lässt uns lange im Ungewissen und streut geschickt falsche Fährten, was das Miträtseln zu einem Vergnügen macht.

Besonders hervorzuheben ist der Schreibstil. Wood liefert eine lockere, leicht zugängliche Prosa, die den Leser mühelos in die Highschool-Welt von Sanera zieht. Die wechselnden Ich-Perspektiven – wir blicken durch Cams, Jonesys und Ambers Augen – verleihen der Erzählung eine tolle Dynamik. Man taucht tief in die Gefühlswelt und die authentisch dargestellten Freundschaftsbande der Jugendlichen ein. Die Dialoge sind lebensecht, und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Auch ernstere Themen wie erste Liebe oder familiäre Probleme werden unaufdringlich, aber spürbar eingewoben.

Obwohl das Ende für erfahrene Thriller-Leser möglicherweise einen Tick zu früh absehbar ist, tut das dem Lesevergnügen kaum Abbruch. Die Atmosphäre ist durchgehend dicht und gruselig genug, um beim nächtlichen Lesen für Gänsehaut zu sorgen. "Let's Split Up" ist ein Pageturner für alle, die eine spannende Mystery-Story mit einem Schuss Nostalgie und einer Portion Teenager-Drama lieben. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Mehr als nur ein Sports-Romance: Tiefe Gefühle und zerbrechliche Helden

Falling for No. 89
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Alicia Sommer liefert mit „Falling for No. 89“ eine Sports-Romance, die erfreulicherweise über das Übliche hinausgeht und tiefe emotionale Facetten beleuchtet. Der Schreibstil ist bemerkenswert leichtfüßig ...

Alicia Sommer liefert mit „Falling for No. 89“ eine Sports-Romance, die erfreulicherweise über das Übliche hinausgeht und tiefe emotionale Facetten beleuchtet. Der Schreibstil ist bemerkenswert leichtfüßig und umgangssprachlich, was das Lesen zu einem wahren Vergnügen macht. Man fliegt förmlich durch die Seiten, unterstützt durch die Ich-Perspektive der Protagonisten Kayce und Shaila, ergänzt um Shailas Tagebucheinträge, die einen besonders intimen und jugendlich-charmanten Einblick gewähren.

Die Geschichte fokussiert sich erfrischend intensiv auf die komplexe Gefühlswelt der beiden Hauptcharaktere. Kayce ist kein strahlender Held; seine Auseinandersetzung mit Panikattacken, Leistungsdruck und den dunklen Seiten des Sports (wie CTE) verleiht ihm eine ungeahnte Verletzlichkeit. Shaila wiederum besticht durch ihre ruhige, aber tief reflektierte Art und ihre intuitive Fähigkeit, Verletzungen und Seelenlagen zu "erspüren".

Besonders gelungen ist der Aufbau der Beziehung. Er ist langsam, bedacht und auf einem stabilen, emotionalen Fundament verankert. Es geht hier weniger um die schnelle Anziehung, sondern darum, sich in den Stärken und Schwächen des anderen zu erkennen und einander beim Wachsen zu helfen. Das vorhandene Spice fügt sich organisch ein, ohne die tiefgründige Handlung zu dominieren. Themen wie Verlustängste und Minderwertigkeitskomplexe sind feinfühlig eingewoben. Auch wenn es der zweite Band einer Reihe ist, steht er wunderbar für sich allein. Für Liebhaber von Sports-Romances mit emotionaler Tiefe und Charakterentwicklung ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Kürbisromanze mit kühlem Beigeschmack

Sweeter Than Pumpkin Spice
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Ich habe mich sehr auf "Sweeter Than Pumpkin Spice" gefreut, da das Cover und die Thematik sofort eine warme, herbstliche Romanze in Kleinstadt-Kulisse versprochen haben – Kürbisse, eine Prise Melancholie, ...

Ich habe mich sehr auf "Sweeter Than Pumpkin Spice" gefreut, da das Cover und die Thematik sofort eine warme, herbstliche Romanze in Kleinstadt-Kulisse versprochen haben – Kürbisse, eine Prise Melancholie, die perfekte Mischung für gemütliche Lesestunden. Die Erwartung einer sanften "Grumpy meets Sunshine"-Geschichte mit Sadie und Josh wurde jedoch leider nicht erfüllt.

Die Geschichte rund um Sadies Rückkehr zur Kürbisfarm, den Wettbewerb und ihre komplizierte Vaterbeziehung hatte großes Potenzial für Tiefgang und emotionale Momente. Sadie, die nicht das typische „Happy Girl“ ist, wirkte anfangs spannend. Doch je länger ich las, desto mehr blieben mir die Charaktere fremd. Sadies Handeln war oft unklar, ihre Ecken und Kanten wirkten eher aufgesetzt als vielschichtig. Die interessanten Konflikte – wie die Familienprobleme oder der eigentliche Kürbis-Wettstreit – wurden schnell abgetan und verloren an Gewicht, während die Beziehung zwischen Sadie und Josh für mich keine wirkliche emotionale Basis fand.

Der Schreibstil hat mich dabei überraschend distanziert gelassen. Trotz der visuellen Anziehungskraft des Buches fehlte mir die nötige Atmosphäre und Wärme. Ich hatte Mühe, wirklich in die Geschichte einzutauchen und eine Verbindung zu spüren. Die Funken zwischen Sadie und Josh sprangen für mich nicht über, da die Dialoge und inneren Monologe oft eher flach blieben. Zudem traten die teils sehr expliziten Intimitätsszenen in den Vordergrund, die mich eher irritiert als emotional eingebunden haben. Sie passten weder zur angepeilten „Cozy“-Stimmung noch konnten sie die fehlende emotionale Nähe zwischen den Figuren ersetzen.

Insgesamt war das Buch für mich eine Enttäuschung. Die tollen Ansätze des Settings und der Grundidee wurden nicht ausgeschöpft. Es fehlte an herbstlicher Stimmung und emotionaler Tiefe.

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