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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2020

Pädagogisch wertvoll

Helsin Apelsin und der Spinner
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Helsin Apelsin - hier machte uns der Name schon neugierig. Der Titel und der Spinner erklärt sich wenn man das Cover näher betrachtet. Jeder Erwachsenen fängt dann bestimmt schon an zu grinsen, denn wer ...

Helsin Apelsin - hier machte uns der Name schon neugierig. Der Titel und der Spinner erklärt sich wenn man das Cover näher betrachtet. Jeder Erwachsenen fängt dann bestimmt schon an zu grinsen, denn wer kennt nicht die gelegentlichen Austicker der Nachkömmlinge? Wir mussten definitv bei der Betrachtung der Illustrationen von Anke Kuhl herzhaft lachen und waren sehr gespannt auf den Inhalt.

Der Schreibstil ist kindgerecht und meine kleinen Mitleser wurden von Anfang an von Helsin und ihrem Spinner gefangen gehalten. Sie waren von Kapitel zu Kapitel gespannter auf ihr Verhalten und stöhnten sogar wenn es wieder nicht passte.

Stefanie Höfler erzählt in gut gewählten mit Kindermund gefälligen Worten, so dass die Kinder sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnten. Sie haben gelernt, dass Spinner nicht angenehm sind, stehlen und lügen nur Unannehmlichkeiten bringen , Unbekanntes nicht direkt verurteilt werden sollte und vor allem wie wichtig es ist Freunde zu haben.

Jedes Kapitel beginnt mit einer schönen schwarz weiß Illustration und einer Überschrift, die bereits andeutet was hier passiert. Das führte schon jedes Mal zu einer heftigen Diskusion, weil jeder spekulierte was nun wirklich passiert.

So einen Spaß hatten wir schon lange nicht mehr mit einem Buch.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Selbstmord oder Mord?

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
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Nach Ragdoll und Hangman ging es nun im dritten Teil "Wolves - Die Jagd beginnt " mit den eigenwilligen Charakteren, die Daniel Cole für seine Serie ins Leben gerufen hat, weiter. Leider hatte ich dann ...

Nach Ragdoll und Hangman ging es nun im dritten Teil "Wolves - Die Jagd beginnt " mit den eigenwilligen Charakteren, die Daniel Cole für seine Serie ins Leben gerufen hat, weiter. Leider hatte ich dann auch mit einigen von denen so meine Probleme, habe sogar zum besseren Verständnis in dem Vorgängerband nachschlagen müssen. Irgenwie ist zwischenzeitlich wohl doch zu viel an Zeit vergangen und es gab bei mir diverse Erinnerungslücken.

Finlay Shaw, Freund und Ziehvater von Detective William ( Wolf ) Fawkes, wurde tod in einem verschlossenen Zimmer aufgefunden. Alle halten es für einen eindeutigen Selbstmord, nur Wolf zweifelt diesen an und begibt sich auf Suche nach Hinweisen für seine These.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Störend waren für mich die oftmals stattfindenden Zeitsprünge. Wenn ich da vorher nicht genau drauf geachtet hatte war ich bezüglich der Vorfälle in dem jeweiligen Kapitel doch reichlich verwirrt. Das hat meinen Lesefluss ziemlich beeinträchtigt, auch wenn es Hinweise auf die Geschehnisse brachte.

Einige der launischen Charaktere entwickeln sich in diesem Teil für mich zu ihrem Vorteil und ich fange an sie doch etwas zu mögen. Der Epilog hat da sein übriges getan.

Manche Bereiche bzw. Dialoge und Kapitelteile der 416 Seiten fand ich langatmig bzw. unnötig und sie waren für mich ein Anlass das Buch doch des öfteren mal aus der Hand zu legen. Schade.

Absolut erwähnenswert ist für mich hier das tolle Cover. Ein absoluter Hingucker.

Empfehlen möchte ich das Buch nur im Anschluss an die Vorgängerbände.

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Veröffentlicht am 28.01.2020

Einfach nur genial

Night of Crowns, Band 1 - Spiel um dein Schicksal
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Bereits nach der Lp war ich richtig gespannt auf dieses Fantasybuch. Beim Ravensburger Verlag bin ich da auch noch nie enttäuscht wurden. Stella Tack als Autorin war mir unbekannt. Ich warne schonmal jeden ...

Bereits nach der Lp war ich richtig gespannt auf dieses Fantasybuch. Beim Ravensburger Verlag bin ich da auch noch nie enttäuscht wurden. Stella Tack als Autorin war mir unbekannt. Ich warne schonmal jeden vor, denn wenn man dieses Buch anfängt zu lesen, kennt man kein Ende mehr und die 475 Seiten sind plötzlich zu Ende gelesen. Dann atmet man erst durch und anschließend bedauert man es doch tatsächlich auf den 2ten Band warten zu müssen.

Die Adelshäuser Chesterfield und St.Burrington sind seit Jehrhunderten verflucht. Mittlerweile haben sie sich aber zu Edel Internaten entwickelt auf denen nur bestimmte Schüler zugelassen werden. Alice Salt landet in Chesterfield für eine Summer School. Schnell wird ihr klar, dass hier nicht nur gelernt wird, sondern auch geheimnisvolles vor sich geht und sie sich darin mittendrin befindet.

Der menschliche Kampf, der in den Adelshäusern stattfindet ist wie ein Schachspiel aufgebaut. Ab Kapitel 15 befindet sich anfangs für die nicht so Sachkundigen eine Spielfiguren Übersicht bzw. Informationen zur jeweiligen Schachfigur. Das hat die ganze Sache für mich noch interessanter gestaltet.

Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Meine Favoriten waren die beiden Könige und die weiße Katze. Alice ist als zusätzlicher Spieler ebenfalls gut gewählt. Mit ihr kann man sich richtig gut identifizieren was die Gefühlswelt anbelangt und ihre Entwicklung miterleben.

Der Schreibstil ist einfach und zügig lesbar, es fällt echt schwer zwischendurch zu pausieren. Es ist so spannungsgeladen, so mitreißend und voller Emotionen.

Fazit: Für mich ein richtiges Highlight von dem ich den 2ten Band keinesfalls verpassen darf.

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Veröffentlicht am 27.01.2020

Fasst perfekt

Das Wolkenschiff – Aufbruch nach Südpolaris (Das Wolkenschiff 1)
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Bereits mit Beginn des ersten Kapitels waren wir von den Geschehnissen buchstäblich gefesselt. Wir hörten das Tuckern der Motoren eines Wolkenschiffes, lernten ein Geschwisterpaar kennen, dass uns auf ...

Bereits mit Beginn des ersten Kapitels waren wir von den Geschehnissen buchstäblich gefesselt. Wir hörten das Tuckern der Motoren eines Wolkenschiffes, lernten ein Geschwisterpaar kennen, dass uns auf Anhieb sympathisch war und fühlten mit Ihnen als sie ihr Elternhaus verloren und in den Slums landeten. Da fällt es schwer das Buch aus Zeitgründen dann doch einmal aus der Hand zu legen.

In diesem Buch durften wir eine wunderschöne aber auch gefährliche Reise in einem Wolkenschiff durch mehrere Kontinente erleben. Auf dem Weg sind wir Sandräubern begegnet und haben Könige und Weisewesen kennengelernt. Mal war es wie im Märchen, dann wieder Fantasy und mal auch die ernüchternde Wirklichkeit. Wir haben herrliche Landschaften vor unseren Augen vorbei ziehen sehen, gute und böse Menschen getroffen sowie Freunde und eine Familie getroffen. Offen wird hier auch der Tod mit seiner Trauer angesprochen. Es ist eine sehr vielfältige Geschichte. Unser einzigster Kritikpunkt - das Böse hätte seine gerechte Strafe erhalten müssen. Dann wäre es in allem stimmig für uns gewesen; aber wer weiß, es gibt ja noch mehr Folgen davon und wir werden auch dieses Abenteuer mit den Zwillingen wieder erleben.

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Veröffentlicht am 22.01.2020

Mord in Koblenz

Das Lazarett
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Die Kriminalkommissarinnen Anna Steinmeier und Henrike Carlson sollen als Team einen ungewöhnlichen Mord auf dem Gelände einer Koblenzer Klinik schnell und unspektakulär klären. Schnell stoßen beide dabei ...

Die Kriminalkommissarinnen Anna Steinmeier und Henrike Carlson sollen als Team einen ungewöhnlichen Mord auf dem Gelände einer Koblenzer Klinik schnell und unspektakulär klären. Schnell stoßen beide dabei an ihre beruflichen und persönlichen Grenzen. Der Täter weiß die Zeit zu nutzen.

Das Lazarett von Sophie Eriksson zeigt ein dusteres und grausiges Cover. Der Titel sowie der Klappentext sind in roter Schrift gehalten. Passt alles perfekt zur Geschichte, die aus 42 Kapiteln und 335 Seiten besteht. Der Schreibstil sowie das Schriftbild sind sehr angenehm und dadurch liest es sich ( leider )zügig zu Ende.

Die Charaktere der beiden Hauptkommissarinnen sind sehr lebendig dargestellt. Anna ist ein sehr aufbrausender Typ und es fällt ihr schwer im Team zu arbeiten. Mit ihr bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden, obwohl sie im Laufe der Geschehnisse eine Entwicklung durchmacht und sich ihr ruppiges Verhalten ändert. Henrike ist da schon ganz anders, aber als alleinerziehende Mutter sorgt sie sich sehr um ihren kleinen Sohn. Beide haben viele Ecken und Kanten, wie es im wahren Leben auch ist. Meinen Sympathieträger habe ich hier bei den Kollegen gefunden. Bei ihren Ermittlungen konnte ich gut folgen, da mir die Gegend in und um Koblenz gut bekannt und sehr vertraut ist. Ich konnte zu jeder Zeit perfekt mitfiebern und habe mich in dem Buch schon fast wie zu Hause gefühlt.

Der Spannungsbogen ist gegeben. Es fängt bereits sehr gruselig an und man fragt sich eigentlich fast bis zum Ende, wer hier sein Unwesen getrieben hat. Zum Ende hin wird es nochmal richtig aufregend, denn ich hatte mir das anders vorgestellt.

Für mich war hier alles stimmig und ich hoffe es gibt noch mehr davon.

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