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Veröffentlicht am 01.04.2023

ein interessanter Ausflug ins Mittelalter

Die Kinder des Earls
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Jeder hat bestimmt schon einmal von der großen Schlacht in Hastings gehört und auch der berühmte Teppich von Bayeux ist vielen bekannt. Ich hatte natürlich schon darüber etwas gelesen und daher hat mich ...

Jeder hat bestimmt schon einmal von der großen Schlacht in Hastings gehört und auch der berühmte Teppich von Bayeux ist vielen bekannt. Ich hatte natürlich schon darüber etwas gelesen und daher hat mich dieses Buch auch so interessiert. Es geht nicht hauptsächlich um diese beiden Punkte, aber es ist unglaublich interessant, den geschichtlichen Weg zu den Ereignissen zu erfahren. Wir erleben die Geschichte um einen mächten Mann in England: den Earl Godwin von Wessex. Diese sehr umfangreiche Erzählung dreht sich um seine Lebensgeschichte und die seiner Kinder und Angehörigen. Es ist eine sehr detailreiche und informative Schilderung der Lebenswege der Familie und dazu gehört dann natürlich auch die Geschichte von England. Und damit den verschiedenen damaligen Könige, denen die Familie Godwin mehr oder weniger treu diente. Aber diese Familie ist eine der einflussreichsten des Landes und sie mischt intensiv in der Politik und den Geschehnissen des Könighauses und der Regierung mit. Es ist total spannend, denn hier werden Verschwörungen und Bündnisse getroffen und auch gebrochen. Alles dreht sich um das Wohl der Familie, obwohl sie immer den Anschein wahrt und dem König zur Seite steht. Ich fand es faszinierend, wie die einzelnen Protagonisten agieren. Sie schmieden Intriegen und versuchen die Zukunft zu sichern - wobei das Wohl der Familie fast immer an erster Stelle kommt. Sie sind bereit für ihr Anliegen ihr Leben zu geben und natürlich das anderer Menschen, die ihnen im Wege stehen. Mir haben diese lebensnahen Beschreibungen der damaligen Sitten und Gebräuche sehr gut gefallen. Man erlebt den Alltag der Adeligen und Könige, aber auch die Lebensbedingungen der einfachen Leute kommen zur Sprache. Man erfährt viel über den Aufbau von Höfen und ihren täglichen Arbeiten. Besonders gut fand ich, dass man hier auch näheres über die Frauen erfahren hat. Sie waren im Endeffekt diejenigen, die alleine Zuhause bleiben und alles am Laufen halten mussten, während die Männer in die Schlachten oder mit dem König übers Land zogen. Aber sie waren doch nicht ganz ohne Einfluss, denn ihre Männer nahmen manchmal Ratschläge von ihnen an. Besonders, wenn sie aus Liebe zusammen lebten, was allerdings die Ausnahme war, denn meist waren die Ehen ja aus taktischen Gründen geschlossen worden. Geradebei Harold konnte man den Unterschied zwischen einer Liebesbeziehung und der anerkannten Eheschließung durch die Kirche kennenlernen. Aber die Damen schmiedeten auch ihre eigenen Komplote und trugen damit zum politischen Geschehen bei. Ich fand den Verlauf der Geschichte sehr interessant und lehrreich. Die dargestellten Lebenswege waren sehr spannend dargestellt. Das Leben war damals nicht einfach, aber ich war überrascht, wie mobil die Menschen damals trotz der widrigen Umstände waren. Sie reisten viel und wenn nötig, fingen sie ganz woanders ein neues Leben an. Die Verpflechtungen mit den anderen Ländern, wie z.B der Normandie, Dänemark oder Norwegen waren sehr intensiv. Obwohl es ein sehr umfangreiches Buch ist, habe ich es doch sehr schnell gelesen. Am Anfang war es etwas schwierig, mit den ganzen Namen klarzukommen, weil auch bestimmte Namen mehrmals bei verschiedenen Personen vorkommen. Aber das gibt sich mit der Zeit und außerdem hat man ein Pesonenregister und einen Stammbaum am Anfang des Buches zur Verfügung. Außerdem hilft das Glossar beim Verstehen der einschlägigen Begriffe weiter. Interessant sind auch die Karten zum räumlichen Verständnis. Der Text lässt sich gut und flüssig lesen. Man wird tief in diese Zeit hineingezogen und ich war beeindruckt von den bildreichen Schilderungen. Ich fühlte mich wirklich in diese Zeit zurück versetzt. Die Beweggründe der Menschen und ihre Motivation war sicher nicht immer aus heutiger Sicht zu verstehen und gerade die Frömmigkeit und der extreme Bau von Kirchen und das Sammeln von Reliquien haben mich immer in Staunen versetzt. Aber es geht eigentlich immer um Macht, Ansehen und Besitz - das hat sich auch bis heute nicht geändert.

Ich war begeistert von diesem Ausflug ins Mittelalter und der Geschichte Englands - seinen Earls und natürlich den damaligen Königen. Ihre Darstellung hat mir gut gefallen. Und man hat doch einen intensiven Einblick ins Leben dieser Zeit bekommen. Ein guter Abschluss war der Abspann, in dem man noch erfahren konnte, was aus den einzelnen Protagonisten geworden ist. Das fand ich besonders gelungen, denn damit konnte man das Buch wirklich mit einem guten Gewissen und vielen Informationen zur Geschichte Englands beenden.

Wen lebendige Geschichte interessiert - der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 31.03.2023

ein mörderischer Neuanfang

Abschied auf Italienisch
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So hatte sich Commissario Vito Grassi sich seinen Neuanfang in Ligurien nicht vorgestellt. Er hat nicht nur unvorhergesehen eine Mitbewohnerin in dem Haus seines verstorbenen Vaters, sondern wird auch ...

So hatte sich Commissario Vito Grassi sich seinen Neuanfang in Ligurien nicht vorgestellt. Er hat nicht nur unvorhergesehen eine Mitbewohnerin in dem Haus seines verstorbenen Vaters, sondern wird auch sofort mit zwei Mordfällen konfrontiert und eine Leiche liegt sogar in der Nähe seines Hauses. Und außerdem schafft er es sogar, an seinem ersten Arbeitstag in Konflikt mit anderen Mitarbeitern der Polizei zu kommen. Ja, wir lernen Vito sofort sehr gut kennen, zumindest was seine Charaktereigenschaften betrifft. Aber er ist mir trotz seines aufbrausenden und undiplomatischen Auftretens sympathisch. Denn er weiß wenigstens um seine Inkompetenz beim Umgang mit Kollegen. Aber auch alles andere, was wir über ihn und seine Vergangenheit bzw. sein Verhältnis zum verstorbenen Vater oder auch zu seiner Familie erfahren, zeigt, dass er auch nur ein Mensch ist. Er versucht durch den Ortswechsel sicher mehr über sich selber und sein Verhältnis zum Rest der Welt zu erfahren. Man erfährt aber auch viel über die Landschaft, das Haus mit dem Olivenhain und natürlich über die Menschen, die jetzt sein Leben teilen. Aber auch hier sind mir gerade die drei Frauen: seine Mitbewohnerin Toni, seine Kollegin Marta und seine Chefin Lilia, sehr sympathisch. Es sind sehr unterschiedliche Frauen, aber sie haben alle einen starken Charakter und gehen ihren eigenen Weg. Mir haben die Begegnungen mit ihnen immer gut gefallen, da sie sich nichts gefallen lassen. Ansonsten ist die Handlung sehr interessant und mich hat die Aufklärung der Morde dann doch sehr überrascht. Es hat Spaß gemacht, diese Ermittlungen zu verfolgen. Vito hat so seine eigenen Methoden und diese werden nicht von allen gut aufgenommen. Aber der Erfolg gibt ihm Recht und so werden seine manchmal gefährlichen Aktionen akzeptiert. Mir hat dieser Ligurienkrimi gut gefallen. Ich war schonmal dort und konnte mir durch die detailreichen Beschreibungen alles wieder gut vorstellen. Es geht aber nicht nur über die Mordfälle, sondern die persönlichen Geschichten der Protagonisten machen das Geschehen so lebendig. Man erlebt die unterschiedlichsten Lebensläufe und Situationen der Menschen und ich bin gespannt, wie sich alles weiterhin entwickelt. Dabei können wir sicher noch spannende Kriminalfälle erleben und uns quer durch Ligurien bewegen. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Vito Grassi und seinem Umfeld.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

ein wundervolles Buch

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
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Mich hat die Geschichte und ihre Sprache wieder in den Bann gezogen. Es ist einfach faszinierend, wie einfühlsam, beruhigend, humorvoll, träumend, ergreifend der Inhalt dieser Worte auf den Leser niederkommt. ...

Mich hat die Geschichte und ihre Sprache wieder in den Bann gezogen. Es ist einfach faszinierend, wie einfühlsam, beruhigend, humorvoll, träumend, ergreifend der Inhalt dieser Worte auf den Leser niederkommt. Ich war wieder verzaubert von den Sätzen und ihren Bedeutungen, die jeder Leser ja für sich persönlich interpretieren kann. Es dreht sich zwar alles um die besonderen Protagonisten auf dem Schiff, aber man kann beim Lesen auch seine eigenen Lebenserfahrungen dadurch näher beleuchten. Mir ging es jedenfalls so. Diese Persönlichkeiten mit ihren Erfahrungen und aktuellen Lebenssituationen waren ja sehr speziell und doch universell. Denn ob es die Erfahrung der Enttäuschung durch einen nahen Menschen ist oder das Trauma des Verlustes von geliebten Menschen, die Angst vor der Zukunft oder Entscheidungen zu Treffen, auch wenn sie große Veränderungen bringen - all dies spiegelt die möglichen Ereignisse im Leben von Menschen wieder. Und so kann man das gut nachvollziehen. Mir hat die Reise mit diesen unterschiedlichen Menschen sehr gut gefallen. Es ist schon alleine wegen der interessanten literarischen Hinweise lesenswert. Hier verbinden sich menschliche Geschichten mit den Büchern dieser Welt. Schön fand ich immer die Hinweise auf die individuelle Einstellung zu Büchern - jeder soll das Lesen,was ihm gefällt und glücklich macht, egal was die "Kritiker" bzw. anderen Menschen davon halten. Und wir können die Geschichte um Monsieur Perdu weiterverfolgen. Er ist wieder ein Retter - aber diesmal wird er auch gerettet, denn seine Freunde zeigen ihm eigentlich seine Richtung auf. Er wollte es wohl noch nicht vor sich selber zugeben. Man kann sich gut mit den Handlungen arrangieren. Es war sehr schön zu beobachten, wie sich diese unterschiedlichen Menschen zusammenraufen und mit der Situation umgehen. Eigentlich hilft jeder jedem. Der Leser wird tief in diese Situationen hineingezogen. Man leidet mit ihnen oder freut sich an den positiven Entwicklungen. Der Text ist sehr schön zu lesen und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 15.03.2023

viele Geheimnisse

Böse
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Der Titel gibt ja schon einen Vorgeschmack auf den Inhalt des Buches. Und es bewahrheitet sich dann auch: hier ist viel Böses am Werk. Und ich habe mit dem Bösen nicht nur die körperlichen Auswirkungen ...

Der Titel gibt ja schon einen Vorgeschmack auf den Inhalt des Buches. Und es bewahrheitet sich dann auch: hier ist viel Böses am Werk. Und ich habe mit dem Bösen nicht nur die körperlichen Auswirkungen verbunden, sondern auch die psychischen Wunden, die bei den Betroffenen entstanden sind. Ich fand es sehr gut gemacht, dass sich eigentlich so viele verschiedene Szenarien hier in der Geschichte wiederfinden. Es geht nicht nur um Mord, sondern auch um Rache, Mobbing, Verbundenheit, Wahrheit und Lüge, Liebe, Wut und Hass. Man wird fast mit der Vielzahl an Ereignissen und ihren Hintergründen überfordert, denn sie alleine sind schon heftig. Aber hier verbinden sich die unterschiedlichsten Erlebnisse der Protagonisten miteinander. Das Schicksal von Mila ist alleine schon schrecklich, denn man erlebt ein junges Mädchen, das in ihrer prikären Situation keine Hilfe bekommt und dafür noch mit einer Krise in ihrem Elternhaus konfrontiert wird. Die Protagonisten sind irgendwie alle miteinander verbunden und da es sich um ein Dorf handelt, kennen sich die Menschen auch alle untereinander. Die vergangenen Geschehnisse sind allen dort noch präsent. Und jetzt holt es die damals involvierten Personen wieder ein. Die Familienkonstellationen sind sehr gut dargestellt. Wie sich etwas über die Jahre auch dort anstauen kann und unterschwellig immer die Verhältnisse untereinander prägt. Die beiden Ermittler Fiona und Hanno haben es nicht so leicht. Fiona hat einen kleinen Vorteil, denn sie kann sich an die Ereignisse 1993 erinnern. Aber ansonsten sind die Ermittlungen nicht so einfach. Die Befragten lassen sich nicht richtig greifen und sie kommen damit nicht gut weiter. Mir hat die Herangehensweise der Ermittler gut gefallen. Sie werden zwar oft auf eine Falsche Fährte geschickt, aber durch Hartnäckigkeit kommen sie dann doch weiter. Und hier fand ich die Reaktion eines der Beschuldigten sehr interessant. Er möchte nun auch die Vorfälle in der Vergangenheit gänzlich geklärt haben und stellt seine eigenen Nachforschungen an. Und das ist nicht ganz ungefährlich. Die Autorin hat es sehr gut verstanden, die ganzen Hintergründe und die Motivationen der unterschiedlichsten Betroffenen gut darzustellen. Die einzelnen Beweggründe mögen ja noch einen positiven Grundgedanken gehabt haben, aber die Auswirkungen der einzelnen Handlungen wurden einfach von den Betroffenen nicht durchdacht und haben viele Menschen ins Unglück geschickt. Es zeigt eben die charakterlichen Merkmale der Protagonisten und welche Folgen sie auf soviele Menschen haben können. Wie Zusammenhalt und Loyalität auch zu schlimmen Ereignissen führen können und alles vergiften. Aber es wird wie so oft, alles ans Licht kommen - auch Jahrzehnte später noch. Diese Aspekte fand ich hier wirklich gut dargestellt. Alles rächt sich irgendwann und man sollte nichts auf Lügen aufbauchen.

Außer dem aktuellen Fall fand ich die Schilderungen aus den Privatleben der beiden Ermittler sehr interessant. Auch sie haben so ihre Probleme zu meistern und auch wohl ziemlich schlimme Erlebnisse aus der nahen Vergangenheit aufzuarbeiten. Allerdings habe ich aus den Rückblicken im Text nicht auf die genauen Handlungen schließen können. Aber es reicht aus, um die Brisanz und die Wichtigkeit erkennen zu können. Außerdem beeinflusst es ja heute noch das Verhältnis zwischen Fiona und Hanno und vor allen Dingen auch das Verhältnis zwischen Fiona und ihrer Tochter Caro.

Mir hat dieser Krimi insgesamt sehr gut gefallen. Er ist spannend, enthält eine sehr bildhafte Sprache und interessante Charaktere. Man wird durch die detailreichen Beschreibungen und auch durch die wechselnden Sichtweisen gut ins Geschehen eingebunden. Es gibt einige verwirrende Entwicklungen und mich hat einiges an dem Abschluß des Buches überrascht. Es war aber schlüssig und ich konnte das Buch nach einer spannenden und schönen Lesezeit aus den Händen legen.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

ein makabrer Fall

Der Bojenmann
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Hier lernen wir den Hamburger Kommissar Thies Knudsen und seine Kollegin Dörte Eichhorn kennen. Sie ermitteln in einem wirklich sehr seltsamen und makabren Fall. Ich fand schon die Fundstellen der Toten ...

Hier lernen wir den Hamburger Kommissar Thies Knudsen und seine Kollegin Dörte Eichhorn kennen. Sie ermitteln in einem wirklich sehr seltsamen und makabren Fall. Ich fand schon die Fundstellen der Toten sehr markant und ungewöhnlich. Und dieses Außergewöhnliche zieht sich auch durch das ganze Buch. Denn von solch einem Fall hat bisher noch nie jemand gehört und es schein auch einmalig zu sein. Und nicht nur ich war von den Leichen überrascht, auch die Ermittler sind ratlos. Ich fand die Geschichte sehr interessant und mit vielen überraschenden Wendungen. Die Protagonisten sind sehr speziell. Thies Knudsen kommt immer sehr rational rüber und ist mir in seiner ganzen Art sehr sympathisch. Er ist jetzt nicht so der lustigste Typ auf dem Planeten, aber er hat einen trockenen Humor und der passt gut zu ihm. Ein anderer interessanter Mensch ist auch sein Freund Oke Andersen, den alle nur "La Lotse" nennen. Und das ist wirklich passend. Er ist pensionierter Lotse und Kapitän und lebt direkt an der Elbe. Er philosophiert gerne und steht mit seinem Wissen auch Thies immer zur Seite. Manchmal steckt er seine Nase auch zu tief in die Angelegenheiten anderer Leute, aber er ist immer guter Dinge und ergänzt Thies gut. Spitznamen werden hier den Leuten eh gerne gegeben und sie haben mir großen Spaß gemacht, denn passend waren sie auf alle Fälle. Die Ereignisse um die Leichen sind sehr spannend und ziemlich geheimnisvoll. Denn man kann die Richtung der Ermittlungen nicht vorhersehen. Es ist alles sehr seltsam, aber dann kommen die Ermittler dann doch noch auf eine aussichtsreiche Spur, auch mit Hilfe von Oke, der tiefer hineingezogen wird als gewünscht. Ich fand die Beschreibungen der Örtlichkeiten sehr detailreich und man konnte es sich gut vorstellen. Manchmal schon fast zu real, aber das bringt die Besonderheit der Sache noch besser zur Geltung. Man erfährt hier einiges über die Situation der heutigen Seeleute und das ist nicht unbedingt positiv. Auch hier hat sich anscheinend vieles nicht gerade zum Besseren verändert. Ein anderer interessanter Gesichtspunkt in diesem Regionalkrimi ist natürlich der Blick auf die Privatleben der Protagonisten. Man erfährt so einiges über Thies oder Dörte. Allerdings ist es ja erst der Anfang einer Serie und so wird man wohl sicher noch einige Details erfahren. Man macht sich so seine Gedanken über die beiden Ermittler und ich bin mal gespannt, wie sich alles so entwickelt. Das Ende des Buches hat mich ehrlich etwas überrascht. Und ich möchte den nächsten Band eigentlich jetzt sofort lesen, aber damit werde ich wohl noch was warten müssen. Aber es ist ein gut lesbarer Krimi mit interessanten Protagonisten. Und auch Hamburg ist immer einen Ausflug wert, auch wenn man hier ja eher die negativen Seiten kennenlernt. Aber dafür liest man ja auch einen Krimi: Spannung pur. Ich habe mit diesen neuen Ermittlern und dem Lotsen viel erlebt und spannende Lesestunden verbracht. Ich freue mich auf den nächsten Band und kann diese Serie mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.

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