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Silja199

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2025

Phänomenal

Fairiegolden Town – Die Prinzessin der Diebe
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Wie von Jennifer Benkau nicht anders zu erwarten, war »Fairiegolden Town – Die Prinzessin der Diebe« für mich ein absolutes Highlight.

Beworben wird es mit "Peaky Blinders trifft auf Carnival Row" und ...

Wie von Jennifer Benkau nicht anders zu erwarten, war »Fairiegolden Town – Die Prinzessin der Diebe« für mich ein absolutes Highlight.

Beworben wird es mit "Peaky Blinders trifft auf Carnival Row" und das beschreibt das feeling in diesem Buch einfach mehr als Perfekt.

Ich mag beide Serien und kann die Parallelen zum Buch nicht nur bestätigen, ich hab mich gefühlt, als wäre ich in einer Mischung aus diesen beiden Serien und würde alles zusammen mit den Protagonisten erleben.

Wie ich es von der Autorin gewohnt bin, zog mich die Geschichte absolut in ihren Bann. Der flüssige und spannende Schreibstil der Autorin, die einfach eine ganz eigene Kunst für Spannungsbögen hat, lies mich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Bisschen irritiert hat mich auf den ersten Blick das Cover, weil es gedruckt einfach aussieht, als wäre es schmutzig … aber das soll so – auf dem Bild sieht es nach Glitzer aus … gedruckt wie Staub, aber das ändert nichts an dem Inhalt – der phantastisch ist!

Ich habe schon die One True Queen Reihe der Autorin sehr geliebt, doch »Fairiegolden Town« ist nochmal um einiges erwachsener und ich liebe wie Jennifer wichtige Themen, die auch in unserer Welt mehr als aktuell sind, mit viel Fingerspitzengefühl aufzuzeigen.

Dieses Buch ist einfach von Anfang bis Ende phänomenal und ich kann es jedem nur ans Herz legen, der auch die Serien Peaky Blinders und Carnival Row mochte, oder (wie ich) großer Fan der Autorin ist.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Camp Rainbow

Camp Rainbow - Über mir der Himmel
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Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und humorvoll. Malins Gedanken haben mich immer wieder zum Lachen gebracht - allerdings auch zum Verzweifeln. Gerade in der Mitte der Handlung war ich zeitweise ...

Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und humorvoll. Malins Gedanken haben mich immer wieder zum Lachen gebracht - allerdings auch zum Verzweifeln. Gerade in der Mitte der Handlung war ich zeitweise richtig wütend auf die Protagonistin, denn wir haben hier den typischen „Ich-bin-verliebt-und-vergesse-meine-beste-freundin-Plot“.

Zwar wiederholt sich die Handlung stellenweise, doch die starke Atmosphäre macht das mehr als wett. Sobald Malin im Camp Rainbow ankommt, hat man beim Lesen das Gefühl selbst noch einmal 17 und in einem Sommercamp zu sein.

Die Repräsentation von queeren Menschen ist hier sehr stark, denn neben der bisexuellen Malin lernen wir auch sehr viele andere Figuren kennen, die auf unterschiedliche Weisen queer sind, sodass sich Jugendliche hier auf jeden Fall von der einen oder anderen Figur abgeholt fühlen können.





Bewertung & Empfehlung

Camp Rainbow ist ein wirklich schönes Jugendbuch über tolle Freund*innenschaften, die erste Liebe und einen unvergesslichen Sommer!

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Eine starke Geschichte

His Dark Materials 1: Der Goldene Kompass
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Philip Pullmans Der goldene Kompass ist ein beeindruckender Fantasyroman, der mit seiner dichten Atmosphäre, großen Themen wie Macht und Freiheit und einer ungewöhnlichen Heldin viel richtig macht. Die ...

Philip Pullmans Der goldene Kompass ist ein beeindruckender Fantasyroman, der mit seiner dichten Atmosphäre, großen Themen wie Macht und Freiheit und einer ungewöhnlichen Heldin viel richtig macht. Die Geschichte rund um die junge Lyra, die sich gegen eine unterdrückerische Ordnung stellt, ist spannend und ideenreich – ein klarer Kontrast zu vielen stereotypen Jugendbüchern.

Lyra ist dabei zweifellos eine faszinierende Hauptfigur. Sie ist mutig, impulsiv, neugierig – keine passive Beobachterin, sondern jemand, der handelt, lügt, entscheidet. Gerade weil sie so eigensinnig ist, trägt sie den Roman überzeugend. Dennoch bleibt ihre Entwicklung in diesem ersten Band an der Oberfläche. Oft reagiert sie impulsiv, ohne dass diese Impulse hinterfragt oder wirklich weiterentwickelt werden. Ihre Haltung gegenüber anderen Frauen – etwa Forscherinnen – ist teilweise abschätzig oder von Misstrauen geprägt, was wenig zur Tiefe der Figur beiträgt. Es wirkt, als würde sie die Denkweisen ihrer männlichen Vorbilder übernehmen, ohne dass der Text das problematisiert.

Auch das übrige Figurenensemble zeigt wenig Vielfalt. Neben Lyra und der ambivalenten Mrs. Coulter sind fast alle bedeutenden Rollen männlich besetzt: Mentoren, Gegner, Freunde, Verbündete. Das macht die Geschichte zwar nicht weniger spannend, aber es fällt auf, dass Frauen außerhalb der extremen Pole – unschuldige Mädchen oder gefährliche Verführerinnen – kaum vorkommen. Gerade in einer so weit gedachten, vielschichtigen Welt hätte man hier mehr erwarten dürfen.

Ein weiterer Schwachpunkt liegt im Ton einiger Beschreibungen. Menschen werden mit wertenden Attributen versehen – wie etwa in Formulierungen, die auf das Aussehen oder Gewicht einer Figur reduziert sind. Solche Stellen wirken aus der Zeit gefallen und stören gerade in einem ansonsten klugen Buch. Sie tragen weder zur Handlung noch zur Charakterisierung bei, sondern vermitteln subtile Abwertungen, die vermeidbar gewesen wären.

Trotz dieser Schwächen bleibt Der goldene Kompass ein starkes Buch, das junge Leser*innen ernst nimmt und komplexe Fragen stellt. Es ist ein mutiger Auftakt, der Lust auf mehr macht – auch wenn man sich für die Folgebände eine differenziertere Darstellung von Beziehungen, Rollenbildern und Sprache wünscht.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

So gut!

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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Meine Meinung zu Die Tribute von Panem L

Nachdem ich nun auch endlich dazu kam Tribute von Panem X zu lesen / hören war ich sehr gespannt auf Tribute von Panem L.

Der Anfang war direkt packend und ich ...

Meine Meinung zu Die Tribute von Panem L

Nachdem ich nun auch endlich dazu kam Tribute von Panem X zu lesen / hören war ich sehr gespannt auf Tribute von Panem L.

Der Anfang war direkt packend und ich konnte mich gut in Haymitch hinein fühlen. Beim Lesen hatte ich aber immer irgendwie den älteren Haymitch im Kopf und musste mich immer wieder daran erinnern, dass es eine junge Version von ihm ist.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Kunst und Familie

Allow a Sunflower to Bloom
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„Allow A Sunflower To Bloom“ hat mich in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Die Sprache ist kunstvoll und stark bildhaft, teilweise fast überladen, aber dabei nicht unehrlich. Emmee als Hauptfigur bleibt ...

„Allow A Sunflower To Bloom“ hat mich in vielerlei Hinsicht beschäftigt. Die Sprache ist kunstvoll und stark bildhaft, teilweise fast überladen, aber dabei nicht unehrlich. Emmee als Hauptfigur bleibt mir ambivalent. Ich konnte sie in manchen Momenten gut nachvollziehen, in anderen hat mich ihre Art eher auf Abstand gehalten. Ihre Gedanken kreisen viel, oft zu viel. Das kann anstrengend sein, macht sie aber auch glaubwürdig.

Die Handlung spielt hauptsächlich in Wien, das nicht nur Kulisse ist, sondern als Teil der Geschichte miterzählt wird. Die Themen sind vielschichtig. Pflegekindheit, Zugehörigkeit, Selbstzweifel, Nähe, Kunst, Angst vor dem Verlassenwerden. Manches davon ist subtil eingeflochten, manches sehr präsent. Es gibt Stellen, die ich stark fand, gerade weil sie nicht auf eine Pointe hinauswollen. Andere Szenen wirkten auf mich konstruiert oder zu gewollt poetisch.

Die Nebenfiguren wie Casimir, Madita und Xavier haben für mich gut funktioniert. Besonders Casimir hat eine Ruhe in die Geschichte gebracht, die der Erzählung guttut. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind oft angespannt, manchmal unausgesprochen, selten einfach. Das macht sie realistisch, aber nicht immer leicht zu lesen.

Was mir gefallen hat, ist die Verbindung von Kunst und innerem Erleben. Jedes Kapitel wird mit einem Kunstwerk eingeleitet, das thematisch passt. Die Idee finde ich gelungen, auch wenn sie beim Lesen eine gewisse Aufmerksamkeit verlangt. Es hat den Kapiteln einfach das gewisse etwas verliehen.

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