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Veröffentlicht am 02.03.2025

Zwei Welten, eine Liebe?

Love Me Like It's Yesterday
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Juno lebt ein Leben wie in den Achtzigern – ohne Smartphone, ohne Social Media, nur mit Videokassetten und Plattenspieler. Doch als YouTube-Star Taro in ihrer Werkstatt auftaucht, prallen zwei Welten aufeinander. ...

Juno lebt ein Leben wie in den Achtzigern – ohne Smartphone, ohne Social Media, nur mit Videokassetten und Plattenspieler. Doch als YouTube-Star Taro in ihrer Werkstatt auftaucht, prallen zwei Welten aufeinander. Während Juno glaubt, es geht um die Restaurierung eines alten Teeschranks, ist sie in Wahrheit Teil einer Challenge – ohne ihr Wissen vor Tausenden von Zuschauern. Doch was passiert, wenn aus Spiel echtes Gefühl wird? Und kann Liebe bestehen, wenn die ganze Welt zuschaut?

„Love Me Like It’s Yesterday“ ist eine charmante Liebesgeschichte mit einer spannenden Grundidee, denn es werden Themen wie digitale Abhängigkeit und Cybermobbing aufgegriffen.
Juliane Käpplers Schreibstil war fließend und leicht lesbar.

Besonders charmant fand ich Junos Vorliebe für erfundene Wörter, die sie in Holzscheiben einbrennt.

Wer sich für moderne Romane mit Tiefgang interessiert, bekommt hier eine süße Liebesgeschichte mit gesellschaftskritischen Untertönen. Perfekt für alle, die sich fragen: Wie viel Social Media ist zu viel?

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Zwischen Magie und Wissenschaft

A Discovery of Witches - Die Seelen der Nacht
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"A Discovery of Witches" von Deborah Harkness ist der erste Band der All Souls-Trilogie. Es ist eine Mischung aus Fantasy, Historie und Romantik und dreht sich um die Historikerin und Hexe Diana Bishop, ...

"A Discovery of Witches" von Deborah Harkness ist der erste Band der All Souls-Trilogie. Es ist eine Mischung aus Fantasy, Historie und Romantik und dreht sich um die Historikerin und Hexe Diana Bishop, die in Oxford ein altes Manuskript entdeckt, das das Interesse verschiedener übernatürlicher Wesen weckt. Dabei gerät sie ins Visier von Dämonen, Hexen und Vampiren.
Neben Diana sucht aber nicht nur sie nach dem alten Manuskript, sondern auch Matthew Clairmont. Diese Kombi an Charakteren hat bei mir am Anfang ein bisschen Romeo & Julia Vibes heraufbeschworen, nur eben mit Hexen und Vampiren.

Harkness verwebt in ihrem Roman historische Details mit magischen Elementen und erschafft eine Welt, die gleichermaßen mystisch wie real wirkt. Besonders beeindruckend ist die Tiefe der Charaktere: Diana ist eine willensstarke, aber auch verletzliche Protagonistin, während Matthew mit seiner düsteren Vergangenheit und seinen Instinkten einen perfekten Gegenpol bildet.

Wer dieses Buch aufklappt wird mit einer außergewöhnlichen, atmosphärischen Erzählung belohnt, die nicht nur Romantasy-Fans begeistert, sondern auch Liebhaber:innen intelligenter, gut recherchierter Geschichten in ihren Bann zieht.

Kurz gesagt: es war voll mein Ding und ich kann es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Wenn der letzte Espresso tödlich endet

Salute - Der letzte Espresso
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Mit "Salute – Der letzte Espresso" liefert Friedrich Kalpenstein einen vielversprechenden Auftakt zu seiner neuen Gardasee-Krimireihe. Der Roman kombiniert spannende Ermittlungen mit einer charmanten ...


Mit "Salute – Der letzte Espresso" liefert Friedrich Kalpenstein einen vielversprechenden Auftakt zu seiner neuen Gardasee-Krimireihe. Der Roman kombiniert spannende Ermittlungen mit einer charmanten Atmosphäre rund um den malerischen Gardasee und bietet einen interessanten Einblick in das Leben eines Auswanderers.

Im Zentrum der Handlung steht Paul Zeitler, ein ehemaliger Hauptkommissar aus München, der nach seiner Kündigung ein eigenes Café in Bardolino eröffnet hat. Doch seine Idylle wird jäh gestört, als ein Mord in seinem Café geschieht. Zeitler, der sich eigentlich vom Polizeidienst verabschiedet hat, kann nicht anders, als sich in die Ermittlungen einzumischen – sehr zum Ärger von Commissario Lanza, der den deutschen Auswanderer mit Argwohn betrachtet.

Kalpenstein gelingt es hervorragend, Spannung und Lokalkolorit zu verbinden. Die Beschreibungen des Gardasees und des italienischen Lebensgefühls lassen einen direkt in die Geschichte eintauchen. Gleichzeitig punktet der Roman mit einem originellen Ermittler: Paul Zeitler, der zwischen Kaffee und Kriminalfällen hin- und hergerissen ist, wirkt sofort sympatisch.

Ein kleiner Kritikpunkt wäre, dass ich gerne noch mehr Einblicke in die Sichtweise von Commissario Lanza gehabt hätte. Stattdessen wird viel Zeit darauf verwendet, die persönliche Geschichte von Paul Zeitler zu beleuchten, was dem Ganzen auf der anderen Seite einen sehr humorvollen Charakter gibt.

"Salute – Der letzte Espresso" ist ein Krimi, der nicht nur mit einem spannenden Fall, sondern auch mit liebenswerten Figuren und einer mediterranen Atmosphäre überzeugt. Ein Muss für Fans von Wohlfühlkrimis mit einer Prise Spannung – und für alle, die den Gardasee lieben.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Liebe gegen das System

Niemannswelt – Als ich mich verlor, habe ich dich gefunden
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Carina Bartsch entführt uns in "Niemannswelt – Als ich mich verlor, habe ich dich gefunden" in eine Zukunft, die ich gleichermaßen faszinierend wie beklemmend fand. Die Geschichte spielt im Jahr 2196 ...

Carina Bartsch entführt uns in "Niemannswelt – Als ich mich verlor, habe ich dich gefunden" in eine Zukunft, die ich gleichermaßen faszinierend wie beklemmend fand. Die Geschichte spielt im Jahr 2196 in einer Welt, die nach einer von Männern verursachten Katastrophe von Frauen regiert wird. Stichwort: Matriarchat. Die "Niemannswelt" ist ein streng kontrolliertes System, in dem Männer alle Rechte verloren haben und in Laboren für wissenschaftliche Zwecke und rein für die Fortpflanzung leben. Stattdessen wird eine Gesellschaft präsentiert, in der vom Bau, über Apothekerinnen bis hin zur Regierung jeder Mensch weiblichen Geschlechts ist, was natürlich das Familienleben entsprechend beeinflusst.

Im Mittelpunkt steht Zoe, eine junge Dozentin, die "Männliche Psychologie" an der Universität unterrichtet. Ihr Leben verläuft in geregelten Bahnen – bis der Tod ihrer Mutter und ein mysteriöser Brief ihre Welt ins Chaos stürzen. Zur gleichen Zeit erhält Zoe die Möglichkeit, in einem Labor zu arbeiten. Dort trifft sie auf Flynn, den ersten Mann, dem sie jemals begegnet ist. Flynn spricht mit niemandem, doch in den Gesprächen mit Zoe beginnt er, sich langsam zu öffnen.

Diese Begegnung verändert alles. Wie das halt so ist, wenn man plötzlich mit der realität konfrontiert wird, gerät Zoes gefestigtes Weltbild ins Wanken, und sie wird mit Gefühlen konfrontiert, die nicht existieren dürften. Zwischen einer strengen Gesellschaftsordnung, politischen Intrigen und persönlichen Geheimnissen entspinnt sich eine intensive Liebesgeschichte, die stärker ist als das System, in dem sie stattfindet.

"Niemannswelt" ist eine mutige Mischung aus Dystopie, Gesellschaftskritik und emotionaler Liebesgeschichte. Bartsch gelingt es meisterhaft, Themen wie Macht, Freiheit und die Grenzen der Menschlichkeit in einer packenden Erzählung zu verarbeiten. Ihre Geschichte lässt einen nicht los – sie regt zum Nachdenken an und berührt zugleich das Herz.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Gefühle als Gefahr

Liberantas
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Bist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren ...

Bist du schon mal in einer dunklen Gasse einem Menschen mit Flügeln begegnet? Nein?
Well, ich auch nicht.
Elainy allerdings schon: Als sie eines Tages plötzlich mit einer vollkommen fremden Welt und deren Wesen konfrontiert wird, kann sie es kaum fassen. Dabei hat sie so schon genug Probleme und mit ihren Gefühlen zu kämpfen.
In einer knallbunten neuen Welt bleiben ihre intensiven Emotionen nicht unbemerkt – vor allem nicht von den Inanis, den Hütern Liberantas mit ihren schimmernden Pfauenflügeln. Für sie stellt Elainy eine Gefahr dar, allen voran für Awan, der sie lieber heute als morgen aus dieser Welt verbannen würde. Doch zwischen Elainy und Awan entstehen zarte Bande, die das Schicksal beider gefährlich herausfordern. Denn in Liberantas kann Liebe mehr als nur Licht bringen – sie kann auch alles ins Wanken stürzen.
Larissa Braun entführt uns mit „Liberantas – Im Schatten der Erinnerung” in eine Welt, die lebendig und voller Magie ist. Doch was auf den ersten Blick traumhaft wirkt, offenbart düstere Tiefen. Der Schreibstil zeichnet sich durch eine dichte Atmosphäre aus, die jede Szene lebendig macht. Mit viel Liebe zum Detail lässt die Autorin Orte und Charaktere vor unserem inneren Auge entstehen. Auf 477 Seiten entfaltet sich eine Geschichte über Liebe, Verlust und die Frage, wie viel Licht es braucht, um die dunkelsten Schatten zu vertreiben.
Die Story hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, und die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Es war ein echtes Vergnügen „Liberantas" zu lesen. Band zwei erscheint bereits nächsten März, daher muss ich auch nicht mehr all zu lange auf die Fortsetzung warten.

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