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Veröffentlicht am 27.05.2025

lesenswert

Liga Lexis – Blutrote Tinte
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Annie ist am Boden zerstört. Lady Hamilton, die Protagonistin weltberühmter Bestseller wurde ermordet und sofort kommen mehrere Agenten nach Bookford Manor, um den Mord aufzuklären. Doch nicht nur das ...

Annie ist am Boden zerstört. Lady Hamilton, die Protagonistin weltberühmter Bestseller wurde ermordet und sofort kommen mehrere Agenten nach Bookford Manor, um den Mord aufzuklären. Doch nicht nur das lässt Annie traurig sein. Auch die Trennung von Caspian nimmt sie schwer mit. Dessen Verhalten ist nun auch mehr als merkwürdig und Annie versucht, zusammen mit ihren Freunden Fitz und Mac allem auf den Grund zu gehen. Die Zeit wird knapp und Annie scheint die Einzige zu sein, die über die Interlineas - die Welt zwischen den Zeilen - in Bücher gelangen kann. Als sie dies tut, trifft sie auf jemanden, mit dem sie nicht gerechnet hat. Und dies bringt ihre Welt ins Wanken ... und alle anderen in Gefahr.

Der zweite Teil steht dem ersten in nichts nach. Es wird rasant, gefühlvoll, witzig, sarkastisch und vor allem spannend. Denn Annie muss sich entscheiden, wie sie ihre Welt und die Welt der Bücher retten kann. Dies geht nur auf einem Weg und der scheint sehr gefährlich.

Doch Annie wäre nicht Annie, wenn sie diese Gefahr nicht herausfordern würde.

Und genau das macht die Story aus. Es wird gekleckert und nicht geklotzt. Annie nimmt alles in die Hand und tut etwas,. während die Liga Lexis nur theoretisch an die Angelegenheit heran geht. Es werden unnötige Feste veranstaltet, es wird lamentiert und geplant, aber nichts wirklich gemacht.

Und das gefällt mir so gut an Annie. Sie denkt logisch, lässt sich helfen, aber packt es einfach auch an und erledigt den Job.

Na ja, sie versucht es zumindest, denn es passieren Dinge, die sie ganz schön aus der Bahn werfen. Vor allem wenn ein gewisser Caspian mit im Spiel ist.

Die Autorin schreibt frech, stilsicher und packend. Man bekommt immer mehr Lust, der Story zu folgen und findet sich auch teilweise in den Protagonisten wieder. Da macht es einfach Spaß, zu lesen.

Aber es gibt natürlich auch etwas, was nicht so gut ist - oder auch wieder gut, je nachdem wie man dazu steht. Der Cliffhanger am Ende ist natürlich sehr unfair - denn man will weiterlesen, man will erfahren, was nun passiert. Wie endet es für alle? Wie entscheiden sich einige Protagonisten? Und warum, wieso, weshalb ....? Aber es heißt: Abwarten und Tee trinken ... und der dritte Band wird wohl Aufklärungen bringen. Aber erst im September 2025.

Meggies Fussnoten:
Lesen! Weil: Ist ein Buch über Bücher, ist ein Buch über Liebe. Und spannend!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Guter Ansatz

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
1

Adam hat einen ungewöhnlichen Job. Er arbeitet in einem unscheinbaren Buchladen namens Libronautic Inc. und hat die Gabe, Menschen mit seiner Stimme in Geschichten hineinzulesen. Dort können diese dann ...

Adam hat einen ungewöhnlichen Job. Er arbeitet in einem unscheinbaren Buchladen namens Libronautic Inc. und hat die Gabe, Menschen mit seiner Stimme in Geschichten hineinzulesen. Dort können diese dann für eine bestimmte Zeit die Figuren aus den Geschichten beobachten, solange sie sich nicht vom besprochenen Weg bewegen. Als ein Kunde jedoch diesen Weg verlässt, verfolgt Adam diesen sofort. Doch plötzlich stehen sie vor einer Tür, die in der Geschichte eigentlich nicht vorkommen soll. Mit Mühe können Adam, sein Kunde und ein weiterer Libronaut aus der Story entkommen. Doch was hat es mit der magischen Tür auf sich? Warum taucht kurz danach eine Kundin auf, die ebenfalls an der Tür interessiert ist? Adam forscht nach und kommt dabei einem großen Geheimnis auf die Spur ...

Bücher über Bücher faszinieren mich. Und Bücher über Bücher, in die man reisen kann, um dort die Story mitzuerleben, sind natürlich noch faszinierender. Also musste ich ja zu der Reihe "Die Buchreisenden" greifen, was mich aber letztendlich etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Die Story plätschert vor sich hin, ab und zu werden neue Informationen eingestreut, dann passiert lange wieder nichts und dann sehr viel und dann wieder nichts. Es ist ein Auf und Ab und die Spannung wird nicht wirklich gehalten. So hatte ich zwischendurch mehrmals das Bedürfnis, das Buch abzubrechen.

Doch ich habe es durchgezogen und am Ende gibt es noch einmal ein Aufbauschen und natürlich einen Cliffhanger, so dass man zum zweiten Buch greifen will. Hier habe ich jedoch die Hoffnung, dass sich die Story nicht so ziehen wird und etwas mehr Spannung gehalten werden kann.

Die Charaktere sind teilweise sogar sehr nervig. Mir hat Adam nicht gut gefallen. Er steuert nicht wirklich etwas zur Handlung bei, sondern fließt so nebenbei mit. Er hat viele Fragen, aber aktiv will er nicht an die Antworten kommen, sondern überlässt es anderen, das Ruder herumzureißen.

Auch ist die Erzählweise etwas gewöhnungsbedürftig. Bei manchen Sätzen hatte ich das Gefühl, dass ein Kind die Schreibweise übernommen hat. Auch wird es nicht zu komplex bzw. es gibt immer wieder Momente, in denen ich mir etwas mehr Kopfkino gewünscht hätte, etwas mehr Undurchsichtigkeit.

Meine Hoffnung liegt auf dem zweiten Band.

Meggies Fussnote:
Guter Anfang, lässt aber stetig nach.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

leicht lesbar

Das Restaurant am Rande der Zeit
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Kotoko Niki hat ihren Bruder bei einem Autounfall verloren und ist dabei, sich selbst in der Trauer zu verlieren. Eines Tages erfährt sie von Chibis Kitchen, einem Restaurant am Strand, in welchem besondere ...

Kotoko Niki hat ihren Bruder bei einem Autounfall verloren und ist dabei, sich selbst in der Trauer zu verlieren. Eines Tages erfährt sie von Chibis Kitchen, einem Restaurant am Strand, in welchem besondere Gerichte von damals serviert werden. Kotoko macht sich auf den Weg dorthin und ist gleich fasziniert von der Magie des Ortes. Und tatsächlich löst das Essen in ihr eine Begegnung aus, die sie nicht zu hoffen gewagt hatte. Kurz darauf erzählt sie Taiji von dem Restaurant, der ebenfalls einen schweren Verlust erlitten hat. Und auch Yoshio kommt in den Genuss des Gerichts von damals.
Als aber der Besitzer Kai das Chibis Kitchen schließen will, weil das Restaurant eigentlich von seiner Mutter eröffnet wurde, die aber vor Kurzem verstorben ist, handelt Kotoko und versucht, ihn zu retten, so wie er sie gerettet hat.

Ich habe schon einige Romane gelesen, die in Japan spielen und immer von Dramen handeln, von Menschen, die zurück ins Leben kommen durch besondere Begegnungen oder Wendungen. Bislang haben mir diese auch ausnahmslos gut gefallen.

Hier bin ich etwas zwiegespalten. Es ist zwar unweigerlich ein Drama vorhanden, aber es ist jetzt nicht so, dass die Charaktere vor Trauer zerfließen oder mit solch schweren Gewissensbissen leben, dass sie kurz davor sind, sich selbst das Leben zu nehmen. Sie trauern auf normale und angemessene Weise. Der eine länger, der andere kürzer.
Sich dann mit schwerem Herzen auf den Weg in das Chibis Kitchen zu machen, um dort nochmals mit dem Verstorbenen reden zu können, ist zwar eine wunderschöne Idee, doch fehlt dem Ort das gewisse Etwas.

Ja, der Besitzer ist nett, aber gewöhnlich. Ja, es gibt eine Katze, bei der ich aber jetzt nicht genau weiß, warum sie überhaupt mitspielt. Ja, es ist schön AUßERHALB des Restaurants mit Strand und Meer und Möwen.
Aber das Innere und die Atmosphäre von Chibis Kitchen hat mir so gar nicht gefallen. Es war nichts Außergewöhnliches oder Zauberhaftes daran. Es gab keine einnehmende Beschreibung des Inneren, nur eben das Servieren des Essens und die ungewöhnlichen Begegnungen, die daraufhin passieren.

Es hätte ruhig von allem etwas mehr sein können, etwas ausgeschmückter, fantasievoller, greifbarer.

Zuerst wird die Geschichte aus Kotokos Sicht erzählt. Danach folgen Taiji, Yohio und Kai. Zwar ist Kotoko immer mit allen verbandelt, doch ist dies eher nebensächlich erwähnt, erst im letzten Kapitel ist sie wieder präsenter. Den Kapiteln vorangestellt sind typische japanische Rezepte von Traditionsgerichten, oder eben Gerichten von damals. Diese werden auch im Chibis Kitchen serviert.

Das Buch ist sehr leicht lesbar und damit auch schnell abgehandelt. Es ist von der Story her schön, könnte aber etwas mehr Schönheit vertragen.

Meggies Fussnote:
Leicht lesbar, schnell abgehandelt.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

The Last Bookstore

The Last Bookstore on Earth
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Liz ist gerade mal 17, als ein apokalyptischer Sturm die Erde heimsucht und ihre Familie auslöscht. Auf der Suche nach einer Unterkunft, quartiert sie sich in einem Buchladen ein und nutzt diesen Ort ...


Liz ist gerade mal 17, als ein apokalyptischer Sturm die Erde heimsucht und ihre Familie auslöscht. Auf der Suche nach einer Unterkunft, quartiert sie sich in einem Buchladen ein und nutzt diesen Ort zum Handeln und als Anlaufstelle für Nachrichten, die von durchreisenden Menschen hinterlassen werden. Eines Tages bricht Maeve in den Laden ein, auf der Suche nach Lebensmitteln. Und sie bleibt. Denn ein neuer Sturm soll aufziehen und Maeve und Liz versuchen, den Buchladen sicher zu machen vor der erneuten Katastrophe. Dabei kommen sie sich näher und eine zarte Liebe entsteht.

Leider bleibt es auch bei dieser zarten Liebesgeschichte und mehr nicht. Denn es gibt nicht viele Erklärungen, warum es zu dem Sturm gekommen ist, der so viele Leben gekostet hat. Es wird zwar in einem Rückblick erzählt, was genau er angerichtet hat, aber es wird nicht erklärt, welcher Auslöser verantwortlich ist.

Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, warum Liz sich so sehr an die Buchhandlung hängt. Ich kann zwar verstehen, dass es für sie ein Ort des Vertrauens ist, ein Ort, an dem sie sich wohlfühlt, weil er eben voll mit Büchern ist, aber das Haus an sich ist gefährlich. Es ist eine Bruchbude. Alles lässt sich schwer reparieren. Das Dach ist undicht, die Wände haben große Löcher, die Fenster sind kaputt. Und Liz tut auch nichts dagegen. Sie lässt alles auf sich zukommen und riskiert so ihr Leben.
Bis Maeve auftaucht und anfängt, das Ruder in die Hand zu nehmen. Zwar kann sie auch keine Wunder bewirken, aber sie tut wenigstens etwas.

Im Klappentext wird erwähnt, dass die Buchhandlung für Durchreisende wichtig ist. Allerdings ist dies sehr nebensächlich und bringt der Handlung auch keinen Fortschritt. Es kommen zwar ein paar Leute vorbei, aber warum gerade die Buchhandlung so wichtig für die Durchreisenden ist, ist nicht ersichtlich.

Die Liebesgeschichte zwischen Liz und Maeve ist auch nicht so prickelnd, wie man es vielleicht erwartet. Die beiden verlieben sich. Und fertig! Es gibt kein großes Feuerwerk, keine richtige Annäherung mit Blicken, zufälligen Berührungen und einem Verlangen, dem man nachgeben will. Es passiert und es ist gut. Nichts allzu Aufregendes, aber ersichtlich.

Erst gegen Ende nimmt das Buch richtig Fahrt auf, als Gefahr von außen droht und auch der neue Sturm in Kürze auftreten wird. Und als es richtig spannend wird, ist das Buch dann auch schon schnell zu Ende.

Ich hatte viel mehr erwartet. Viel mehr Emotionen, viel mehr Dramatik, viel mehr Action. Aber es ist seicht, teilweise sogar langweilig und vorhersehbar.

Schade, denn Liz war mir eigentlich sehr sympathisch, auch wenn sie vor sich hingedümpelt ist und alles hat auf sich zukommen lassen.

Meggies Fussnote:
Nicht ganz so postapokalyptisch wie gedacht.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

A Story to Remember

Die Sonnenfeuer-Ballade 3: A Kiss to End a Song
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Sintha schlägt sich nun schon seit drei Jahren mehr schlecht als recht durch, immer darauf bedacht, ja nicht aufzufallen und so die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ihre Flucht und ihr Verrat an Arez ...

Sintha schlägt sich nun schon seit drei Jahren mehr schlecht als recht durch, immer darauf bedacht, ja nicht aufzufallen und so die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ihre Flucht und ihr Verrat an Arez haben sich tief in sie eingegraben und ihre Gewissensbisse sind groß. Als sie von dem Ort, an dem sie sich aufhält, verschwinden muss, um nicht erkannt zu werden, leistet sie sich einen kleinen Fehler und schon sind die Vakár hinter ihr her. Doch nicht, um sie gefangen zu nehmen, sondern um ihre Hilfe zu erbitten. Arez ist tödlich verwundet und nur Sin kann ihn retten. Widerwillig lässt sie sich darauf ein, wohlweislich, dass sie nun doch als Gefangene bei den Vakár leben muss. Denn was kann sie schon erwarten, wenn sie Arez von ihrem Bann befreit hat und sie nun nicht mehr liebt?

Ich habe mich wirklich sehr auf den dritten Band der Reihe gefreut und bin letztendlich auch nicht enttäuscht worden. Der Stil der Autorin ist einfach nur wunderbar zu lesen, denn sie schreibt erfrischend, authentisch und humorvoll. An den richtigen Stellen wird es tiefgründig und liebevoll. Aber es gibt immer wieder diese wundervollen Momente, in denen sie - zumindest habe ich es so aufgefasst - frei von der Leber wegschreibt und viel von sich in Sin und Arez einfließen lässt.

Die Hauptcharaktere Sintha und Arez sind wie Feuer und Wasser, wie Leben und Tod, wie Sonne und Mond. Sintha hat mit ihrer sarkastischen Art bei mir einen großen Stein im Brett. Sie schlägt sich tapfer, sowohl verbal als auch körperlich. Und doch weiß sie, dass sie letztendlich verlieren wird. Sich verlieren wird. Und dieser Moment, in dem sie kapituliert, ist so wunderbar beschrieben, dass ich Tränen in den Augen hatte.

Ich musste wirklich mehrmals schlucken bei dieser Story. Ich hatte das Gefühl, mit dabei zu sein, mich mit in den Räumen, in der Wildnis, der Schlacht oder bei Unterredungen zu befinden. Es war alles so herrlich nah beschrieben und mein Kopfkino hatte wirklich viel zu tun. Ich liebe so etwas bei Büchern. Dieses Packende war einfach genau das, was ich gebraucht habe.

Wie auch schon bei den Vorbänden gibt es bei diesem Buch Bonuskapitel. Zwei Stück diesmal. Und in denen geht es heiß her. Die Autorin hat dies sehr gut gelöst. Ich bin nicht so der Fan von Spicy-Szenen, weswegen ich da auch gerne mal drüber weglese. Hier kann man nun selbst entscheiden, ob man die Bonuskapitel lesen will. Ich habe kurz reingelinst, aber es dann gelassen. Wer die Kapitel lesen will, kann mittels eines QR-Codes über Handy oder Tablet die Kapitel genießen.

Ansonsten war ich mal wieder begeistert von der Story. Sin und Arez werden mir lange im Gedächtnis bleiben und ich bin mir sicher, dass ich die Reihe irgendwann nochmals lesen werden. Die Autorin allerdings wird mich wahrscheinlich auch länger begleiten. Mittlerweile sind noch weitere ihrer Bücher bei mir eingezogen. Ich darf gespannt sein.

Ach ja, nicht zu vergessen: das Cover. Legt man alle drei Bücher nebeneinander, ergibt sich ein wunderschönes Bild.

Fazit:
A Story to Remember.

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