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Veröffentlicht am 10.11.2025

Cozy Witch Romance mit Schwächen

Her Dark Power
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Hallo ihr Lieben ❤
Hexen haben es mir momentan angetan. Die kleinen magischen Dinge im Alltag, ein magischer Begleiter, Hexenfeste und klimpernde Armbänder passen einfach perfekt zum Herbst, wie ich festgestellt ...

Hallo ihr Lieben ❤
Hexen haben es mir momentan angetan. Die kleinen magischen Dinge im Alltag, ein magischer Begleiter, Hexenfeste und klimpernde Armbänder passen einfach perfekt zum Herbst, wie ich festgestellt habe. „Her Dark Power“ ist für mich das erste Buch der Autorin und ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, das es Fantasy ist. Ich wurde aber positiv überrascht:)

Zur Info: Dies ist der erste Teil einer Reihe.

Zum Schreibstil:
Carina Schnell schreibt sehr unaufregend und dafür aber super cozy. Ich habe mich in der Welt und mit ihren Figuren sofort wohlgefühlt. Die Beschreibungen haben einem ein gutes Gefühl für die magische Welt und die damit verbundenen Geheimnisse gegeben.

Zur Geschichte allgemein:
Der Start ins Buch erfolgte direkt und gleich mit jede Menge Input zur Welt der Hauptprotagonistin. Edda soll in ihren Hexenzirkel als vollwertiges Mitglied initiiert, doch in ihr schlummert eine dunkle Kraft, die die gewohnten Abläufe ziemlich durcheinander bringt.
Ich war sofort gefangen und ganz begierig darauf, nicht nur herauszufinden, wo Edda nun hingehört, sondern auch, was es mit ihren Kräften auf sich hat. Edda selbst dagegen sperrt sich erstmal gegen das, was an ihr anders sein könnte. Das ist einer der roten Fäden, die sich durch das Buch ziehen: Edda ist nicht so ganz bereit, sich als anders zu akzeptieren und sich mit ihren Kräften anzufreunden. Zugute halten muss man ihr dabei aber, dass ihre Welt ihr diese Einstellung bisher genau so vorgelebt und eingetrichtert hat.
Als sie nun an das Crescent College kommt, wird somit ihr komplettes Weltverständnis auf den Kopf gestellt. Ich mochte es, dass Edda sich selbst beweisen möchte, dass in ihr drin stets das Gute vorherrscht (denn es gibt diverse Situationen, in denen sie dem Bösen verfallen könnte) und das sie sehr eigenständig agiert. Was ich nicht so an ihr mochte war, dass sie der ganzen Situation überhaupt nicht offen gegenüber stand, obwohl sie in den vorherigen festen Strukturen auch nicht happy war. Das widersprach sich während der ganzen Handlung ein wenig.

Die Handlung am Crescent College fand ich zunächst recht spannend. Immerhin ging es nun darum, die Kräfte kennenzulernen und sie kontrollieren zu können. Leider verfällt die Geschichte da sehr in soziale Klischees. Edda ist die Außenseiterin, behauptet sich zwar, wird aber gemobbt und allen anderen ist es irgendwie egal. Es wird zwar angedeutet, dass auch die anderen ziemlich starr in ihrem Weltbild sind, aber ich hätte mir doch gewünscht, dass es etwas mehr um die Magie ginge. Zumal man von ihrer dunklen Magie wirklich wenig mitbekommt. Da fehlte mir noch mehr Tiefe in den Erklärungen, mehr Beschreibungen zu ihrem Training. So war der Mittelteil leider etwas träge.

An der Academy lernt Edda dann auch ihren Love Interest kennen. Morven ist geheimnisvoll und sexy – passt für mich soweit schonmal. Die „Love Story“ der beiden greift auch viel dieser Düsternis auf, was mir ganz gut gefallen hat. Dennoch erschienen mir einige Szenen nicht ganz logisch, bzw. überstürzt. Die Chemie zwischen den beiden ist oft nur erzählt, nicht spürbar. Mir fehlte zudem der Einblick in Morven. Ich konnte ihn nicht richtig fassen und somit habe ich nicht so richtig mitleiden können. Ich glaube, da hätte durchaus noch mehr Tiefe reingelegt werden können, damit das Ende dann auch schlüssiger ist.

Das Ende war mir aber allgemein etwas zu überstürzt. Edda springt förmlich zwischen ihren Gefühlen und ihrem Standing zur Situation hin und her. Das Zusammenfügen der Erzählstränge wirkte ziemlich gewollt und blieb mir fast zu offen, um neugierig zu machen. Dazu wurde noch ziemlich spät eine Figur eingefügt, die alles durcheinanderbringen könnte, aber auch sie wurde einfach nicht greifbar genug.
So bin ich zwar gespannt auf den nächsten Band, aber ich habe gleichzeitig auch Angst, dass es mir zu sprunghaft und angedroschen wird.

Fazit:
Eine Story, die spannend beginnt, dann etwas träge wird und sich zum Ende hin geradezu überschlägt. Mir gefiel das Geheimnisvolle am Love Interest, Eddas Charakter fand ich ebenfalls spannend und das Magiesystem ist echt interessant. Allerdings fehlten mir ein paar Erklärungen für die Tiefe und dann irgendwo eben auch Handlung.

3 von 5 Sterne von mir.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2025

Romance mit Actionelementen

Close Protection – Mein Herz in seiner Hand
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
kennt ihr die Serie „Bodyguard“? I mean, so ein heißer Kerl, der einen überallhin begleitet, immer zuhören muss, auch wenn er eigentlich nicht will und dann auch noch zufällig single und interessiert ist? Ich glaube, da können wir alle schlecht nein sagen. Kein Wunder also, dass ich es zu diesem Buch mit dem schönen Cover auch nicht konnte.

Der Schreibstil:
Ich kam super gut in das Buch rein, weil der Schreibstil super locker und einfach gehalten ist. Emotionen werden direkt übertragen, Situationen sind schnell greifbar und die Protagonist:innen schnell durchschaut. Das sorgte einerseits dafür, dass ich mich schnell fallen lassen konnte, andererseits bewegte es sich auch in sehr bekannten Zonen.
Gut fand ich zudem, dass aus zwei Perspektiven geschrieben wurde und der männliche Stil sich sogar von dem der weiblichen Protagonistin unterschied. Die direkte Ansprache machte es irgendwie noch nahbarer.

Zur Geschichte allgemein:
Die Story startet direkt mit dem Aufeinandertreffen der beiden Hauptfiguren. Und auch die Spannung ist gleich da. Es ist quasi Liebe auf den ersten Blick. Dazu ein bisschen Rätselraten und den Ausblick auf Thrillelemente und schon war ich komplett dabei.

Daphne ist siebzehn (was mich zwischendurch vielleicht etwas gestört hat, weil sie viel erwachsener wirkte, bzw. erwachsenere Entscheidungen machen muss) und lebt in ihrer pinken Welt voller Geld. Trotzdem ist sie sehr sympathisch. Sie ist mitfühlend und sanft und kein bisschen überheblich – das zog sich durch die Handlung und gefiel mir sehr an ihr.
Milosh ist etwas älter und eigentlich ein gestandener Mann. Er war in bereits beim Militär und hat nun einen festen Job beim MI6. Ein Bodyguard, wie er im Buche steht. An ihm mochte ich, wie aufmerksam er ist (nicht nur hinsichtlich seines Jobs) und wie sehr er sich für Daphne und die Menschen um sie herum einsetzt. Allerdings muss man bei ihm auch sagen, dass er sehr einfach gestrickt ist innerhalb seines Charakters. Er erfüllt das volle Bodyguard-Klischee. Seine Vergangenheit hätte das vielleicht noch etwas komplexer machen können, allerdings blieb die nur sehr kurz angeschnitten und hatte nicht wirklich Auswirkungen auf seinen Charakter.

Auch Daphne entwickelt sich nicht wesentlich während der Geschichte. Zwar lernt sie einiges von Milosh und ihre Welt wird ziemlich umgekrempelt, aber sie bleibt das Mädchen, das gerne rosa trägt und in ihrer ziemlich privilegierten Welt am besten klarkommt. Da hätte ich mir zum Ende hin doch irgendwie gewünscht, dass sie sich nochmal anders beweise hätte müssen.

Am Lesefluss dagegen kann ich gar nichts bemängeln. Ich war von Anfang an gebannt. Da ist die Spannung zwischen Milosh und Daphne (okay, er hätte vielleicht noch etwas willensstärker sein können) und dann kommt noch einige Action dazu. Plötzlich geht es um ein geheimes Gift, Überfälle und Entführungen und noch mehr. Ich fand es wirklich spannend gemacht und fand es gut, dass die Handlung quasi nie eine Pause einlegte. Viele Szenen- und Ortswechsel, Figuren, die nicht sind, wie sie erst scheinen und ein Albtraum, der die ganze Story einrahmt. Auch, wenn die Erzählstränge nicht hochkomplex waren, so konnte mich der Handlungsverlauf doch sehr unterhalten.

Ein wenig mäkeln muss ich an den unprofessionell wirkenden Kampfszenen und vor allem an der stark beschriebenen Gewalt hinsichtlich der Befragungen. Das schien mir etwas übertrieben und war auch nicht zuträglich für die Handlung. Es gibt eine Szene im Buch, in der Daphne Milosh fragt, ob er sie zu einer Psychopatin machen will. Das fand ich gar nicht mal so lustig, weil es teilweise echt so wirkte. Also ein wenig weniger Gewaltverherrlichung wäre auch okay gewesen.

Interessant fand ich, dass man hier noch das Trope Fake Dating unterbringen wollte. Ja, die beiden spielen kurz ein Pärchen, aber eigentlich beschleunigt es nur die Handlung und ist nicht unbedingt handlungstragend. Wer das Buch also deshalb lesen will, braucht sich nicht ganz so starke Hoffnungen zu machen. Da finde ich das Bodyguard-Thema (das, das Thema übrigens automatisch mit aufnimmt) viel aussagekräftiger für die Story.

Das Ende hat nochmal alles aufgefahren, was ging. Es gab eine überraschende Wendung, die Ereignisse spitzen sich an Gefährlichkeit zu und ein Epilog gab einen Ausblick in die Zukunft. Ich will nicht spoilern, aber mir war es irgendwie ein wenig zu rosarot.

Fazit:
Eine Geschichte, die definitiv viele Klischees bedient. Sie ist aber auch spannend, hat einen tollen Lesefluss und die beiden Hauptfiguren sind einfach süß zusammen. Ich finde, es ist ein gelungener, locker leichter Liebesroman mit Actionelementen, den man durchaus lesen kann. Wer allerdings komplexe Gefühle und starke Charakterentwicklungen sucht, der wird sie hier eher nicht finden.

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Cozy Rezeptsammlung

Cozy baking time
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3

was tue ich super gerne und passt noch dazu perfekt zum Lesen? Backen bzw. Gebackenes! Et voilà und schon haben wir hier das erste Backbuch, das ich rezensieren darf:). Geschrieben von Theresa Haubs, die ihr auf Bookstagram unter dem Namen @bookslove128 finden könnt. Sie kommt nicht nur super sympathisch rüber, sondern zeigt dort auch immer wieder, wie sie Rezepte aus dem Buch backt. Und das Beste? Wenn ihr Fragen zu Rezepten habt oder irgendwas gerettet werden muss, dann könnt ihr sie nach eigenen Angaben gerne anschreiben. Also habt ihr quasi eine direkte Backbegleitung:)

Zum Schreibstil:

So, wie bookstagram ist, so ist auch dieses Buch. Der Schreibstil ist wie der Umgangston in unserer geliebten Bubble: herzlich, cozy und ganz ohne irgendwelchen Druck. Ich habe mich somit sehr wohl mit dem umgangssprachlichen und ehrlichen Ausdrücken gefühlt und hatte beim Backen stets das Gefühl, ich backe mit einer Freundin. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es einigen Leser:innen zu sehr Gen Z ist. Da würde ich hier einfach vorher checken, ob man zur Zielgruppe gehört.

Jetzt zum Inhalt:

Das Buch beginnt mit einem persönlichen Vorwort, das ich sehr ansprechend fand, weil es die Autorin sehr greifbar macht und den Druck aus dem „Projekt Backen“ rausnimmt. Dazu passen einfache Tipps und Tricks zu Back-Hacks, Rezept-Upgrades und vegane Alternativen sowie ein paar Worte zur „Pannenhilfe“. Alles einfach tolle Tips, um sich sicher mit den Rezepten zu fühlen und einfache Fragen schon vorweg zu klären. So fühlen sich hier ungeübte Bäcker:innen meiner Meinung nach ganz gut aufgehoben.

Danach folgen zwei „Kapitel“ mit Rezepten. Einmal sowas wie All-time-favorites und dann noch eins mit eher weihnachtlichen Rezepten. Das passt mega, finde ich, denn beim Backen unterscheide ich irgendwie genau zwischen diesen beiden Kategorien. Schließlich backt man im Winter nicht nur weihnachtliche Kuchen, sondern auch jede Menge Kekse!

Ich konnte in der letzten Zeit nicht alles backen, aber einige Rezepte habe ich ausprobiert und sie haben super funktioniert:) Besonders der Cherry Picker kam beim Geburtstagstee super gut an. Das Coole an den Rezepten ist einfach, dass genau die drin stehen, die jede/r kennen sollte. Sowas wie Scones, Bananenbrot, Vanillekipferl, Zimtschnecken oder ein einfacher Zitronen- oder Apfelkuchen. Für die meisten Sachen hat man meist sogar die Zutaten zuhause und so kann ich mir gut vorstellen, dass es für Personen, die nicht übermäßig viel backen (und deshalb Special-Rezepte machen wollen) ein tolles Basisbuch mit den Rezepten ist, in dem alles zu finden ist.

Die Beschreibung der Rezepte ist gut nachvollziehbar und durch den lockeren Ton hatte man die Autorin quasi im Ohr. Dadurch fühlt es sich nicht so trocken an und ich glaube, so einige werden mehr Spaß am Backen haben. Probierts doch mal aus:)

Noch cooler wäre das Buch im Hinblick auf die Bewerbung zur Nähe zu Romance-Büchern nur noch gewesen, wenn auch die passenden Bücher zu jedem Rezept empfohlen werden würden. Allerdings verstehe ich, dass es dann mit einem gewissen Aktualitätsanspruch zu kämpfen hat.

PS: Die Basic Bitch habe ich mit etwas Frischkäse, Kokosraspeln und Kuvertüre übrigens zu leckeren Cake-Pops verarbeitet.

Fazit:

Ein Backbuch geschrieben für die Bookstagramcommunity. Mit einem lockeren Umgangston und spürbaren cozy Vibes. Die Rezepte sind alle gut ausgewählt: einfach, im Alltag schnell umsetzbar und vor allem All-Time-Favorites, die man sonst immer erst zusammensuchen muss. Gerade Backanfänger:innen werden hier vielleicht ihre Liebe zum Backen entdecken:)

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Auftakt, der Lust auf Band 2 macht

The Witch Collector
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3

ich habe eine neue Obsession: und das sind diese schlichten, dunkel gehaltenen Cover mit den Protagonist:innen als gezeichnete Figuren vorne drauf. Glaube, könnte mir ein ganzes Bücherregal damit vorstellenXD Was meint ihr?

Nächste Obsession: vielleicht Hexen? Also sowohl bei Hexen als auch bei Vampiren muss ich immer als erstes an TVD denken. Ihr auch? Vor einigen Jahren habe ich so viele Vampirbücher gelesen, dann waren sie voll out (und ehrlich: wir brauchten alle eine Pause) und jetzt kommen sie zurück. Und dann sind da die Hexen. Davon habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht so viele Bücher gelesen. Aber vielleicht nehme ich sie jetzt gleich einfach mit dazu? „The Witch Colletor“ schien schonmal ein guter Anfang:)

Zur Info: Dies ist der erste Band einer Reihe von drei? Teilen. Keine Gewähr also, dass ihr danach nicht auch den zweiten Band lesen wollt:)

Zum Schreibstil:
Ehrlich gesagt habe ich etwas gebraucht, um in den Schreibstil hineinzufinden. Am Anfang sind es natürlich immer ein paar viele Orte und Namen, aber mir fiel es auch anfangs schwer, mich in Raina einzufühlen. Es wird hauptsächlich aus ihrer Perspektive erzählt und sie wirkt zunächst ein wenig eindimensional, weil sie sich nur auf ihren Zorn konzentriert, der mehr oder minder begründet ist. Das zieht sich ein bisschen durch die Handlung, dass da Zorn oder eben das Gegenteil ist und man nicht genau weiß, woher es eigentlich kommt. Zudem fand ich die Idee, dass Raina stumm ist, sehr spannend, allerdings wurde es im Buch oft etwas vergessen. Dann stand auf einmal doch dort, dass sie etwas sagt und die Worte sind nicht in kursiv gesetzt. Zudem war der Schreibstil einfach etwas unnahbar. Es fühlte sich für mich eher danach als, als würde ich der Geschichte zusehen, sie nicht richtig erleben.

Zur Geschichte allgemein:
Am Anfang einer solchen Reihe muss man natürlich erstmal die Welt und die ihr zugrundeliegenden Regeln und Grenzen kennenlernen. Diese Story schmeißt einen gleich mitten hinein in das Geschehen. Es geht sofort um den Witch Collector und auch die ersten Geheimnisse werden sofort angeteasert. Das hat mich schnell sehr neugierig gemacht. Ich wollte nicht nur Raina irgendwie verstehen, sondern vor allem die Welt erkunden und den vermeintlich „bösen“ Witch Collector kennen lernen. Es passiert dann ziemlich schnell ziemlich viel und die Ereignisse überschlagen sich geradezu. Danach folgt dann die Reise, auf der Alexus, aka der Witch Collector, und Raina zusammen unterwegs sind. Ein ziemlich klassischer Roman also, würde ich sagen.

Was ich spannend fand: wie die Magik, wie man sie hier nennt, in dieser Welt funktioniert (durch Singen und verweben von magischen Fäden, die allem innewohnen), wer der Witch Collector wirklich ist und was alles noch so in Raina steckt. Das hat mich durch die Geschichte gezogen, denn ich war wirklich gespannt darauf, die ganzen Geheimnisse aufzudecken. Was ich allerdings erstmal bekam, war eine lange Durststrecke. Zwar baut sich da eine Beziehung zwischen Raina und Alexus auf, aber es passiert einfach lange Zeit nichts und dann überschlagen sich die Ereignisse plötzlich geradezu. Die Geschichte verfährt tatsächlich oft so. Und vielleicht ist das etwas, was viele Leser:innen abschrecken könnte, denn man merkt doch sehr deutlich, dass die Story auf einen nächsten Band hinauswill. Sie lässt sich geradezu Zeit, um noch etwas für das nächste Buch übrig zu lassen. Allerdings fand ich, dass sie das eigentlich gar nicht nötig hatte. Die Geschichte entwickelt nämlich wie nebenbei immer wieder neue Erzählstränge und damit Rätsel, die ich zu gerne lesen wollte und immer noch möchte. Denn natürlich ist auch noch am Ende einiges offen. So gibt es einen dunklen Prinzen, eine Herkunftsgeschichte von vor dreihundert Jahren, alte Götter, den Witch Collector selbst, der geheimnisvolle Kräfte hat und natürlich Raina, die alles andere als normal ist. All das verbindet sich zu einer Story, die in diesem Band wirklich nur ein Teaser ist.

Stattdessen wird die Geschichte ein bisschen mit der Annäherung zwischen Alexus und Raina gefüllt. Wer eine Lovestory sucht, wird hier also vielleicht fündig. Ich fand’s ganz süß, vor allem, weil Alexus trotz seiner Vergangenheit ein wahrer Gentleman und wirklich toller Kerl ist. Er kümmert sich um Raina, bestärkt sie in ihren Fähigkeiten, nimmt ihr ihre Ängste und tut alles, um sie glücklich zu machen. Quasi ein Traumtyp wie aus dem Katalog. Und dennoch hat er durch seine Vergangenheit und seine Motive auch eine Seite, die nicht so vorhersehbar ist, weshalb er für mich durchweg spannend blieb. Raina nimmt dies gerne an, denkt aber gleichzeitig manchmal ziemlich klein. Sie hat ihren Platz in dieser Welt noch nicht gefunden und das merkt man. Ich mochte sie, weil sie sich so viel selbst beigebracht hat und einen guten Blick dafür hat, was gerade wichtig ist und dabei über ihren eigenen Schatten springt. Gleichzeitig benimmt sie sich manchmal aber auch etwas kindisch, denn statt zu reden, zieht sie erstmal falsche Schlüsse. Was das mit ihrem Ex-Lover zum Beispiel noch wird, kann ich gar nicht einschätzen…

Etwas enttäuschend fand ich, dass das Geheimnis des Witch Collectors nicht noch größer war. Irgendwas, was auch auf die Gegenwart Einfluss genommen hätte, sodass Raina da mehr in den Zwiespalt gekommen wäre. Aber nun, daran kann man nichts mehr ändern und die Story ist ja letztlich auch nicht meine;) Was ich mir aber noch wünschen würde für den nächsten Band wäre, dass seine Beziehung zum Frost King noch etwas ausführlicher erzählt werden würde, um da noch mehr Tiefe und Emotionen heraufzubeschwören. Ebenso zwischen dem Frost King und Nephele und Raina und Nephele. Gerade letztere blieb ziemlich blass dafür, dass Raina eigentlich die ganze Zeit sie an erste Stelle ihrer Mission setzt.

Ganz ganz spannend finde ich alles um den Prinzen des Ostens. Welche Magie hat er genutzt? Woher weiß er davon? Und wie stark ist er wirklich? Deshalb möchte ich den zweiten Band unbedingt noch lesen, denn auch wenn meine Rezension bis hierhin sicher etwas wirr wirkte (was das Buch ziemlich gut widerspiegelt), hat die Geschichte für mich doch sehr viel Potential. Ich denke, da kann noch einiges kommen und ich würde auch nur zu gerne mehr über Raina und ihre Fähigkeiten erfahren und noch ein bisschen tiefer in die Liebesgeschichte hineindriften. Deshalb sehe ich diesen Band einfach als Teaser auf das, was noch kommt und freue mich darauf:)

Fazit:
Die Geschichte hat definitiv Stärken wie auch Schwächen, deshalb gibt es solide drei Sterne von mir. Es sind super spannende Erzählstränge kombiniert, die Protagonist:innen sind interessant und es gibt einiges, was man während der Erzählung miträtseln kann. Ich mochte die Welt und das Magiesystem und auch Alexus und Raina als Paar sorgten sowohl für soften Spice als auch für schöne, tiefere Momente. Mir passierte an vielen Stellen allerdings zu wenig, einiges wurde zu schnell oder zu einfach aufgelöst und die Ereignisse überschlugen sich schnell, anstatt einen gleichmäßigen Spannungsbogen zu erzeugen. Dazu fehlte mir Tiefe bzw. Emotionen hinsichtlich der Nebenfiguren. Ich glaube, da kann aber noch einiges kommen, deshalb freue ich mich auf Band 2:)

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

An einem Tag durchgelesen

Say You'll Remember Me
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3

heute Morgen war plötzlich schon wieder Sonntag und ausnahmsweise hatte ich außer backen gar nichts auf dem Zettel. Perfekt also, um ein Eintagesbuch anzufangen. Die Kriterien: es musste leicht zu lesen und damit spannend sein, sollte eine gute Grundstimmung haben, damit es meinen Sonntag so richtig schön happy macht und natürlich durfte es nicht ganz so lang sein, sonst wären die Hundespaziergänge vielleicht nicht mehr drin gewesen. Die Qual der Wahl fiel auf „Say You’ll Remember Me“ von Abby Jiminez, die mich schon mehr als einmal mit ihren Büchern überzeugt hat.

Zur Info: Dies ist der vierte Band einer Reihe mit unabhängigen Geschichten. Es ist aber zu schön, die Easter Eggs zu entdecken:)

Schreibstil:

Ich liebe einfach den Schreibstil der Autorin! Nicht nur, dass er flüssig und locker ist und mich jedes Mal sofort mitreißt, er ist auch voller Easter Eggs zu ihren anderen Büchern und vor allem, voller Humor! Auch hier musste ich mehr als einmal laut auflachen – etwas, was gar nicht so oft bei Romance-Büchern passiert. Und bei Abby Jiminez ist es quasi Standardprogramm. Ehrlich: ich liebe es, wie authentisch sie ihre Figuren rüberbringt, eine einzigartig gute Stimmung transportiert und dann zusätzlich noch gar nicht soo einfache Themen einbindet. Die Liebe ist hier auf jeder Seite spürbar, ganz egal, wie klein die Flamme zwischen den Protas am Anfang noch brennt.

Zur Geschichte allgemein:

Ich mag es total, wenn eine Geschichte sich ihren Tropes entzieht – und so ist es auch hier. Xavier ist normalerweise ein typischer Grumpy. Jemand, den man erst knacken muss, um sein wahres Inneres freizulegen. Samantha dazu passend die Sunshine, die immer einen schlauen Witz auf den Lippen hat, besonders für den Senf, für dessen Hersteller sie arbeitet;) Die beiden werfen das Trope Grumpy x Sunshine aber ganz schnell um, denn Xavier braucht, sagen wir mal, 5 Sekunden (ich glaube, eigentlich sind es weniger), um sich in Sam zu vergucken. Und bei Sam ist es genauso. Grumpy hin oder her, zusammen sind sie einfach nur Xavier und Sam und nehmen sich genauso wie sie sind. Es wird also nicht auf dem Trope rumgehackt, sondern die beiden bekommen ihre eigene Geschichte, in der Xavier schnell auch für uns Leser:innen greifbar wird.

Das Besondere an dieser Story: die Realität macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Denn statt, dass alles perfekt ist und die Liebesgeschichte jetzt so richtig beginnen kann, zieht Sam weg. Und nicht aus irgendeinem nichtigen Grund, sondern weil ihre Mutter an Demenz erkrankt ist und sie bei ihr sein möchte. Heilungschance gleich null. Das bedeutet: Sam wird nicht zurückziehen.

Es beginnt eine Geschichte, die im Rahmen einer Fernbeziehung erzählt wird. Und erstaunlicherweise hat mich das gar nicht so abgeschreckt, wie sie es bei mir normalerweise tun würde. Denn eigentlich glaube ich nicht wirklich an Fernbeziehungen. Schon gar nicht über lange Zeiträume hinweg. Allerdings beweisen einige Stories ja immer mal wieder, dass es doch funktioniert und bei Xavier und Sam ist das Kind sowieso in den Brunnen gefallen.

Die einzigartige Verbindung, die die beiden zueinander haben, wird gleich beim ersten Treffen spürbar. So ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Verbindung immer stärker wird und für uns Leser:innen den Grund zum Weiterlesen liefert. Es ist einfach nur schön, zu lesen, wie die beiden sich zusammen an den kleinen Dingen und vor allem den kurzen Momenten zusammen erfreuen. Wie sie die Stärken des anderen hervorheben, sich gegenseitig stützen und dabei unheimlich viel Spaß miteinander haben. Ich schwebte auf Wolke 7 und dabei war es mir ganz egal, dass einige Szenen etwas kitschig waren oder dass die beiden doch in recht kurzer Zeit ziemlich viel miteinander durchstehen müssen. Normalerweise hätte man vielleicht mehr bedenken gehabt, sich mehr zurückgehalten. Aber die Frage am Ende ist ja: macht man das, weil die Gefühle zu schwach sind oder weil der Mut fehlt? Diesen beiden fehlt der Mut auf jeden Fall nicht:)

Neben der Lovestory füllt Abby Jiminez die Story aber noch mit einigen anderen Themen. Eines davon ist das Thema Demenz. Es geht um Pflege und Koordination einer Familie in einem Ausnahmezustand, der sich nicht so bald ändern wird. Es geht um Hindernisse und Schwierigkeiten, um Ängste und Selbstaufgabe, um die Frage, woraus ein Leben bestehen sollte. Wie weit Liebe reicht und was sie mit sich bringt. Liebe ich einen Menschen plötzlich nicht mehr, weil er mich vergisst? Liebe ich ihn weniger, weil ich mich nach Nähe sehne? Ist er ein anderer Mensch, weil plötzlich alles vergessen scheint, was ihn ausmacht? Vor solchen Fragen steht Samantha zusammen mit ihrer Familie und es ist wirklich toll beschrieben, wie sie sich in diesem Felde entwickelt, ebenso wie die Mitglieder ihrer Familie. Und dann ist da natürlich noch Xavier, der sie unterstützt und zeigt, dass ein Leben mit ihm zusammen genau das wäre, was sie sich wünschen würde.

Xavier hat aber auch seine Gründe, weshalb er nicht einfach umzieht. Natürlich. Bei ihm ist es ganz offen gesagt das Geld. Ich fand es hier tatsächlich ganz gut gemacht, dass die Kosten, die so eine Fernbeziehung mit sich bringt, immer offengelegt wurden. So wirkte es nicht ganz so nach tagträumen, dass die beiden sich nicht aufgeben, sondern nach der Realität, die eben ihre Schwierigkeiten mit sich bringt. Xavier hat gerade eine Praxis eröffnet und kann die nicht einfach so aufgeben und dann ist da noch seine Vergangenheit, die ihn ungewollt ziemlich beeinflusst. Letzteres hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr aufgearbeitet werden können, weil Xavier tatsächlich über große Teile des Buches nur wie eine Art Stütze für Samantha wirkt, denn hauptsächlich geht es um ihr Leben bzw. ihre familiäre Situation. Aber ich fand es gut, dass er tiefgreifende Gründe bekommen hat und das es bis zum Ende nicht ganz klar war, wie die beiden ihre Situation lösen würden.

Schön fand ich natürlich, dass man einiges aus den anderen Büchern wiedererkannte. Hier waren es tatsächlich hauptsächlich die Tiere, die Xavier an jeder Ecke zuzufliegen scheinen, aber auch Samanthas Mutter kannte man schon aus einem der Bücher. So fühlt man sich in dem Kosmos gleich wie Zuhause, ohne, dass die Stories so ganz eng miteinander verbunden sein müssen. Ich bin also gespannt, über wen wir als nächstes lesen werden. Denn einfach die Freunde oder Geschwister von Protagonist:innen sind es meist nicht. Obwohl ich Tristan schon ziemlich cool als Hauptprotagonisten finden würde:)

Fazit:
Mich hat dieses Buch wunderbar unterhalten. Ich konnte schwärmen und lachen und war trotzdem berührt von den tiefgründigeren Themen der Geschichte. Das Thema Fernbeziehung wird hier sehr gut ausgeführt, während das Trope Grumpy x Sunshine, sich schnell auflöst. Stattdessen gibt es andere Klischees und auch viel Drama, aber irgendwie liebe ich das auch an Abby Jiminez‘ Büchern: eine Welt, die einen komplett mitreißt und jede Seite zu etwas Aufregendem macht. Der Schreibstil war wieder genial. Ich liebe es, beim Lesen zu lachen und wer sich einmal mit dem Thema Demenz beschäftigt hat, wird hier auch schön und authentisch weiter daran geführt. Einzig Xavier hätte in meinen Augen noch etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen können. Aber letztlich spürt man hier vor allem eins: Liebe.

4 von 5 Sterne von mir.

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