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Veröffentlicht am 30.12.2018

Tolle Freunschaftsgeschichte!

Der letzte erste Kuss
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Inhalt:
Elle und Luke sind beste Freunde. Doch die Wetten laufen gegen sie, für ein „mehr“. Als die beiden sich nicht nur im Collegealltag, sondern auch beim Umgang mit ihren zugegebenermaßen komplizierten ...

Inhalt:
Elle und Luke sind beste Freunde. Doch die Wetten laufen gegen sie, für ein „mehr“. Als die beiden sich nicht nur im Collegealltag, sondern auch beim Umgang mit ihren zugegebenermaßen komplizierten Familienangelegenheiten beistehen müssen, lernen sie sich immer besser kennen. Und vor allem enger. Doch ist das zwischen ihnen groß genug, um dafür ihre jahrelange Freundschaft aufzugeben?

Schreibstil:
Wie ich es von der Autorin gewohnt bin ist der Schreibstil angenehm flüssig und locker zu lesen. Die Art und Weise konzentriert sich sehr auf die Charaktere und nicht so sehr auf die Umgebung, sodass alle Protagonisten die ganze Handlung über in ihrer Einzigartigkeit präsent bleiben:)

Charaktere:
Von der ersten Minute an habe ich Elle geliebt. Sie liest gerne, feiert gerne und ist gerne unter Freunden. Sehr ausgewogen alles bei ihr also;) Neben all dem hat sie aber auch eine sehr verletzliche Seite, die sich im Kontext ihrer Vergangenheit zeigt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und war bald genauso verliebt in Luke wie sie (aus ihrer Sicht).
Schön fand ich, dass sie trotz ihrer Verletzlichkeit und der damit einhergehenden Resignation, eine unheimliche Stärke aufwies, wenn es um Luke ging. So hat sich die Geschichte besonders am Ende nochmal ganz anders entwickelt, als ich es erwartet hätte.
Luke war ebenfalls toll. Bald wäre es mir lieber gewesen, wenn er einfach nur der oberflächige Sportler gewesen wäre. Stattdessen ist er tiefsinnig und kämpft innerlich seit Jahren mit seinem Gewissen.
Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie machten die Geschichte zu etwas besonderen. Gerade, weil sie im Gespann ein unbeschreiblich geniales Paar abgaben, mit ihrer Art miteinander umzugehen und zu sprechen.

Zur Geschichte allgemein:
Natürlich habe ich schon einige Liebesgeschichten zwischen besten Freunden gelesen, trotzdem war diese nochmal ganz anders. Die Protagonisten haben viele Emotionen in die Geschichte gebracht und die Geschichte enthielt ebenso glückliche wie traurige Momente. Durch die Ortswechsel hat man als Leser viele Nebencharaktere kennengelernt und somit noch mehr von den Protagonisten erfahren. Außerdem war die Geschichte so sehr abwechslungsreich.
Die eigentliche Problematik des Buches, aus Freundschaft wird Liebe, wurde meiner Meinung nach sehr schön aufgezogen. Immer wieder kamen Szenen, die ihre tiefe Freundschaft verdeutlichten, ebenso kamen Szenen, die bewiesen, dass da mehr ist. Es wiegt sich ein bisschen auf, sodass man auch als Leser letztlich gar nicht weiß, was man an ihrer Stelle machen würde bzw. wozu sich die beiden letztlich entscheiden. So bleibt es durchweg spannend, auch, wenn es etwas dauert, bis der Leser einen neuen Abschnitt bekommt.

Fazit: Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Besonders, weil die üblichen Klischees nicht so hervortraten und stattdessen noch andere Storylines mit aufgenommen wurden, die der Geschichte mehr Tiefe verliehen. Dazu gefielen mir Elle und Luke sehr gut. Mir persönlich sogar besser als Emery und Dylan.

5 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 26.12.2018

Teeniedasein portioniert

Heartbeat. Truly yours
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Heartbeat-Truly Yours ist ein Teil der „Heartbeat“-Reihe, die nach Aussage des Verlages für Fans von sinnlichen Liebesgeschichten über starke Gefühle und intensive Anziehung geeignet ist.

Inhalt:
Als ...

Heartbeat-Truly Yours ist ein Teil der „Heartbeat“-Reihe, die nach Aussage des Verlages für Fans von sinnlichen Liebesgeschichten über starke Gefühle und intensive Anziehung geeignet ist.

Inhalt:
Als Harley am Weihnachtsabend auf den gutaussehenden Sam trifft, ahnt sie nicht, dass er bald der neue Schüler und Eishockey-Ass an ihrer Highschool ist. Dazu natürlich auch noch der Mädchenschwarm schlechthin, dem auch Harleys beste Freundin Cassidy verfällt. Zwischen Harley und Sam hat sich jedoch bereits der erste Funke entzündet. Unaufhaltsam steuern sie aufeinander zu. Doch werden die beiden trotz der Hindernisse, die ihnen die Highschool in den Weg legt zueinander finden? Oder ist es letztlich Sams Vergangenheit, die eine Beziehung unmöglich macht?

Cover:
Das Cover finde ich in seiner Schlichtheit anziehend. Der Titel ist interessant auf dem Buchdeckel platziert und verleiht dem Wort “Heartbeat” somit mehr Bedeutung, was ich sehr schön fand. Auch, weil er durch Farbe und das Herz verbildlicht ist.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm. Ich habe gut in das Buch hineingefunden. An einigen Stellen hat mir vielleicht etwas Text, ein paar Ausführungen gefehlt. Dadurch wären einige Szenen noch etwas gefühlvoller und emotionaler geworden meiner Meinung nach.
Was mich verwirrt hat, waren die Perspektivwechsel, die oft mitten im Kapitel vonstatten gingen, sodass ich manchmal nicht klar wusste, wer da nun gerade erzählt. Das hätte man vielleicht etwas deutlicher darstellen können.

Die Charaktere:
Sam und Harley waren zwei Charaktere, die man auf Anhieb gern hatte. Beide waren gut charakterisiert, handelten ihren Eigenschaften entsprechend und vor allem Sam hat der Geschichte immer wieder Spannung verliehen. Ihn fand ich besonders interessant, weil man als Leser nur langsam die ganze Wahrheit über ihn erfuhr und seine Handlungen somit nur bedingt nachvollziehen konnte, trotzdem blieb er mir die ganze Handlung über sympathisch.
Harley war das typische Mädchen an jeder Highschool, dass durch ihre Andersartigkeit heraus sticht, aber nicht unbedingt die Looserin schlechthin ist. Stattdessen macht sie ihr eigenes Ding, hat ein Auge für die schönen Dinge und liebt das Fotografieren. Dazu ist sie unheimlich gutmütig und fair. An so manchen Stellen habe ich sie für ihre gute Art bewundert.
Beide Charaktere sind interessant und verleihen der Geschichte ihre Würze, beide bleiben aber auch nicht allzu weit von den Klischees entfernt.

Die Geschichte allgemein:
Durch den Start in der Weihnachtsnacht gab es einen schönen Aufhänger für mich als Leser, um in die Geschichte hineinzukommen. Danach fand ich alles sehr gut aufeinander aufbauend und gelöst. An einigen Stellen hätte ich gerne etwas mehr gelesen, um es auch besser verstehen zu können, aber letztlich hat sich alles zu meiner Zufriedenheit aufgelöst. Das Ende war sehr schön realistisch und wunderbar romantisch!
Zwischendrin war ich etwas verwundert über Harleys oder Sams Handlungen, aber das liegt womöglich daran, dass ich sonst eher Bücher mit älteren Protagonisten lese. Vertrauen ist hier im Großen und Ganzen noch ein Streitthema, was ich bei Liebesgeschichten eigentlich immer sehr nervig finde. Da sich die ganze Handlung jedoch im Teeniekontext bewegt, fand ich es angebracht und sogar realistisch. Dazu kann ich noch sagen, dass es zwar in diesem Kontexte spielte, die Charaktere aber trotzdem ihrem Alter entsprechend handelten und es weit genug erwachsen war, um mich nicht in einem Fort die Augen verdrehen zu lassen. Man könnte sagen, es war genau die richtige Prise Teeniedasein eingefügt:)


Fazit:
Das Buch war mit seiner Geschichte nicht unbedingt etwas Neues für mich, die Charaktere sind jedoch liebevoll gestaltet, die Spannung ist da, es wird emotional, die erste Liebe ist ein großes Thema und alles bleibt realistisch. Zusammen mit der Prise Teeniedasein ein gelungenes Buch, das ich gerne gelesen habe.

4 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 17.12.2018

Düster, sexy, London

Victorian Rebels - Ein Herz voll dunkler Schatten
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Inhalt:
Christopher Argent beschreibt man gerne als Wikinger. Groß und breit, rothaarig, kalter Blick. Seine Bewegungen aber sind kontrolliert, wie die einer Raubkatze, seine Morde führt er effizient und ...

Inhalt:
Christopher Argent beschreibt man gerne als Wikinger. Groß und breit, rothaarig, kalter Blick. Seine Bewegungen aber sind kontrolliert, wie die einer Raubkatze, seine Morde führt er effizient und ohne Gefühl aus. Christopher Argent ist der perfekte Mörder. Sein nächster Auftrag: Der strahlenden Schauspielerin Millicent LeCour das Leben nehmen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Die dunkelhaarige Schönheit stellt den Auftragskiller vor ungeahnte Probleme: Er kann sie nicht töten. Auf einmal findet er sich in einer ganz anderen Rolle wieder. Doch ist seine Seele, die schon von so viel Blut befleckt wurde, noch heilbar?

Schreibstil:
Den Schreibstil habe ich dieses Mal wirklich genossen. Durch die moderne Erzählweise konnte ich mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Trotzdem wurden immer wieder Elemente der damaligen Zeit in die Handlung verwoben, sodass ich stets wusste, in welcher Zeit ich mich befand. So konnte ich mich in die düstere Stimmung des alten Londons hinziehen lassen.

Charaktere:
Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie haben von Anfang an ihren Charakter bekommen, der dann immer wieder Einfluss auf die Geschichte hatte. Diese Kontinuität machte es mir leichter mich in beide hineinzuversetzen und hat den Handlungsablauf authentisch und gut nachvollziehbar gemacht.
Millie konnte mich durch ihre liebevolle und sture Art verzaubern. Sie bildete somit das perfekte Gegenstück zu dem unsicheren Christopher, der immer wieder eine Frau braucht, die nicht gleich flüchtet und vor allem nicht gleich aufgibt. Diesen Charakterzug fand ich an Millie besonders gut, da sie so sehr sympathisch wirkte und ich nicht durchweg genervt die Augen verdrehen musste. Schön war auch, dass sie so echt als Mutter wirkte. Man konnte wirklich mitfühlen, wie sie empfindet, wenn die Jakub betrachtet.
Christopher war für mich eine durchweg interessante Person. Durch den Prolog und spätere Erzählungen hat man als Leser von seiner Vergangenheit erfahren und konnte ihn somit gut verstehen. Die Portionierung dieser Einblicke war wohl überlegt meiner Meinung nach und hat immer wieder die Handlung voran getrieben. Gut fand ich auch, dass seine Entwicklung im Buch langsam voran ging und somit realistisch blieb. So fand ich auch das Ende in Bezug auf ihn sehr gut gewählt.

Zur Geschichte allgemein:
Anders als im ersten Teil, wo ich den klischeehaften Handlungsverlauf bemängelt habe, hat sich das in diesem Teil wesentlich gebessert. Immer wieder passieren ungeahnte Dinge, das große Ganze schließt sich erst nach der Offenlegung vieler kleiner Einzelteile und Christopher bleibt als unberechenbares Element. So blieb es durchweg spannend. Dazu kam die konstante düstere Stimmung, die so gut zum Cover passt:) Es wird nichts beschönigt, nichts allzu grässlich dargestellt. Es ist einfach angemessen im Hinblick auf das Milieu, in dem sich die Protagonisten bewegen.
Gut gefallen hat mir auch die Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen den Beiden. Fast schon schade, dass es keinen Epilog mehr gab, wie im letzten Teil. Es bleibt aber ja noch die Hoffnung mehr über Millie und Christopher zu erfahren, wenn ich den nächsten Teil lese, so wie ich jetzt auch Dorian und Farah wieder getroffen habe.

Fazit:
Mich hat das Buch vollstens überzeugt. Der moderne Schreibstil macht die Geschichte trotz der historischen Zeitgebung gut lesbar. Die Handlung blieb durchweg spannend, die Charaktere authentisch und die Liebesgeschichte zwischen Beiden war wundervoll emotional. Ich kann es auf jeden Fall jedem empfehlen, der Liebesgeschichten mit Bad Boys, erotischen Szenen und tiefen Gefühlen mag! Zwar nicht historisch, dafür düster, sexy und in toller Atmosphäre:)



Liebe Grüße

Veröffentlicht am 16.12.2018

Reed<3

The One Best Man (Love and Order 1)
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Klappentext:
Nach meiner Scheidung habe ich nicht allen Männern abgeschworen, nur denen, die wie mein Ex sind. Ganz oben auf der Liste? Anwälte! Ich bin mit meiner Tochter zurück nach Chicago gezogen, ...

Klappentext:
Nach meiner Scheidung habe ich nicht allen Männern abgeschworen, nur denen, die wie mein Ex sind. Ganz oben auf der Liste? Anwälte! Ich bin mit meiner Tochter zurück nach Chicago gezogen, um mich um meine kranke Mutter zu kümmern. Ich hatte mein persönliches Happy End nicht aufgegeben, nur die Suche danach auf unbestimmte Zeit verschoben. Als ich Reed Warner wiedersah, erinnerte er mich an alle meine Fehler. Ich wollte mich von ihm fernhalten, aber er blieb hartnäckig. Obwohl ich es besser weiß, kann ich nicht aufhören daran zu denken, wie sein Designeranzug seine Muskeln umspielt und seine blauen Augen mich intensiv mustern.

Das Problem? Er ist nicht nur Anwalt, sondern er war auch Trauzeuge auf meiner Hochzeit und der beste Freund meines Ex.

Schreibstil:
Das Buch ist komplett aus der Perspektive von Victoria erzählt und lässt sich locker und flüssig lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin, da keine längeren Passagen mit irgendwelchen Dramen oder ähnlichem gibt.

Charaktere:
Victoria als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Wie es die Autorin nach eigenen Angaben angestrebt hat, ist sie zu einer Frau geworden, die durch die Scheidung wesentlich geprägt wurde. Sie erfreut sich an ihrer kleinen Jade und steht Männern mit einer gehörigen Portion Respekt gegenüber. Zudem weiß sie was sie will und wo sie sich hinstellen muss. Besonders Pete, ihrem Exmann, gegenüber fand ich das sehr schön zu sehen, denn anstatt naiv zu reagieren, wie es ExFreundinnen vielleicht tun würden, sind Victorias Augen weit geöffnet, wenn sie ihn sieht. So stoßen seine zweifelhaften Taten und Kommentare bei ihr auf Beton.

Dazu kommt, dass sie trotz allem ihren Charakter beibehalten hat. Ich würde sie als schlagfertig und nicht auf den Mund gefallen beschreiben. Das Einzige, was ihr im Weg steht ist ihre Angst, die tief in ihrer Ehe verwurzelt liegt. Das hat die Autorin an mehreren Stellen sehr schön deutlich gemacht und dargestellt. So versteht man sie im Laufe der Geschichte immer besser, auch wenn gegen Ende der ein oder andere Moment auftaucht, in dem ich sie etwas zu verbissen wahrnahm. Diese Stelle werde ich aber auch nochmal im nächsten Abschnitt erwähnen.

Reed war für mich der wahrgewordene Traum einer jeden Schwiegermutter (Diane ist da sicher auf meiner Seite). Zuerst konnte ich es gar nicht begreifen und habe immer wieder nach DEM Fehler gesucht. Schließlich musste ich aber einsehen, dass er einfach ein unheimlich sexier Good-Guy ist. Natürlich verläuft auch mit ihm im Handlungsverlauf nicht alles reibungslauf, aber an seinem Charakter lässt nichts zweifeln und das fand ich besonders schön. Man muss nicht immer jeden zum Bösen machen, nur weil viele Leser das mögen. Reed ist einfach Reed. Freundlich, kann gut mit Kindern umgehen, Gentleman schlechthin, sieht unheimlich gut aus, trägt Victoria auf Händen und spielt keine Spielchen (außer im Bett vielleicht^^). Können wir einfach festhalten, dass er perfekt ist? Bitte?

Alle anderen Charaktere fand ich wie auch Victoria und Reed sehr gut aufgearbeitet. Mit eigenen Persönlichkeiten, die sie für mich allesamt sehr interessant gemacht haben. Besonders Chelsea und Hannah haben mich gefesselt und begeistert. Zum Glück wird es auch noch von ihnen Bücher geben:)

Zur Geschichte allgemein:
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt, denn Victoria blieb für mich zunächst ein Charakter, den ich überhaupt nicht einordnen konnte. Mutter, Schule, Tochter, Arbeit, Exmann... Ziemlich viel, aber alles klärt sich bald fein und sinnvoll:) Und dann, tja dann kommt Reed und man mag nicht mehr aufhören zu lesen. Obwohl Victoria sich zunächst sperrt, wird Reeds "Jagd" nicht langweilig, sondern immer wieder von liebevollen Details, besonders Jade und Henry betreffend, unterbrochen wird. So war die Geschichte sehr süß gemacht und ich konnte mich sehr gut in den Alltag der Protagonisten einfinden. Mein einziger Kritikpunkt, und leider kein minimal kleiner, sind die fehlenden "Katastrophen" bzw. die Tatsache, dass diese nur sehr klein gehalten wurden und eigentlich für keine Spannung sorgten. Stattdessen löste sich alles immer sehr schnell auf und man war höchstens überrascht, wenn ein geeignetes Thema nicht genutzt wurde. Da fehlte mir einfach ein bisschen das Gefühl für das richtige Timing.

Fazit:
Das Buch ließ sich gut und schön lesen. Die Charaktere waren interessant und liebevoll gestaltet und die Geschichte war vom Thema her gut aufgemacht. Einzig die etwas zurückgeschobenen Katastrophen haben mich verwirrt und dem Geschichte etwas an Drama und Spannung genommen, was sehr schade war, denn passende Stellen und Konflikte hätte es gegeben.

Alles in allem fand ich jedoch, dass man das Buch gut lesen kann. Es hat mich unterhalten und blieb realistisch und echt. Ich kann es also durchaus weiterempfehlen:)



Liebe Grüße

Veröffentlicht am 07.12.2018

Liebesroman mit toller Atomsphäre

Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz
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Klappentext:

Farah Mackenzie will sich nie wieder an einen Mann binden. Zu schmerzhaft ist die Erinnerung an ihre erste Liebe Dougan. Als sie jedoch dem berüchtigten Verbrecher Dorian Blackwell begegnet, ...

Klappentext:

Farah Mackenzie will sich nie wieder an einen Mann binden. Zu schmerzhaft ist die Erinnerung an ihre erste Liebe Dougan. Als sie jedoch dem berüchtigten Verbrecher Dorian Blackwell begegnet, gerät ihr Leben erneut aus den Fugen. Blackwell, der sie beunruhigt, aber auch etwas tief in ihrem Innersten berührt, entführt Farah nach Schottland ― angeblich zu ihrem Schutz. Doch jeder Moment, den sie mit dem scheinbar so eiskalten Mann verbringt, führt sie zu einer Wahrheit, die ihr erneut das Herz zu brechen droht …

Cover:
Schlicht und wunderschön wie ich finde. Es deutet die Schatten der Geschichte an und ist gleichzeitig unheimlich edel.

Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich schön zu lesen. Er war flüssig und locker. Was mich manchmal ein bisschen irritiert hat, war, dass er nicht so recht an die Zeit angepasst war, in dem das Buch spielt. 1874 hat man vielleicht doch noch etwas anders gesprochen. Wäre das besser eingebaut worden, hätte sich auch die Atmosphäre der Geschichte besser getragen. So musste ich mich manchmal daran erinnern, dass es nicht in der heutigen Zeit spielt. Dazu tragen aber natürlich auch einige „neumodische“ Elemente in der Handlung direkt bei.

Zu den Charakteren:
Die Charaktere fand ich beide sehr interessant und ich konnte mich auch gut in sie einfühlen. Farah gefiel mir sehr gut, weil sie einerseits eine unheimliche Entwicklung mitmacht, gleichzeitig aber immer die starke und taffe Farah bleibt, die sich schnell anzupassen weiß. Über viele ihrer Entscheidungen war ich immer wieder erstaunt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in solchen Situationen so geschickt gedacht hätte. So ist es für sie natürlich auch kein Problem das Schwarze Herz von Ben More zu bändigen.
Dorian war ein sehr vielschichtiger Charakter, den man nach und nach zu verstehen lernt. Dazu trägt auch ein gelegentlicher Perspektivwechsel bei. Er stand vielleicht aber ein bisschen zu lange auf dem Schlauch, denn als Leser hat man ziemlich schnell gemerkt, wo eigentlich sein Problem liegt.
Nebencharaktere gab es und ich habe sie auch alle sehr gemocht. Die Geschichte erzählt aber hauptsächlich die Geschichte der Liebesbeziehung zwischen Farah und Dorian, sodass sie damit schon zu Genüge gefüllt ist.

„Aber ohne dich gibt es kein Leben. Nur Leere. Und das ist schlimmer als die Hölle, die mich nach meinem Tod erwartet.“ (S. 375)

Zur Geschichte allgemein:
Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen. Zunächst bleibt man als Leser bei Farah und dann baut sich die Handlung nach und nach auf. Alles fand ich sehr stimmig und spannend. Meiner Meinung nach hätte am Anfang vielleicht noch etwas mehr passieren können, weil es dann doch irgendwie sehr schnell ging. Dafür bekam das Buch am Ende dann nochmal etwas Länge.
Leider waren doch ein paar viele Klischees vertreten, sodass ich die Handlung schon ziemlich früh vorausahnen konnte. Dafür waren die Gefühle zwischen Dorian und Farah dann aber wieder schön aufgearbeitet.

Fazit:
Ich hatte von dem Buch ein bisschen mehr Historie erwartet. Alles in allem ist es ein gut zu lesender Liebesroman, dessen Schreibstil in die heutige Zeit passt. Die Handlung ist etwas vorhersehbar, aber einige Plottwists konnten mich überzeugen und ich freue mich schon auf den zweiten Band. Die Atmosphäre ist einfach toll:)

4 von 5 Sterne von mir.


Liebe Grüße