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Sioux

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2018

Wunderschön, berührend, wunderbar.

Fuck you, Love
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Zum Inhalt:

Floyd hat Geld. Jede Menge davon. Nachts feiert er, reißt reihenweise Frauen auf, tagsüber fährt er mit dem Porsche umher. Aber ist solch ein Leben es überhaupt wert Leben genannt zu werden? ...


Zum Inhalt:

Floyd hat Geld. Jede Menge davon. Nachts feiert er, reißt reihenweise Frauen auf, tagsüber fährt er mit dem Porsche umher. Aber ist solch ein Leben es überhaupt wert Leben genannt zu werden? Floyd unterdrückt all seine Gefühle, bis auf den Hass, der bleibt. Und schließlich lernt er Storm kennen. Die Floyd so sieht, wie er ist. Die ihn zur Weißglut treibt. Und die weitaus näher an der Grenze zur Dunkelheit tanzt, als man glauben könnte. Was passiert, wen diese beiden Menschen aufeinander treffen? Schaffen sie es der Dunkelheit zu entfliehen und die Vergangenheit zu verzeihen? Kann Floyd sich überhaupt verlieben, nachdem, was in dieser einen Nacht geschah...

Zum Buch:

Auf den ersten Seiten hatte ich ein paar Probleme Floyd schätzen zu lernen. Er ergibt sich immer unheimlich schnell dem Hass in sich und wirkt ziemlich unreif. Storm ist dazu auch keine leichte Kost. Wer da am Anfang mitkommt... Chapeau! Nach ein paar Seiten ändert sich dieser Eindruck jedoch. Es hat sich für mich in jedem Fall gelohnt weiter zu lesen. Man lernt die Charaktere kennen und verstehen. Sie reifen mehr und mehr.

Den Schreibstil habe ich in meinen ersten Notizen als "sehr jugendlich" notiert. Daran scheine ich mich aber sehr schnell gewöhnt zu haben, denn nun am Ende kann ich dazu nichts mehr sagen. Für mich war es flüssig und leicht zu lesen. Die Emotionen, das Gefühl, die Spannung, die Tiefe. Alles war da.

Es ist aus Floyd´s Perspektive geschrieben, was ich zuerst etwas ungewohnt fand. Während des Lesens hat es mir dann immer besser gefallen, weil es einfach passt. Storm ist in diesem Buch definitiv der "besonderere Charakter". Klar hat auch Floyd seine Probleme und seht am Anfang des Buches auch am Anfang eines unheimlichen Reifungsprozesses, aber Storm... Das ist eine ganz andere Nummer. Und so passt es, finde ich, dass wir sie aus Floyd´s Sicht kennenlernen. Ich musste da gleich an John Greens "Eine wie Alaska" denken, in dem auch etwas ungewöhnliche Protagonistin beschrieben wird:)

Was der Geschichte durchweg Spannung verleiht ist immer wieder: Was ist in jener Nacht geschehen? Ich fand es sehr gut, dass das immer wieder aufgegriffen und keineswegs einfach abgehakt wurde. So ist hier die Problematik sehr gut aufgegriffen und verarbeitet worden. Zudem bleibt auch Storm immer etwas geheimnisvoll. Man weiß nie: Was macht sie jetzt? Sie ist ein unglaublich interessanter Charakter, der der Geschichte so viel Charme und Tiefe verleiht.

Fazit:

Dieses Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Es bietet eine durchweg runde Geschichte mit tollen Charakteren, einer wahren Problematik und einer sehr realen Entwicklung der Protagonisten und dazu noch die zarte erste Liebe. Ich konnte das Buch beim Lesen kaum aus der Hand legen und bin jetzt unheimlich auf den zweiten Band gespannt. Man muss sich allerdings darauf einstellen, dass man leidet. Man leidet mit den Personen, lacht, liebt, genießt und weint mit ihnen. Ein Buch, dass alles bieten kann.



Liebe Grüße

Veröffentlicht am 30.06.2018

Gelungener Auftakt

Throne of Glass - Die Erwählte
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Zum Inhalt:

Calaena Sardothien, berühmteste Assassinin Ardalans, wunderschön und klug hat ihre Zukunft verloren. Als Sklavin wartet sie quasi auf den Tod. Dann erscheint Chaol Westfall, der Captain der ...


Zum Inhalt:

Calaena Sardothien, berühmteste Assassinin Ardalans, wunderschön und klug hat ihre Zukunft verloren. Als Sklavin wartet sie quasi auf den Tod. Dann erscheint Chaol Westfall, der Captain der Leibgarde des Königs, und verspricht ihr eine Zukunft, wenn sie denn gewinnt. Vom Kronprinz ausgesucht, muss sie gegen 23 Männer antreten. Am Ende bleibt nur einer übrig: Der Champion des Königs. Aber am Hof werden ihre Gegner nicht zu Calaenas einzigen Problem. Der Kampf beginnt. Es lauert etwas Böses im Schloss und es will töten... Da rücken Calaenas aufkommende Gefühle für die jungen Männer in den Hintergrund...

Zum Buch:

Ich glaube Calaena muss man lieben lernen. Mir fiel es nicht schwer, aber am Anfang macht sie es einem vielleicht nicht ganz leicht, sie zu verstehen. Es gibt viele Situationen, in denen sie unheimlich kindlich und gleichzeitig gefühllos wirkt. Das passt sich aber bald gut in ihre Art an. Man erfährt mehr über ihre Kindheit und dazu mehr und mehr über das Königreich, sodass ihre Gefühle dem gegenüber immer verständlicher werden. (Obwohl einige Szenen leider etwas unpassend wirken. So sehr Kind sollte sie dann doch nicht mehr sein). Hierzu muss ich sowieso gestehen, dass ich noch nie einen König so verabscheut habe. Sonst habe ich eigentlich immer noch Hoffnung, aber dieser scheint mir wirklich zutiefst böse und es umschwirren ihn so viele Geheimnisse, dass man da glaube ich noch auf viele spannende Szenen hoffen kann.

Was Calaena glaube ich jedem gleich sympathisch macht, ist ihre Liebe zum Lesen. Definitiv etwas, was sie mir gegenüber auch menschlicher gemacht hat.

Chaol und Dorian werden zu zwei jungen Kerlen, die unterschiedlicher sein könnten. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und charakterisiert, sodass man Reaktionen quasi schon vorausahnen kann, was ich sehr schön finde.

Die Geschichte baut sich während des Buches immer mehr auf. Wusste ich bis zur Mitte och nicht so recht, wie man aus dem "Material" eine ganze Buchreihe machen kann, aber die Autorin wirft immer wieder kleine Häppchen ein, die mehr versprechen. Es ensteht auf jeden Fall eine ganz eigene Welt, auf die ich zumindest schon sehr gespannt bin sie zu entdecken. Der Fantasy-Charakter ist hier definitiv gegeben.

Dachte ich am Anfang noch es hätte Ähnlichkeit mit "Die Tribute von Panem", hat sich dieser Gedanke immer mehr verflüchtigt. Es ist doch weitaus weniger brutal und bald rückt der Wettkampf auch eher ein bisschen in den Hintergrund und die Story bekommt mehr Spannung, da die Gegner sich dann immer doch recht schnell und ohne großes Aufsehen verabschieden.

Den Schreibstil fand ich so ganz gut zu lesen. Flüssig und ich zu lang beschrieben. Allerdings sind mir manchmal Sätze aufgefallen, die mir in dem Kontext des Buches etwas zu modern erschienen. Das mir das auffällt, reicht mir meistens, um sagen zu können, dass es vielleicht etwas unpassend war.

Am Ende hatte das Buch dann auf jeden Fall Reihencharakter, denn es blieben doch noch sehr viele Fragen offen und allein Perrington und der König bergen wohl noch genügend Geheimnisse.

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich als Fantasy-Buch sehr angesprochen und ich bin wahnsinnig auf den nächsten Band gespannt. Allerdings fand ich einige Stellen im Buch noch etwas irritierend.


Liebe Grüße

Veröffentlicht am 25.06.2018

Geschichte etwas umverlagert

After Work
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Zum Inhalt:

Lexia Vikander. Klug, kreativ, attraktiv, aber nicht dem heutigen Schlankheitswahn entsprechend, trifft eines Abends auf Adam Nylund. Es funkt mächtig zwischen den Beiden an diesem einen Abend ...

Zum Inhalt:

Lexia Vikander. Klug, kreativ, attraktiv, aber nicht dem heutigen Schlankheitswahn entsprechend, trifft eines Abends auf Adam Nylund. Es funkt mächtig zwischen den Beiden an diesem einen Abend in der Bar. Weit weg von ihrem sonstigen Leben. Aber was passiert, wenn ihre Leben auf einmal kollidieren. Was machst du, wenn der heiße Typ aus der Bar am nächsten Tag wieder vor dir steht: Als dein Chef.

Zum Buch:

Der Schreibstil war flüssig und komplex. Leicht genug für eine Liebesgeschichte, aber eben nicht nur so dahin geschrieben. 

Das Cover fand ich sehr schön. Der Titel passt auf jeden Fall dazu und ich habe ihn auch im Buch wiedergefunden. Einzig, dass die Frau auf dem Cover Lexia so gar nicht ähnelte hat mich etwas geärgert. In dem Buch wird nämlich eigentlich anderes gepredigt. Es geht eben darum, dass nicht überall die "typische" Frau abgebildet wird. So war ich hier auf jeden Fall verwirrt.

Lexia fand ich als Charakter sehr schön. Immer wieder bemerkt man als Leser, was für eine starke, faire und liebevolle Frau man da vor sich hat. Sie passt zudem von der Beschreibung her sehr gut in den Kontext des Buches (u.a. Body Positivity). Sie macht sich meiner Meinung nach sehr sinnvolle Gedanken zu ihrem Körper (was heißt hier sinnvoll, aber sie sind nachempfindbar und auf jeden Fall realistisch). Diese Gedanken sind irgendwie eben immer da und ich finde, dass sie da ganz gut mit umgeht und sich in diesem Punkt während des Buches auch gut entwickelt. So rückt die Figur bei ihr immer mehr in den Hintergrund, wird aber nie ganz vergessen. 

Eine Wandlung findet man auch in den anderen Charakteren. Adam wird nie als besonder gut aussehend beschrieben. Stattdessen hat er Charakter und eine gute Ausstrahlung. So fand ich ihn als Gegenstück zu Lexia ganz schön. Bei ihm ist es allerdings so, dass er sich wirklich erst weiterentwickeln musste, bevor ich ihn schätzen gelernt habe. Zu Anfang war er mir wirklich zu zweifelnd und zu wenig generell. Es kommt eben nicht nur darauf an, dass eine Figur selbstbewusst auftritt und zum Schwarm wird. Gegen Ende hin fand ich ihn wesentlich besser und fand auch seine Vergangenheit ganz gut in die Geschichte eingebunden, allerdings hat er mir bis zuletzt immer noch zu viel gezweifelt. Da fehlte mir einfach manchmal etwas "Mannsein". (Das soll jetzt nicht sexistisch sein, aber er kommt mir einfach stellenweise eigentlich zu schwach für Lexia vor). 

In dem Buch fanden sich viele sehr wichtige und gut ausgearbeitete Themen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind bzw. sein sollten. Darunter zum Beispiel: Body Positivity, Homosexualität und Sexismus am Arbeitsplatz. Alles wurde immer wieder aufgenommen und geriet dadurch nie in Vergessenheit, was ich sehr schön fand. Gerade das Ende hat nochmal vieles davon verdeutlicht und so ist die Message, die das Buch aussagen will, in den Vordergrund gerückt. Das wirkte mir für speziell für dieses Buch sehr passend. 

Was ich nicht so gut fand, war, dass der Geschichte zwischendurch immer mal etwas Pepp fehlte. Eigentlich gibt es genug Gegenspieler und auch genug Inhalt um die Beziehung zwischen Adam und Lexia quasi zu verlangsamen, wären sie etwas früher zusammen gekommen. Leider zögern alle Charakter jedoch sehr viel und es plätschert immer wieder nur so dahin. Das war mir einfach stellenweise etwas zu lang hinausgezögert. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Autorin so viele Themen aufnehmen wollte, dass sie dadurch die Liebesgeschichte etwas in den Hintergrund gerückt hat. 

Fazit:
Ein gutes Buch mit einer vielschichtigen Message, die gut dargestellt wurde. Die Charaktere sind sehr liebenswert. Für mich persönlich hat der Geschichte aber etwas Pep gefehlt. Dadurch wurde ihr etwas Spannung genommen und die Liebesgeschichte geriet in den Hintergrund. Vielleicht also nicht unbedingt ein Buch, dass ich wegen seiner Love-Story empfehlen würde. 

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Figuren
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Gefühl
Veröffentlicht am 23.06.2018

Das Leben ist zu kurz, um Zeit zu verschwenden

Kiss and keep - Glücklich nur mit dir
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Zum Inhalt:

Am ersten Tag am College trifft Kiersten auf den Starquarterback Weston Michels. Trotz ihres bisher etwas unglücklich verlaufenden Lebens, fühlt sich die schüchterne Kiersten sofort zu dem ...


Zum Inhalt:

Am ersten Tag am College trifft Kiersten auf den Starquarterback Weston Michels. Trotz ihres bisher etwas unglücklich verlaufenden Lebens, fühlt sich die schüchterne Kiersten sofort zu dem unwiderstehlichen Weston hin. Darauf folgen viele erste Male, die beide auf ihre Art und Weise ins Leben zurückführen. Doch in Westen tobt etwas viel Dunkleres. Wird ihre Liebe das überstehen?

Zum Buch:

Wie ich es gewohnt bin, ist der Schreibstil flüssig und gut zu lesen. Die Charaktere sind witzig und gleichzeitig sehr gefühlvoll. Die ein oder andere Aussage hat mich zwischendurch ziemlich umgehauen und/oder zum Nachdenken gebracht. Die Autorin macht die Charaktere hier zu Figuren, bei denen ihre Geschichte gar nicht so wichtig ist, davon erfährt man auch nicht so viel, stattdessen geht es viel mehr darum, diese Figuren auf einer viel tieferen Ebene zu Wort kommen zu lassen. Bei Gabe ist es ihr besonders gut gelungen und so tragen auch die Nebencharaktere hier zu einer sehr emotionalen Geschichte bei.

Zu Anfang habe ich gedacht: Das geht jetzt aber etwas schnell. Umso weiter ich jedoch gelesen habe, desto mehr habe ich die Geschichte verstanden und dann fand ich die schnell fortschreitende Handlung einfach nur passend. Es geht eben darum, dass nur wenig Zeit bleibt, dann ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Weston zu Anfang sehr voran prescht. Weiter konnte ich mich außerdem gut in die Geschichte einfühlen, sodass man hier einfach von der ersten, und damit ja bekanntlich, stärksten Liebe liest, die nicht immer ganz vernünftig voranschreitet. Es fügt sich hier alles ganz gut zusammen.

Ich wollte nicht den coolen und distanzierten Typen spielen, den, der alle Zeit der Welt hatte. Weil mir klar war, dass ich eben nicht alle Zeit der Welt hatte. Und ich wollte jeden verdammten Moment festhalten, bevor es zu spät war. (S. 90)

Das Thema des Buches sollte eigentlich schwer und unheimlich traurig sein und das ist es auch auf so manche Art. Die Autorin schafft es hier aber dem Thema die nötige Würde zu zusprechen und gleichzeitig eine witzige und charmante Geschichte zu erschaffen, die vor tieferen Gedanken nur so strotzt. Ich glaube es wäre für mich gar nicht so schlimm gewesen, wenn das Ende anders ausgegangen wäre, denn dem Leser wird vorher schon so viel anderes vermittelt. Eben dass das Leben noch mehr bereit hält und genutzt werden sollte.

Der Epilog war für mich zunächst jedoch sehr verwirrend. Ich persönlich mag es auch nicht gerne, wenn der Geschichte schon so viel vorweggenommen wird. Da wäre es glaube ich besser gewesen diesen wegzulassen, um wie Kiersten zunächst in Unwissenheit zu schweben. Sowas belebt die Geschichte dann ja doch nochmal.

Natürlich muss man zu dieser Geschichte sagen, dass sie auf ein Happy End hinausläuft und entsprechend manchmal etwas kitschig rüberkommt. Ich kenne mich nicht gut genug mit der Krankheit aus, aber ich würde mal sagen, dass es doch etwas realitätsfern am Ende wird. Bis dorthin jedoch fand ich es sehr gut erzählt.

(Das Cover habe ich nicht recht verstanden. Ich habe zunächst an einen Boxer als Hauptprotagonist gedacht? Oder ist das zu weit hergeholt?)

Fazit:

Alles in allem habe ich die Geschichte von Kiersten und Weston sehr gern gelesen und die Charaktere unheimlich schnell ins Herz geschlossen. Dieses Buch bringt einen auf jeden Fall zum Nachdenken. Romantisch, gefühlvoll, süß, witzig und tiefgehend, so würde ich es beschreiben. Zwischendurch einfach etwas kitschig. Auf jeden Fall ein Buch, dass man in einem durchlesen kann.


Liebe Grüße

Veröffentlicht am 21.06.2018

EIne großartige Liebesgeschichte

Nachtblumen
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Carola Bartsch hat mich hier wirklich überzeugt!
Eine wunderschöne Geschichte, mit viel Tiefgang. Einzigartige Charaktere mit echten Problemen und sehr ausgefeiltem Verhalten. Eine Liebesgeschichte, so ...

Carola Bartsch hat mich hier wirklich überzeugt!
Eine wunderschöne Geschichte, mit viel Tiefgang. Einzigartige Charaktere mit echten Problemen und sehr ausgefeiltem Verhalten. Eine Liebesgeschichte, so zart, dass es spannend bis zur letzten Zeile war.

Zum Inhalt:
Ein Ehepaar, dass sich darauf spezialisiert hat, Kindern mit einer schweren Kindheit ein Zuhause zu bieten und eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. Das sind Klaas und Anke Völkner.
Jana kommt mit gemischten Gefühlen in die Wohngemeinschaft der Beiden auf Sylt und darf ihre Ausbildung bei Ihnen machen. Jedoch ist es nicht so einfach, wie es vielleicht klingt, wenn man aufgrund seiner schlechten Erfahrungen verlernt hat sich selbst zu vertrauen, sich zu lieben und auch Anderen Menschen Vertrauen entgegen zu bringen. So ist es für sie anfangs keine leichte Zeit. Sprechen kann sie eigentlich nur mit Dr. Flick, ihrer Therapeutin und dann wäre da noch Collin, ihr Zimmernachbar....
Collin, der selber mit einigen Problemen zu kämpfen hat...

Zur Geschichte:
Da ich den Klappentext nicht gelesen hatte, wusste ich am Anfang noch gar nichts über die Geschichte und bin somit blind hineingestapft. Auch wenn anfangs alles etwas undurchsichtig war, was normal ist, wenn die Hauptperson selber nicht so recht weiß und dazu ihre Vergangenheit noch nicht so offen mit sich herumträgt, so konnte ich mich recht schnell in Jana einfühlen. Die Autorin schafft es von Anfang an die richtigen Andeutungen zu machen und ist sehr penibel, was das Verhalten ihrer Protagonisten angeht. Als ich dann richtig drin war, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen, denn in kleinen Schritten entwickelt sich Jana immer weiter und man freut sich für sie bei jedem überwundenen Hindernis.
Schön ist dann natürlich auch die stetige Annäherung an Collin. Das Ganze wird so zart beschrieben, dass es umso gewichtiger erscheint und man wirklich ein Gefühl für diese Menschen bekommt. Menschen, die in ihrem Leben schon einiges mitgemacht haben und dadurch nicht so schnell und vertrauensvoll voranschreiten, wie es andere in „normalen“ Liebesgeschichten tun.
Der Schreibstil der Autorin ist dafür wirklich sehr geeignet. Flüssig, nie zu lang und gut gewählt.
Obwohl man über die anderen Mitbewohner relativ wenig erfährt, finde ich, schafft es die Autorin trotzdem diese zu Personen zu machen und trägt dem Leser somit noch einige Themen zu, die ebenfalls nicht leicht sind.
Der Umgang diesen Themen ist sehr erklärend, reflektierend und gut dargestellt. Keine Rolle wird schwarz-weiß gezeichnet.
Am Ende fand ich die Blogbriefe eine sehr gute Wahl für den weiteren Verlauf der Geschichte. Auch hier merkt man, dass im Leben der Figuren alles etwas länger dauert, sodass Jana ingesamt über vier Jahre lang schreibt. Man konnte ihre Liebe zu Collin so weiter spüren und trotzdem ihr Leben mitverfolgen.


Fazit: Für mich ein sehr gelungenes Buch. Es behandelt aktuelle Themen auf der vielfältige Art und Weise.