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Veröffentlicht am 17.09.2025

Habs geliebt!

Just for the Summer
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Hallo ihr Lieben

Hallo ihr Lieben<3
auch, wenn der Sommer fast vorbei ist: vielleicht habt ihr ja noch einen Urlaub vor euch und braucht eine schöne Lektüre. Dann kann ich euch Abby Jiminez nur empfehlen! Ihre bisherigen Bücher habe ich total geliebt und auch dieses konnte mich komplett überzeugen. Ohne unnötigen Schnickschnack und mit einer sonderbaren Idee:)

Zur Info: Dies ist der dritte Band der Royaume-Northwestern-Reihe. Ihr könnt die Bände jedoch auch unabhängig voneinander lesen, weil sie abgeschlossene Geschichten enthalten.

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich wie die letzten Male auch super schön. Ich liebe es, dass sie so viel Humor in ihre Story einflicht und die Protagonist:innen sehr nahbar und authentisch macht. Dazu mag ich es, wie leicht die Stimmung trotz aller dramatischen Elemente bleibt, sodass das Buch wirklich perfekt als Sommerlektüre gelesen werden kann.

Zur Geschichte allgemein:
Erzählt wird einigermaßen abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptfiguren. So lernen wir beide erstmal ganz unabhängig voneinander kennen. Dazu kommen Chatverläufe bzw. Postverläufe, die dem Ganzen einen sehr dynamischen Charakter verleihen. Das Außergewöhnliche der Geschichte war für mich definitiv, dass die eigentliche Story auf einem Aberglauben oder sowas in der Art beruht. Vielleicht kann man es auch eher Fluch oder Pechsträhne oder wie auch immer nennen. Ich glaube, es gibt einen Film, in dem es um einen „Glückbringer“ in der Art geht, also kann man es wohl sehen, wie man es will:) Und genauso, kann man selbst entscheiden, ob man daran glaubt, oder nicht. Es wird auf jeden Fall sehr schön und logisch erklärt, wie beide, sowohl Emma als auch Justin, mit dem Problem hadern, dass sie anscheinend immer an die falschen Partner:innen geraten.

Die Kennlernphase folgt spontan und mit Humor. Ich liebe es, wie die Autorin immer wieder genau dort, wo man Drama erwarten würde, Spontanität einbaut und ihre Figuren einfach machen lässt. So geht die Geschichte stetig weiter, ohne Längen zuzulassen. Wir werden mitgerissen in einen Prozess, in dem sich Justin und Emma erstmal komplett „blind“ kennenlernen und dann den Mut finden, ihre komplette Welt umzuschmeißen.

So einfach das Treffen auch wirkt, bei den beiden läuft es außerhalb dieses Datings alles andere als rund. Justin hat ziemlichen Struggle mit seiner Familie und Emma ist eine Nomadin mit Bindungsängsten. Aber eine Figur nach der anderen:

Justin ist ein Good-Guy aus dem Bilderbuch. Er hat einen gesunden Freundeskreis, kümmert sich um seine Mutter und seine Geschwister und hat einen guten Job und keinerlei Laster. Eigentlich langweilig würde man meinen, aber tatsächlich mochte ich Justin auf Anhieb. Er hat einen sehr gesunden Humor, der mich ziemlich oft zum Schmunzeln gebracht hat, ist aufopferungsvoll, hat aber auch seine eigenen Zukunftspläne und er ist sehr gut zu Frauen. Aufmerksam, treu und wertschätzend – sowas muss man auch einfach mal loben. Langweilig ist er dadurch auf jeden Fall nicht, sondern ich habe mich sehr gefreut, dass er es ist, der Emmas Herz höher schlagen lässt.

Emma ist etwas spezieller. Sie ist Krankenschwester und reist mit ihrer Freundin von einem Ort zum nächsten – mit höchstens drei Monaten Aufenthaltsdauer. All ihre Sachen passen in zwei Reisetaschen und länger an einem Ort zu bleiben, kommt keinesfalls in Frage. Weshalb? Das erfahren wir erst später. Allerdings war ich schon früh am Rätseln, einfach, weil Emma einige Wesenszüge zeigt, die darauf schließen lassen, dass es ihr alles andere als leicht fällt, feste Bindungen einzugehen.

Zusammen gehen sie eine Art Vertrag ein, der fast als Fake-Dating beschrieben werden könnte. Meiner Meinung nach, ist dieses Trope hier aber nicht ganz richtig, denn Emma und Justin spielen nie irgendwem irgendwas vor, sondern bleiben sich stets selbst treu und lassen es fast auf sich zukommen. Dadurch ist es eher eine ganz normale Romanze, bei der die beiden sich immer näher kommen und vor allem besser kennenlernen, sodass die Gefühle schnell und heftig entstehen. Einfach, weil sie sich so gut verstehen. Ich habs geliebt, Justins Fragebögen zu lesen und Emmas Reaktionen darauf, ihre entstehenden Gefühle nachzuverfolgen, die schneller stärker werden, als beide geplant haben und zu Lachen, wenn dann doch alles in Irrsinn endet.

Denn Emma wohnt auf einem Haus auf einer einsamen Insel und muss jeden Tag mit dem Boot rüberfahren und ihre Mutter kommt auf einmal mit einer Privatjacht vorbeigefahren und lässt Emmas Emotionen total durcheinander geraten. So ist Emma wohl diejenige, die am stärksten mit sich selbst struggelt und ihren Weg finden muss, mit allem klarzukommen.
Teilweise wird Emma in dieser nachfolgenden Phase geradezu unsympathisch. Sie scheint engstirnig und nicht zu bekennen, aber anderseits konnte ich auch immer irgendwie verstehen, weshalb Emma so ist, wie sie ist und weshalb es ihr schwer fällt, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen.
Das alles bringt natürlich viel Tiefe in die Geschichte, die eine schöne Balance zu dem sonstigen Humor und der Leichtigkeit der Spontanität erzeugt.

Hinzu kommt, dass auch Justin mit Emma über tiefere Themen sprechen kann. Beide Figuren wurden für mich so zu sehr fassbaren Charakteren, die ich am Ende des Buches wirklich zu kennen glaube.

Fazit:
Für mich eine sehr gelungene Sommerlektüre, die sowohl Tiefe als auch Humor und Leichtigkeit mit sich bringt. Ich bin super schnell in der Geschichte versunken, konnte mitfühlen und lachen und fühlte mich einfach total gut unterhalten. Der Schreibstil ist flüssig und die Story hat keinerlei Längen, sodass es wirklich einfach war, es einfach fix durchzulesen. Perfekt für ein paar Stunden am Pool oder im Garten bei Sonnenschein und einem Eiskaffee. Abby Jiminez hat hier einfach wieder geliefert und ich kann sie nur jedem empfehlen!

5 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Zu flach

A Wild Cowboy's Heart
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Die ersten Seiten des Buches waren ein wenig, als wäre man in eine bereits laufende Geschichte eingestiegen. Und dann ist auch schon wieder alles ganz anders. Und dann ist es zwei Jahre später. Vielleicht ...

Die ersten Seiten des Buches waren ein wenig, als wäre man in eine bereits laufende Geschichte eingestiegen. Und dann ist auch schon wieder alles ganz anders. Und dann ist es zwei Jahre später. Vielleicht erahnt ihr es schon: der Einstieg war mir etwas zu holprig bzw. zu wenig einleitend. Erst dann bekommt man die Chance, Maisie richtig kennenzulernen.

Maisie ist die jüngste der drei Schwestern und der Freigeist unter ihnen. Zudem hat sie ihre beste Freundin verloren, weshalb sie ein bisschen verloren wirkt. Im Grundprinzip ist es das aber auch schon. Ich fand ihre Charaktergestaltung ziemlich flach gehalten, denn Maisie hat krasse Versagensängste, die sich durch das komplette Buch ziehen, obwohl sie oftmals alles andere als logisch wirken und die Handlung auch nicht voranbringen. Ich hätte mir bei ihr einfach gewünscht, dass sie mehr für das kämpft, was sie sich erträumt und nicht einfach so durch den Handlungsverlauf dümpelt. Vor allem, weil ihr bereits in den ersten Kapiteln die Lösung für ihre Unzufriedenheit mit ihrem Leben vor die Füße gelegt wird. Das zieht sich ein bisschen durch die Handlung, dass Maisie nicht so recht den Mut aufbringt, einfach zu tun, was sie sich wünscht. Und auch am Ende des Buches wurde es nur kurz behandelt und nicht richtig als Entwicklung aufgenommen. So blieb sie für mich recht eindimensional und hat definitiv nicht all ihr Potential ausgeschöpft.

Ebenfalls schade fand ich, dass man schon gleich zu Anfang als Leser:in alles präsentiert bekam, was es brauchte, um die Geschichte aufzulösen. So passierte bis zum Ende eigentlich nichts wesentlich Interessantes. Stattdessen war es ein in die Länge ziehen dort, wo eigentlich die ganze Basis fehlte, um die wichtigen Entwicklungen emotional und komplex für uns Leser:innen begreifbar zu machen.

Wer da am ehesten noch ein bisschen Tiefe zeigte, war Hayes, der zumindest alles, was ihm so passierte, mit uns Leser:innen teilte und bei dem man die Entwicklung konkret mitbekam. Auch wenn ich letztlich nicht verstanden habe, wie seine ganze Motivation nur aus Maisie hervorging und eigentlich nicht von ihm selbst kam. Meiner Meinung nach muss sowas schon intrinsisch sein, damit es langfristig glücklich macht und nicht für jemand anderes.

Was ich einfach sehr schade an der Geschichte fand, war, dass die Beziehung zwischen Maisie und Hayes nur im „Danach“ besprochen wurde. Es gibt den Tod der Freundin, die gleichzeitig Hayes‘ Ehefrau war, und dann einen Zeitsprung von zwei Jahren zu dem Zeitpunkt, an dem die beiden schon enge Freunde sind und schon mehr füreinander empfinden. Es wird dann zwar darüber geredet, dass sie sich in dieser Zeit sehr nahe gekommen sind und sich eine Stütze waren, aber ich hätte diesen Prozess doch zu gerne selbst miterlebt. Miterlebt, wie Hayes zurück ins Leben gefunden hat, wie Maisie ihre Stärke aus ihm gezogen hat und wie dann langsam die ersten Gefühle entflammt sind. Und nicht erst das Ende, das eigentlich nur darin bestand, dass sie ihrer Anziehung nachgegeben (übrigens auch sehr schnell) haben und dann nur noch ein ganz klein wenig darüber nachdenken, ob die Freundin/Frau das so gewollt hätte. Das blieb mir einfach alles zu flach. Ich konnte zwar mitschwärmen, die Emotionen aber nicht richtig mitempfinden. Sie waren einfach nicht stark genug.

In diese zwei Jahre fiel zudem die Annäherung Maisies an ihre Schwestern, mit denen sie vorher gar nicht soo dicke war. Jetzt im Ist-Zustand konnte ich da gar keine emotionale Bindung spüren, weil die drei ein Geschäft zusammen haben, die älteste auch noch Maisies Chefin ist und ich eben nicht mitbekommen habe, wie die drei sie angenähert haben. Und durch was. So blieben alle Nebencharaktere bloße Hüllen, die ihren Zweck erfüllten. Beckett und Amalie, Clara und Sullivan wurden ebenso leer in ihrem Charakter als Paare angedeutet, für die hier nur eine simple Beschreibung bestehend aus aneinandergereihten Klischees Platz hatte.

Für mich persönlich war dann noch enttäuschend, dass Hayes 1. meilenweit entfernt davon war, ein Cowboy zu sein (aber gut, Erwartungshaltung sollte auch einfach immer nicht zu groß sein, dann ist man hinterher glücklicher. Allerdings hatte der Titel ja was anderes angedeutet.) und 2. gefiel es mir überhaupt nicht, wie seine Arbeit mit den Pferden beschrieben wurde. Denn diese klang sehr unreflektiert und ahnungslos. Es schien mir nicht, als hätte die Autorin sich wirklich mit Horsemanship oder ähnlichen Themen auseinandergesetzt bzw. diese richtig recherchiert. Sowas mag ich immer gar nicht, weil es echt ein falsches Bild erzeugt.

Einzig am Schreibstil kann ich überhaupt nichts aussetzen. Er war flüssig und flott lesbar und hat dann, wenn sich Zeit genommen wurde, etwas etwas ausführlicher zu erzählen, auch entsprechende Inhalte transportieren können. Der Handlungsverlauf allgemein jedoch war knapp gesagt zu sehr verkürzt. Erst hinterher habe ich gesehen, dass das Buch nur 253 Seiten hat, was man hier deutlich merkte. Schade, wenn einfach noch ein wenig mehr Zeit zum Erzählen geblieben wäre, hätte das Buch glaube ich richtig gut werden können. Denn die Idee ist echt süß.

Fazit:
Die Grundidee des Buches ist charmant, aber die Umsetzung bleibt deutlich hinter ihrem Potential zurück. Besonders Maisie als Hauptfigur bleibt zu blass und entwickelt sich kaum, während wichtige emotionale Prozesse nur angedeutet, aber nicht erlebbar gemacht werden. Beziehungen, die eigentlich berühren sollten, verpuffen, weil der Weg dorthin fehlt – sowohl in der Freundschaft, als auch in der Liebe. Auch thematisch verschenkt das Buch viel, vor allem in Bezug auf Trauer, Selbstfindung und die Arbeit mit Pferden. Positiv hervorzuheben ist der angenehm flüssige Schreibstil, der das Lesen leicht macht. Insgesamt hätte der Geschichte mehr Tiefe, mehr Seiten und mehr Mut zur Entwicklung gutgetan meiner Meinung nach. Schade.

2 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Crazy American Story

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Zum Schreibstil:
Ich musste mich hier echt erst ein wenig einlesen. Und das lag nicht nur daran, dass im Präsens geschrieben wurde, sondern vor allem auch daran, dass ich mich mit Phoebe erst anfreunden ...

Zum Schreibstil:
Ich musste mich hier echt erst ein wenig einlesen. Und das lag nicht nur daran, dass im Präsens geschrieben wurde, sondern vor allem auch daran, dass ich mich mit Phoebe erst anfreunden musste und (und das gehört für mich auch immer zum Schreibstil) die sehr vergangenheitslastige Erzählweise hat mich unheimlich darin gebremst, mich einzufühlen. Dazu kamen auch im späteren Erzählverlauf immer wieder längere Erzählpassagen, die nicht so richtig vorankamen.
Ansonsten ist der Schreibstil eher humoristisch, aber auch trocken und oft dramatisch, ohne dies auf einem Grundlevel zu halten. Ich war deshalb oft einfach irritiert und konnte nicht so richtig mit dem Flow gehen. Der Humor konnte dafür aber gut die eher depressive Anfangsstimmung von Phoebe ausgleichen.

Zur Geschichte allgemein:
Phoebe war für mich echt kein leichter Charakter. Einfach, weil ich mich so komplett gar nicht mit ihr identifizieren konnte. Sie lässt sich komplett hängen, macht alles von anderen abhängig von zeigt anfangs das Gegenteil von Optimismus. Man erfährt außerdem erst etwas später, weshalb sie so drauf ist, was natürlich erstmal viel Unverständnis erzeugt. Aufklärung gibt es über die Rückblicke, die aber gerade anfangs sehr große Teile der Geschichte einnehmen und den Eindruck bestätigen, dass Phoebe eher in der Vergangenheit lebt als in der Gegenwart.

Erst nach circa 100 Seiten nimmt das Buch so richtig Fahrt auf. Es wird wild und crazy. Denn auf der Hochzeit läuft plötzlich alles gar nicht mehr so wie geplant und Phoebe ist mittendrin. Schön war, wie Lila und Phoebe sich ergänzen. Wie sie voneinander lernen und beide nach und nach in ihrem Charakter reifen. Umso enttäuschender war es dann, als Phoebe doch wieder Rückschritte macht. Man weiß während der ganzen Handlung also praktisch nie, woran man ist. Selbst das Hochzeitspaar wird in Frage gestellt. Erzähltheoretisch war das super. Es passierten immer wieder unerwartete Dinge, alle müssen sich fragen, was sie wirklich wollen und die Charaktere der Figuren kamen immer mehr zum Vorschein. Was dabei aber vergessen wird, ist, dass Phoebe sich anfangs suizidieren will und es danach wenig bis gar nicht mehr thematisiert wird. Das finde ich schon eher problematisch, da es statistisch gesehen doch sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Mensch das so ohne weiteres, nur durch eine wilde Hochzeit, vergisst bzw. überwinden kann.

Auch, wenn das Thema und auch Phoebes Depressionen eher schwach thematisiert wurden, haben die Figuren dennoch bewiesen, dass sie auch tiefgründigere Gespräche führen konnten. Durch die durchwachsene Hochzeitsgesellschaft kamen immer wieder ganz unterschiedliche Leute dazu, miteinander zu reden und bringen immer mehr Facetten in Phoebes wie auch Lilas Perspektive. Das mochte ich ganz gerne und hat einen guten Ausgleich zu den eher lustigen Handlungselementen geschaffen. Es passierte aber auch nicht selten, dass die Dialoge ins schräge umschwenkten und es auf einmal komisch wurde, zu lesen oder auch einfach lang. Einiges hätte man an solchen Stellen definitiv noch kürzen können, während Phoebes Ausarbeitung noch ein paar Seiten mehr gebraucht hätte.

Ganz allgemein kann man dann vielleicht noch sagen, dass dies definitiv eine sehr konstruierte Geschichte ist. Ein Aufeinandertreffen von Figuren, die normalerweise eher nicht miteinander reden würden, Situationen, die wohl eher nicht gehäuft auftreten und eine Hochzeit, die vlt. im realen Leben schon längst abgesagt worden wäre. Damit muss man umgehen können:)

Fazit:
Das Buch konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil wirkte auf mich oft sperrig, da die stark vergangenheitsorientierten Passagen den Lesefluss bremsten und der humoristisch-trockene Tonfall nicht immer stimmig wirkte. Auch Phoebe als Hauptfigur blieb mir lange fremd und schwer zugänglich, was das Einfühlen deutlich erschwerte. Zwar nahm die Handlung ab einem gewissen Punkt Fahrt auf und bot einige überraschende Wendungen sowie spannende Charakterentwicklungen, doch die schwache und stellenweise problematische Thematisierung von Phoebes Depressionen hinterließ einen faden Beigeschmack. Insgesamt wirkte die Geschichte zu konstruiert und unausgewogen, sodass die positiven Momente leider nicht genug Gewicht hatten.

2 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Bookish Setting

Beneath Broken Skies
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Auf den ersten Blick ist Beneath Broken Skies eine Office-Romance mit einem Hauch Enemies-to-Lovers – auf den zweiten Blick eine leise, melancholische Geschichte über Vergangenheit, Verlust und die Frage, ...

Auf den ersten Blick ist Beneath Broken Skies eine Office-Romance mit einem Hauch Enemies-to-Lovers – auf den zweiten Blick eine leise, melancholische Geschichte über Vergangenheit, Verlust und die Frage, wie viel Nähe man zulassen kann, wenn man gelernt hat, sich zu schützen.

Madelyn, genannt Maddie, war für mich eine sehr nachvollziehbare Protagonistin. Sie ist ruhig, kontrolliert, professionell – aber unter dieser Fassade brodelt viel. Ihre Geschichte ist geprägt von Verlust, Zurückweisung und der ständigen Angst, (wieder) verletzt zu werden. Nur ihr Großvater scheint ein wirklicher Anker in ihrem Leben zu sein. Der Rest? Mauer hoch, Blick geradeaus. Bis Wes wieder auftaucht – ihr Jugendschwarm, ihre alte Wunde.

Wesley Knight wirkt auf den ersten Blick wie der typische Bookboyfriend-Material-Chef – aber seine Geschichte bringt Brüche und Widersprüche mit sich. Er wollte nie in die Fußstapfen seiner Familie treten, doch nachdem sein Bruder Adam plötzlich verschwunden ist, bleibt ihm nichts anderes übrig. Sein Verhalten gegenüber Maddie ist ambivalent: mal charmant, mal verschlossen – was nachvollziehbar ist, aber oft auch frustrierend. Gerade weil zwischen den beiden eine gemeinsame Vergangenheit steht, die ständig angedeutet, aber nie ganz aufgelöst wird. Mich hat es ehrlich gesagt ziemlich schnell genervt, wie die beiden umeinander herumtanzen, ohne wirkliche Gründe für diese Zurückhaltung zu haben.

Was mich wirklich begeistert hat, war dagegen das Setting. Ein Roman, der in der Welt eines Buchverlags spielt? Yes, please! Die Einblicke in die Herstellung, die Leidenschaft für Bücher, Cover, Papier, Veredelung – das war ein absolutes Highlight und ein echtes Fest für Booknerds.

Was mich dagegen nicht ganz überzeugt hat, war die Liebesgeschichte. Zwischen Maddie und Wes hat mir oft der Funke gefehlt. Vieles blieb unausgesprochen, Konflikte wurden eher umkreist als gelöst, und die Entwicklung ihrer Beziehung fühlte sich manchmal mehr wie eine Notwendigkeit als wie eine natürliche Dynamik an. Die Chemie war da, aber nicht spürbar genug für mich.

Der Stil von Anna Savas ist wie gewohnt flüssig, emotional und angenehm zu lesen – besonders in den introspektiven Momenten der Figuren. Dennoch hatte das Buch für mich einige Längen. Gerade im Mittelteil fehlte mir die Handlung, und ich hatte das Gefühl, die Story tritt auf der Stelle. Auch das große Geheimnis rund um Adam wurde immer wieder angedeutet, aber nie wirklich aufgelöst – was eher frustrierte, als Spannung zu erzeugen. Vor allem, weil es bereits im Prolog angesprochen wurde und so wirklich früh Teil meiner Überlegungen war.

Und ja, dann kam dieser Cliffhanger. Ich will nicht spoilern – aber sagen wir so: Er kam überraschend und hat mich emotional ein bisschen kalt erwischt, weil mir dafür die Tiefe der Beziehung vorher gefehlt hat. Trotzdem: Ich muss wissen, wie es weitergeht. Band 2 wird also definitiv gelesen.

Fazit:
Beneath Broken Skies ist ein leises, atmosphärisches Buch mit großem Booklover-Herz, aber auch mit Schwächen in der Plotentwicklung und Figurenzeichnung. Die Liebesgeschichte konnte mich emotional nicht ganz abholen, das Setting jedoch umso mehr. Wer sich für Bücher über Bücher begeistert und eine ruhige Romance mit viel Tiefe mag, der könnte es aber sehr mögen.

3 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Einfach & unterhaltsam

The Half King
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Ich wusste erstmal so gar nicht, was ich von dem Buch erwarten konnte und habe dann erstmal Cerise kennengelernt, die auf den ersten Blick recht schüchtern und unscheinbar wirkte. Erst war ich mir sogar ...

Ich wusste erstmal so gar nicht, was ich von dem Buch erwarten konnte und habe dann erstmal Cerise kennengelernt, die auf den ersten Blick recht schüchtern und unscheinbar wirkte. Erst war ich mir sogar gar nicht sicher, ob sie nicht noch ein Kind ist. Dann aber nimmt die Geschichte durch einen Ortswechsel schnell Fahrt auf und Cerise zeigt, wie intelligent und auch selbstanpackend sie ist. Denn sie gibt sich nicht damit zufrieden, dass der Hof quasi eingeschlafen zu sein scheint, sondern sucht sich ihre Aufgaben. Entdeckt Geheimnisse und versucht, diese zu lösen. Dadurch wurde die Story schnell wesentlich komplexer und hat mich immer tiefer reingezogen, sodass ich ins Miträtseln geriet.

Ganz spannend war für mich die Magie bzw. die Flüche hinter dieser Welt. Ganz allgemein der Aufbau ebenso. Dass es vier Blutlinien gibt, die je einen Fluch abbekommen haben, der viel Leid über die Völker bringt und dass es dann noch die Priester gibt, die Magie ausüben können. Hatte ich so jetzt noch nicht gelesen und fand ich ganz interessant, weil selten alle in einem Boot sitzen, was die Auflösung eines Geheimnisses angeht. Allerdings ist das vielleicht auch nicht ganz richtig… und vielleicht gibt es da auch noch etwas mehr, was im Hintergrund passiert. Und genau das, macht die Geschichte dann besonders gut! Es war unheimlich spannend zu lesen, wie nach und nach Dinge aufgedeckt wurden, von denen man gar nichts ahnte, während die Handlung trotzdem ihren Verlauf so nahm, wie man es irgendwie erwartete, weshalb man in seinen Vermutungen bestätigt wurde. Ein Erfolg beim Miträtseln:) Einfach eine gelungene Mischung.

Hauptaspekt des Buches ist, wie bei Fantasyromanen oft üblich, eine Reise, bei der mehrere verschiedene Personen zusammenarbeiten müssen, um etwas aufzuklären. Das war total spannend gestaltet, weil Cerise auf dieser Reise eine große Entwicklung durchmacht. Sie lernt sich und ihre Kräfte besser kennen und macht nebenbei noch Entdeckungen, die ganz anders spannend sind. Ich mochte es wirklich sehr, wie sie einerseits ihren Glauben gelernt hat jederzeit zu erhalten, gleichzeitig aber darüber hinaus denkt und Fragen stellt. Sie ist nicht naiv, sondern neugierig und mutig und das machte es für mich sehr angenehm, von ihr als Hauptprotagonistin zu lesen.

Und dann gibt es da noch den Halbkönig, der sich schnell zum Love Interest entwickelt. Was mich hier etwas überrascht hat: die beiden sind schnell auf einem intimen Level, auf dem sie ihre Geheimnisse und Bedenken miteinander teilen. Für einige vielleicht zu schnell, für mich passte es, weil die Aussicht darauf, dass man vielleicht bald sterben könnte, einige Lovestories ja doch etwas vorantreibt:) Jedenfalls war es sehr angenehm, dass sie sich nichts vorspielen, sondern eine eher erwachsene Beziehung zueinander eingehen, der auf das übliche Drama verzichtet. So passte die Lovestory für mich sehr gut zur sonstigen Story, weil sie den Handlungsverlauf ergänzt, aber nicht gebremst hat und der Fokus immer noch auf dem großen Ganzen lag. Ich mochte sie aber sehr gerne zusammen:)

Ein bisschen blass blieben dafür für mich einige zwischenmenschliche Beziehungen zwischen Cerise und den Nebenprotagonist:innen. Zum Beispiel die zu ihrer Schwester oder auch zu ihren Eltern. Ebenso war der Schreibstil manchmal etwas zu steif und hat dadurch ein paar Emotionen liegen lassen. Aber das hat meinem persönlichen Lesevergnügen zum Glück keinen Abbruch getan:)

Fazit:
Ich mochte „The Half King“ total gerne und habe es regelrecht durchgesuchtet. Für mich war es eine erfrischende Mischung aus spannender, flott vorangehender Story, ein bisschen Liebe und vielen Geheimnissen. Ein paar Abzüge kann man beim Schreibstil machen, aber ich war so gebannt von der Geschichte, dass ich dafür keinen Stern abziehen möchte. Bin gespannt, ob und wann es einen Band 2 geben wird!

5 von 5 Sterne von mir.

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