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Veröffentlicht am 14.02.2025

Romance muss nicht immer so ernst sein

Golden-Heights-Reihe, Band 2 - Unlock My Truth
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Schreibstil:
Ich liebe liebe liebe den Schreibstil von Saskia Louis! Ihre Dialoge sind total lebendig und beinhalten so viel Wortwitz, dass ich dauergrinsend da sitze und mich köstlich amüsiere. Dazu kommt, ...

Schreibstil:
Ich liebe liebe liebe den Schreibstil von Saskia Louis! Ihre Dialoge sind total lebendig und beinhalten so viel Wortwitz, dass ich dauergrinsend da sitze und mich köstlich amüsiere. Dazu kommt, dass sie unheimlich gut mit Worten jonglieren kann, sodass die Worte nicht nur auf offensichtlicher Ebene, sondern auch in den Nuancen und Zwischentönen lustig sind UND die Tiefe nie verloren geht. Ja, es ist kein Buch, bei dem man in Tränen ausbricht. Aber die ernsten Töne bleiben dennoch nicht außen vor, sodass ich dieses Buch einfach mit viel Spaß, Lesefreunde und genug Komplexität für Gedanken danach beendet habe.

Zur Geschichte allgemein:
Wer Lexie und Logan schon kennt, der kennt auch Carly und Taylor. Und doch habe ich sie hier nochmal ganz neu kennengelernt (zu meiner großen Freude!). Denn Best-Friends-to-Lovers ist hier zum Glück nicht im völlig klassischen Sinne umgesetzt worden.
Die Story beginnt mit einem Prolog aus der Vergangenheit. In der Rückblende erleben wir das erste Aufeinandertreffen der beiden, während es im Jetzt dann auch wirklich nur noch um das Jetzt geht. Für mich ein riesen Pluspunkt der Geschichte, denn ewige Rückblenden innerhalb der Geschichte finde ich manchmal eher störend als handlungsfördernd und die Emotionen wurden immerzu ganz mittelbar erzählt. So gab’s da dieses Kennenlernen und dann passiert die eigentliche Story auch erst im Jetzt. Kein „wir haben schon das und das und das zusammen durchgestanden“, ohne, dass ich es live miterlebt hätte. Für meinen Geschmack wurde es hier also perfekt umgesetzt!

Carly ist ein Gutmensch. Jemand, der immer ein Lächeln auf den Lippen hat, das Wort „hassen“ grundsätzlich überhaupt nicht nutzt und immer das Gute in den Menschen sieht. Gleichzeitig ist sie nicht naiv. Das ergab eine Mischung, die mir sehr sympathisch war. Manchmal braucht es eben auch mal eine Figur, die sich von der Umwelt nicht ganz so mitreißen lässt, sondern ihr Happy Life lebt. Wie bei allem in dieser Geschichte, ist Carly aber weitaus vielschichtiger, als es nach außen hin den Anschein hat. Da gibt es eine Vergangenheit, die Thema wird und sie belastet, sie aber auch nicht durchweg beschäftigt. Das ist natürlich super, um die Leichtigkeit der Geschichte zu erhalten und dennoch für Tiefe in ihrem Charakter zu sorgen. Grob gesagt: Carly war einfach super, ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen und kann gar nichts Negatives über sie sagen.

Taylor war ein großer Bruder, wie er im Buche steht. Also sehr beschützend, sehr aufopferungsvoll. Nur dass sich das mittlerweile ausgeweitet hat und er eigentlich gar keine Zeit und Gelegenheit mehr hat, er selbst zu sein, ist ihm etwas entgangen. Ihr merkt schon: Ein super Ansatz, um eine tolle charakterliche Entwicklung zu beschreiben. Und das passiert auch. Taylor öffnet sich nach und nach immer mehr, wir lernen ihn besser kennen, genauso wie Carly und es ist toll, mitzuerleben, wie er sich sein eigenes Leben erkämpft. Auch ihn mochte ich total gerne und fand es sehr gut beschrieben, wie er sich Schritt für Schritt weiterentwickelt.

Was ich mit nicht so klassisch Best-Friends-to-Lovers meine, ist also, dass die beiden dieses Kennenlernen haben und da eigentlich schon von Anfang an andere Gefühle sind. Sowas mag ich persönlich bei diesem Trope viel lieber, als wenn die Gefühle plötzlich entstehen bzw. die Protagonisten ganz plötzlich bemerken, dass sie mehr für sie/ihn empfinden. I mean: In den meisten Fällen sind wir in der heutigen Zeit so darauf gepolt, auf uns, unser Herz und unseren Körper zu hören (im besten Falle jedenfalls), dass es schon äußerst viel Arbeit benötigt, die eigenen Gefühle so gar nicht wahrzunehmen. Hier also alles im grünen Bereich und Feuer frei für ein Trope, das ich eigentlich nicht zu meinen Lieblingen zähle!

Ebenso fand ich cool, dass die beiden sich nicht mit viel hin und her beschäftigen. Es ist eine langsame Annäherung, aber sobald die Gefühle klar auf dem Tisch liegen, wird nicht mehr herumgedruckst. Die offene Kommunikation ist hier das Stichwort und hat mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. So, ohne künstliches Drama und mit vielen offengelegten Gefühlen und einer dadurch einhergehenden Verletzlichkeit, lese ich Romance-Bücher am liebsten!

Wer sich außerdem in Lexie in Band 1 verknallt hat, ebenso wie ich, der/die wird hier auch nochmal mit einigen neuen Entwicklungen gefüttert. Denn Taylor und Lexie sind als Geschwister miteinander verbunden und teilen alles in ihrem Leben. Auch ihre Probleme und diese werden in diesem Buch nochmal in Gänze ans Licht geholt und bearbeitet. Schön gemacht und so kam noch etwas andere Spannung als nur die Funken zwischen dem Main Charakter Pärchen hinzu.

Fazit:
Für mich eine rundum gelungene Geschichte, die ich Romance-Leser:innen, die nicht allzu viel Spice und viel Leichtigkeit haben wollen, unbedingt ans Herz lege! Mit Taylor und Carly könnt ihr lachen und bekommt trotzdem die Komplexität und Tiefe, die es braucht, um eine Geschichte irgendwo vollständig zu machen. Oh, und allein die Dialoge sind es eigentlich unbedingt wert! Ich sage nur: Ahoi Piraten und viel Spaß beim Lesen!

5 von 5 Sterne gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Mir fehlte die Liebe

Hidden Scars
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Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich ganz okay. Ich kam gut in die Geschichte rein und konnte der Handlung gut folgen. Einzig die fehlende Nahbarkeit hat mich beim Lesen etwas gestört. Es wirkte ein wenig ...

Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich ganz okay. Ich kam gut in die Geschichte rein und konnte der Handlung gut folgen. Einzig die fehlende Nahbarkeit hat mich beim Lesen etwas gestört. Es wirkte ein wenig wie gespielt und nicht, wie aus dem Moment gegriffen. Besonders in Situationen, in denen die Protagonisten in einer hektischen Situation waren.

Zur Geschichte allgemein:
Es wird komplett aus der Perspektive von Hazel erzählt, die am Anfang dieses Buches gerade aus Portugal in die Staaten zurückkehrt und ein eher beschauliches Leben lebt. Als sie „Logan“ kennenlernt, ahnt sie somit überhaupt gar nichts. Sie ist aber nicht nur unwissend, sondern generell gutgläubig und ein wenig naiv. Charaktereigenschaften, die im Handlungsverlauf sowohl in die gute als auch in die schlechte Richtung gehen können. Bei Hazel war es ein wenig von beidem. Sie ist unfassbar liebenswert mit ihrem unterschütterlichen Glauben in das Gute in jedem Menschen. Gleichzeitig war ich aber auch oft genervt von ihr, weil sie sich stets von allen anderen nur herumschubsen ließ. Sei es ihre beste Freundin, die eigentlich ziemlich bitchy ist, oder eben Caleb, der sie immer wieder auflaufen lässt. Aber dazu später mehr. Erst einmal soll es um Hazel gehen, die noch eine krasse Backgroundstory mit sich herum trägt: (Achtung, vielleicht ist das jetzt ein Spoiler für euch, sowie Triggerwarnung) Sie hat eine Essstörung. Oder hatte. So ganz verstanden habe ich das über den Handlungsverlauf hinweg nicht, denn es wird zwar immer wieder aufgegriffen, aber eine richtige Auseinandersetzung in Hazels Gedanken gibt es dazu nicht. Der Einzige, der es offen mitbekommt und Hazel dort in ihrer Entwicklung unterstützt (bei ihr aber leider nicht richtig wahrnehmbar), ist Caleb, der ihr zeigt, dass er sie unabhängig von ihrem Gewicht liebt. Das fand ich sehr süß und auch sehr wichtig. Er lässt da nichts auf sie und ihn kommen und kann so überzeugend auf sie einwirken. Nur fehlt bei Hazel eben die Auseinandersetzung. Es geschieht einfach ganz plötzlich, dass sie sich jetzt gut mit ihrem Körper fühlt und kann dann auch mal ganz easy, ohne irgendwelche negativen Gedanken, zu einem Bademodenshooting gehen. Etwas, dass ich mir als eher problematisch für jemanden vorstelle, der schon lange Zeit mit sich und seinem Körper kämpft.

Diese Kurzsichtigkeit bezieht sich auch auf die anderen Figuren in diesem Buch. Logan beispielweise macht echt krasse Sachen, zeigt aber nie Reue oder wird auch nur mal richtig zur Auseinandersetzung mit seinen Taten gezwungen. Stattdessen wird es einmal erwähnt und ist dann erledigt. Genauso ist es mit Grace, Oliver, Hazels Mutter und eigentlich allen anderen. Und eben Caleb.

Caleb ist anfangs noch in verdeckter Mission unterwegs, wenn man es denn so nennen will. Im Gegensatz zu Hazel kommt man als Leser:in aber sehr schnell auf die Lösung des Rätsels. So ist es keine wirkliche Überraschung als herauskommt, dass Caleb Caleb ist. Von ihm bekommen wir einige Einblicke in seine frühste Vergangenheit, die sehr emotional und berührend sind. Sie teasern eine tiefgründige Backgroundstory an, diese wird aber erst sehr spät im Handlungsverlauf aufgegriffen und konnte mich aufgrund der fehlenden Kommunikation seinerseits mit Hazel und allen anderen auch nicht komplett einnehmen. Es war nicht spürbar, nicht mitreißend und bestenfalls gut konstruiert, aber nicht ausgeschrieben. Das fand ich super schade, weil anfangs schon ein paar Christian-Grey-Vibes rüberkamen, diese aber nicht verfolgt wurden. Stattdessen blieb er durchweg ein Geheimnis.
Caleb war aber auch auf anderer Ebene für mich nicht überzeugend: Ich konnte ihn nicht mit Hazels Herzchen in den Augen ansehen. Etwas, was ich normalerweise bei fast jedem Liebesroman kann, weil ich mich mit der Protagonistin in den Love Interest (oder andersherum) verliebe. Hier war es aber nicht so. Zwar war/ist Caleb anfangs nett, aber er zeigt auch sofort Red Flags, die ich einfach nicht ignorieren konnte. Dazu gehörte: Er wertschätzt sie nicht, alles muss immer nach ihm gehen, er fühlt sich nicht in sie ein, er ist gewalttätig (zum Glück nicht ihr gegenüber), er gibt immer ihr die Schuld und er entschuldigt sich nie. Das zieht sich durch die ganze Handlung und macht es echt schwer, Hazel nicht entgegen zu schreien, sie solle ihn einfach verlassen. Ehrlich gesagt habe ich anfangs auch mal wieder den Klappentext nicht gelesen und war mir erst gar nicht sicher, wer nun der Love Interest ist. Logan oder Caleb. Und dann war ich etwas entsetzt, dass sie Caleb gewählt hat. Denn ganz ehrlich: Sobald ein Typ anfangt, um sich zu schlagen, bin ich raus.
Und Hazel, naiv wie sie ist, ignoriert jede einzelne dieser Red Flags. Ja, es gibt eine Auseinandersetzung, ja, es wird deutlich, dass er irgendwo was falsch gemacht hat. Aber immer ist es an Hazel, es wieder gerade zu biegen. Damit ist es für mich eine toxische Beziehung und nicht unbedingt eine, zum Schwärmen.

So war die Verbindung zwischen den beiden für mich nicht so richtig spürbar und auch die anderen Figuren blieben für mich schlecht greifbar. Calebs Vater ist auch so ein Kandidat zum Beispiel. Ich denke, da hätte man eigentlich noch viel mehr rausholen können, denn die Grundsteine waren gut gelegt. Das tatsächliche ständige Auf und Ab ohne richtige Aufklärung und ohne, dass Emotionen übertragen wurden, machte es aber sehr schwer, sich von der Handlung mitreißen zu lassen. Die Widersprüche häuften sich, die spicy Szenen haben dann auch eigentlich nie Sinn gemacht und das Ende war eher an den Haaren herbeigezogen. Da hat auch der Epilog nichts Gutes mehr beitragen können.

Fazit:
Für mich war dieses Buch leider eine Enttäuschung. Die Storyline ist nicht wirklich mitreißend und erzählt eher die Geschichte einer toxischen Liebe zwischen einer naiven Protagonistin und einem Protagonisten, der die Red Flags geradezu sammelt. Die Grundidee fand ich dabei super und in Calebs Vergangenheit lagen definitiv viele Emotionen. Es konnte aber im Handlungsverlauf nicht umgesetzt werden. Somit kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.

2 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Charakterentwicklung konnte mich nicht ganz überzeugen

Turning Back to You (»Back to You«-Reihe 4)
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Siouxvor ein paar Sekunden
Der Schreibstil:
Die Autorin hat es sehr schön geschafft, tiefe Emotionen vor uns auszubreiten und auf die Nuancen der Gefühle ihrer Protagonisten einzugehen. Zudem fand ich, ...


Siouxvor ein paar Sekunden
Der Schreibstil:
Die Autorin hat es sehr schön geschafft, tiefe Emotionen vor uns auszubreiten und auf die Nuancen der Gefühle ihrer Protagonisten einzugehen. Zudem fand ich, dass es schön war, wie sie die Location beschrieb. Man fühlte sich, als sei man direkt dort. Teilweise wurde es mir nur etwas zu ausufernd. Zu viele Worte für etwas, was man eigentlich kürzer ausdrücken könnte. Dadurch bekam das Buch für mich zusätzlich ein paar Längen.

Zur Geschichte allgemein:
Der Einstieg in die Geschichte geschieht sehr sanft, quasi mit einer längeren Einleitung. Wir lernen Mason und Laura kennen, aber auch nur so halb. Denn alles, was sie detaillierter betrifft, wie ihre aktuellen Gefühle oder ihre Vergangenheit, wird nur angedeutet. Das erzeugt im ersten Moment natürlich Spannung, die wir Leser:innen mit dem Weiterlesen befriedigen wollen. Das Trope Sport Romance ist aber sofort merklich spürbar – also Fans, aufgepasst! Mason dagegen konnte ich nicht so richtig als „Rockstar“ bzw. DJ. zu fassen kriegen. Dafür fehlte mir einfach der Vibe. Es kam nicht so richtig durch, was diese Popularität für ihn bedeutet und wie seine Fans ihn sehen. Stattdessen lag der Fokus eher darauf, dass er mal eine Pause nehmen sollte.

Und damit ist man auch schon bei den Grundzügen des Buches. Beide Figuren werden uns am Anfang nur sehr blass präsentiert. Mason ist ein verschlossener Workaholic, der in der Vergangenheit etwas Tragisches erlebt haben muss. Laura ist ein Adrenalinjunkie auf Skiern, ebenfalls sehr verschlossen und hat noch dazu Schmerzen, die sie aber nicht näher erklärt. Auch sie hat in der Vergangenheit etwas erlebt, das sie nicht erzählen will und ziemlich schnell wird klar, dass es da eine Verbindung zwischen den beiden gibt. Und ebenfalls wird klar, dass es beiden nicht ganz so gut geht.

Der folgende Handlungsablauf ist ein Auf und Ab. Teilweise spannend, weil immer mehr der Vergangenheit offen gelegt wird, teilweise aber auch etwas lang, weil sich Wiederholungen einschleichen und die Figuren oft in alte Verhaltensweisen zurückverfallen. So findet lange Zeit keine wirkliche Entwicklung statt. Mason hat mir da im Vergleich noch besser gefallen. Bei ihm sah man das Bemühen und das Einsehen und er war bereit, an sich zu arbeiten, während man Laura lange Zeit fast gar nicht verstand und sie sich dann eher plötzlich änderte. Das war auf gewisse Art nicht gerade nachvollziehbar und hat mir über Stellen hinweg etwas den Spaß an der Geschichte genommen. Ein Grundproblem dessen ist glaube ich, dass sich beide sehr auf der Vergangenheit ausruhen, von der wir Leser:innen aber die meiste Zeit nichts wissen. Dadurch ist es natürlich schwer nachvollziehbar, warum das so ein großes Ding ist. Lichtblick sind dennoch die anfänglichen Memories, in denen man die Verbindung zwischen Laura und Mason spürt. Aber auch da gilt: Es wird sich drauf ausgeruht. Denn die Gefühle scheinen gesetzt und man bekommt nicht so richtig die Gefühle zu fassen.

Was ich schön fand: In diesem Buch geht es viel um körperliche UND mentale Gesundheit und die Unterschiede dazwischen. Bei beiden Figuren bekommt man das mit und das bringt eine schöne Tiefe und Vielschichtigkeit in die Charaktere. Das habe ich so schön noch nicht so oft gelesen.

Das Tollste für mich an dem Buch waren auf jeden Fall die Freund:innen der beiden. Sie sind super interessant, charakterlich gut voneinander unterscheidbar, haben ihre eigene Geschichte und bekommen viel Platz in dieser Story. Ich habe sie alle lieben gelernt und möchte gerne auch ihre Geschichten lesen. Bezogen auf Mason und Laura würde ich aber sagen, dass sie schon fast zu viel Raum hier einnehmen. Ein wenig mehr Fokus auf die Hauptprotagonisten wäre wahrscheinlich gar nicht schlecht gewesen.

Fazit:
Das Buch hatte definitiv seine Stärken – allen voran der atmosphärische Schreibstil und die tiefgehenden Themen rund um mentale und körperliche Gesundheit. Besonders die Nebencharaktere konnten mich überzeugen, da sie lebendig und vielschichtig dargestellt wurden. Allerdings hatte die Geschichte für mich auch einige Schwächen. Die Hauptfiguren blieben lange blass, ihre Entwicklung war nicht immer nachvollziehbar, und die Handlung zog sich stellenweise durch Wiederholungen in die Länge. Zudem fehlte mir bei Mason der echte Rockstar-Vibe, der ihn als DJ hätte greifbarer machen können. Insgesamt eine solide Geschichte mit berührenden Momenten.

3 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Gelungene Urban Fantasy

How To Catch A Magical Light (New York Magics 1)
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Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich super. Er war sehr bildlich und humorvoll, sodass ich mich sofort super unterhalten wurde, ganz unabhängig von der Handlung. Ich flog nur so durch die Seiten und hatte ...

Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich super. Er war sehr bildlich und humorvoll, sodass ich mich sofort super unterhalten wurde, ganz unabhängig von der Handlung. Ich flog nur so durch die Seiten und hatte trotz der spannenden Handlung niemals das Gefühl, ich würde abgeschüttelt werden. Stattdessen war ich bei jedem Schritt dabei. Das war großartig.

Zur Geschichte allgemein:
Es hat keine zwei Sätze gedauert und ich war in der Geschichte drin, denn es beginnt gleich super spannend: mit einem Einbruch. Und gleich stellten sich mir zahlreiche Fragen: Was ist in der Welt möglich? Warum bricht Arlyn ein? Ist sie eine Diebin? Wer hilft ihr? Wird sie geschnappt werden? Was bedeuten ihre Irrlichtkräfte? Ist sie besonders? So einen Start finde ich immer super gut, weil man gleich weiterlesen will und gleich Dynamik in der Story steckt. Und letztlich sind es dann auch die Fragen, die einen durch das ganze Buch begleiten.

Also fangen wir vorne an:
Arlyn fand ich total cool. Sie ist sehr sympathisch, kämpft für ihre Liebsten, ist super unkompliziert und wirklich taff. Sie nutzt ihre Kräfte völlig selbstlos und hat ein klares Ziel vor Augen. Als das auf einmal umgelenkt wird, geht sie ebenso zielstrebig vor. Aber nun ist sie nicht allein, sondern trifft auf Marlon, den unheimlich heißen Dämonen.

Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten fand ich großartig. Sie ziehen sich auf, reißen Witze, ärgern sich und wissen sich aber auch ziemlich schnell zu schätzen. Man sieht förmlich, wie die beiden sich immer näher kommen. Ganz unabhängig von irgendwelchen romantischen Ambitionen. Denn in erster Linie sind sie Kollege und Kollegin und müssen zusammenarbeiten.

Ich habe mich grandios unterhalten gefühlt ihren Schlagabtauschen zu folgen, während es durch die coole Location New York ging. Man konnte super miträtseln, von einem Hinweis zum anderen, und so war ich jedes Mal aufs Neue gespannt darauf, ob die beiden weiterkommen würden und was letztlich hinter den ganzen Verstrickungen steckt. Das Coole: die Handlung wurde dabei nie vorhersehbar und auch das Ende hat noch einiges offen gehalten, was mich sehr gespannt auf den nächsten Band macht.

Weiter fand ich aber auch die Nebenprotagonisten sehr gut gemacht, weil ich sofort eine Verbindung zu ihnen spürte. Sie alle sind etwas besonderes in einer Welt, die uns Leser:innen erst nach und nach begreifbarer wird. Ich fand die Ideen teilweise echt originell und Arlyn als Irrlicht natürlich megacool. Nun bleibt abzuwarten, was im zweiten Band noch alles hinzukommt, wenn aus Miss Undercover wieder Arlyn wird.

Fazit:
Ich hatte richtig Spaß mit dem Buch! Der humorvolle, bildhafte Schreibstil hat mich sofort abgeholt, und die spannende Handlung hat mich durchgehend gefesselt. Arlyn ist eine tolle Protagonistin – taff, sympathisch und zielstrebig. Die Dynamik mit Marlon war großartig, ihre Wortgefechte herrlich unterhaltsam. Auch die Nebencharaktere und die originelle Welt haben überzeugt. Ein super Buch, das Lust auf den nächsten Band macht!

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Family - but not too much

Be with Me
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Wie immer kam ich schnell in die Geschichte hinein. Der Familie Adair zu folgen, ist wie nach Hause kommen. Und da man schon fast alle Paare sehr gut kennt, ist man auch gleich an allen Figuren interessiert ...

Wie immer kam ich schnell in die Geschichte hinein. Der Familie Adair zu folgen, ist wie nach Hause kommen. Und da man schon fast alle Paare sehr gut kennt, ist man auch gleich an allen Figuren interessiert und freut sich über ihr Glück.
Dieses Mal geht es um Arran, einen der Adair-Jungs. Bisher hat man von ihm nicht ganz so viel mitbekommen und auch in diesem Buch fand ich ihn nicht ganz so zugänglich. Man erfährt zwar etwas über seine Vergangenheit, aber irgendwie fehlte mir bei ihm noch die gewisse Tiefe im Charakter. Denn sobald diese eine vergangene Thematik behandelt worden ist, konzentrierte sich sein ganzes Sein auf Eredine. Das ist zwar ganz süß, hat aber bei mir keine Spannung an ihm als Figur entstehen lassen.

Eredine dagegen war spannender. Sie hat schon immer ihre Geheimnisse eher für sich behalten und jetzt konnte ich endlich in ihren Kopf hineingucken. Dennoch hat es ganz schön gedauert, bis alles ans Licht kam. Bis dahin: Spannung pur, was ihren Charakter anging! Und auch, wenn es mich manchmal etwas verstimmt hat, dass es mit der Lovestory nicht so reibungslos voranging, so hatte es doch alles immer Hand und Fuß und Eredine hat sich super entwickelt. Noch dazu in einem Tempo das gleichzeitig authentisch war und den Lesefluss aufrecht erhielt. Perfekt also, um mit ihren Geheimnissen und ihrer Beziehung zu Arran mitzufiebern.

Die Grundidee ihrer Beziehung fand ich anfangs ziemlich klischeebehaftet. Es ist eine Friends-to-Lovers-Romance, die dann aber eine ungeahnte Wendung nimmt. Zu ihrem Glück, denn alles davor fand ich schon etwas sehr vorhersehbar. Ab diesem Wendepunkt ist es dann ganz süß. Jedes Mal, wenn es brenzlig wird, bekommen die beiden die Kurve und reden miteinander. Es ist geradezu idealtypisch, wie die beiden sich immer näher kommen. Kein Wunder, denn die anderen Pärchen sind stets da, um sie vor den von ihnen gemachten Fehler zu bewahren. Und ich denke, genau das ist auch ein Problem der Autorin: die Figuren können keine Fehler mehr machen, bzw. werden diese zu schnell aufgelöst. Was klischeebehaftete Wendungen angeht ist das natürlich super gut, aber die Irren des Menschen sind meiner Meinung nach unendlich und so gibt es bestimmt noch etwas, was die neuen Figuren machen könnten. Soweit kommt es hier aber nicht.
So sind die beiden für mich zwar ein sehr süßes Paar und man spürt definitiv tiefe, familiäre Emotionen, aber die beiden konnten mich dennoch nicht richtig catchen.

Das lag wohl vor allem daran, dass sich das Buch ein wenig wie eine mehrteilige Miniserie las. Es kam so viel von den anderen Figuren drin vor, dass ich manchmal das Gefühl hatte, der Fokus läge gar nicht mehr auf Eredine und Arran. Einerseits ist das natürlich schön, weil man ihre Geschichten kennt und ihr Glück miterleben will, andererseits nimmt es dem Pärchen dieses Buches aber auch „Screentime“.

Auch ansonsten hielt sich das Buch an das, was ich schon aus den anderen Büchern gewohnt war: es gab ein Problem (oder mehrere) und diese führen nach und nach zu Gefahrensituationen, die die Familie dann zusammen bewältigt. Zwar irgendwo spannend, mir lief es aber teilweise schon zu chronologisch und vorausahnend ab. Ich wusste ja quasi schon, dass es kommt und was es ungefähr sein würde. So hat man teilweise das Gefühl, die Geschichte würde nicht zu einem Ende finden.

Fazit:
Ein solides Buch, das sich wie ein Wiedersehen mit alten Freunden anfühlt – warmherzig, vertraut, aber stellenweise auch vorhersehbar. Während Eredine mich mit ihrer Entwicklung und ihren Geheimnissen gefesselt hat, blieb Arran für mich eher blass. Die Lovestory war süß, aber der Fokus auf die Nebenfiguren hat manchmal den Zauber der Hauptgeschichte geschmälert. Ein schönes Leseerlebnis, auch wenn der große Funke nicht übergesprungen ist.

3 von 5 Sterne von mir.

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