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Veröffentlicht am 15.12.2024

Best-Friends-to-Lovers at it's best

Powerless
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Es braucht nur wenige Worte und schon bin ich komplett gefangen. Ich mag diese Kombination aus Witz, dirty Talk und tiefen Emotionen super gerne und finde, dass der Schreibstil an sich dadurch schon sehr ...

Es braucht nur wenige Worte und schon bin ich komplett gefangen. Ich mag diese Kombination aus Witz, dirty Talk und tiefen Emotionen super gerne und finde, dass der Schreibstil an sich dadurch schon sehr unterhaltsam ist. Die Story ist durch und durch spannend und zieht einen schnell in ihren Bann und zu ihren Protagonisten. Dazu der hohe Wohlfühlfaktor, der sich daraus ergibt, dass die Location einfach schön beschrieben wird und alle Figuren ihren eigenen Charakter und ihre fortlaufende Geschichte bekommen. Love it!

Zur Geschichte allgemein:
Ich muss sagen, dass ich diesem Buch gegenüber äußerst skeptisch war, weil ich Best-Friends-to-Lovers-Geschichten einfach meist nicht so gut finde. Es ist einfach nicht mein bevorzugtes Trope. Jasper und Sloane haben mich aber ganz schnell abgelenkt von üblichen Tropevorstellungen. Die Story beginnt gleich mit einem ordentlichen Knall und viel Dynamik. Die beiden sind fortan immer zusammen, was die Entwicklung ihrer Lovestory natürlich immens vorantreibt, denn sie müssen sich miteinander auseinandersetzen. Das Besondere an den beiden ist, dass sie sich schon seit achtzehn Jahren kennen. Also seit sie Kinder sind. Dadurch kennen sie sich sehr gut und haben gemeinsame Gewohnheiten und Geheimnisse, die sie erst recht verbinden. Diese Freundschaft ist natürlich gar nicht so leicht zu durchbrechen, aber ich finde, die Autorin hat das sehr gut hingekriegt. Denn auch, wenn sie sich nahestehen, so sind ihre Emotionen schon immer die gleichen. Nur haben beide gelernt, diese zu verstecken.

Statt nun aber endlos umeinander herum zu eiern, wie man es schon oft gelesen hat, schaffen die beiden es, uns Leser:innen mit ihren amüsanten Wendungen und Erlebnissen trotzdem bei Laune zu halten. Und natürlich lernen nicht nur wir die beiden im Laufe der Handlung besser kennen, sondern auch die beiden bekommen die Chance, sich an den Gedanken an ein „wir“ zu gewöhnen. Was ich wirklich cool fand: Es wird darauf geachtet, dass es nicht nur die sexuelle Komponente ist, die schließlich den ersten Schritt bewirkt. Stattdessen gehen die beiden durch Freud und Leid. Die Familie ist ihnen beiden wichtig und sorgt für ordentlich Gesprächsstoff und heikle Situationen. Ebenso wie die dann doch voranschreitende Beziehung der beiden. Denn die Frage ist natürlich: Empfindet er/sie das Gleiche für mich?

Was wer empfindet, bekommen wir Leser:innen sehr gut dadurch mit, dass wieder abwechselnd aus beiden POVs geschrieben wird. Sloane kannte ich vorher gar nicht und war sehr gespannt, was mich bei ihr erwarten würde. Und auch anfangs war es gar nicht so leicht, sie so richtig zu verstehen. Erst einmal erscheint sie nämlich ziemlich sittsam und langweilig. Sie hat sich dazu entschieden, auf Anweisung ihres Vaters zu heiraten und zwar einen gar nicht so coolen Kerl. Ziemlich schnell wird aber klar, dass Sloane alles andere als sittsam ist. Sie ist voller Feuer für ihre Familie, für ihre Leidenschaft, den Tanz, und zeigt zudem starke Emotionen in Bezug auf Jasper. Ihre Familie dagegen versucht sie immer wieder einzuschränken, was sie quasi in einen goldenen Käfig gezwängt hat. Ihr Charakter ist äußerst komplex, was man vor allem gegen Ende bemerkt hat. Für Sloane ist nicht alles schwarz weiß. Sie sieht die Nuancen und sie lernt im Laufe der Handlung, für sich selbst einzustehen und zu merken, wann die Menschen ihr gegenüber nicht ehrlich sind oder etwas zurückhalten. Das führt letztlich nochmal zu einer Wendung, die mich sehr beeindruckt hat, weil sie auf so tiefgreifender Ebene funktioniert, dass man im ersten Moment denkt, Sloane reagiere über. Vielmehr ist es aber so, dass Sloane nicht nur gelernt hat, sie hat es verinnerlicht. Und schon ist Sloane mit eine meiner Lieblingsfiguren dieser Reihe, denn sie agiert unheimlich mutig.

Jasper ist nicht weniger komplex. Seine Traumata liegen tief vergraben in seinem Inneren und wären die beiden nicht anfangs schon Freunde gewesen und wüsste Sloane nicht schon einiges über ihn, hätte diese Beziehung wohl niemals funktioniert. Denn Jasper ist schweigsam und gesteht selbst sich selbst gegenüber vieles nicht ein. Stattdessen schützt er sich mit abweisenden Handlungen, wählt den sichereren Weg. Im Laufe der Handlung merkt man, wie er immer mehr auftaut und wie die Beziehung zu Sloane nicht nur ihr gemeinsames Leben ebnet, sondern ihm auch in anderen Feldern seines Lebens hilft, sich freier zu bewegen. Seine Traumata sind sehr nachvollziehbar durch seine Kindheit begründet und werden durch Rückblicke unterstützt.

Zusammen beweisen die beiden, wie eine Freundschaft nicht nur zu einer tiefen Liebesbeziehung werden kann, sondern auch, wie Freunde einander unterstützen können, um Freud und Leid, Traumata und Ängste zu überwinden. Ich habe es sehr genossen, eine so tiefgreifende Liebesgeschichte zu lesen.

Fazit:
Im Vergleich zu den anderen Bänden, fand ich diesen Band nochmal sehr viel tiefgreifender. Es geht um Traumata, Ängste und Freundschaft. Um Selbstverwirklichung und darum, sich selbst zu finden. Alles wurde sehr nachvollziehbar erzählt und hat mich auf allen Ebenen berühren können. Dazu kam der wirklich schöne Schreibstil und der hohe Wohlfühlfaktor innerhalb der Geschichte. Gekrönt von der Balance zwischen Witz, heißen Szenen und mitreißender Spannung. Kann es nur empfehlen!

5 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Zwischenband mit tiefen Emotionen

Kings of Cypress Pointe - Bitter Regrets
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Schreibstil:
Die Autorin konnte mich mit ihrem Schreibstil selbst mit diesem großen Abstand zum ersten Band super schnell wieder in ihre Geschichte hineinziehen. Die Figuren wirken alle sehr nahbar und ...

Schreibstil:
Die Autorin konnte mich mit ihrem Schreibstil selbst mit diesem großen Abstand zum ersten Band super schnell wieder in ihre Geschichte hineinziehen. Die Figuren wirken alle sehr nahbar und sympathisch. Man merkt schnell, dass alle Tiefe haben und sie alle werden dadurch schnell zu richtigen Charakteren, denen man neugierig lauscht. Ich mochte es, wie sich auch hier wieder die POVs zwischen West und Blue abgewechselt haben, sodass man die Entwicklung beider Figuren auch aus ihrem Geist hinaus miterleben konnte.

Zur Geschichte allgemein:
Okay, ich muss zugeben, im ersten Moment habe ich gedacht, ich müsste das Ende von Band 1 nochmal lesen. Das liegt aber wohl eher an meinem schlechten Gedächtnis. Nach und nach kam es dann aber, vor allem, weil man hier gleich wieder mitten drin in der Story war und West auch schnell wieder zur Besinnung kommt. Es ist gar nicht so leicht, hier nicht zu spoilern, aber man kann wahrscheinlich sagen, dass dieser Band sich vorrangig auf die tiefere Beziehung zwischen West und Blue konzentriert. Es geht um Wahrheiten, um Reue und Gefühle und dann auch ein bisschen um die Hintergründe, die die beiden erst in diese Situation gebracht haben und die sich immer stärker manifestieren.

Also erstmal zur Lovestory. Ich habe mich im ersten Band in West verliebt und konnte ihm natürlich auch nach dem Ende des letzten Buches nicht einfach abschwören. Und Blue natürlich auch nicht. Aber er muss um Vergebung betteln und das tut er. Das Interessante dabei ist, dass es viel darum geht, Freiräume zu geben, Grenzen zu respektieren und sich darüber Gedanken zu machen, was das eigene Verhalten für Auswirkungen auf andere hat. West ist quasi gezwungen, macht es aber eher zu einer Eigenmotivation, sich anders kennenzulernen und sein Wesen in die positive Richtung zu verändern. Das fand ich wirklich schön gemacht. Er nimmt uns auf dieser Entwicklungsreise komplett mit und lässt sehr schön durchblicken, an welchen Stellen er sich überwinden muss und was für ihn neu ist. Kleiner Spoiler für alle, die voll im Team Bad Boys sind: West hält nicht mehr ganz so viel von dem Konstrukt;)

Bei Blue kommt dieses Verhalten genauso an wie bei uns Leser:innen: Sie beobachtet es skeptisch, sieht aber auch seinen Willen. Und irgendwie sind da ja auch noch Gefühle… Was bei Blue wesentlich anders ist als bei West: sie hat noch andere Probleme als die, sich Gedanken um ihren Ex-Lover zu machen. So wirkt Wests Problematik manchmal nahezu unwichtig und genau das wird uns und ihm auch bewusst. Dadurch, dass dieser Aspekt aufgenommen wurde und Blue ihre eigenen Prioritäten setzt und dann auch den Zeitraum für sich festlegt, wie lange er betteln muss, gewinnt die Geschichte unheimlich viel an Authentizität. Denn das echte Leben pausiert schließlich nicht einfach, nur weil jemand verliebt ist.

Ich möchte nicht zu viel sagen, aber ich fand es wirklich wirklich süß, wie die Gefühle zwischen den beiden beschrieben werden und finde sie hier auch nochmal sehr viel greifbarer und langfristiger. So kann ich mir eine Zukunft vorstellen und das ist mir immer sehr wichtig. Welches Liebespaar will schließlich nur über 300 Seiten existieren?

Neben der Lovestory werden aber auch die Hintergründe immer bedeutungsschwerer. Das größte Rätsel bereits in Band 1 ist Vin Golden. West traut ihm nicht, er schürt Lügen und Emotionen, ist in Dinge verstrickt, die keiner der Figuren greifen kann. In diesem Band gehen Blue und West im jeder auf seine/ihre Weise auf die Suche nach Hinweisen auf seine Machenschaften – und sie finden sogar einiges heraus. Die Gefahr rückt dadurch näher. Ebenso wie die Spannung für uns Leser:innen. Dennoch bleibt noch vieles im Unklaren. Dieser Band fühlte sich an wie ein typischer Zwischenband. Das Finale liegt darin, alle losen Enden zu einem Puzzle zusammenzusetzen, das Sinn ergibt und gegen dessen Ergebnis man angehen kann. Bis dahin ist es ein Stochern im Dunklen und auch, wenn die Lovestory hier schön aufgearbeitet wurde, blieb es etwas schwammig.

Das Ende war leider sehr vorhersehbar und ich hoffe wirklich, dass der Anfang von Band 3 nicht so abläuft, wie ich es mir jetzt denke. Denn das wäre wirklich sehr klischeebehaftet. Die Grundlagen bei West und Blue sind aber eigentlich auch für einen anderen Fortgang der Geschichte gegeben.

Fazit:
Dieser Band gibt West und Blue die volle Bildschirmzeit. Ihre Beziehung wird ins Rampenlicht gestellt und auf jeglicher Ebene beleuchtet. Dadurch entsteht eine Ehrlichkeit und Tiefe, die einen rührt und viele Emotionen mit sich bringt. Ich fand es wirklich sehr schön, von ihnen zu lesen und war an die Seiten gebannt, um zu erfahren, was als nächstes passiert. Die weiteren Hintergründe der Geschichte werden hier aber nur lose zusammengesammelt. So richtig einen Reim drauf machen kann man sich noch nicht. So baut sich zwar eine Spannung auf, aber man merkte deutlich, dass alles auf den dritten Band zusteuert. Dazu war mir das Ende zu vorhersehbar. Ich denke also, dass da im letzten Band nochmal ordentlich was kommt und auch die Lovestory nochmal an Dynamik zunehmen wird.

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Dark Romance für Zwischendurch

Praise
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Schreibstil:
Im ersten Moment war ich etwas irritiert, weil sich der Schreibstil auf den ersten Seiten noch etwas unfertig anfühlte. Wie ein Anfang eben. Schon bald war der Lesefluss aber formvollendet ...

Schreibstil:
Im ersten Moment war ich etwas irritiert, weil sich der Schreibstil auf den ersten Seiten noch etwas unfertig anfühlte. Wie ein Anfang eben. Schon bald war der Lesefluss aber formvollendet und ich hatte keine Probleme der Geschichte zu folgen. Der Schreibstil ist geradeaus und schnörkellos und vermag es sehr gut, Situationen, die vielleicht etwas seltsam wirken mögen, recht anschaulich und meinungsfrei rüberzubringen. So ist man zwischendurch einfach Beobachter:in und lässt sich auf das ein, was man gerade liest. Vielleicht hatte es sogar manchmal etwas voyeuristisches, was ich sehr passend für die Geschichte fand.

Zur Geschichte allgemein:
Man nehme die Tropes Boss-Secretary, Age Gap und Forbidden Love und füge eine ordentliche Portion Dark Romance hinzu und schon hat man ein ziemlich gefülltes Buch wie ich finde. Es war krass, wie schnell ich akzeptiert habe, dass hier ein ganzes Potpourri an Tropes aufeinandertreffen und sich zu einer Geschichte zusammensetzen, die gar nicht mal so klassisch ist. Aber ich glaube, genau das macht den Reiz dieser Geschichte aus. Dass es irgendwo fast zu viel ist, es einem aber so authentisch und emotional erzählt wird, dass man gerne bereit ist, sich darauf einzulassen.

Charlie ist eine Frau, die hart arbeitet und bereit ist, für ihre Familie zu kämpfen. Das merkt man bereits auf den ersten Seiten. Auch, wenn es etwas gedauert hat, macht sie mit ihrem Freund Schluss und konzentriert sich auf sich selbst und ihre Familie, bestehend aus ihrer Schwester und ihrer Mutter. Als sie auf Emerson trifft, ist es verwirrend und spannend zugleich, denn Charlie ist scharfzüngig und mutig und gleichzeitig doch überraschend unterwürfig. Anfangs war ich von dieser Mischung in ihrem Charakter überfordert und hätte sie am liebsten angeschrien, jetzt doch aufzustehen. Das nicht mit sich machen zu lassen. Aber wie auch bei den anderen Protagonisten in dieser Geschichte, lässt die Autorin sich Zeit damit, uns Leser:innen gänzlich zu ihren Figuren durchdringen zu lassen. Wirkt Charlie auf den ersten Blick lediglich stark, vielleicht aber auch verlassen und verletzt, zeigen sich im Laufe der Geschichte noch ganz andere Seiten von ihnen. Und besonders eine kann sie nur mit Emerson ausleben.

Emerson ist ein wenig das Gegenteil von Charlie. Er steht offen zu seinen Vorlieben und seinem Leben, weiß eigentlich genau, was er will und hat mit seinen vierzig Jahren auch schon einiges mehr an Lebenserfahrung vorzuweisen. Aber auch das ist nicht alles. Denn eigentlich lebt er sehr zurückgezogen und versteckt sich ein wenig hinter seinen Vorlieben. Bloß nicht zu viel, bloß nichts Neues wagen, bloß nicht zu sehr leben. Er ist nicht direkt ängstlich, aber man merkt doch, dass er seine Comfort Zone kennt und ungern aus ihr hinaustritt.

Die Dynamik zwischen den beiden ist auf mehreren Ebenen interessant. Zum einen ist da natürlich der Age Gap. Und beiden ist dieser anfangs sehr deutlich bewusst. Gleichzeitig spielt er hier aber auch nicht eine so große Rolle wie in anderen Büchern, denn er ist nicht das einzige Problem, das sie haben. Was ich aber gut fand, war, dass es erwähnt wurde und klassische Situationen und Probleme diesbezüglich auftraten, die geklärt wurden. Zudem hat man gerade bei Charlie gemerkt, wie das Alter zwischen ihnen mit zunehmenden Gefühlen immer unwichtiger wurde. Im Hinblick darauf, dass so eine Beziehung in der Realität aber nicht nur Friede Freude Eierkuchen ist, hätte ich mir gewünscht, dass die beiden ein wenig mehr Weitsicht hinsichtlich ihrer Zukunft gezeigt hätten. Damit meine ich nicht, dass sie sich trennen sollten oder so, sondern einfach, dass mir die Gedanken dazu fehlten. Emerson hat nicht einmal darüber nachgedacht, was es für Charlie bedeutet, einen älteren Mann zu lieben, der schon an einem ganz anderen Punkt seines Lebens angekommen ist. Ebenso hat Charlie sich keine Gedanken darüber gemacht, was es für sie bedeutet. Allerdings hat Charlie sich sowieso nicht ganz so viele Gedanken um die Zukunft gemacht. Das muss ich doch ein wenig bemängeln.

Die andere Ebene war natürlich das Sexuelle. Ich kann ja einfach mal vorwegnehmen, dass es hier um gewisse Szenarien und ein Machtgefälle geht. Das Ganze war für mich fremd und gewöhnungsbedürftig, ich fand aber, dass es sehr gut rübergebracht wurde. An den richtigen Stellen wurde es aufgelöst, man hat stets gemerkt, dass die gegenseitige Liebe nichts mit ihrer sexuellen Praktik zu tun hat und es wurde stets darauf geachtet, dass Realität und Szenario gleichmäßig bespielt wurden. Ich weiß nicht, ob es so, wie ich es hier schreibe, einen Sinn macht. Aber wenn ihr es lest, wird es Sinn machen. Anders spoilere ich leider zu viel. Letztlich gefiel mir die Dynamik einfach und das Unbekannte kann durchaus unterhalten, wenn man sich etwas darauf einlässt.

Was man beim Lesen allerdings auf keinen Fall vergessen darf, dass die beiden über einige Passagen eine gewisse Art von toxischer Beziehung führen und dass man das nicht allzu sehr romantisieren darf, auch wenn es hier zur Geschichte passt. Also: Lest es, aber das bedeutet noch längst nicht, dass alles hier okay ist.

Was ich krass gut an der Story fand, war, wie die beiden sich im Laufe der Handlung entwickelt haben. Charlie wirkt anfangs auf den ersten Blick stark, aber umso länger man sie kennt, umso mehr Unsicherheiten werde aufgedeckt. Und zwar Schicht um Schicht von Emerson. Das war krass zu lesen, weil Charlie diese ziemlich gut versteckt hielt und man sie beim Lesen aus ihrer POV gar nicht so richtig wahrnahm. Aber so kann es eben auch im wahren Leben sein. Selbstbewusstsein, Selbstliebe und seinen Wert zu kennen sind Gefühle, die man nicht unbedingt selbst beeinflussen und einfach an- und abschalten kann. Es war sehr schön zu lesen, wie immer mehr ans Licht kam und wie Charlie dann dennoch Zeit brauchte, um das zu akzeptieren. Das wirkte auf mich sehr authentisch und verlieh der Geschichte unheimlich viel Tiefe.

Bei Emerson ist diese Entwicklung ein bisschen weniger stark. Aber eher, weil sich seine Probleme und Unsicherheiten viel offensichtlicher zeigten. Zum Beispiel in der Beziehung zu seinem Sohn oder eben zu Charlie. Auch er braucht seine Zeit und weiß seine Ängst gut zu verstecken. Mit ihrer unkomplizierten, neugierigen und offenen Art knackt Charlie ihn aber und genau das ist es ja, was wir alle so an Liebesgeschichten lieben, oder?

Die Backgroundstory mit dem “Salacious-Players-Club“ mochte ich ebenfalls sehr. Ich fand es super, wie aufklärend mit dem ganzen Thema sexuelle Praktiken und Vorlieben umgegangen wurde und wie easy es in die Geschichte von Charlie und Emerson eingewebt wurde. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, es sei zu viel oder zu unrealistisch. Das hatte aber auch damit zu tun, dass die beiden sich in großen Teilen des Buches eher mit sich selbst und nicht mit dem Club beschäftigen. Trotzdem spielt er eine große Rolle und bietet sicher in den nächsten Bänden noch so einige Dynamiken. Etwas schade fand ich nur, dass man durch diesen räumlichen Abstand recht wenig von Emersons Freunden mitbekam. Charlies Familie und Freunde meine ich jetzt ganz gut zu kennen, bei Emersons Kreis fehlt mit die Nähe. Seine Freunde werden nur ganz grob beschrieben, schwirren durch die Geschichte und kommen manchmal in Charlies Nähe geradezu unsympathisch rüber. Im Hinblick darauf, dass die nächsten Bände von ihnen handeln, hätte ich mir gewünscht, dass schon dieser Band mich neugieriger auf sie gemacht hätte. So bin ich eigentlich eher auf den Club an sich neugierig.
Ich glaube, dieser Kritikpunkt lässt sich an den anschließen, den ich zu der Zukunft der beiden hatte: Mir fehlte noch ein wenig das „Darüber hinaus“. Klar, es geht auch um Emersons Sohn, Charlies Familie und ihren Job, aber letztlich sind die beiden viel für sich geblieben und haben nicht so richtig beweisen müssen, dass ihre Beziehung auch alltagstauglich ist. Das finde ich immer etwas schade, wenn ich mir ein „Danach“ des Buches vorstellen soll. Aber natürlich kann man auch entgegnen, dass Dark Romance-Bücher sich von diesem Alltag meist eher entfernen und das Genre dies deshalb, anders als bei anderen Liebesgeschichten, nicht so sehr in den Fokus stellt. Deshalb ist es wirklich nur ein ganz kleiner Kritikpunkt.

Fazit:
Ich mochte die überraschende Tiefe der Geschichte. Die starke Dynamik zwischen den Protagonisten und ihre Entwicklung, die sich logisch bis zum Ende zog. Mir gefiel ist, wie hier Dark Romance Elemente ganz natürlich eingebaut wurden, geradezu aufklärend und ich war geflasht von den vielen Tropes, die dennoch ein stimmiges Gesamtbild abgeben. Ein wenig schade fand ich, dass die beiden Protagonisten doch sehr unter sich bleiben und man wenig Zugang zu den Nebenprotagonisten bekam. Aber das kann man auch auf das Genre schieben. Ansonsten eine wirklich tolle Geschichte, die ich sehr schnell gelesen habe!

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Spicy, Psycho, Spannend

God of Malice - Gefährliche Liebe
2

Spice: 5/5
Darkness: 3/5
Gewalt: 4/5
Romantik (dark): 4/5
Spannung: 4/5

Zur Info:
Dies ist der erste Band einer Reihe von unabhängig voneinander lesbaren Bücher.

Leseempfehlung: Ab 18 Jahren. Bitte beachte ...

Spice: 5/5
Darkness: 3/5
Gewalt: 4/5
Romantik (dark): 4/5
Spannung: 4/5

Zur Info:
Dies ist der erste Band einer Reihe von unabhängig voneinander lesbaren Bücher.

Leseempfehlung: Ab 18 Jahren. Bitte beachte mögliche Trigger!

Schreibstil:
Mit dem Schreibstil musste ich mich erst ein wenig anfreunden. Am Anfang ist er noch etwas stockig, weil die Satzanfänge oft gleich sind und die Zeitsprünge einem nicht ganz klar sind. Nach und nach wurde es aber immer flüssiger, und ich konnte mich richtig in die Geschichte fallen lassen. Besonders mochte ich, dass die Kapitel sehr viele Dialoge enthielten, sodass es einen sehr dynamischen Handlungsverlauf gab.

Zur Geschichte allgemein:
Man wird sofort in die Handlung hineingeschmissen und auch schnell auf das Level der Dark Romance gehoben, auf dem sich alles abspielt. Dadurch war ich einerseits gleich ein wenig verschreckt, ich war aber auch super neugierig darauf, wie daraus nun eine ganze Geschichte werden würde.

Hauptsächlich wird aus zwei POVs geschrieben. Die eine ist Glyndon, die weibliche Hauptprotagonistin. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie und hat zwei sehr begabte Brüder. Was das für sie bedeutet, sind vor allem Minderwertigkeitskomplexe. Glyndon ist zurückhaltend und steht anfangs nicht so richtig für sich ein.
Die zweite POV ist Killian. Er prallt regelrecht auf Glyndons Persönlichkeit, denn Killian ist alles andere als schüchtern. Er ist hart, geradezu blutrünstig und emotionslos, denn er ist ein Psychopath. Und zwar einer, wie er im Bilderbuch steht. Für mich war das die ganze Geschichte über ein ganz schön großes Ding, denn ein Psychopath ist nunmal nachweislich nicht dazu fähig die Gefühle zu empfinden, die wir aus unseren Liebesgeschichten kennen. Es war also von vorneherein klar, dass es anders gehen muss. Oder eben nicht. Und auch Glyndon ist das klar, was ich super fand. Sie betont mehrmals, dass seine Gefühle nicht so sind wie bei anderen. Ihr ist klar, dass seine Drohungen nicht leer sind (obwohl es mir manchmal schon ein ganz klein wenig zu viele Drohungen und zu wenig echte Gefahr war). Dadurch wird auch uns Leser:innen der naive Blick ein wenig genommen, was ich, auch, wenn das Buch mit seinem Vorwort bereits eine Warnung ausspricht, sehr sehr gut fand. So hatte man nie das Gefühl, dass Glyndon sich da völlig blind in etwas hineinstürzt.

Die „Love“story, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist sehr intensiv. Es ist ein ständiges Wechselbad der Gefühle, denn einerseits erpresst und bedroht Killian Glyndon und sie ist abgeschreckt und andererseits ist das genau das, was Glyndon will und was sie eher aufbaut. Dazu sei gesagt, dass Dark Romance sich oft mit geheimen Wünschen und spezielleren Arten von sexueller Befriedigung auseinandersetzt. Beide Protagonisten werden von dieser dunklen Seite angezogen und teilen im Grundverstehen ihre Vorstellung von Lust. Das ist etwas, was man anfangs erstmal zusammen mit Glyndon herausfinden muss. Ein Auf und Ab zwischen Scharm, Verlangen und Abneigung gegen die offene Gewalt und anderes haben mich an die Seiten gefesselt.

Mit dieser Befreiung von Normen geht bei Glyndon auch die Entwicklung ihres Selbstbewusstseins und vor allem Selbstwertgefühl überein. Das fand ich ganz gut gemacht, allerdings hätte es für mich an einigen Stellen noch etwas mehr betont werden können. Vielleicht fehlte aber auch einfach ein tieferer Einblick in die Glyndon VOR Killian, so wie sie oft beschrieben, uns Leser:innen aber nicht spürbar gemacht wird. Letzten Endes kann sie diese Entwicklung für sich aber zu einem guten Abschluss oder einem Anfang, je nachdem wie man es betrachtet, bringen und liefert noch ein paar schöne Szenen mit ihrer Familie.

Killians Entwicklung ist etwas komplexer und ich bin mir auch bis jetzt nicht sicher, wie man es beurteilen kann. Obwohl er sehr emotionslos scheint, gibt es ein paar Dinge, die ihn dennoch unterbewusst triggern und beschäftigen. Seine Beziehung zu seinen Eltern und seinem Bruder ist beispielsweise nicht die Beste und es stört ihn. Inwieweit das realistisch ist, weiß ich nicht, aber ich fand, dass es sehr gut zur Geschichte passte, dass das so unterbewusst alles abläuft. Nach und nach gibt es Schlüsselmomente, die seine Vergangenheit und Gegenwart aufräumen und Glyndon als aktiven Part dort mit einbeziehen. Das fand ich super, weil man einfach nochmal diesen Psychopathenaspekt berücksichtigt hat. Denn ohne Glyndon würde er sich nicht ändern wollen und hätte auch nichts zu verlieren. Seine Motivation ist Glyndon – immer. Und wenn man das erstmal akzeptiert hat, dann versteht man auch ihre Liebe zueinander. Und ich denke, damit hat die Autorin diese Geschichte letztlich zu einer Liebesgeschichte gemacht.

Was etwas wild war, waren die Nebenhandlungen. Die Nebenprotagonisten sind davon ausgeschlossen, denn obwohl es so viele gab, hatte ich das Gefühl, dass ich diese doch sehr gut fassen konnte und das sie neugierig auf mehr gemacht haben. Die Nebenhandlungen dagegen hätten teilweise etwas mehr Input gebrauchen können. Sowohl das Gangleben der Protagonisten, Killian ist beispielsweise Teil der Heathens, als auch Glyndons Vergangenheit mit Devlin und sowas wie alte Familienzwiste wurden für mich nur angerissen. Zum Ende hin fällt das bei einer Situation besonders auf, in der es einen dann gar nicht so richtig berührt und man schnell merkt, dass es nur für die Lovestory wichtig ist, inhaltlich aber gar keine Materie bietet. Anders wäre der Wendepunkt wohl noch krasser gewesen. Man merkt also etwas, dass es ein erster Band einer Reihe ist und ich denke, dass man diese fehlenden Infos in den nächsten Bänden auch noch erfahren wird. Die Autorin blieb mir hier nur etwas zu sparsam.

Fazit:
Für mich ein Auftakt einer Reihe, der definitiv Lust auf mehr macht. Von einem Psychopathen zu lesen, war schon etwas Besonderes und nicht ganz leicht, ich fand aber, dass die Autorin es ganz gut hingekriegt hat, eine glaubhafte Lovestory draus zu machen. Die Figuren zeigen eine tolle Entwicklung, während es in den Nebenerzählsträngen noch ein paar Lücken gibt. Am Ende eine runde Geschichte, die ich gerne gelesen habe, die aber noch Luft nach oben bietet.

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Etwas emotionslos, aber im Kern gut

Immortal Longings
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Dies ist der erste Band einer zusammenhängenden Dilogie. Haltet euch also unbedingt an die Reihenfolge!

Schreibstil:
Egal, was man von der Geschichte halten mag, der Schreibstil ist meiner Meinung nach ...

Dies ist der erste Band einer zusammenhängenden Dilogie. Haltet euch also unbedingt an die Reihenfolge!

Schreibstil:
Egal, was man von der Geschichte halten mag, der Schreibstil ist meiner Meinung nach einwandfrei. Ich konnte der Story super folgen und fand, es war genau die richtige Portion an „neuen“ Begriffen, um die Welt spannend und interessant zu machen. Die POV-Wechsel verliefen nicht unbedingt voraussehbar, was ich sehr gut fand, da sie an die Situationen angepasst waren und dann auch entsprechend passend neue Sichtweisen reinbrachten, die die Story nochmal spannender machten.

Zur Geschichte allgemein:
Der Einstieg ins Buch fiel mir gar nicht mal so leicht. Es sind gleich POVs, in die man sich einlesen muss. Einmal Calla, die ehemalige Prinzessin des Landes, die auf ihrer ganz eigenen Mission fernab von allen durch die Stadt streift. Dann Anton, ebenfalls Einzelgänger und ehemaliger Angehöriger des Hofes, und zuletzt August, der derzeitige Kronprinz, dessen Position aber eigentlich nur symbolisch zu verstehen ist.
Was alle gemein haben: Sie sind auf Rache aus bzw. wollen einen Umsturz herbei zwingen.

Ich musste mich in alle drei gleichermaßen erstmal einfinden. Sie halten alle ihre Vergangenheit vor uns zunächst geheim, weshalb sich alles im Moment abspielt. Das trägt zwar zur Dynamik bei, hatte aber auch zur Folge, dass die Charaktere teilweise etwas kühl rüberkamen und man ziemlich brauchte, um mit ihnen warm zu werden. Gerade bei Calla hatte ich da große Probleme, denn von ihr erfährt man gleich zu Anfang etwas, was man sehr lange Zeit hinweg überhaupt nicht mit der gegenwärtigen Calla überein bringen kann. Stattdessen versucht man ihr zu folgen und ihre Persönlichkeit zu durchdringen.

Was diese große Distanz zu den Figuren natürlich steigert, ist die Spannung, denn man kann nicht wirklich vorausahnen, was die Figuren im nächsten Moment tun werden. Teilweise ging es sogar so weit, dass ich mir nicht sicher war, ob ich den Erzählungen überhaupt glauben durfte. Anfangs fand ich das so noch ganz spannend, mit der Zeit aber hätte ich mir schon einen tieferen Zugang zu den Figuren gewünscht. Gerade, weil das Mitfiebern und die teilweise sehr gefährlichen Ereignisse drum herum dann noch aufregender gewesen wären.

Der Kerninhalt dieses Buches ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, alle anderen zu töten und als Letzter oder Letzte übrig zu bleiben. Ein gern genommenes Element in Büchern und spätestens seit Panem bei mir auch ein sehr gern gelesenes. Mir hat es hier aber ein ganz klein wenig zu lange gedauert, bis man so richtig verstanden hat, wie das Spiel überhaupt funktioniert. Es hat seine Tücken und ist definitiv gut ausgearbeitet, aber bis ungefähr zur Mitte des Buches bekommt man davon gar nicht so viel mit, sondern wundert sich nur über das sinnlose Töten. Ich weiß, man möchte nie zu viel Drama, aber ein wenig mehr Drama hätte dieser Handlung tatsächlich auf diesem Wege ganz gut getan. Erst als man die verschiedenen Ebenen, die Hintergründe und die verschiedenen Akteure im Hintergrund besser kennenlernte, wurde es so richtig spannend und konnte mich auch berühren.

Neben diesem Spiel geht es aber auch um die eigentliche Mission aller Figuren: den König zu töten. Und auch da fehlte mir manchmal der Grund für diese Motivation. Das kam erst viel später und konnte mich dann aufgrund der Gefühlskälte in dem Buch auch nicht ganz überzeugen. Durch die fehlenden Emotionen, u.a. auch ausgeschriebenen Hass usw. konnte ich einfach nicht so gut nachempfinden, wieso dieser König nun so schlimm sein sollte.
Gleichzeitig kommen auf dieser Ebene immer mehr Faktoren zusammen, die recht undurchschaubar die Handlung nochmal auflockern. Plötzlich steht alles in Frage: Die Magie in dieser Welt, die Weltaufstellung an sich, alle Personen und ihre Funktionen. Ich glaube das ist auch etwas, was mir sehr gut an der Geschichte gefallen hat: das immer weiter entdecken. Erst zum Ende hin hatte man das Gefühl, dass man jetzt langsam so richtig drin ist, weshalb es sich wahrscheinlich auch erstmal so stockig gelesen hat. Von Band 2 erwarte ich mir also noch so einiges.

Aber jetzt zurück zu dem, was hier sonst noch so passiert. Auch wenn es drei Figuren sind, aus deren Sicht erzählt wird, war die eigentliche Hauptprotagonistin für mich Calla. Und die macht hier eine gewaltige Entwicklung durch. Anfangs ist sie kaum sie selbst. Sie hat gelernt zu sein, wie sie ist. Hat sich angepasst oder eben auch nicht und ihre Mission steht ihr klar vor Augen, ohne, dass sie sie überhaupt hinterfragen könnte, weil ihr Willen so sehr darauf fokussiert ist. Nach und nach taut das etwas auf. Sie wird mehr und mehr zu jemandem, den man als sie selbst bezeichnen könnte. Das geschieht super langsam und auch eher stockend. Manchen ist es vielleicht zu langsam, ich aber mochte es so, weil ich richtig miterleben konnte, wie sie eben nicht denkt, wie normale Menschen denken würden. Sondern eben so, wie sie es sich antrainiert hat. Aus diesem Muster auszubrechen fällt ihr schwer und das merkt man auch.

Mit Callas charakterlichen Entwicklung geht die mini Liebesgeschichte einher, die die Handlung ebenfalls bietet. Anfangs ist eigentlich recht schnell klar, wen es betreffen wird. Dennoch war diesbezüglich für mich ebenfalls nichts vorhersehbar. Durch Callas viele Abwehrmechanismen hat Anton es keineswegs leicht und die beiden sind Teil des Spiels um Leben und Tod, in dem nur einer gewinnen kann. Worauf es hinausläuft, ist also durchgehend klar. Und trotzdem schafft es die Autorin, einen mit dem Ende noch zu schockieren und neugierig auf den nächsten Band zu machen. Denn es wurde neu gewürfelt und alle Türen stehen offen.

Fazit:
Für mich hatte das Buch ein paar Schwachstellen. So zum Beispiel im Aufbau – es dauerte, bis man richtig drin war, weil vieles lange Zeit nicht erklärt wurde – und in den Emotionen – es war teilweise etwas kalt geschrieben, weshalb ein bisschen Dramatik verloren ging, die nicht geschadet hätte. Die Lovestory fand ich ganz gut. Manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Auch die Story war sehr interessant und wurde immer vielschichtiger und die Spiele waren nochmal wieder was ganz anderes. Ich denke, der zweite Band kann hier, wenn es gut gemacht ist, nochmal richtig was reißen.

3,5 von 5 Sterne von mir.

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