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Veröffentlicht am 28.03.2026

Happy Dystopie

Happy Head
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Happy Dystopie

Manchmal hat man das Gefühl, Dystopien und deren Inhalte sind gar nicht mehr so weit weg. So auch in Happy Head.

Denn Seb nimmt an einem experimentellen Mental-Health-Programm für Jugendliche ...

Happy Dystopie

Manchmal hat man das Gefühl, Dystopien und deren Inhalte sind gar nicht mehr so weit weg. So auch in Happy Head.

Denn Seb nimmt an einem experimentellen Mental-Health-Programm für Jugendliche teil, um seine Probleme zu lösen. Dort lernt er Finn kennen und beginnt, gemeinsam mit ihm die Methoden des geheimnisvollen Camps zu hinterfragen. Je mehr sie über „HappyHead“ herausfinden, desto deutlicher wird, dass hinter dem Programm etwas Bedrohliches steckt und ein Entkommen womöglich unmöglich ist.

Inwieweit kann man junge Menschen noch von anderen Dingen überzeugen? Wie kann man sich eine Welt schaffen, in der die Menschen das machen, was man will? Am Ende nicht mit guten Worten.

Beworben wurde es im Zusammenhang mit "Squid Game”. Und ja, ein bisschen Parallelen kann man ziehen. Nicht ganz so hart, denn es ist ja doch hauptsächlich an Jugendliche gerichtet, aber dennoch in einer Art, dass man einiges hinterfragen sollte, wenn man dort teilnimmt.

Der Sprachstil ist flüssig und kurzweilig. Die beschriebene Umgebung und Atmosphäre sind sehr drückend und man hat das Gefühl, raus zu wollen und doch gleichzeitig will man wissen, wie es weitergeht. Die Kapitel selbst haben eine angenehme Länge, sodass man zwischendurch gut Pause machen kann. Zudem mag ich es immer, wenn Kapitel auch eine kleine Überschrift haben und man schon ein bisschen erahnen oder auch rätseln kann, wie es weitergeht.

Es ist kein Standalone, das zeigt sich natürlich auch am offenen Ende. Im Herbst erscheint der zweite Teil.

ISBN: 978-3734850950
Autorin: Josh Silver
Verlag: magellan
ET: 12.02.26
Seiten: 416

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Was, wenn wir zurück in die Vergangenheit könnten?

Die Geister von La Spezia
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Was, wenn wir zurück in die Vergangenheit könnten?

Im Jahr 1822 trauert Mary Shelley im italienischen Exil um ihren Mann Percy Bysshe Shelley, der bei einem Segelunglück ums Leben kam. Doch Zweifel an ...

Was, wenn wir zurück in die Vergangenheit könnten?

Im Jahr 1822 trauert Mary Shelley im italienischen Exil um ihren Mann Percy Bysshe Shelley, der bei einem Segelunglück ums Leben kam. Doch Zweifel an einem bloßen Unfall führen dazu, dass die Ermittlerin Pat Colombari den Fall untersucht. Mithilfe einer ungewöhnlichen Technologie reist Mary in ihre Vergangenheit zurück, begegnet dabei auch Lord Byron und stößt auf übernatürliche Ereignisse, die bis zu einer schicksalhaften Nacht am Genfer See reichen. Auf dunkle Kräfte, die möglicherweise für den Tod ihres Mannes verantwortlich sind.

Man kann schon anhand der Erläuterung der Geschichte sehen, dass es sich hier um ein recht komplexes Buch handelt. Man muss sich konzentrieren und dran bleiben. Es ist ein Buch, dass sich nach und nach entfaltet, aber auch schon viele Leser zu Beginn verlieren kann.

Denn durch die Erinnerungen, die durchgeführt werden, ist es schwer immer direkt zu erkennen wann wir zu welcher Zeit sind.

Wenn man aber dran bleibt und auch die manchmal etwas langwierigen Teile "durchsteht" hat man ein wirklich gutes Buch vor sich. Lasst euch darauf ein und taucht ein in diese wirklich ungewöhnliche, aber spannende Geschichte.

ISBN: 978-3608988857
Autor: Oliver Plaschka
Verlag: Hobbitpresse
ET: 14.03.26
Seiten: 416

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Emotionale Geschichte

Die Liste der Lebenden
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Emotionale Geschichte

Im Jahr 1858 wandert die 53-jährige Dänin Henriette Wulff trotz ihres erfüllten Lebens und ihrer engen Freundschaft zu Hans Christian Andersen nach Amerika aus. Die Überfahrt endet ...

Emotionale Geschichte

Im Jahr 1858 wandert die 53-jährige Dänin Henriette Wulff trotz ihres erfüllten Lebens und ihrer engen Freundschaft zu Hans Christian Andersen nach Amerika aus. Die Überfahrt endet jedoch in einer schweren Schiffskatastrophe des Dampfers »Austria«. Während sie auf den Trümmern im Atlantik treibt, hält sie sich gedanklich an ihren Briefwechsel mit Andersen fest, als letzte Verbindung zu ihrem früheren Leben.

Ich fand die Ausgangslage der Geschichte sehr spannend. An den Schreibstil bzw. eher an die Art und Weise musste ich mich etwas gewöhnen, doch dann hat sich eine ganz tolle und emotionale Geschichte aufgebaut.

Es ist geprägt von leisen und auch lauten Zwischentönen, von historischen Ereignissen und von einer Ungewissheit rund um Jette.

Ich glaube, ich muss das Buch zu einem späteren Zeitpunkt erneut lesen. Denn ich denke, dann entfaltet sich die Geschichte erst richtig.

ISBN: 978-3711721679
Autorin: Stefan Kutzenberger
Verlag: Picus
ET: 18.03.26

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Verluste

Sommer auf Perigo Island
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Verluste

Es ist Sommer 1991. Der zwölfjährige Pierce und seine Freunde Bennie und Thomas verbringen ihre Ferien auf Perigo Island vor Neufundland und helfen den Fischern im Hafen. Doch dann verschwindet ...

Verluste

Es ist Sommer 1991. Der zwölfjährige Pierce und seine Freunde Bennie und Thomas verbringen ihre Ferien auf Perigo Island vor Neufundland und helfen den Fischern im Hafen. Doch dann verschwindet Anna und daher machen sich die Jungen gemeinsam mit Bennies Cousine Emily aus New York auf die Suche nach ihr. Pierce hat zudem vor drei Jahren seinen Vater auf See verloren und er muss sich nun erneut mit Ängsten, Vorurteilen und ersten Gefühlen auseinandersetzen.

Ich glaube, wir alle hatten in unserer Jugend diesen einen Sommer. Diesen Sommer, in dem etwas passiert ist, hat sich etwas verändert und an den man auch heute immer mal wieder denken muss.

Genau diese Erinnerungen kamen beim Lesen des Buches auch bei mir hoch. Pierce ist ganz wunderbar beschrieben. Noch komplett in seiner Jugend und durch verschiedene Ereignisse doch schon ein bisschen erwachsen. Der Übergang dieser Zeit wurde wirklich intensiv eingefangen.

Die Suche nach Anna spielt natürlich eine Rolle, doch wenn ich so auf das Buch zurückblicke, eher am Rande. Es geht hauptsächlich um Pierce und seine Suche nach sich selbst und seiner Trauer um den Vater. Dabei begegnet er noch einem geheimnisvollen Meeresbiologen, dem er zuerst nicht vertraut, doch mit seinen Freunden für ihn arbeitet. Es folgen Gespräche, Erkenntnisse und ein Epilog, der sehr rührend war.

Ein Buch, das sich um die Frage dreht, wer man ist und was die Vergangenheit mit einem machen kann. Gespickt mit einem kleinen Kriminalfall.

ISBN: 978-3866487208
Autor: Perry Chafe
Verlag: Mare
ET: 24.02.26
Umfang: 272 Seiten

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wer bin ich für andere?

Sie war es. Sie war es nicht.
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Wer bin ich für andere?

Eigentlich geht es um Katie. Sie hat mutmaßlich vier einflussreiche Mitglieder von Londons exklusivstem Privatclub getötet.

Doch wir lesen hier keinen typischen Thriller, der ...

Wer bin ich für andere?

Eigentlich geht es um Katie. Sie hat mutmaßlich vier einflussreiche Mitglieder von Londons exklusivstem Privatclub getötet.

Doch wir lesen hier keinen typischen Thriller, der entweder den Ermittler und/oder den Mörder begleitet. Nein, es wird aus der Sicht von verschiedenen Personen aus Katies Leben erzählt. Alle haben einen anderen Bezug zu ihr. Entweder ihr Vater, der sie natürlich recht positiv darstellt. Ein Reporter, der nur seine Geschichte im Blick hat oder auch einen alten Schulfreund, der in sie verliebt war.

An sich eine richtig spannende Idee, doch weiß ich nicht, warum ausschließlich männliche Stimmen zu lesen sind? Weil unsere Welt von Männern dominiert wird? War es Absicht der Autorin, dass eine Frau nur von Männern bewertet wird? So ganz mochte ich das nicht. Mir wäre da eine Mischung lieber gewesen.

Interessant fand ich allerdings die Einblicke in das genannte Forum und all die Verschwörungstheorien und wie schnell man davon eingenommen werden kann. Das ist auch in der Realität leider immer wieder ein Problem und kann zu Radikalisierungen führen. Dass das Thema mit aufgenommen wurde, fand ich richtig gut.

Die Kapitel sind recht kurz und immer mit der erzählenden Person und deren Spitznamen für Katie betitelt. Am Anfang ist es erstmal viel, aber man kommt recht schnell rein, wer wer ist.

Dennoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Es waren am Ende eben Erzählungen über eine Person, die selbst kaum zu Wort kommt.

ISBN: 978-3328604730
Autor: Nicci Cloke
Verlag: Penguin
ET: 25.02.26
Umfang: 448 Seiten

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