Happy Dystopie
Happy HeadHappy Dystopie
Manchmal hat man das Gefühl, Dystopien und deren Inhalte sind gar nicht mehr so weit weg. So auch in Happy Head.
Denn Seb nimmt an einem experimentellen Mental-Health-Programm für Jugendliche ...
Happy Dystopie
Manchmal hat man das Gefühl, Dystopien und deren Inhalte sind gar nicht mehr so weit weg. So auch in Happy Head.
Denn Seb nimmt an einem experimentellen Mental-Health-Programm für Jugendliche teil, um seine Probleme zu lösen. Dort lernt er Finn kennen und beginnt, gemeinsam mit ihm die Methoden des geheimnisvollen Camps zu hinterfragen. Je mehr sie über „HappyHead“ herausfinden, desto deutlicher wird, dass hinter dem Programm etwas Bedrohliches steckt und ein Entkommen womöglich unmöglich ist.
Inwieweit kann man junge Menschen noch von anderen Dingen überzeugen? Wie kann man sich eine Welt schaffen, in der die Menschen das machen, was man will? Am Ende nicht mit guten Worten.
Beworben wurde es im Zusammenhang mit "Squid Game”. Und ja, ein bisschen Parallelen kann man ziehen. Nicht ganz so hart, denn es ist ja doch hauptsächlich an Jugendliche gerichtet, aber dennoch in einer Art, dass man einiges hinterfragen sollte, wenn man dort teilnimmt.
Der Sprachstil ist flüssig und kurzweilig. Die beschriebene Umgebung und Atmosphäre sind sehr drückend und man hat das Gefühl, raus zu wollen und doch gleichzeitig will man wissen, wie es weitergeht. Die Kapitel selbst haben eine angenehme Länge, sodass man zwischendurch gut Pause machen kann. Zudem mag ich es immer, wenn Kapitel auch eine kleine Überschrift haben und man schon ein bisschen erahnen oder auch rätseln kann, wie es weitergeht.
Es ist kein Standalone, das zeigt sich natürlich auch am offenen Ende. Im Herbst erscheint der zweite Teil.
ISBN: 978-3734850950
Autorin: Josh Silver
Verlag: magellan
ET: 12.02.26
Seiten: 416