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Veröffentlicht am 29.06.2026

Leben, einen Sommer lang

Mit dir bin ich echt
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Früher war das alles normal. Früher war das alles ein Teil von ihnen. Früher war das Freude und Spaß. Heute ist der Besuch bei Neylas Verwandten in Marokko eine traurige Erinnerung an das, was damals war. ...

Früher war das alles normal. Früher war das alles ein Teil von ihnen. Früher war das Freude und Spaß. Heute ist der Besuch bei Neylas Verwandten in Marokko eine traurige Erinnerung an das, was damals war. Selbst der eine Junge, mit dem sie damals die beste Zeit verbracht hat, hat für sie die Farben verloren. Zeit für neue Erinnerungen, um die alten wieder ins Licht zu holen, oder?

Neyla nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Ferne und gleichzeitig zu sich selbst. Auch wenn nicht jeder ihren Platz einnehmen kann oder schon eingenommen hat, so bietet die Geschichte Raum für andere Perspektiven. Manche Anforderungen, die andere Menschen an einen stellen, kommen einem aber auch aus anderen Situationen viel zu bekannt vor.

Ob nun die Fähigkeit von Frauen, die Hauptrolle zu übernehmen oder auf seine innere Stimme zu hören und sich nicht mit Dingen abzufinden, die man nicht akzeptabel findet, Neyla entwickelt sich im Laufe des Buches und findet sich selbst.

Für mich war auch der Austausch mit Adam sehr gelungen, denn beide Personen hatten Begegnungen auf Augenhöhe und auch wenn das Buch Young Adult erzählt, so war die Geschichte nicht in ihrem Wirken beschränkt.

Neben dem künstlerischen Teil ist die Story aber auch mit Wissen gespickt, so dass die Reise nach Marokko nachhaltig wirkt.

Ein Buch das inhaltlich hält, was es optisch verspricht, mit Message für alle und dem Tellerrandblick, den man leider nicht käuflich erwerben kann.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

You've got a heart as loud as lions, so why let your voice be tamed?

Where We Belong
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Für Zofia ist Deutschland wie ein neuer Planet, als ihre Familie aus Polen umzieht. Und irgendwie ist sie wie Stings "Englishman in New York". Andere Sprache, andere Sitten, anderes Essen, ... lange dauert ...

Für Zofia ist Deutschland wie ein neuer Planet, als ihre Familie aus Polen umzieht. Und irgendwie ist sie wie Stings "Englishman in New York". Andere Sprache, andere Sitten, anderes Essen, ... lange dauert es bis sie die ersten Schritte Richtung Zuhause machen kann.

Als sie Jahre später an diese Zeit erinnert wird, kommen die Gefühle von damals wie ein Wirbelsturm zurück.

Irgendwie hat das Buch mir den Gedanken hinterlassen, dass es eigentlich nicht viel mehr als zwei Menschen braucht, um eine Geschichte zu erzählen. Denn ich würde diese Story nicht als laut bezeichnen, nicht als umtriebig, nicht als abenteuerlich, sie ist schlicht- aber nicht weniger intensiv.

Wenn es hier auch um Romantik geht, so ist der Kern des Ganzen doch etwas viel Allgemeineres, immer noch viel zu Präsentes, bei dem die meisten Menschen ihr Handeln hinterfragen sollten. Ob aufgrund der Nationalität oder einer anderen Abweichung von der "Norm", Menschen neigen zu Vorurteilen und Schubladendenken und merken dabei gar nicht, was ihnen dadurch durch die Finger rinnt, wie viel Zeit sie mit Unwichtigem, mit unschönen Gefühlen verschwenden.

Auch wenn ich eingangs geschrieben habe, ich würde die Story nicht als laut bezeichnen, ist das was ihr aus dem Buch mitnehmen solltet, dass ihr laut sein dürft und manchmal auch sollt und dass Akzeptanz, Toleranz und Respekt eine Welt so viel größer machen können.

Lesen!

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Country roads, take me home

We Break And Heal
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Nachdem Cleo ein Großprojekt beendet hat, hatte sie eigentlich nicht den Plan sich Hals über Kopf in etwas Neues zu stürzen. Doch als ein höchstseriöser Brief ihre Schwestern und sie zurück an den Ort ...

Nachdem Cleo ein Großprojekt beendet hat, hatte sie eigentlich nicht den Plan sich Hals über Kopf in etwas Neues zu stürzen. Doch als ein höchstseriöser Brief ihre Schwestern und sie zurück an den Ort ihrer Kindheit führt, sind Neugier und Pflichtbewusstsein omnipräsent. Und nicht nur das große Familiengeheimnis fordert Aufmerksamkeit, auch ein Bekannter aus einem anderen Leben streckt seine Fühler in Cleos Richtung.

Wie der Titel schon verspricht, geht es hier um Familienbande und irgendwie wird man dabei an Serien, ob real oder Zeichentrick, aus den letzten Jahrzehnten erinnert, nicht nur mit Friede, Freude, Eierkuchen sondern auch mit Zunder und Zoff. Dieses essentielle Thema kommt auch wirklich vielfältig, authentisch und bildlich rüber. Neben den Schwestern spielen aber auch noch weitere Familienmitglieder eine Rolle, deren Umsetzung ebenfalls gelungen ist. Ich hatte allerdings etwas Probleme mit dem ambivalenten Umgang mit Erinnerungen. Dieses, für mich, widersprüchliche Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen, unabhängig davon wie meine Meinung zu dem Thema war.

Die Geschichte von Dax und Cleo fand ich spannend, wenn auch nicht unbekannt. Hier dürfte vielleicht im nächsten Band auch nochmal einiges auf den Tisch kommen.

Die Story war sehr breit aufgestellt und hatte auch emotional einige Facetten, ich hätte an einigen Stellen aber auch eine komprimiertere Version geschätzt.

Wer hofft, ihm würde es erreichen, dieses Buch zu lesen und sich dann frei zu entscheiden, ob man weiterlesen möchte, wird hier wohl nicht bedient werden, denn Band 2 ist hier recht offensichtlich ein Muss, um die eigene Neugier zu befriedigen.

Für mich war es eine durchaus unterhaltsame Cosy Romance mit Spannung und viel Liebe für Details - mit kleinen Abstrichen.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Step by step

Felsenfest
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Ich bin ein großer Fan davon, die eigene Perspektive zu erweitern und vor allem im Umgang mit Kindern und Jugendlichen regelmäßig zu reflektieren, denn wir alle waren mal an diesen Punkten und sicher haben ...

Ich bin ein großer Fan davon, die eigene Perspektive zu erweitern und vor allem im Umgang mit Kindern und Jugendlichen regelmäßig zu reflektieren, denn wir alle waren mal an diesen Punkten und sicher haben die meisten von uns noch Erinnerungen, was damals gut und nicht so gut war.

Bei "Felsenfest" stößt man auf viele nachvollziehbare, respektvolle Ansätze, wie man bestimmte Situationen (anhand von konkreten Beispielen, mit der Möglichkeit zur Verallgemeinerung) angehen kann, um nachhaltig Bindung zu stärken oder zu schaffen.

Aus eigener Erfahrung kommt man meines Erachtens am Weitesten, wenn man Kindern auf Augenhöhe begegnet. Das heißt nicht, Verantwortung über Bord zu werfen, sondern einfach auf Argumente, Wünsche und Sorgen einzugehen und ggf. zu erklären, warum sich manches davon nicht umsetzen lässt.

Leider fand ich an manchen Stellen das Buch eher monoperspektivisch und mir hat dabei gefehlt, dass man sich nicht nur am Kind orientiert, sondern dass man auch dem Kind die Möglichkeit gibt andere Perspektiven zu entdecken und dabei im sozialen Geflecht zu interagieren. Kinder haben eine Empathie, die vielen Erwachsenen abhanden gekommen ist und die sollte man fördern.

Demnach hat das Buch durchaus interessante und wertvolle Denkanstöße, dürfte aber für mich in manchen Punkten anders aufgebaut sein.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Better than you

All the things I didn't say
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Sadie und Julius sind ihre eigene Liga. Egal welche Disziplin, die beiden Schüler liefern sich seit Jahren einen Konkurrenzkampf. Kein Wunder also, dass Julius quasi Sadies Erzfeind ist und sie regelmäßig ...

Sadie und Julius sind ihre eigene Liga. Egal welche Disziplin, die beiden Schüler liefern sich seit Jahren einen Konkurrenzkampf. Kein Wunder also, dass Julius quasi Sadies Erzfeind ist und sie regelmäßig auf die Palme bringt. Blöd nur, dass Sadie kein Fan von Konfrontationen ist und auch keiner von Tagebüchern, denn das Internetzeitalter ist nicht immer dein bester Freund...

Irgendwie hat mich der Beef an einige Filme und Serien von früher erinnert und es war wirklich unterhaltsam, Sadie und Julius bei ihrer Fehde inklusive zugehörigem Chaos zuzugucken. Könnte mir auch vorstellen, dass sich das ebenfalls gut verfilmen lässt, vor meinem inneren Auge hat das schon funktioniert. :)

Auch wenn die Protagonisten jung sind, fand ich die Story an sich nicht unreif oder kindisch. Die Auseinandersetzungen könnten ebenfalls gut in einem Arbeitsumfeld passieren und die daraus resultierenden Konflikte wären da auch passend inklusive Einflüssen von außen.

Die "Moral von der Geschicht" ist sicher alltagstauglich und etwas, das Menschen viel zu gerne vergessen bzw. einfach nicht abrufen können.

Die Balance zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit ist hier gut gelungen und hat auch dafür gesorgt, dass man beim Lesen nicht aufgelaufen ist.

Etwas merkwürdig fand ich nur zwischendurch mal eine Phase, bei der es mir so vorkam als hätte eine Hauptperson vergessen was erst passiert ist.

Ich würde die Geschichte Menschen ans Herz legen, die mal wieder Lust auf ein Duell haben, aber keine auf physische Waffen. :D

Primär für YA-Leser, aber mit Open End.

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