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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2024

Ein packender Pageturner!

Das Wochenende
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Max und Annie sind mit ihrem 12-jährigen Sohn mit besonderen Bedürfnissen von London nach Cornwall gezogen, um einen Glamping-Platz an der Atlantikküste zu gründen. Zur Einweihung, vor der Eröffnung, haben ...

Max und Annie sind mit ihrem 12-jährigen Sohn mit besonderen Bedürfnissen von London nach Cornwall gezogen, um einen Glamping-Platz an der Atlantikküste zu gründen. Zur Einweihung, vor der Eröffnung, haben sie alte Freunde- und Freundinnen eingeladen. Den großspurigen Reality-TV-Star Dominic mit seiner Patchworkfamilie, darunter eine schlechtgelaunte 16-jährige. Kira, die Mutter eines Babys mit ihrem Lebensgefährten. Die “Hippies" Jim und Suzie mit ihren Kindern. Dann sind da noch ein junger, gutaussehender Hilfsarbeiter sowie ein Touristenhassender Milchbauer, der in der Nähe seine Kuhweide hat. Alle geben sich Mühe nett zu sein (außer der Bauer), die “Angeheirateten” miteinzubeziehen, doch schon am ersten Abend kommt es zu einem Konflikt, der die Gemüter spaltet. Am nächsten Tag zieht ein Sturm auf, zudem geraten die Geschehnisse nach und nach außer Kontrolle. Als klar wird, dass ein Kind verloren gegangen ist, hagelt es Vorwürfe - Verzweiflung sowie Wut machen sich breit. Zwischen Hoffen und Bangen bricht sich bitterster Groll Bahn. Es gibt Suchaktionen bei widrigsten Wetterbedingungen, die mit einem Polizeieinsatz, Verhören sowie Krankenhausaufenthalten enden. Und nicht alle überleben das Wochenende ...

Der Spannungsaufbau ist von Anfang an großartig, denn verschiedene Perspektiven sowie Zeitebenen bringen viele Cliffhanger mit sich! Die Handlung ist äußerst rätselhaft, da sich Entscheidendes (wer ist schwer verletzt, wer hat was getan, wer ist tot) allmählich entfaltet und (gezielt?) Pronomen statt Namen verwendet werden. Die vielen Andeutungen sind absolut mitreißend und die wendungsreichen Geschehnisse sind atemberaubend!

Der Schreibstil ist atmosphärisch, lebendig sowie ausdrucksstark, die Figuren bzw. die Figurendynamiken sind psychologisch hoch interessant und die Enthüllungen haben es in sich!

Nebenbei werden auch Probleme des “Frauseins”, der Elternschaft, in Beziehungen und in Freundschaften ungemein feinfühlig, scharfsinnig sowie mutig geschildert!

“Das Wochenende” ist ein packender, vielschichtiger Thriller mit tollen Überraschungen!

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Großartig!

Die blaue Stunde
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Als ein Ausstellungsbesucher erkennt, dass in einem Werk der berühmten, verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman menschliche Knochen verarbeitet sind, geht James Becker, der Kurator der Stiftung, die Vanessas ...

Als ein Ausstellungsbesucher erkennt, dass in einem Werk der berühmten, verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman menschliche Knochen verarbeitet sind, geht James Becker, der Kurator der Stiftung, die Vanessas Werke geerbt hat und vermittelt, der Sache auf den Grund: Er besucht Grace, die engste Vertraute der Künstlerin, die auf einer abgelegenen schottischen Privatinsel wohnt.

Erzählt wird aus drei Perspektiven, eine davon besteht aus Tagebucheinträgen, Notizen und Briefen der verstorbenen Künstlerin.

Der atmosphärische, ausdrucksstarke, filmische Schreibstil allein, macht “Die blaue Stunde” von der ersten bis zur letzten Seite absolut mitreißend! Dann sind da noch die faszinierend verstörenden Charaktere (voller Widersprüche), die komplizierten Dynamiken zwischen ihnen sowie die düsteren, rätselhaften Geschehnisse, voller dunkler Geheimnisse bzw. erschütternder Enthüllungen!

Vanessas exzentrischer Lebensstil und James’ Besessenheit von der Künstlerin bzw. ihren Werken nehmen viel Raum ein, im Grunde geht es jedoch um Grace, sie ist die heimliche Hauptfigur ...

Die Handlung ist psychologisch ausgeklügelt, raffiniert aufgebaut und voller Wendungen, die zu einem fulminanten Finale führen! “Die blaue Stunde” ist mMn Paula Hawkins bisher bestes Buch!!!

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Außergewöhnlich!

Eisiges Glas
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“Eisiges Glas” ist der 2. Fall für Leo Asker, ihr Team von Eigenbrötlern und ihrem Jugendfreund Martin Hill. Er half ihr bereits bei ihrem 1. Fall mit seinem Wissen über Lost Places. Die Bände können unabhängig ...

“Eisiges Glas” ist der 2. Fall für Leo Asker, ihr Team von Eigenbrötlern und ihrem Jugendfreund Martin Hill. Er half ihr bereits bei ihrem 1. Fall mit seinem Wissen über Lost Places. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, das Entscheidendes aus dem 1. Band gebündelt und geschickt in den 2. Band einfließt.

Kriminalinspektorin Leo, die aus der Abteilung für Kapitalverbrechen in die Kellerabteilung für aussichtslose Fälle gemobbt worden ist, hatte eine traumatische Kindheit – wegen ihres Vaters. Der fanatische Prepper meldet sich nun nach 15 Jahren Funkstille, um ihre Hilfe einzufordern: Er prophezeit, dass er bald wegen des Mordes an einem Bergbauingenieur ins Visier ihrer Kollegen geraten wird, dann erpresst er sie ihm zu helfen ...

Leo riskiert ihren Job, indem sie sich in die Ermittlungen der Abteilung für Kapitalverbrechen einmischt, wegen des Interessenkonflikts und weil der neue Chef, der ihr Ex ist, sie immer noch auf dem Kieker hat.

Gleichzeitig bekommt Martin (ein Urban Explorer & Autor) das Angebot, ein Buch über eine Unternehmerfamilie zu schreiben, die im Bereich Medizintechnik führend ist. Angeblich hat eine Begegnung mit Aliens ein Familienmitglied zu bahnbrechenden Ideen inspiriert. Doch er sieht in seinem Rechercheaufenthalt auf dem Gut der Großfamilie die Chance sich einen Jugendtraum zu erfüllen, denn: ihnen gehört auch eine Insel, die quasi das Roswell Schwedens ist. Ein mysteriöses, stillgelegtes Bergwerk und Gerüchte von UFO-Landungen machen die Insel zum Faszinosum. Dann erfährt er von zwei Männern, die die Insel vor Jahren verbotenerweise erkunden wollten: einer ist ertrunken, einer wird vermisst ...

Verschiedenen Perspektiven (darunter eine sehr unheimliche, anonyme) sowie Zeitebenen bringen Tiefe und Spannung mit sich. Der unterhaltsame Humor, der manchmal aufblitzt, sorgt für etwas Leichtigkeit. Die Nachforschungen der beiden Hauptfiguren sind komplex sowie rätselhaft gestaltet und sie hängen natürlich zusammen ...

“Kaltes Glas” ist ein atmosphärischer, herrlich düsterer, fesselnder Krimi, mit interessanten Figurendynamiken und einem faszinierend verstörenden Thema - und damit meine ich nicht Aliens! Mein einziger Kritikpunkt: Ich habe mir manchmal etwas mehr Tempo gewünscht!

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Nicht ganz mein Geschmack

Kein Land in Sicht
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Ein Kreuzfahrtschiff, eine Frau in ihrer Kabine, sie weiß nicht, wer sie ist und warum sie sich auf hoher See befindet, denn sie hat Angst vor Wasser!

Ihr bleibt nichts anderes übrig, als das Beste aus ...

Ein Kreuzfahrtschiff, eine Frau in ihrer Kabine, sie weiß nicht, wer sie ist und warum sie sich auf hoher See befindet, denn sie hat Angst vor Wasser!

Ihr bleibt nichts anderes übrig, als das Beste aus der Situation zu machen, in der Hoffnung, sich bald wieder zu erinnern. Und ihre Erinnerung kehrt tatsächlich zurück: sie ist Kriminalkommissarin, sie arbeitet Undercover, um eine Schlepperbande zu stellen.

Hier muss man lange warten, bis es spannend wird, die Handlung ist von Anfang unheilvoll, denn die Lage der Protagonistin sowie die eines anderen Charakters ist bedrohlich und wirft viele Fragen auf! Der schwarzhumorige, amüsante Schreibstil ist unterhaltsam und die Hauptfigur ist interessant.

Ich fand “Kein Land in Sicht” gut, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt und ich habe eine Weile gebraucht, um mich an den, meiner Meinung nach, partiell etwas “abstrakten” Schreibstil zu gewöhnen.

Die wenigsten Handlungsstränge konnten mich wirklich packen, die Umsetzung der großartigen Prämisse trifft einfach nicht so richtig meinen Geschmack, der Humor hat mir allerdings sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Abgefahren!

The Hollow Places
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Kara ist frisch geschieden und muss in ihren kleinen Heimatort zu ihrer Familie zurückziehen. Dort hilft sie im eigentümlichen Kuriositätenkabinett ihres Onkels aus. Als sie eines Tages ein Loch in der ...

Kara ist frisch geschieden und muss in ihren kleinen Heimatort zu ihrer Familie zurückziehen. Dort hilft sie im eigentümlichen Kuriositätenkabinett ihres Onkels aus. Als sie eines Tages ein Loch in der Wand entdeckt und dahinter einen mysteriösen Gang, beschließt sie dem auf den Grund zu gehen - zusammen mit dem freundlichen, exzentrischen Betreiber ihres Stammcafés. Die beiden landen schließlich in einer unheimlichen Parallelwelt, aus der sie nicht so leicht wieder herausfinden ...

Die schrägen, liebenswerten Figuren, das seltsame Wundermuseum, der skurrile Humor und die rätselhaften Geschehnisse sind ganz herrlich geistreich, amüsant sowie bewegend gestaltet!

Die Schilderungen der Umgebung sind bildstark, die Atmosphäre ist mal gemütlich, mal gruselig, die Dynamik zwischen Kara und Simon ist zum Brüllen komisch und die packende Horror-Handlung bietet einige Überraschungen!

Ich bin nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe, ein-zwei winzige Fragen blieben für mich offen, aber das trübte meine Lesevergnügen kaum!

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