Cover-Bild Eisiges Glas
Band 2 der Reihe "Leo Asker"
(10)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Weibliche Ermittler
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 15.11.2024
  • ISBN: 9783426468029
Anders de la Motte

Eisiges Glas

Leonore Askers besondere Fälle. Kriminalroman | Band 2 der schwedischen Bestseller-Krimi-Reihe I »Ein fesselnder Pageturner« Göteborgs-Posten #2
Marie-Sophie Kasten (Übersetzer)

Skandinavisches Noir vom Feinsten – raffiniert, atmosphärisch und hochspannend ab der ersten Seite: Anders de la Mottes Schweden-Krimi »Eisiges Glas«
Kaum hat Kriminalinspektorin Leonore Asker ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst, nimmt ihr Vater nach jahrelangem Schweigen Kontakt zu ihr auf. Der Prepper steht unter Verdacht, mit dem Tod eines Urban Explorers in Zusammenhang zu stehen, dessen Leiche ohne Augen aufgefunden wurde – und droht, sich der Verhaftung ohne Hilfe seiner Tochter gewaltsam zu widersetzen.
Zur gleichen Zeit erhält Leos Kindheitsfreund Martin Hill den Auftrag, auf einer Privatinsel mit verlassenem Observatorium an einer Biografie zu arbeiten. Bald entdeckt Hill, dass es in der Gegend noch mehr Geschichten gibt – über mysteriöse Lichter und über Körper ohne Augen …
Tough, nerdig, ungewöhnlich anders: der 2. Fall für Leo Asker und ihr Team von Außenseitern!

Ausgezeichnet als Best Crime of 2023 (Verdens Gang)

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2025

Spannend, mystisch, atmosphärisch

0

Worum geht’s?
Prepper Per funkt Leo an. Ein Toter liegt unweit seines abgelegenen Domizils, und plötzlich schwebt der Vorwurf im Raum, Per hätte vor über 15 Jahren jemanden verschwinden lassen. Doch wie ...

Worum geht’s?
Prepper Per funkt Leo an. Ein Toter liegt unweit seines abgelegenen Domizils, und plötzlich schwebt der Vorwurf im Raum, Per hätte vor über 15 Jahren jemanden verschwinden lassen. Doch wie viel Wahrheit steckt in seiner Unschuldsbeteuerung? Parallel dazu fällt Martin Hill, Leos Freund seit Sandkastentagen, buchstäblich über mehrere Leichen, als sich ein Kindheitstraum erfüllt und er alte, vergessene Orte betritt. Die Vergangenheit öffnet ihre Türen, und dahinter wartet nichts Gutes.

Meine Meinung:
Zu diesem Buch gehen die Meinungen weit auseinander, aber für mich war es ein Volltreffer. Anders de la Motte führt die Reihe um Leo Askers besondere Fälle für mein Gefühl genau so weiter, wie sie begonnen hat: atmosphärisch dicht, fesselnd erzählt und voller unterschwelliger Spannung. In „Eisiges Glas“ bekommen wir nicht nur einen Sog, der einen von Seite zu Seite trägt, sondern auch eine überraschend breite Themenpalette, in die der Autor uns Schritt für Schritt hineinzieht. Man muss allerdings offen sein für einen leichten Einschlag in Richtung Mystik und fast schon Science Fiction – für mich passte das hervorragend. Vieles hat mich an meine Lieblingsserien erinnert: ein Hauch Ackerman, kleine Pendergast-Vibes, ein bisschen Sonderdezernat Q. Aber alles bleibt klar erkennbar de la Motte, nie abgekupfert, immer mit dieser eigenwilligen schwedischen Klarheit, die das Ganze zusammenhält.

Wir erfahren mehr über Leo und Martin, beide Figuren mag ich sehr. Sie tragen ihre Vergangenheit sichtbar mit sich herum, ohne zur Karikatur zu werden. Ihr Potenzial ist groß, und de la Motte nutzt es auch. Prepper Per ist ebenso spannend – kantig, eigen, voller Fragezeichen. Dazu kommen Schauplätze, die fast wie in ein Exit-Room wirken: abgelegen, beklemmend, perfekt gewählt. Die Art von Orten, bei denen man sofort denkt: Da würde ich selbst gerne nachsehen, obwohl man genau weiß, dass das keine clevere Idee wäre.

Auch der Fall selbst, die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, speziell Leos eigene Geschichte, hat für mich wunderbar funktioniert. Die Insel Blockö, ein Paradies für Urban Explorer und UFO-Fans, die unterirdischen Gänge, die Legenden, die sich darum ranken – all das baut eine Atmosphäre auf, die einen regelrecht hineinzieht. Vieles davon könnte ich nicht erwähnen, ohne zu spoilern, aber die Art, wie de la Motte die Verbindung der Szenen um Leo und Martin langsam zusammenführt, fand ich wirklich stark. Der fiktive Fiction-Teil hat für mich gut reingepasst, auch wenn man sich darauf einlassen muss.

Ich war beim Lesen komplett versunken. Die Bilder waren so klar, dass ich kaum gemerkt habe, wie schnell ich durch die Kapitel geflogen bin. Spannend, unerwartet, dicht, genau die Mischung, wegen der ich solche Geschichten lese. Von mir eine deutliche Leseempfehlung und große Vorfreude auf Teil 3. Und ja: Ich hoffe sehr, dass wir dann auch das erweiterte Team rund um Leo näher kennenlernen.

Fazit:
„Eisiges Glas“ von Anders de la Motte liefert eine atmosphärisch dichte, spannend verschachtelte Story, die Mystik, Crime und starke Figuren souverän vereint. Für mich ein packender zweiter Teil, der das Niveau hält und die Reihe souverän nach vorne trägt.

Ganz klare 5 Sterne von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Forscherinsel

0

Kriminalinspektorin Leonore Asker, genannt Leo, ist gar nicht so unglücklich als Leiterin der „Abteilung für hoffnungslose Fälle und verlorene Seelen“ im ersten Untergeschoss, in die man sie kürzlich verbannt ...

Kriminalinspektorin Leonore Asker, genannt Leo, ist gar nicht so unglücklich als Leiterin der „Abteilung für hoffnungslose Fälle und verlorene Seelen“ im ersten Untergeschoss, in die man sie kürzlich verbannt hat. Denn – wie sie bemerkt – bekleckert sich Kollege Jonas Hellman wieder einmal nicht mit (eigenem) Ruhm und noch dazu beginnt er eine Jagd auf Per Asker, Leos Vater, mit dem sie selbst seit fünfzehn Jahren nicht mehr gesprochen hat. Zur selben Zeit erhält Leos Kindheitsfreund, Martin Hill, den Auftrag, auf einer abgeschirmten Insel ein Buch über den dortigen Technologiepark zu schreiben.

Spannende Handlungsstränge, geheimnisvolle Orte, Urban Exploration – die Erkundung von verlassenen und verfallenden Gebäuden, die sonderbare Ermittlungsgruppe rund um die kluge Leo, der ruhige, besonnene Martin – eine gelungene Mischung aus interessanten Bausteinen, welche letztendlich für kurzweilige Unterhaltung und packende Lesestunden sorgen. Die einzelnen Szenen sind durch eingehende Recherche bzw. de la Mottes Erfahrung als Polizist und Mitarbeiter im Sicherheitswesen durch Detailtreue und Logik geprägt, auch im medizinischen Bereich, der mit der Insel im Zusammenhang steht, wirkt die Idee rund um die Forschungen authentisch. Die Insel ist also zweierlei: sowohl Ort von wissenschaftlicher Grundlagenanalyse, als auch Ort für aufregende Urban Exploration-Ausflüge, seit man dort ein UFO und Außerirdische gesehen haben will. Geschickt werden diese unterschiedlichen Geschichten miteinander verwoben, mittendrein kommt dann noch Leo Askers persönliche Betroffenheit, sodass das Ganze überaus abwechslungsreich wird. Trotz der hohen Seitenzahl bleibt die Handlung überwiegend dynamisch, weckt die Kürze der einzelnen Kapitel immer wieder Neugierde darauf, wie es gerade an anderer Stelle weitergeht.

Lesevergnügen der besonderen Art mit ungewöhnlichen Themen und noch ungewöhnlicheren Figuren. Stille Falle als Start ist aus meiner Sicht empfehlenswert.

Veröffentlicht am 12.01.2025

Kann Leo die Vergangenheit hinter sich lassen?

0

Zum Inhalt:
Gerade erst hat Kriminalkommissarin Leonore Asker ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst und beschlossen, in dieser zu bleiben, da erhält sie einen Anruf ...

Zum Inhalt:
Gerade erst hat Kriminalkommissarin Leonore Asker ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst und beschlossen, in dieser zu bleiben, da erhält sie einen Anruf von ihrem Vater. Per Asker will, dass seine Tochter den Mord an Tord Korpi aufklärt, dessen Leiche auf einer alten Deponie in der Nähe der Farm gefunden wurde. Da Per Tord kennt, befürchtet er, verdächtig zu werden, für seinen Tod verantwortlich zu sein und will sich einer Verhaftung gewaltsam widersetzen, falls Leo ihm nicht hilft.
Währenddessen bekommt Leos Kindheitsfreund Martin Hill das Angebot seines Lebens. Er soll an einer Biografie von Gunnar Irving schreiben. Dafür soll er auch Zugang zu der Insel Blockö bekommen, die er schon seit Kindheitstagen erforschen will. Doch auf dem Anwesen der Familie geschehen merkwürdige Dinge und Martin gerät durch seine Nachforschungen in große Gefahr.

Meine Meinung:
Gemeinsam mit Kriminalkommissarin Leonore Asker, Leo genannt, begeben wir uns in die Ermittlungen im Fall von Tord Korpi, der unweit der Farm ihres Vaters tot aufgefunden wurde. Ich habe Leo gern bei ihren Ermittlungen begleitet, die nicht nur ganz schön verzwickt sind, sondern ihr auch einiges persönlich abverlangen. Eben weil der Fall verzwickt ist und ihre Ermittlungen unter dem Radar ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich bringen, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Zudem werfen Martin Hills Recherchen auf dem Anwesen der Familie Irving immer mehr Fragen zu deren Familiengeschichte und deren Firma auf und ich war gespannt, was er alles herausfinden wird. Außerdem stellte sich mir die ganze Zeit die Frage, ob Leos Fall mit der Familie Irving zusammenhängt oder nicht. Ich fand das Zusammensetzen der ganzen Hinweise zu einem Ganzen wirklich spannend und auch wenn ich mir im Laufe der Handlung einiges zusammenreimen konnte, gab es einige Wendungen, mit denen ich nie gerechnet hätte.

Mit Leonore Asker ist dem Autor eine vielschichtige Protagonistin gelungen, die einige Ecken, Kanten und Eigenheiten hat, mit denen sie sich nicht bei jedem beliebt macht. Gerade diese und ihre ganze Art machen sie aber zu einer guten Ermittlerin. Ich fand den Zwiespalt, die Unsicherheit und das Gefühlschaos, in das Leo durch den Anruf ihres Vaters und ihre Ermittlungen gerät, gut und nachvollziehbar dargestellt. Man spürt regelrecht, wie sehr dies alles Leo innerlich aufwühlt, sie dadurch an sich und ihre Fähigkeiten zweifelt, sich aber auch immer wieder dagegen wehrt, dass ihr Vater wieder Macht über sie erhält. Dabei merkt man, wie gut ihr der Austausch mit Martin tut und wie groß ihr Vertrauensverhältnis inzwischen ist.

Die Figuren und Schauplätze hat der Autor bildreich und detailliert beschrieben, sodass ich sie mir alle gut vorstellen konnte und mich fühlte, als wenn ich die einzelnen Orte selbst durchstreifen würde. Zudem haben selbst seine Nebenfiguren eigenständige Charakterzüge, wodurch man sie alle gut voneinander unterscheiden kann.

Fazit:
Ein spannender Krimi, in dem sich Kriminalkommissarin Leonore Asker nicht nur in einem verzwickten Fall wiederfindet, sondern dieser sogar sehr persönlich für sie wird. Ich habe Leo wirklich gern bei ihren Ermittlungen begleitet, ebenso wie Martin Hill während seiner Recherchen zur Familie Irving und deren Firma. Ich fand es spannend, den ganzen Hinweisen nachzugeben und diese zu einem Ganzen zusammenzufügen. Teilweise ist mir dies gelungen, teilweise konnte der Autor mich aber auch mit unvorhersehbaren Wendungen überraschen. Nun bin ich gespannt, in welchem Fall Leo als nächstes ermitteln wird.

Veröffentlicht am 06.01.2025

Traum und Albtraum

0

Zum Inhalt:
Leo Asker und Martin Hill bekommen jeweils besondere Aufträge. Während Martin zum Geburtstag eines Firmenpatriarchen eine Festschrift schreiben soll, erreicht Leo der Hilferuf ihres manipulativen ...

Zum Inhalt:
Leo Asker und Martin Hill bekommen jeweils besondere Aufträge. Während Martin zum Geburtstag eines Firmenpatriarchen eine Festschrift schreiben soll, erreicht Leo der Hilferuf ihres manipulativen Vaters Per, dem eine Mordermittlung droht. Martins Traum, dabei auch der vermeintlichen UFO-Begegnung des Wirtschaftsmagnaten auf den Grund gehen zu dürfen und Leos Albtraum, ihrem Vater helfen zu müssen, um nicht selbst mit dem Verlust der Karriere zu büßen, haben schnell mehr gemeinsam, als die nächtliche (Un)ruhe.

Mein Eindruck:
Das Buch lässt sich in zwei Wörtern beschreiben: Unfassbar spannend! Aber auch der (schwarze) Humor kommt nicht zu kurz, wenn man betrachten darf, wie die innerpolizeiliche Konkurrenz alles dafür tut, sich nicht mit Ruhm zu bekleckern. Und noch etwas gefällt: Beide Protagonisten sind Außenseiter (wie im Übrigen die ganze von Leo geleitete Abteilung), aber sie suhlen sich nicht in der heute gern genommenen Opferrolle, sondern beweisen Stärke und haben Spaß und Erfolg dabei. Zu diesen für sich schon interessanten Charakteren entspinnt de la Motte eine Geschichte, die aus einem großen Potenzial an Möglichkeiten schöpft, welche die schwedische Gesellschaft im Überfluss bietet. Hier gibt es eben die wissenschaftlichen Erfindungen ebenso wie den Glauben an Engel oder das (Über)leben in und mit der Natur. Aber es wird auch gesungen (in Schweden ganz wichtig) und Fika gegessen (fast noch wichtiger). Dieser Lokalkolorit macht alle Bücher von de la Motte aus - die Thriller und die gemütlichen Krimis.

Mein Fazit:
Großartig

Veröffentlicht am 10.12.2024

Ein neuer Fall für die Abteilung der hoffnungslosen Fälle!

0

Nachdem mir der, für mich bis dato unbekannte, Autor mit dem ersten Buch dieser Reihe ein wahres Lese-Highlight beschert hat, war ich doch sehr gespannt auf den neusten Teil der Reihe um Leo Asker und ...

Nachdem mir der, für mich bis dato unbekannte, Autor mit dem ersten Buch dieser Reihe ein wahres Lese-Highlight beschert hat, war ich doch sehr gespannt auf den neusten Teil der Reihe um Leo Asker und Martin Hill.
Und das Warten und die Vorfreude haben sich mehr als gelohnt. De la Motte nimmt uns Leser sofort und erneut mit auf eine spannende Reise in die Welt der Lost Places und erlaubt uns einen weiteren Blick in die Arbeit dieser ungewöhnlichen Außenseitertruppe der Kriminalpolizei.
Die verschiedenen Erzählstränge, der häufige Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit. Der unglaublich hohe Spannungsbogen. Das alles hat mich sofort gefesselt und mitgenommen in die Welt der Leo Asker und ihre Abteilung für hoffnungslose Fälle.
Die Personen sind allesamt interessant, der ein oder andere etwas skurril, oft weiß man nicht, ob gut oder böse, dumm oder klug, aber es macht so viel Spaß daneben zu stehen und den Protagonisten über die Schulter zu schauen.
Und diese Gefühl, auch als Leser mitten in der Story zu stehen, vermittelt der Autor perfekt. Detailliert und immer mit einer guten Prise Humor. Auch der Rückblick auf das erste Buch gleich am Anfang hat mir sehr gut gefallen, das war ein gelungener Einstieg in den zweiten Teil dieser tollen Reihe.
Mir hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut gefallen, ich habe es fast in einem Rutsch gelesen, weil man diesen guten und interessanten Krimi, rund um die herrlich eigensinnige Leo Asker, einfach nicht aus der Hand legen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere