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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2026

"Einfach guter Krimi- und Hörstoff"

Moorland. Die Zwillinge
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Andreas Winklelmann hat mit Moorland: Die Zwillinge eine neue Reihe gestartet. Es geht um einen kleinen Ort am Moorland gelegen. Es geht um im Moor verschwundenen Zwillinge, Intrigen, Betrug und um die ...

Andreas Winklelmann hat mit Moorland: Die Zwillinge eine neue Reihe gestartet. Es geht um einen kleinen Ort am Moorland gelegen. Es geht um im Moor verschwundenen Zwillinge, Intrigen, Betrug und um die „neue“ Kommissarin Malia Gold, die nach 15 Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, nachdem sie sich damals mit ihrer Mutter überworfen hat.
Es ist eine klassischer Krimi. Eine gute Story mit vielen interessanten Figuren. Manche nett, manche ruppig, viele sind verdächtig, andere wirken harmlos. Malia Gold muss sich beweisen und nebenbei anfangen ihre Beziehung zu ihrer Mutter aufzuarbeiten.
Das Buch ist gut und leicht lesbar und hat alles was man von einem Krimi dieser Art erwartet und möchte. Viele mehr oder weniger Verdächtige, die nach und nach ausgeschlossen werden können oder sich noch verdächtiger machen, eine schlüssige, unerwartete Auflösung und schon auch viel Einfluss der privaten Probleme auf die Story. Es macht Spaß das alles zu beobachten und Charles Rettinghaus bringt uns Hörer*Innen das sehr engagiert, emotional und mitreissend nah.

Ein gutes Buch, das auf jeden Fall das Potenzial für eine Fortsetzung hat. Es ist vielleicht nicht das raffinierteste Winkelmann Buch und bedient eher das klassische Krimigenre, aber mir hat das Hören sehr viel Freude bereitet.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Das Warten hat sich mehr als gelohnt!

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Endlich gibt es ein „Wiedersehen“ mit Fabian Risk. Stefan Ahnhem hat uns lange warten lassen, aber wenn das Warten so endet, bin ich dabei.
Was für ein spannender und guter Thriller, ein wahrer Pageturner. ...

Endlich gibt es ein „Wiedersehen“ mit Fabian Risk. Stefan Ahnhem hat uns lange warten lassen, aber wenn das Warten so endet, bin ich dabei.
Was für ein spannender und guter Thriller, ein wahrer Pageturner. Ich musste leider zwischendurch aufhören, weil es ja doch eher ein „dickes“ Buch ist, aber ich habe jede Seite genossen. Ich mag Fabian Risk einfach immer schon sehr gerne als Hauptfigur ist er einfach perfekt. Klug, immer ein bisschen traurig, manchmal ruppig, aber mit viel Herz natürlich. Jedes Buch ist und war ein wahrer Lesegenuss für mich. Die Story ist diesmal sehr aktuell, fast schon beängstigend aktuell. Ich hoffe, es bleibt eine fiktive Story, auch wenn die Thematik an sich inzwischen realistischer wird. Stromausfall, Kindesentführung, Manipulation durch Erpressung, politische Umbrüche, geheime Gruppierungen mit Umsturz Plänen, Gehirnwäsche und mitten drin Fabian Risk mit alten Weggefährt/innen und neuen Kolleg/innen. Zu meinem Leseglück taucht auch die von mir sehr gemochte Dunja Hougaard wieder auf.
Es ist ein spannungsgeladener Thriller mit Wendungen, engagierten Polizisten, Institutionen kämpfen gegeneinander statt miteinander. So viel ausgeklügelte Polizeiarbeit die zu Fahndungserfolgen führt, dann aber wieder in ganz andere Richtungen weist. Dieser neuste Teil der Fabian Risk Reihe hat einfach alles, was ich von einem guten Buch erwarte. Toll geschrieben, spannende Charaktere, eine durchweg richtig gute Story, nah am Zeitgeschehen. Ich bin begeistert und außerordentlich zufrieden, dass es immer wieder so guten Lesestoff gibt und ein neuer Teil dieser Reihe immer wieder so viel Lesespaß für mich bereit hält.
Eine wirklich ganz klare Empfehlung für diesen tollen neusten Thriller von Stefan Ahnhem, nebst seinem Hauptprotagonisten Fabian Risk.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Nicht ganz leichte Thriller Kost, aber toll geschrieben und gesprochen!

Himmelerdenblau
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Auf „Himmelerdenblau“ bin ich erst im Rahmen der Nominierung für den Deutschen Hörbuchpreis 2026 gestoßen. Das erste Buch von Romy Hausmann „Liebeskind“ habe ich nur in der Umsetzung als Netflix Serie ...

Auf „Himmelerdenblau“ bin ich erst im Rahmen der Nominierung für den Deutschen Hörbuchpreis 2026 gestoßen. Das erste Buch von Romy Hausmann „Liebeskind“ habe ich nur in der Umsetzung als Netflix Serie gesehen, fand diese wirklich gelungen und dachte nun, es ist Zeit für mein erstes Buch der Autorin. Ich habe mich für die Ausgabe des Hörbuchs entschieden, weil ich Uwe Teschner als Sprecher wirklich unglaublich gerne mag und auch die Stimme von Leslie Malton ganz wunderbar finde. Dass es für den Hörbuchpreis nominiert ist, habe ich auch als Hinweis für einen zu erwartenden Hörgenuss gesehen. Die Länge von über 13 Stunden ist auch klasse, zu kurze Hörbücher sind nicht mein Ding.

Zunächst kann ich sagen, eine wirklich tolle Hörbuch Präsentation, gut gesprochen und inszeniert. Die Stimmen passen ganz genau zu den Personen und sind perfekt ausgewählt worden um die verschiedenen Charaktere der Figuren zu unterstreichen.
Romy Hausmann hat ein spannendes und empathisches Buch geschrieben, eine Geschichte die uns als Leser mitnimmt in die Welt der Demenz, Trauer und des Moderne des Podcasts, es geht um Gefühle, Verstrickungen und rätselhafte Ereignisse, verschwundene Menschen, Ängste und zwischenmenschliche Beziehungen.
„Himmelerdenblau“ ist nicht einfach ein Thriller. Die Autorin hat die Hauptprotagonisten toll erschaffen, interessant und mit viel Tiefgang, man lernt viel über die menschlichen Eigenarten, das Zusammenleben und die Abhängigkeiten, die Abgründe und auch viel über das Thema Demenz.

Grundsätzlich ist es einfach ein wirklich gut geschriebenes und erdachtes Buch. Das Thema Demenz in einen solchen Krimi/Thriller zu packen, nenne ich mutig. Es wird uns anschaulich und in keiner Weise langweilig oder anstrengend nahegebracht. Es nimmt allerdings einen großen Raum ein und wenn man sich darauf einlässt, bekommt man einen wirklich guten Einblick in die Psyche eines Demenzkranken und sein Umfeld. Aber auch die ausgesprochen spannende und wirklich überraschend ausgeklügelte Story lässt den Hörer nicht so schnell los. Es ist viel insgesamt, viele Personen, viele Erzählstränge, viel Emotionen, aber auch sehr viel Spannung und wirklich unerwartete Wendungen. Man muss sich erst mal in die Geschichte einfinden, herausbekommen wer wie tickt, wer mit wem verbunden ist und was wann aufgeklärt werden kann. Wenn man am Anfang ein wenig durchhält, wird man mit einem wirklich richtig guten Buch, einer ganz tollen Lesung und einer spannenden, ungewöhnlichen Geschichte belohnt.

Eine ganz klare Empfehlung für ein besonderes Buch, das komplett aus dem Mainstream heraussticht.


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Veröffentlicht am 15.01.2026

Bob Oz und Harry Hole wären best friends!

Minnesota
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Natürlich habe ich mich auf ein neues Buch von Jo Nesbø gefreut und natürlich war ich gespannt auf den „Neuen“.
Und vielleicht ist es auch natürlich, dass mir Harry Hole, der lieb gewonnene bisherige Hauptprotagonist ...

Natürlich habe ich mich auf ein neues Buch von Jo Nesbø gefreut und natürlich war ich gespannt auf den „Neuen“.
Und vielleicht ist es auch natürlich, dass mir Harry Hole, der lieb gewonnene bisherige Hauptprotagonist des Autors, am Anfang des Buches doch noch sehr gefehlt hat.
Aber gut Ding will Weile haben und man muss auch mal offen für einen neuen Ermittler von Jo Nesbø sein.
Das war und bin ich und habe meine Offenheit nicht bereut. In das Buch musste ich mich erst ein wenig eingewöhnen, da bin ich ehrlich, ein neuer Ermittler, eine neue Stadt, ein neues Land, neue Polizisten und Nebendarsteller.
Das ist mir zunächst etwas schwer gefallen. Die amerikanische Krimiliteratur ist eigentlich nicht so meins, aber als erfahrene Thriller/Krimi Leserin, weiß ich, mit Jo Nesbø kann man kaum etwas falsch machen. Und genauso ist es auch mit diesem Buch „Minnesota“.
Der neue, nicht mehr ganz taufrische, Ermittler Bob Oz kommt als unsympathischer, arroganter Zeitgenosse daher und ist immer ein wenig drüber. Aber nach den ersten Kapiteln findet man ihn auch schon ganz witzig, man muss sich ja erst mal kennenlernen und natürlich merken wir im Laufe des Buches, dass in ihm deutlich mehr schlummert als diese unfreundliche Chauvi Hülle. Jo Nesbø bringt uns die Story rund Morde und Gewalt im Bandenmilieu aus drei Sichtweisen bzw. Erzählsträngen näher. Wir lernen den Journalisten, der über den Fall in der Gegenwart schreibt, sowie Bob Oz und den Mörder, die damals als Hauptpersonen fungieren, nach und nach getrennt voneinander kennen. Das ist perfekt gemacht vom Autor und beschert uns Abwechslung und Spannung und das durchgängig aus meiner Sicht.
Es ist ein tolles Buch, mit Wendungen, raffiniert geschrieben und erdacht und mit ganz viel Potenzial für mehr. Ich bin schon ein bisschen Fan von Bob Oz geworden und von Jo Nesbø sowieso. Eine klare Empfehlung von mir für dieses neuste Thriller Werk.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Die Abteilung der verlorenen Seelen dreht auf!

Rostiges Grab
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Endlich ist er da, Teil 3 der Reihe rund um Leo Asker, ihre Abteilung der „verlorenen Seelen“ und ihren Lost Place Spezialisten und Jugendfreund Martin Hill.
Und wieder macht es mir so unglaublich viel ...

Endlich ist er da, Teil 3 der Reihe rund um Leo Asker, ihre Abteilung der „verlorenen Seelen“ und ihren Lost Place Spezialisten und Jugendfreund Martin Hill.
Und wieder macht es mir so unglaublich viel Spaß diese wunderbar kreierten Hauptprotagonisten bei der Lösung eines neuen Falls zu begleiten.
Allen voran die mit ein paar Ecken und Kanten ausgestattete, aber auch mit ganz viel Herz und Verstand gesegnete, Kriminalkommissarin Leo Asker.
Umgeben von den dunklen Seiten ihrer Vergangenheit, getriezt von fiesen Kollegen und Vorgesetzen und so schlau und allen stets ein paar Schritte voraus.
Dazu gesellt sich immer wieder ihr Jugendfreund Martin Hill, genauso pfiffig, wenn es um knifflige Fälle geht, die mit Lost Places in Zusammenhang stehen. Auch er ist durch die Vergangenheit und den letzten gemeinsamen Fall belastet, kämpft mit sich und seiner Gefühlswelt und auch mit seinem etwas komplizierten Verhältnis zu Leo. Auch Teil 3 der Reihe „Rostiges Grab“ ist wieder durchgängig spannend, die Story von Anders de la Motte raffiniert und stimmig erdacht und geschrieben. Ein paar Sprünge in die Vergangenheit, zahlreiche Wirrungen und Verdächtige hier und da. Alles was man für eine gute Geschichte benötigt wird geliefert. Grundsätzlich macht aber vor allem auch die Abteilung der verlorenen Seelen, die Leo Asker leitet, den Reiz dieser überaus gelungenen Reihe aus. Eine schräge Truppe aus Nerds und verkrachten Ermittlern, alle aber mit speziellen Eigenschaften gesegnet, die für die Ermittlungsarbeit dieser ganz besonderen Fälle unverzichtbar sind.
Mir hat das Buch ganz besonders großes Lesevergnügen bereitet, in einem Rutsch lesbar, stets spannend und interessant, tolle Figuren. Eine ganz klare Empfehlung von mir…

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