Wenn die verhängnisvolle Vergangenheit anklopft …
Fünf FremdeSommer 1995, Insel Neuwerk im Hamburgischen Wattenmeer: zwei Jugendliche verschwinden aus dem Schullandheim …
Herbst 2025: Fünf Menschen reisen auf die Insel Neuwerk. Eine Polizistin, um ihre kranke ...
Sommer 1995, Insel Neuwerk im Hamburgischen Wattenmeer: zwei Jugendliche verschwinden aus dem Schullandheim …
Herbst 2025: Fünf Menschen reisen auf die Insel Neuwerk. Eine Polizistin, um ihre kranke Mutter zu unterstützen. Eine Vogelwartin hat einen beruflichen Termin. Eine Journalistin ist einer spannenden Geschichte auf der Spur und zwei weitere Personen reisen nicht ganz freiwillig an. Fast alle waren auch in jenem verhängnisvollen Sommer auf der Insel …
Die herrlich düstere Atmosphäre, das vom ersten Kapitel an ereignisreiche Geschehen und großartige Lokalkolorit mit greifbar norddeutschem Flair haben mich von Anfang an gepackt! Der ausdrucksstarke Schreibstil, die interessanten Charaktere und die rätselhafte Handlung sind von der ersten bis zur letzten Seite absolut mitreißend!
Die Gegebenheiten der Insel werden so eindrücklich und lebendig beschrieben, dass ich mir alles gut vorstellen konnte, z.B. das Gefühl auf einem drei Quadratkilometer kleinen Fleckchen Erde im Wattenmeer zu leben, auf dem nur etwa dreißig Menschen wohnen, ohne “Luxus”, wie beispielsweise eine Apotheke oder eine weiterführende Schule.
Die Handlung entfaltet sich aus mehreren Blickwinkeln und auf zwei Zeitebenen: vor dreißig Jahren und jetzt, es gibt aber auch kurze Einblicke in jüngere Vergangenheit der Figuren. 2025 stehen die Erfahrungen der fünf Neuankömmlinge im Mittelpunkt, während man 1995 aus der Sicht einer Schülerin erfährt, wie sie den Sommer auf der Insel erlebte. Sie wurde Teil einer 5er-Clique, bestehend aus zwei Mitschülern, einer Mitschülerin und einem “Inselmädchen” - die Dynamik zwischen den Teenagern hatte es in sich …
Da ich 1995 eine Jugendliche war, konnte ich mich mit den Darstellungen der Popkultur identifizieren und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen – das Schwärmen für einen bestimmten Schauspieler und die Musik, die gefühlt ständig überall lief.
Für die fünf Fremden wird es bereits auf dem Weg zur Insel turbulent und einmal auf Neuwerk angekommen, überschlagen sich die Ereignisse, was dazu führt, dass allmählich lang gehütete, dunkle Geheimnisse aufgedeckt werden.
Trotz der vielen verschiedenen Perspektiven war es leicht, den Überblick zu behalten, denn die Figuren sind wirklich gut charakterisiert!
“Fünf Fremde” ist nonstop spannend: Die vielen unheilvollen Andeutungen, die lebendig gestalteten Begebenheiten und die zahlreichen beunruhigenden “Vorfälle”, die Fragen aufwerfen, ließen mich immer weiterblättern - ich habe diesen Thriller in nur zwei Zügen verschlungen! Die Auflösung empfand ich allerdings als ein bisschen konstruiert.