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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2026

Verblüffend!

Geliebte Schwester
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Die Schwestern Tasha und Alice sehen sich sehr ähnlich, sie könnten jedoch kaum unterschiedlicher sein: Die praktische, häusliche Tasha arbeitet als Rezeptionistin in einer Arztpraxis, ist mit einem Mechaniker ...

Die Schwestern Tasha und Alice sehen sich sehr ähnlich, sie könnten jedoch kaum unterschiedlicher sein: Die praktische, häusliche Tasha arbeitet als Rezeptionistin in einer Arztpraxis, ist mit einem Mechaniker verheiratet und lebt in ihrem Heimatdorf in Südengland. Die glamouröse Alice lebt in London, hat eine Karriere als Biochemikerin und ist mit einem superreichen Medizintechnikunternehmer verheiratet.

Als Alice mitbekommt, dass Tasha Geldprobleme hat und im grauen, tristen Alltag versinkt, beschert sie ihrer Schwester sowie ihrem Schwager eine Auszeit in Venedig, in der Ferienwohnung ihres Ehemannes – Alice und er passen so lange auf die Kinder auf.

Ein entsetzlicher Vorfall verändert allerdings alles: Die „Pflegeeltern“ werden folgenschwer angegriffen, weshalb Tasha und ihr Ehemann nach Hause eilen. Doch das Grauen scheint kein Ende zu nehmen – Tasha erhält die verstörende Nachricht, dass eigentlich sie hätte getroffen werden sollen.

Ab jetzt beginnt eine angsterfüllte, beklemmende Zeit für die Familie, wodurch ein altes Trauma getriggert wird, denn das ist nicht die erste Tragödie für die Familie.

Während der ersten paar Kapitel dreht es sich viel um den Frust von Tasha: Sie fühlt sich im Vergleich zu ihrer schillernden Schwester unscheinbar, ihre kleinen Zwillingstöchter und ihr Job vereinnahmen sie völlig. Zweisamkeit, Romantik sowie Leidenschaft finden erst während der Auszeit in Venedig seit Langem wieder statt.

Es gibt von Anfang an rätselhafte, bedeutungsschwere Andeutungen, und nach dem Angriff kommt richtig Bewegung in die Handlung, aber die ausführlichen Schilderungen drosseln das Tempo meiner Ansicht nach etwas. Ich mag detaillierte Beschreibungen, wenn sie zur Atmosphäre beitragen, doch hier fließt für meinen Geschmack zu viel Alltägliches ein.

So richtig spannend wurde es für mich ab der zweiten Hälfte, nach einer entsetzlichen Enthüllung, die alles auf den Kopf stellt. Danach folgen jede Menge erschütternde Wendungen und rätselhafte Entwicklungen. Geheimnisse, Täuschungen, Vertuschungen sowie Lügen kommen allmählich ans Licht, und die überraschenden Erkenntnisse sind herrlich nervenaufreibend, faszinierend verstörend, außerdem wirklich raffiniert!

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Ein packendes Katz-und-Maus-Spiel

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
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Karolin steht kurz davor, die Leitung des Unternehmens zu übernehmen, für das sie seit zwanzig Jahren arbeitet. Doch plötzlich häufen sich verstörende Vorfälle und Bedrohungen, sodass ihr Leben Stück für ...

Karolin steht kurz davor, die Leitung des Unternehmens zu übernehmen, für das sie seit zwanzig Jahren arbeitet. Doch plötzlich häufen sich verstörende Vorfälle und Bedrohungen, sodass ihr Leben Stück für Stück aus den Fugen gerät.

Schnell fragt man sich, wer hinter all dem steckt: die eifersüchtige Noch-Ehefrau ihres heimlichen Geliebten, ein neidischer Kollege oder jemand aus ihrer komplizierten Vergangenheit. Die beklemmende Stimmung überzeugt von Anfang an. Man ist sofort mitten im Geschehen und will herausfinden, wer für die Vorfälle verantwortlich ist.

Karolins zunehmendes Misstrauen gegenüber allen und allem ist greifbar. Der daraus entstehende Stress sowie die Angst sind wirklich packend dargestellt. Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel machen diesen Thriller zusätzlich mitreißend.

Viele Figuren und Zusammenhänge bleiben lange undurchsichtig, was den Sog des Buches verstärkt – man möchte es gar nicht aus der Hand legen.

„Die Psychopathin“ hat mich richtig gut unterhalten: Die Hauptfigur ist großartig gezeichnet und die düstere Stimmung sowie die Spannung kommen hautnah an. Lediglich das Ende traf meinen Geschmack nicht ganz, doch der Weg dorthin war absolut fesselnd.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Wenn das Traumhaus zum Albtraum wird

The Dream Home – Es war das Zuhause ihrer Träume. Jetzt wird es zum Albtraum.
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Die Eheleute Adam und Jess ziehen mit ihren drei Kindern in eine viktorianische Villa, die sie sich nicht wirklich leisten können, was insbesondere Adam stresst, denn er hat ein Geheimnis, das zusätzliche ...

Die Eheleute Adam und Jess ziehen mit ihren drei Kindern in eine viktorianische Villa, die sie sich nicht wirklich leisten können, was insbesondere Adam stresst, denn er hat ein Geheimnis, das zusätzliche Geldsorgen mit sich bringt …

Bereits am ersten Umzugstag entdeckt er im Schlafzimmer eine verborgene Kammer, in der sich mysteriöse Gegenstände befinden. Im Haus und außerhalb davon findet er später noch mehr Verstörendes und sein Umgang damit öffnet die Büchse der Pandora ...

Der flüssige, lebendige Schreibstil, die greifbar beklemmende Stimmung, Adams Verzweiflung und die vielschichtige, rätselhafte Handlung haben mich von Anfang an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen!

Das verhängnisvolle Vermächtnis der Villa, das Adam versehentlich aus seinem Schneewittchen-Schlaf geweckt hat, ist ungemein packend sowie ereignis- und einfallsreich gestaltet. Der Kontrast zwischen Adams Familie, die trotz aller Vorkommnisse lange ihrem Alltag nachgeht, und den düsteren Gefühlen sowie Erfahrungen, die Adam durchlebt, verstärkt die Einsamkeit, unter der er wegen seines quälenden Geheimnisses schon vor dem Umzug litt.

Erzählt wird hauptsächlich aus Adams Perspektive, aber es gibt auch einige Kapitel aus der Sicht anderer, die wirklich neugierig machen!

Der mitreißende Erzählstil, die bedrohlichen Begebenheiten und die unerwarteten Zusammenhänge haben mich immer weiterblättern lassen – ich habe das 480 Seiten starke Buch innerhalb von zwei Nächten verschlungen. Auch das überraschende Ende dieses raffinierten Thrillers hat mich vollends überzeugt!

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Kein Ruhestand für die Serienmörderin

Zu alt für sowas
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Lottie ist 75 Jahre alt und führt ein ruhiges Leben, aber vor Jahrzehnten hat sie einige Leute ermordet, weil es sich irgendwie ergeben hat. Sie war als einzige Verdächtige in den Schlagzeilen, die Polizei ...

Lottie ist 75 Jahre alt und führt ein ruhiges Leben, aber vor Jahrzehnten hat sie einige Leute ermordet, weil es sich irgendwie ergeben hat. Sie war als einzige Verdächtige in den Schlagzeilen, die Polizei konnte ihr nichts nachweisen, ihr Ruf war jedoch ruiniert. Daher lebt sie schon lange mit unter neuem Namen an einem anderen Ort. Als eine Journalistin auftaucht, die für eine Doku-Reihe Fragen über Lotties Verbindung zu alten, ungelösten Morden stellt, muss sie wieder töten, um sich zu schützen. Mit schwindender Kraft, Arthritis-bedingten Schmerzen sowie Bluthochdruck ist Spuren verwischen, Leichen beseitigen und Unfälle inszenieren aber extrem mühsam. Zudem war früher wirklich alles besser, einfacher - zumindest was das Morden betrifft; keine DNA-Beweise, keine Überwachungskameras überall und auch keine Smartphones, die registrieren, wer wann wo war. Als verschiedene Leute bei ihr auftauchen, die nach der vermissten Journalistin suchen, darunter die Polizei, wird leider klar, das stressige Töten, Vertuschen sowie Lügen muss weitergehen …

“Too old for this” ist ungemein unterhaltsam, voller interessanter Betrachtungen sowie überraschender Wendungen, zudem ist Lottie großartig gezeichnet und zum Ende hin wird die Handlung nervenaufreibend spannend!

Lottie überschätzt sich nicht, sie weiß, dass sie technisch nicht auf dem neuesten Stand ist, dass sie vieles nicht kontrollieren kann und legt sich daher meistens plausible Erklärungen für die Fehler, die ihr im Nachhinein auffallen, zurecht. Sie hat es zur Kunstform erhoben nebenbei erfundene Hinweise zu streuen, die von ihr ablenken und auf jemand anderen deuten. Sie findet schnell heraus, wie andere ticken, wie man sie manipulieren kann. Man kann schließlich nur so und so viele Menschen, zu denen man Kontakt hatte, innerhalb kurzer Zeit ermorden, ohne verdächtig zu wirken: manche “Bedrohungen” muss man auf falsche Fährten führen, hoffen, dass sie sich verlaufen und nicht wiederkommen. Doch ihre Lügen verselbstständigen sich, weshalb sie immer weiter lügen muss, was immer anstrengender sowie riskanter wird …

Außerdem muss sie sich mit ihrer emotional bedürftigen Schwiegertochter in spe und ihren “Kirchenfreundinnen” herumschlagen. Und ist sie nicht die Einzige, die gewieft ist …

Der amüsante, düster-komische Erzählstil und die skurrilen Herausforderungen, denen die 75-jährige sich stellen muss, sind facettenreich sowie faszinierend verstörend gestaltet. Ich empfand die Handlung als sehr interessant, manchmal zog sie sich für meinen Geschmack ein bisschen, aber zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse!

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Düstere Geheimnisse in der texanischen Kleinstadtidylle

All your pretty lies. Glaubst du deinen Lügen?
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Dieser düster-komische Thriller bietet sowohl psychologische Spannung als auch ein bisschen legitim blutig Brutales.

Lucys beste Freundin wurde vor fünf Jahren unter mysteriösen Umständen ermordet ...

Dieser düster-komische Thriller bietet sowohl psychologische Spannung als auch ein bisschen legitim blutig Brutales.

Lucys beste Freundin wurde vor fünf Jahren unter mysteriösen Umständen ermordet und Lucy war lange die Hauptverdächtige. Sie wurde kurz nach dem Fund der Leiche am frühen Morgen schwer verletzt etwas abseits entdeckt und konnte sich nicht an die letzten paar Stunden erinnern. Es hieß, die beiden hätten eine toxische Freundschaft gehabt und da Lucy als unangepasst sowie aufbrausend bekannt war, hielten/halten sie alle in der texanischen Kleinstadt für schuldig, außer ihrer Großmutter! Als nun ein berühmter True-Crime-Podcaster, der einige Cold Cases lösen konnte, auftaucht und Fragen stellt, lockt die Großmutter ihre Enkelin Lucy, die inzwischen in Kalifornien lebt, nach Hause. Sie ist überzeugt davon, dass der Podcaster ihre Unschuld beweisen kann.

Die zynische Lucy und ihre unverblümte, unkonventionelle Großmutter sind großartig! In Texas gehört es sich wohl nicht, direkt bzw. sarkastisch zu sein, sodass die beiden es ein bisschen genießen, andere in Verlegenheit zu bringen. Lucy ist interessant und lange herrlich undurchsichtig: sie ist irgendwie fatalistisch, neigt zu schlechten Entscheidungen und ihre innere “Stör-Stimme” ist faszinierend verstörend, auch weil lange nicht klar ist, was es damit auf sich hat! Aber alle Figuren sind toll gezeichnet und die Dynamik zwischen ihnen ist packend sowie unterhaltsam. Überhaupt ist der Humor in diesem stellenweise skurrilen Thriller urkomisch! Der mysteriöse Mordfall (Rückblicke in die Vergangenheit erklären allmählich, was in jener Nacht geschah, und Podcast-Auszüge zeigen den Tratsch und die Spekulationen, die die Runde machten) ist wirklich spannend. Die unerwarteten Zusammenhänge und schockierenden Enthüllungen rund um Freundschaft, Besessenheit sowie Verrat sind der Wahnsinn!

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