Die 17-jährige Ellie verschwindet spurlos, kurz nachdem sie eine Party verlassen hat. Zwei Jahre später erhält Detective Chelsey Calhoun einen überraschenden Anruf: Ellie wurde herumirrend aufgefunden! ...
Die 17-jährige Ellie verschwindet spurlos, kurz nachdem sie eine Party verlassen hat. Zwei Jahre später erhält Detective Chelsey Calhoun einen überraschenden Anruf: Ellie wurde herumirrend aufgefunden! Ihre Entführung war einer von Chelseys ersten Fällen und ging ihr aus persönlichen Gründen besonders nahe. Die forensischen Ergebnisse von Ellies Kleidung sind erschütternd, sodass Chelsey alles daransetzt, den Täter mit Ellies Hilfe zu finden - doch Ellie schweigt. Was ist hier los?
Der Schreibstil ist atmosphärisch sowie intensiv und die Charaktere sind auf eine gute Weise eigenwillig, zudem verfügen sie über Tiefe. Die Handlung ist rätselhaft, vielschichtig und verschiedene Perspektiven bieten interessante Einblicke. Das Innenleben der beiden Protagonistinnen nimmt viel Raum ein, und da ich keinen Zugang zu ihnen hatte, konnten mich ihre Gedanken und Gefühle nicht wirklich packen, sodass ich den Handlungsverlauf als eher schleppend empfand.
North Falls ist eine typische amerikanische Kleinstadt, in der man einander kennt oder in diesem Fall, zu kennen glaubt, denn das Verschwinden von zwei Teenagerinnen deckt tiefe dunkle Abgründe auf …
Für ...
North Falls ist eine typische amerikanische Kleinstadt, in der man einander kennt oder in diesem Fall, zu kennen glaubt, denn das Verschwinden von zwei Teenagerinnen deckt tiefe dunkle Abgründe auf …
Für die Ermittlerin Deputy Emmy Clifton ist der Fall persönlich, weil eins der vermissten Mädchen ist die Tochter ihrer besten Freundin ist, die ihr ein schlechtes Gewissen macht, ihr die Schuld an der Entführung ihrer Tochter gibt …
“Dunkle Sühne” konnte mich leider nicht überzeugen: ich empfand den Erzählstil als zu ausführlich und die Umsetzung der Handlung sowie die Charakterzeichnung bzw. die Dynamik zwischen den Figuren eher wenig originell.
Die Geschichte ist nervenaufreibend, komplex sowie wendungsreich, der Stil intensiv und die Atmosphäre spürbar beklemmend, aber meine oben genannten Kritikpunkte lassen all das meiner Meinung nach irgendwie, mal mehr mal weniger, verpuffen.
Schottland, Winter 1900. Am Strand von Skerry (ein fiktiver Ort) ein Junge angeschwemmt. Der Fischer Joseph findet ihn und trägt ihn ins Dorf, wo alle erschüttert reagieren, denn das Kind sieht dem vermissten ...
Schottland, Winter 1900. Am Strand von Skerry (ein fiktiver Ort) ein Junge angeschwemmt. Der Fischer Joseph findet ihn und trägt ihn ins Dorf, wo alle erschüttert reagieren, denn das Kind sieht dem vermissten Sohn der Lehrerin Dorothy sehr ähnlich. Sie nimmt den Jungen auf, bis seine Identität geklärt ist. Doch das Kind wühlt die ungeklärte Vergangenheit auf: warum war Joseph an dem Tag am Strand, als der fremde Junge angespült wurde UND in der Nacht, als Dorothys Sohn verschwand? Warum ist es zwischen Dorothy und Joseph, die sich offensichtlich zueinander hingezogen fühlen, so kompliziert?
Man ist sofort mitten im Geschehen und der atmosphärische, ausdrucksstarke Erzählstil ist ruhig, gleichzeitig schnell voranschreitend – absolut fesselnd! Ich konnte den Wind, die Kälte - den rauen Winter an der Küste Schottlands und die komplexen Gefühle der Figuren fast spüren!
Die düstere Stimmung, die mysteriöse Handlung und die interessante Figurendynamik sind durchweg packend und das Setting sowie die Zeitreise geben dem Buch meiner Meinung nach etwas Märchenhaftes.
“Das Geschenk des Meeres” ist eine bewegende Geschichte mit emotionaler Tiefe, großartig gezeichneten Charaktere, die eine berührende Entwicklung durchmachen und einer unwiderstehlich bittersüßen Atmosphäre.
Kanada, Pazifikküste: Die eigentümliche, 40-jährige Außenseiterin Chloe ist eine talentierte Hobby-Malerin, sie kümmert sich um ihre todkranke Mutter, arbeitet als Hundeausführerin, als Bartenderin und ...
Kanada, Pazifikküste: Die eigentümliche, 40-jährige Außenseiterin Chloe ist eine talentierte Hobby-Malerin, sie kümmert sich um ihre todkranke Mutter, arbeitet als Hundeausführerin, als Bartenderin und liebt es andere zu beobachten. Die neuen Nachbarn Gemma und Adam haben es ihr besonders angetan - sie wird regelrecht besessen von der glamourösen Gemma. Als Chloe einem gewaltigen, schmutzigen Geheimnis auf die Spur kommt, beobachtet sie eines Morgens, wie die im Meer schwimmende Gemma von einem Jetski angefahren wird – offenkundig absichtlich! Sie meldet den Vorfall der Polizei und nennt sogar den Namen des Fahrers, aufgrund ihrer Beobachtungen weiß sie schließlich genau, wer ein Motiv hatte. Ab jetzt wird es verflixt kompliziert und Chloe gerät in einen Sog aus Missverständnissen, Täuschungen sowie perfiden Plänen ...
Erzählt wird aus Chloes, Gemmas und Adams Sicht, auf verschiedenen Zeitebenen, zudem gibt es Auszüge aus einem True-Crime Podcast, in dem die verstörenden Hintergründe aller Beteiligten beleuchtet werden.
Chloes Mutter ist sehr düster drauf, sie warnt ihre Tochter ständig vor dem Bösen und gibt sich verschlossen bezüglich ihrer Vergangenheit: Chloe weiß nur, dass ihre Mutter Engländerin ist. Sie weiß nichts über ihren Vater oder warum sich ihre Mutter in Kanada niedergelassen hat. Ihre Beziehung ist von bedrückender Intensität: Chloe bekam Homeschooling, wurde (absichtlich oder unbeabsichtigt) klein gehalten und die mahnenden Worte ihrer Mutter haben sich zu ihrer inneren Stimme entwickelt. Sie ist einsam, labil und weiß, dass alle sie seltsam finden.
Gemma und Adam haben Schreckliches erlebt, doch während Adam darüber hinweggekommen ist, leidet Gemma noch sehr. Der Umzug soll ein Neuanfang sein, aber zwischen den beiden ist nichts wie es scheint ...
Die einzelnen Handlungsstränge sowie Andeutungen münden in entsetzlichen Enthüllungen und entfalten sich auf einer kurvenreichen Reise allmählich zu einem überraschenden, erschütternden Gesamtbild.
Der atmosphärische, ausdrucksstarke Erzählstil, die faszinierend verstörenden, toll gezeichneten Figuren (auch die Nebenfiguren), das Setting (die nördliche Pazifikküste im Herbst), die vielschichtige, mysteriöse, spannende Handlung und die gleichermaßen verblüffende wie überzeugende Auflösung haben mich restlos begeistert!
“Die Frau in den Fluten” ist ein Psychodrama (über die weitreichenden Folgen einer Entwicklungshemmung) in einem packenden, wendungsreichen, bewegenden Thriller!
Die Buchhalterin Dawn ist anders – ich vermute, sie soll als neurodivergent gelten, möglicherweise mit einer Persönlichkeit aus dem Autismus-Spektrum – und aufgrund ihrer Eigenheiten ist sie im Büro sehr ...
Die Buchhalterin Dawn ist anders – ich vermute, sie soll als neurodivergent gelten, möglicherweise mit einer Persönlichkeit aus dem Autismus-Spektrum – und aufgrund ihrer Eigenheiten ist sie im Büro sehr unbeliebt. Als sie eines Morgens nicht zur Arbeit erscheint und sich auch nicht krank meldet, wird ihre Kollegin Natalie misstrauisch - schließlich gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass Dawn Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Dann häufen sich seltsame Begebenheiten und Natalie gerät in ein Netz aus dunklen Geheimnissen, Lügen sowie Gefahr ...
Ich fand die Handlung von Anfang an spannend und rätselhaft! Der Erzählstil hingegen wirkte auf mich eher schlicht – für meinen Geschmack fehlten Atmosphäre sowie Ausdrucksstärke. Die Figuren waren mir eher unsympathisch, was jedoch vermutlich beabsichtigt ist!?
„Die Kollegin“ ist ein ereignisreicher, fesselnder Thriller, auch wenn ich einiges als konstruiert bzw. wenig plausibel empfand. Ich (eine seeehr erfahrene Krimi- und Thriller-Leserin) habe ich viele Wendungen vorhergesehen – aber viele auch nicht. In puncto Spannung und Überraschungen kann man sich wirklich auf Freida McFadden verlassen!