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Veröffentlicht am 03.06.2026

Tequila - mehr als Salz, Zitrone und Partygetränk

Tequila
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Mit „Tequila“ widmet sich Betty Kupsa einer Spirituose, die viele Menschen zunächst mit Salz, Zitrone und einem Filmriss verbinden, zumindest mir ging es bis zuletzt so.
Wer das Buch aufschlägt, merkt ...

Mit „Tequila“ widmet sich Betty Kupsa einer Spirituose, die viele Menschen zunächst mit Salz, Zitrone und einem Filmriss verbinden, zumindest mir ging es bis zuletzt so.
Wer das Buch aufschlägt, merkt jedoch schnell, dass Tequila weit mehr ist als ein Partygetränk. Die Autorin nimmt ihre Leser mit auf eine Reise in die Geschichte, Herstellung und Vielfalt des mexikanischen Nationalgetränks und zeigt dabei, wie facettenreich Tequila tatsächlich sein kann.

Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Cocktailbuch, auch wenn zahlreiche Rezepte enthalten sind. Vielmehr verbindet Betty Kupsa fundiertes Hintergrundwissen mit Geschichten, Legenden und kleinen kulinarischen Inspirationen. Sie erklärt die Unterschiede zwischen Blanco, Reposado und Añejo, erläutert den Anbau und das Wachstum der Blauen Agave und beschreibt die verschiedenen Herstellungsschritte vom Feld bis ins Glas. Wer bisher dachte, Tequila sei einfach Tequila, wird hier eines Besseren belehrt.
Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Wissensvermittlung und der Möglichkeit, Tequila im Glas in verschiedenen Varianten zu verkosten. Die Autorin schafft es, auch umfangreichere Informationen leicht verständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Kleine Anekdoten und Sagen rund um die Entstehung des Tequilas lockern die Texte auf und sorgen dafür, dass das Buch trotz seines Umfangs nie trocken wirkt.
Ein echtes Highlight sind die zahlreichen Fotografien, besonders der Rezepte. Die Bilder sind hochwertig, stimmungsvoll und machen sofort Lust, selbst einen Shaker in die Hand zu nehmen. Die vorgestellten Drinks reichen von klassischen Varianten wie Margaritas bis hin zu außergewöhnlichen modernen Kreationen, die zeigen, wie vielseitig Tequila eingesetzt werden kann. Ergänzt werden die Rezepte durch passende Snackideen mit mexikanischen und südamerikanischen Einflüssen, die sich hervorragend als Begleitung für einen Cocktailabend eignen.

Auch optisch macht das Buch einiges her. Das auffällige, aber dennoch schlichte Cover in kräftigen Pink- und Orangetönen zieht sofort die Blicke auf sich. Die leicht erhabene Agave verleiht dem Einband zusätzlich eine hochwertige Haptik und unterstreicht den Anspruch des Buches. Gefällt mir richtig gut und macht wirklich was her im Buchregal.

Besonders spannend war für mich die Lektüre, weil ich bereits bei einem Tequila-Tasting erlebt habe, wie unterschiedlich die einzelnen Sorten schmecken können. Das Buch greift genau diese Vielfalt auf und geht sogar noch deutlich tiefer in die Materie ein. Dadurch eignet es sich sowohl für Einsteiger als auch für Menschen, die sich bereits intensiver mit Tequila beschäftigt haben.

In Zeiten von Rezeptdatenbanken, Blogs und Social Media stellt sich zwar die Frage, ob man heute noch gedruckte Cocktail- und Genussbücher benötigt. „Tequila“ liefert darauf eine überzeugende Antwort. Die hochwertige Gestaltung, die vielen Hintergrundinformationen und die inspirierenden Bilder machen das Buch zu weit mehr als einer bloßen Rezeptsammlung.

Fazit:
Betty Kupsa ist mit „Tequila“ ein ebenso informatives wie genussvolles Buch gelungen. Es vermittelt Wissen, macht Lust aufs Ausprobieren und zeigt eindrucksvoll, wie viel Kultur, Handwerk und Geschichte in einer einzigen Spirituose stecken können. Ein hochwertiges Geschenk für Tequila-Liebhaber und alle, die über das berühmte Salz-Zitrone-Klischees hinausblicken möchten.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Die Honigfrauen - ein berührender historischer Roman von Mirjam Müntefering

Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf
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Die Honigfrauen – Ein Sturm zieht auf“ von Mirjam Müntefering ist der Auftakt einer historischen Familiensaga, die Anfang des 20. Jahrhunderts im bergischen Elberfeld, dem heutigen Wuppertal, spielt. Im ...

Die Honigfrauen – Ein Sturm zieht auf“ von Mirjam Müntefering ist der Auftakt einer historischen Familiensaga, die Anfang des 20. Jahrhunderts im bergischen Elberfeld, dem heutigen Wuppertal, spielt. Im Mittelpunkt steht die angesehene Konditorfamilie Honig, deren Leben von Traditionen, familiären Verpflichtungen und gut gehüteten Geheimnissen geprägt ist. Während die junge Irma trotz ihrer körperlichen Einschränkung voller Lebensfreude in die Zukunft blickt, kämpfen die älteren Familienmitglieder mit Entscheidungen und Wahrheiten aus der Vergangenheit. Als verschiedene Schicksale aufeinandertreffen und lang verborgene Geheimnisse ans Licht zu kommen drohen, gerät die Familie zunehmend unter Druck.

Schon die ersten Kapitel haben mich vollkommen in die Geschichte hineingezogen. Mirjam Müntefering gelingt es hervorragend, ihre Figuren lebendig werden zu lassen. Die einzelnen Kapitel sind jeweils verschiedenen Charakteren zugeordnet, sodass man schnell einen Zugang zu ihren Gedanken, Sorgen und Hoffnungen findet. Besonders gefallen hat mir dabei, wie unterschiedlich die Figuren angelegt sind und wie glaubwürdig sie wirken.

Ein großes Plus des Romans ist für mich die historische Atmosphäre. Die Autorin verwebt zahlreiche Details aus der damaligen Zeit in die Handlung, ohne dabei belehrend zu wirken. Besonders die Beschreibungen von Elberfeld und der noch jungen Wuppertaler Schwebebahn haben mir große Freude bereitet. Die Orte werden so anschaulich geschildert, dass man sie förmlich vor sich sehen kann, ohne dass die Beschreibungen jemals zu ausführlich oder bremsend wirken.

Besonders ans Herz gewachsen ist mir Irma. Trotz ihrer Lähmung begegnet sie dem Leben mit bemerkenswertem Optimismus und einer ansteckenden Lebensfreude. Man möchte sie auf ihrem Weg begleiten und wünscht ihr von Herzen nur das Beste. Aber auch Auguste gehört für mich zu den stärksten Figuren des Romans. Nach außen wirkt sie streng, kontrolliert und manchmal beinahe gefühlskalt. Doch je mehr man über sie erfährt, desto deutlicher werden die Verletzungen und Enttäuschungen, die sie geprägt haben. Ihre Geschichte hat mich besonders berührt und gehört für mich zu den emotionalen Höhepunkten des Buches.

Überhaupt lebt der Roman von seinen Figuren und den vielen kleinen Geschichten, die sich zwischen den Zeilen entfalten. Familiengeheimnisse, gesellschaftliche Zwänge und persönliche Sehnsüchte greifen ineinander und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Manche Entwicklungen sind zwar früh zu erahnen, doch das hat meinen Lesegenuss keineswegs geschmälert. Im Gegenteil: Es war schön zu sehen, wie sich Vermutungen bestätigen und die Geschichte ihren Weg nimmt.

Der Erzählstil ist dabei angenehm flüssig und sehr gefühlvoll. Die Handlung entwickelt sich zügig, ohne gehetzt zu wirken, und immer wieder sorgen kleine Details dafür, dass die Figuren und ihre Welt besonders authentisch erscheinen. Dadurch liest sich das Buch erstaunlich schnell, obwohl es keineswegs oberflächlich ist.

Am Ende bleiben zahlreiche Fragen offen, was angesichts des ersten Bandes einer Duologie nicht überrascht. Dennoch hätte ich am liebsten sofort weitergelesen. Die Entwicklungen rund um die Familie Honig, ihre Beziehungen und die verschiedenen Geheimnisse machen neugierig auf die Fortsetzung. Besonders die vielen gesellschaftlichen Skandale, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts enormes Konfliktpotenzial bergen, verleihen der Geschichte zusätzlichen Reiz.

„Die Honigfrauen – Ein Sturm zieht auf“ ist ein atmosphärischer, berührender und hervorragend recherchierter historischer Roman mit starken Figuren und viel Herz. Wer Familiensagas, historische Schauplätze und emotionale Geschichten voller Geheimnisse und menschlicher Schicksale mag, wird hier bestens unterhalten. Für mich war das Buch ein echtes Lesevergnügen – und die Wartezeit bis zum zweiten Band wird lang.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Mitreißender Roman über eine fast vergessene Frau

Atalanta
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Atalanta - schnellste Frau Griechenlands, Begünstigte der Artemis und einzige Frau auf der Argo - sofern all diese Sagen denn stimmen - erhält hier mit Jennifer Saints Roman eine neue Stimme.
Nach ihren ...

Atalanta - schnellste Frau Griechenlands, Begünstigte der Artemis und einzige Frau auf der Argo - sofern all diese Sagen denn stimmen - erhält hier mit Jennifer Saints Roman eine neue Stimme.
Nach ihren Geschichten über Achilles und Circe beschreibt Saint nun das Leben von Atalanta. Als Kind von ihrem Vater, König von Arkadien, im Wald ausgesetzt, wird sie von Bären und Nymphen groß gezogen. Artemis schickt sie dann als junge Erwachsene auf Jasons Abenteuer: das goldene Vlies zu erlangen.
Als junge Frau an Bord eines Schiffes voller starker Helden - kein Wunder, dass die das nicht gerne sehen. Doch Atalanta behauptet sich - nicht nur beim Start des Abenteuers, sondern immer auch wieder im Laufe der Geschichte.
Dass gerade die großen männlichen Helden der Weltgeschichte, allen voran Herakles, ihr den Ruhm nicht gönnen wollen, erzählt sich fast von alleine.
Jennifer Saint beschreibt ihre Atalanta als mutig, selbstbewusst und stark, gleichzeitg überfordert mit der Welt der Menschen und in der Einsamkeit zu Hause. Als Leserin fiebert man mit ihr mit, möchte sie aber doch auch ab und an schütteln. Manches Mal wirkt sie zu stark für ihre Zeit, aber nicht gleich aufdringlich.
Ich mochte das Buch, habe es sehr gerne gelesen und konnte mich gut in Atalantas Geschichte hineinversetzen. Eine tolle Erzählung über eine der vergessenen griechischen Heldinnen.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Ehrliche Gangster - Ein neuer Fall für Emma und Lukas

Die Nordseedetektive (Band 14) – Ehrliche Gangster
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„Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster“ (Band 14) ist ein weiterer spannender und zugleich humorvoller Fall rund um die Geschwister Emma und Lukas, die an der Nordsee gemeinsam als Nachwuchsdetektive ...

„Die Nordseedetektive – Ehrliche Gangster“ (Band 14) ist ein weiterer spannender und zugleich humorvoller Fall rund um die Geschwister Emma und Lukas, die an der Nordsee gemeinsam als Nachwuchsdetektive ermitteln. In diesem Band geraten sie wieder mitten in ein turbulentes Abenteuer, das mit einer aus dem Ruder laufenden Gartenparty beginnt und schließlich in einem kleinen Showdown und einem gelösten Fall endet.

Die Reihe „Die Nordseedetektive“ richtet sich vor allem an jüngere Leserinnen und Leser und verbindet leicht zu lesende Kriminalfälle mit viel Humor und norddeutschem Flair. Emma und Lukas sind dabei ein eingespieltes Team: neugierig, mutig und immer bereit zu helfen, wenn irgendwo etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Unterstützt werden sie von einer bunten Mischung an Figuren, die die Geschichten lebendig und abwechslungsreich machen – und die eingefleischte Leser bereits aus zahlreichen Bänden kennen.

In „Ehrliche Gangster“ stehen vor allem die beiden Möchtegern-Ganoven Lang und Finger im Mittelpunkt. Schon zu Beginn wird klar: Wirklich gefährlich sind die beiden nicht – eher ziemlich verpeilt und mit guten Vorsätzen, die sie nur schwer umsetzen können.

Ihr Plan, mit einem Catering-Auftrag ehrlich Geld zu verdienen, sorgt für viele witzige Momente, gerade weil schnell deutlich wird, dass ihnen dafür eigentlich das nötige Talent fehlt. Gleichzeitig versucht ihr Boss, der zwielichtige „Boss Nase“, seinen eigenen Coup durchzuziehen, was die Handlung zusätzlich vorantreibt.

Die Geschichte lebt vor allem von ihrem Humor. Viele Szenen – ob die Begegnungen mit den typisch frechen Nordsee-Möwen, das chaotische Kochen im Wohnwagen oder der eher komisch als bedrohlich geschilderte Einbruch – sind so erzählt, dass sie gerade jüngere Leser gut unterhalten, ohne dabei wirklich spannend oder gruselig zu werden. Die eigentliche Action entwickelt sich erst gegen Ende, wenn mehrere Handlungsstränge zusammenlaufen und es zum großen Finale kommt.

Besonders schön ist auch der regionale Bezug: Ostfriesland als Schauplatz wird greifbar gemacht, reale Orte werden eingebunden und sogar die Seenotretter finden Erwähnung. Das verleiht der Geschichte eine zusätzliche Authentizität – und gerade für Nordseeurlauber wie uns, sind die Romane immer wieder schön zu lesen.

Kritisch anzumerken ist, dass das Ende etwas schnell abgehandelt wirkt und stellenweise stark vom Zufall geprägt ist. Allerdings passt das zum Genre und zur Zielgruppe, sodass es den Lesespaß nicht wirklich schmälert.

Ein kleines Detail am Rande: Im Regal fällt dieser Band optisch etwas aus der Reihe, da sich das Coverdesign im Vergleich zu den vorherigen Bänden verändert hat – was für Abwechslung sorgt, aber auch auffällt.

Ein unterhaltsamer, humorvoller Band der Nordseedetektive, der weniger durch Spannung als durch witzige Szenen und liebenswerte Charaktere überzeugt. Perfekt für junge Leser, die Spaß an leichten Krimigeschichten haben und sich an die Nordsee träumen möchten. Ich würde sagen, dass man für diesen Band andere Bände der Reihe gelesen haben muss, um die zahlreichen Charaktere besser einordnen zu können.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Cosy Reading - Eine wunderbare Reise nach Cornwall

Summer Tides
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„Summer Tides“ von Sarah Fulmar, erschienen im Lübbe Verlag, ist der Auftakt der vierteiligen Seasons-by-the-Sea-Reihe und entführt die Leserinnen und Leser in den malerischen Küstenort St Ives in Cornwall.

Im ...

„Summer Tides“ von Sarah Fulmar, erschienen im Lübbe Verlag, ist der Auftakt der vierteiligen Seasons-by-the-Sea-Reihe und entführt die Leserinnen und Leser in den malerischen Küstenort St Ives in Cornwall.

Im Mittelpunkt steht Scarlett, die kurzerhand ihren Job in London kündigt, um den Sommer in Cornwall zu verbringen. Über eine Anzeigenplattform mietet sie einen kleinen Strandkiosk – mit dem Ziel, Geld zu verdienen und gleichzeitig ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Untergebracht ist sie bei der Familie Anderson, die sie noch aus früheren Urlauben kennt und die ein charmantes Bed and Breakfast betreibt. Dort trifft sie auch auf Jonah, einen Rettungsschwimmer mit Vergangenheit: Eigentlich ist er ausgebildeter Arzt und hatte St Ives längst hinter sich gelassen – doch nun ist er zurück und kann Scarlett kaum aus den Augen lassen. Während zwischen den beiden langsam Gefühle entstehen, stehen sich ihre Lebenspläne zunächst im Weg.

Die Geschichte lebt vor allem von ihrem Setting: Sarah Fulmar schreibt so bildreich, dass man das Meer förmlich riechen und die salzige Luft auf der Haut spüren kann. St Ives wirkt wie ein Ort, an dem man sofort ankommen möchte – nicht zuletzt durch die vielen schrulligen, aber liebenswerten Dorfbewohner, die eine ganz besondere Gemeinschaft bilden.

Scarlett ist dabei eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist tollpatschig, manchmal naiv und bringt sich regelmäßig in Situationen, aus denen sie gerettet werden muss – oft von Jonah. Gleichzeitig entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte weiter, wächst über sich hinaus und zeigt, dass mehr in ihr steckt, als man zunächst vermutet. Jonah hingegen wirkt zunächst distanziert, hin- und hergerissen zwischen seinem Wunsch nach Unabhängigkeit und der wachsenden Verbindung zu Scarlett.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven, was einen schönen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren gibt. Die moderne, teils jugendliche Sprache lässt die Dialoge authentisch wirken und passt gut zum leichten, sommerlichen Ton des Romans.

Auch wenn die Handlung stellenweise eher ruhig verläuft und nicht durch große Dramatik geprägt ist, entfaltet das Buch genau darin seinen Charme. Es ist ein echtes Wohlfühlbuch – ein cosy Summer Read, der sich leicht weglesen lässt und einfach Spaß macht. Die Mischung aus Friends-to-Lovers und Slow Burn sorgt für eine angenehme Spannung, ohne zu überladen zu wirken.

Anfangs war ich unsicher, ob mir die Geschichte vielleicht etwas zu seicht ist und es an Tiefgang fehlt. Am Ende hat mich genau diese Leichtigkeit überzeugt: Ich habe das Buch einfach gerne gelesen, mich in St Ives und seinen Bewohnern wohlgefühlt und wollte die Geschichte gar nicht so schnell verlassen.

„Summer Tides“ ist damit ein gelungener Auftakt, der neugierig auf die weiteren Bände macht – und darauf, wie sich das Leben in St Ives durch die anderen Jahreszeiten verändert.

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