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Veröffentlicht am 23.08.2019

In 80 Tagen um die Welt

Auf ewig mein
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Dieses Mal verschlägt es Anna, Sebastiano, Fatima und Ole ins Jahr 1786. In Venedig müssen sie einen Unfall verhindern, sonst würde kein geringerer als Johann Wolfgang Goethe aufhören zu existieren. Wie ...

Dieses Mal verschlägt es Anna, Sebastiano, Fatima und Ole ins Jahr 1786. In Venedig müssen sie einen Unfall verhindern, sonst würde kein geringerer als Johann Wolfgang Goethe aufhören zu existieren. Wie immer ist Vorsicht geboten, damit das Quartett nicht auffällt. Was sich als schwierig gestaltet, Ole ist ein ungeduldiger Waffenliebhaber und Fatima streut zu gerne ihren Charme in die Welt. Zum Glück geht weitgehend alles gut.

Zurück in der Gegenwart müssen sie sich mit einem weiteren Problem herum schlagen, die Behörden sind ihnen auf der Spur und ein Mr. Fox folgt ihnen von nun an auf Schritt und Tritt.
Gleichzeitig kommt José schwer verletzt aus der Vergangenheit mit einer Nachricht, die eine sofortige Reise zurück nach 1873 für Anna und die anderen bedeutet.
Ein Spiel ist in Gang gesetzt worden von Signore Moretti, einem zwielichten Alten.
In 80 Tagen müssen die Zeitwächter um die Welt reisen und verborgene Tore schließen. Nur durch lösen von verzwickten Rätseln, können sie die Zeit-Tore finden. Auf dem Spiel steht Sebastianos Leben, denn sollten sie es nicht alle schaffen, am Zielort anzukommen, dann stirbt Annas Verlobter.

Wie immer ist es ein sehr amüsantes Lesevergnügen gewesen. Die Zeitreise-Bücher von Eva Völler haben mich schon bei Zeitenzauber begeistert. Ihr Humor und der Schreibstil gefallen mir sehr.
Die Charaktere sind äußerst unterhaltsam und liebevoll gestaltet. Ich mag Annas Art sehr, sie ist nah am Wasser gebaut und braucht oft Sebastianos starke Arme zum Trost.
Zwischen Ole und Fatima knistert es gewaltig, doch keiner der beiden will es zugeben, dass da eine starke Anziehungskraft herrscht. Es gibt immer wieder schlagfertige Dialoge, bei denen ich herzlich lachen musste.

Nun freue ich mich sehr auf Band 3, „Auf ewig uns“ den Abschluss der Time School Reihe.




Veröffentlicht am 21.08.2019

Superhelden in schwachem Format

Renegades - Gefährlicher Freund
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Die 17-jährige Nova hat eine Gabe, sie kann durch Berühren der Haut andere Menschen unschädlich machen. Die berührte Person fällt in einen tiefen Schlaf. Es gibt noch mehr Superhelden in Gatlon City, ...

Die 17-jährige Nova hat eine Gabe, sie kann durch Berühren der Haut andere Menschen unschädlich machen. Die berührte Person fällt in einen tiefen Schlaf. Es gibt noch mehr Superhelden in Gatlon City, die sich gegen das Regime auflehnen.
Diese Renegades, zu denen Nova nicht gehört, sorgen für Recht und Ordnung. Die restliche Bevölkerung sieht zu ihnen auf und vergöttert sie regelrecht. Die anderen, die Anarchisten, zu denen auch Nova gehört, sind vertrieben worden und sinnen auf Rache. Novas Geschichte ist traurig, sie hat ihre gesamte Familie verloren als sie noch klein war. Ein Onkel hat sie bei sich aufgenommen und groß gezogen.
Der Plan ist, Nova soll sich bei den Renegades einschleichen und versuchen, die Schwachstellen aufzudecken.

Zu Beginn fand ich das Buch recht unterhaltsam, es werden die Haupthelden vorgestellt mit ihren Superkräften. Doch mit der Zeit erscheinen mir zu viele Wiederholungen, Novas dramatische Kindheit wird mir zu oft erwähnt.
Die Superhelden kommen mir eher schwach und nicht sehr intelligent daher.
Der Schreibstil hat mir nicht genug Schwung, ich habe unterwegs den Faden und das Interesse verloren. Ich hatte im Vorfeld viel Gutes über das Buch gehört und gelesen, doch mich konnte es nicht überzeugen.
Ich mag Superhelden, wie z.B. die Marvel Verfilmungen, doch diesen Unterhaltungswert habe ich im Buch vermisst.
Die Spannung blieb mir auch fern, es kam für keine auf. Mit über 600 Seiten ist mir das Buch definitiv zu lang gewesen.
Es gab Längen und überflüssige Szenen, die unnötig aufgeplustert wurden. Dieser Teil ist der Auftakt einer Trilogie. Für mich wird es keine Fortsetzung geben, das Buch fällt unter die Kategorie: Lesen und vergessen.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Nicht mein Geschmack

Ein Cent für ein Leben
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Diese Kurzgeschichte hat mir von Anfang an nicht gefallen. Der Schreibstil ist nicht meins, ich bin nicht in die Geschichte rein gekommen. Der Inhalt hörte sich interessant an, aber ich habe keinen Unterhaltungswert ...

Diese Kurzgeschichte hat mir von Anfang an nicht gefallen. Der Schreibstil ist nicht meins, ich bin nicht in die Geschichte rein gekommen. Der Inhalt hörte sich interessant an, aber ich habe keinen Unterhaltungswert gefunden.
Obwohl es nur etwa 45 Seiten hat, habe ich das Buch nach nur wenigen Seiten abgebrochen.
Mir liegt der Autor anscheinend nicht, denn mir hat auch ein anderes Buch nicht gefallen. Der Stil ist mir zu langsam und wenig unterhaltsam.

Veröffentlicht am 12.08.2019

Abenteuer einer unfreiwilligen Braut

Der Kuss der Lüge
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Prinzessin Arabella Celestine Idris Jezelia, erste Tochter aus dem Haus Morrighan wird für ihre Hochzeit vorbereitet. Sie soll den Prinzen von Dalbreck ehelichen, ohne ihn vorher gesehen zu haben.
Ihr ...

Prinzessin Arabella Celestine Idris Jezelia, erste Tochter aus dem Haus Morrighan wird für ihre Hochzeit vorbereitet. Sie soll den Prinzen von Dalbreck ehelichen, ohne ihn vorher gesehen zu haben.
Ihr Rücken wird tätowiert mit einem Hochzeitskavah, eine Kombination aus dem Wappen der Morrighans und der Dalbrecks, um die Vereinigung zu verewigen. Auch wenn das Kavah mit der Zeit verblassen wird, es ist keine Tätowierung von Dauer.

Lia hat allerdings andere Pläne, kurz der Hochzeit flüchtet sie mit ihrer Zofe und Freundin Pauline vom Hof. Sie kann und will keinen Fremden heiraten, dieses Leben ist nicht ihre Bestimmung.
Die beiden Frauen kommen gut vorwärts, ohne aufgehalten zu werden und erreichen Terravin.
Dort lebt Berdi, Paulines Tante, keine echte Verwandte, aber eine gutherzige Frau, die Paulines Mutter ein Dach über dem Kopf geschenkt hat, als deren Mann starb.
Recht schnell leben sich die Beiden ein und helfen im Gasthof von Berdi so gut sie können.
Immer die Angst im Nacken, es könnten Verfolger auftauchen, um Lia zurück nach Morrighan zu bringen.

Ich hab eine Weile gebraucht, bis ich den Schwung im Buch gefunden habe. Die ersten Seiten waren mir zu langweilig und ohne Unterhaltung. Ich musste Lia erst besser kennenlernen, bis ich Gefallen am Buch gefunden habe. Das Buch ist es wert, bei anfänglichen Schwierigkeiten am Ball zu bleiben. Es wird sehr unterhaltsam und auch spannend, sobald Rafe und Kaden in Lias Leben treten.
Mir hat unheimlich gut gefallen, dass man erst recht spät erfährt, wer von den beiden Männern der Prinz ist und wer der Attentäter. Die Kapitel sind aufgeteilt in die Sichtweisen der verschiedenen Personen. Es erzählt Lia, Pauline, dann gibt es den Prinz, den Attentäter, aber auch Kapitel für Rafe und für Kaden. Man wird als Leser lange im Dunkeln gelassen, welche Rolle wem zugeteilt ist.
Ich habe recht früh meine Vermutungen angestellt und diese wurde auch bestätigt.
Es ist ein Abenteuerroman mit romantischen Szenen und interessanten Dialogen. Es gibt insgesamt 4 Bände, auf die ich mich sehr freue.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Optimalwohlökonomie im Jahr 2057

Die Unvollkommenen
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Die Bundesrepublik Europa (BEU) im Jahr 2057 hat sich weiter entwickelt. Das Internat für Störenfriede existiert weiterhin, doch es gibt mittlerweile eine Verwahrung. Dort werden Straftäter ruhig gestellt ...

Die Bundesrepublik Europa (BEU) im Jahr 2057 hat sich weiter entwickelt. Das Internat für Störenfriede existiert weiterhin, doch es gibt mittlerweile eine Verwahrung. Dort werden Straftäter ruhig gestellt und in einen komatösen Tiefschlaf versetzt. Für Bewegung und Ernährung während dieser Zeit sorgen Roboter. Es ist platzsparender und kostengünstiger, die Gefangenen so zu lagern.
Die BEU hat ein Auge auf alle Mitbürger und regelt das Leben der Menschen zum Wohle aller.

Lila ist eine von ihnen, sie erwacht aus dem künstlichen Koma und findet eine gruselige Wahrheit heraus. Die BEU wird von Samson Freitag beherrscht. Er wird als großer Erleuchter dargestellt und die Mehrheit der Menschen liebt und vergöttert ihn.
Samson hat die Macht über das optimalkonforme Leben in der BEU und predigt vom Reinen Land.
Er kann in den Geist der Menschen vordringen und so ihr Handeln beeinflussen.Linsen sind überflüssig geworden, es werden Chips implantiert. Ist jemand sehr traurig, werden Glücksstoffe freigesetzt und die Welt ist wieder in Ordnung. Dadurch werden Verbrechen reduziert und ungeplante Handlungen finden gar nicht erst statt.

Die Geschichte geht sofort interessant los, man verfolgt das neue Leben von Lila im Internat.
Sie ist in der Villa Baltic untergebracht, ein Platz für nicht systemkonforme Mitbürger. Für Lila heißt es lebenslänglich im Internat. Es fehlt ihr an nichts, das Essen ist hervorragend, die Wohnung luxuriös, das Freizeitangebot fast unendlich. Nur laufen ist untersagt, man darf sich nur mit einer Geschwindigkeit von maximal 1,5 Meter pro Sekunde bewegen. Joggen kann Lila von nun an vergessen.
Bei einem Ausflug zum Stand lernt sie Eoin Kophler kennen. Ein seltsamer Zeitgenosse, doch mit ihm könnte Lila einen Ausbruch wagen, denn er ist genauso wie sie davon überzeugt, die Welt wäre besser dran ohne Samson Freitag.

Das Buch schließt an „Die Optimierer“ an, es ist ratsam, den ersten Band zu lesen, da einige Charaktere auch in „Die Unvollkommenen“ auftreten.
Der Unterhaltungswert ist hoch, der Spannungsbogen steigt stetig an. Diese Zukunft ist erschreckend, auch wenn es alles prima ist und optimalwohlökonom angepriesen wird.
Roboter können das Leben erleichtert, nur wenn sie ein Eigenleben führen können, dann wird es gefährlich. Ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine ist wünschenswert, doch wie hier im Buch kann es zu einer großen Gefahr werden.
Das Buch endet für mich zufriedenstellend, doch könnte es auch eine Fortsetzung geben. Das Thema bietet eine schier unendliche Auswahl an Zukunftsperspektiven