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Veröffentlicht am 16.05.2022

Magische Waffen

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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Die Geschwister Ziva und Temra ergänzen sich. Die ältere Schwester ist 18 und eine magische Schmiedin. Temra ist 16, geht zur Schule, sie kümmert sich um den Verkauf der Waffen. Ziva ist menschenscheu, ...

Die Geschwister Ziva und Temra ergänzen sich. Die ältere Schwester ist 18 und eine magische Schmiedin. Temra ist 16, geht zur Schule, sie kümmert sich um den Verkauf der Waffen. Ziva ist menschenscheu, sie arbeitet lieber allein und im Hintergrund.
Als Ziva ein Schwert für die Kriegsherrin Kymora fertigt, fangen die Probleme erst richtig an.
Das Schwert birgt ein mächtiges Geheimnis. Diese Waffe darf Kymora nicht in die Hände bekommen. Die Schwestern fliehen aus der Stadt. Zusammen mit einem Söldner und einem Gelehrten begeben sie sich in die Fremde. Eine abenteuerliche Reise beginnt, mit ungewissem Ausgang.

Dieses Buch hat mich mit dem schönen Cover angezogen. Es ist hübsch gestaltet mit angenehmen Farben.
Die Schriftart ist gut gewählt, sie passt zur Geschichte.
Der Schreibstil fesselte mich gänzlich, ich habe das Buch in kurzer Zeit gelesen. Unterhaltsame Dialoge, spannende Szenen, eine leise Romantik machen das Buch zu einem schönen Erlebnis.

Tricia Levenseller schreibt sehr fesselnd. Ihre Art hat mich gefangen, der Stil ist unglaublich lebendig. Ich hatte das Gefühl, ich spüre den Staub der Flucht, den Dreck auf der Haut, den Schweiß der Angst.
Die Schwestern waren mir sofort sympathisch. Sie agieren toll zusammen. Es gibt auch Streit, was normal ist, wenn man so eng zusammen lebt.
Temra ist für ihr Alter sehr aufgeweckt und neugierig. Sie flirtet leidenschaftlich gerne. Ziva ist da eher verklemmt und traut sich nicht unter das Volk. Umso erstaunlicher fand ich, wie Ziva die Flucht gemeistert hat.

Die Ich-Erzählung aus der Sicht von Ziva geben einen tiefen Einblick in das Seelenleben der Schmiedin. Ihre Panikattacken werden intensiv dargestellt. Diese weiche Seite macht die junge Frau noch sympathischer, ich hätte sie gerne getröstet.

Der magische Anteil ist nicht sehr hoch, ich würde das Buch nicht eindeutig zu Fantasy zuordnen. Die Waffen werden durch Ziva magisch, was interessant ist.
Die Fortsetzung wird einiges aufklären und hoffentlich auch ein gutes Ende nehmen.
Im Dezember erscheint der 2. Band der Dilogie. Darauf freue ich mich sehr.
Von mir gibt es fünf Sterne in allen Bereichen.
Empfohlen wird das Buch ab 14 Jahre, was ich aufgrund der Kampfszenen für gerechtfertigt halte. Ich denke, Mädchen haben mehr Freude am Buch, für Jungen ist es vielleicht ein bisschen zu romantisch.
Es ist keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne, die Flucht steht im Vordergrund und die Gemeinschaft der 4.
Definitiv bietet das Buch großartige Unterhaltung.





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Veröffentlicht am 13.05.2022

Eine mutige Geschichte

Ende in Sicht
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Hella (69) ist in ihrem alten Passat auf dem Weg in die Schweiz um zu sterben.
Unterwegs fällt Juli (15) von einer Brücke vor das Auto.
Ein wahnwitziger Roadtrip beginnt. Die unterschiedlichen Frauen ...

Hella (69) ist in ihrem alten Passat auf dem Weg in die Schweiz um zu sterben.
Unterwegs fällt Juli (15) von einer Brücke vor das Auto.
Ein wahnwitziger Roadtrip beginnt. Die unterschiedlichen Frauen haben das gleiche Ziel.
Was am Ende in Sicht kommt, ist überraschend anders.
Ronja von Rönne behandelt die Thematik Depression mit makabrem Humor. Über die düsteren Gedanken der anderen lachen, so ein Buch erfordert Mut. Mir hat es sehr gut gefallen, der Stil ist abgerundet mit Dramatik und ein bisschen Einfühlungsvermögen.
Diese Art mit Depressionen umzugehen gefällt mit Sicherheit nicht jedem. Ich kann über schwarzen Humor lachen. Es wird in meinen Augen nicht ins Lächerliche gezogen. Das Buch zeigt, es gibt ein Licht am Ende einer dunklen Reise.
Hella und Juli sind völlig verschieden. Sie geraten aneinander, die Reise wirkt, als wäre sie unmöglich durchführbar. Abwechselnd bekomme ich Einblicke in das Seelenleben von Hella und Juli.
Es passieren Szenen, die urkomisch und gleichzeitig tieftraurig sind.
Die Autorin erklärt in der Danksagung ihren Hintergrund.

Die Erkrankung wird nicht übertüncht mit einer Leichtigkeit, obwohl es sicher bei manchem Leser diesen Eindruck erweckt. Es ist ein sensibles Thema, welches Ronja von Rönne sehr gut verpackt hat zu einem Roman zum schmunzeln, lachen und weinen.

Dieses Buch bietet Gesprächsstoff und Zündmaterial für explosive Diskussionen. Die Meinungen gehen bestimmt sehr auseinander. Die Thematik ist schwierig, Depressionen sind oft nicht greifbar.
Mir hat die Geschichte sehr gefallen, doch eine Empfehlung finde ich schwierig.
Es ist eher für Erwachsene ein Buch, vielleicht Frauen mehr, als Männer.
Mir wird es noch lange im Gedächtnis bleiben.


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Veröffentlicht am 11.05.2022

Zurück in die Zukunft

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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Zoe macht ein Austauschjahr in London. Während einer Mitternachtsparty findet sie sich im Jahr 1816 wieder. Mitten in der Ballsaison soll sie als Zofe der jungen Miss Lucie bei ihrem Debüt helfen.
Eine ...

Zoe macht ein Austauschjahr in London. Während einer Mitternachtsparty findet sie sich im Jahr 1816 wieder. Mitten in der Ballsaison soll sie als Zofe der jungen Miss Lucie bei ihrem Debüt helfen.
Eine verrückte Geschichte, Zoe ist völlig von den Socken. Diese Zeit mag sie sehr, die Kostüme, die Musik, ein toller Traum.
Zoe erwacht daraus nicht, es ist Wirklichkeit.
Sie muss zurück, mit dem jungen Lord Falcon-Smith muss sie zusammenarbeiten.
Er ist auch ein Zeitreisender. Doch da gibt es wen, der die Rückreise verhindern will.

Eine chaotische Geschichte beginnt, die definitiv für Teenager ist. Die Gespräche sind nicht sehr tiefgründig, es ist ein leichtes Buch mit einfach strukturierten Sätzen. Der Humor ist nicht mein Ding. Insgesamt hat mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Mir ist es zu einfach und teilweise unlogisch geschrieben.
Von der Autorin habe ich zum ersten Mal ein Buch gelesen. Es wird keine Wiederholung geben, die Fortsetzung interessiert mich nicht.
Es gibt zu viele Ungereimtheiten, die den Lesefluss enorm stören. Manche Dialoge sind nicht verfolgbar, zu viel Verwirrung hat in meinem Kopf stattgefunden.
Für Teenager mag diese Geschichte ein Knaller sein. Ich kann dem wenig abgewinnen.
Ich habe einige Seiten überflogen und bin zum Ende gesprungen. Das Ende ist nicht gut gewählt, da wird der Leser unbefriedigt zurück gelassen.


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Veröffentlicht am 09.05.2022

Ein toller Sommer

Ein unendlich kurzer Sommer
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"Ein unendlich kurzer Sommer" von Kristina Pfister hat mich sehr leseglücklich gemacht. Sie schreibt ganz wundervoll, es ist eine Geschichte aus dem Leben und sprüht vor guten Sätzen und beeindruckenden ...

"Ein unendlich kurzer Sommer" von Kristina Pfister hat mich sehr leseglücklich gemacht. Sie schreibt ganz wundervoll, es ist eine Geschichte aus dem Leben und sprüht vor guten Sätzen und beeindruckenden Worten.

Lale hat in ihrem Herzen einen Kummer sitzen, sie setzt sich ohne Ziel in einen Zug.
Ein Campingplatz im Nirgendwo wird ihr vorübergehendes Zuhause.
Gustav ist ein Brummbär, doch Lale erweicht sein Herz. Sie hilft ihm auf dem Campingplatz, putzt, renoviert und kocht mit ihm.
Der alte Mann hat selbst ein Geheimnis.

Christophe ist gezielt zum Campingplatz gefahren, um sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Gemeinsam wird es ein unbeschreiblicher Sommer. In dem es um Geschichten geht, das Leben, vom Verzeihen und Loslassen.
Sehr tiefgründig beschreibt die Autorin die Charaktere und ihre Aktivitäten.
Es ist eine so tolle Geschichte, ich könnte unendlich schwärmen.
Die Figuren sprühen vor Leben und bereichern das Buch sehr.
Der Campingplatz ist ein Platz für Freude, Trauer, Spaß und Liebe.
Kristina Pfister kann extrem gut mit Worten umgehen. Mit amüsanten Dialogen würzt sie das Buch mit Situationskomik.
Dieser Sommer bietet viel Gefühl, Selbsterkenntnisse und Mut.
Lale, Gustav und Christophe erzählen ihr Leben und beleben die Geschichte mit ihrem Esprit.
Ich bin absolut begeistert und kann das Buch sehr empfehlen.


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Veröffentlicht am 08.05.2022

Wo führt es hin?

Ancora
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Ancora ist ein Anker, um zur Ruhe zu kommen. Die Gesellschaft, die dort wohnt ist abgeschnitten von der Zivilisation. Es gibt kein Internet. Man soll sich erden und entspannen.
Romy und ihr Freund Aurel ...

Ancora ist ein Anker, um zur Ruhe zu kommen. Die Gesellschaft, die dort wohnt ist abgeschnitten von der Zivilisation. Es gibt kein Internet. Man soll sich erden und entspannen.
Romy und ihr Freund Aurel wollen dort ihre Beziehung kitten. Ihr bester Freund Jannis ist mit dabei.
Seltsame Ereignisse überschatten die Abgeschiedenheit im Dorf.
Romy erlebt Dinge, wie in einem Gedicht ihrer Mutter. Die Realität verschwimmt. Was geht in Ancora vor, Romy beginnt sich zu fürchten.

Das Cover allein wäre ein Grund gewesen, dieses Buch nicht zu lesen. Ich finde es nicht gut gestaltet. Es sagt nichts aus.
Der Klappentext klang interessant. Es fängt auch ganz gut an. Die Geschichte verliert sich allerdings unterwegs. Ich habe den Eindruck gewonnen, das Buch wurde zu schnell geschrieben. Das Potenzial wurde nicht ausgefüllt.
Der holprige Stil hat mich dann komplett von der Story weggebracht. Mit Mühe habe ich das Buch beendet.
Die Idee ist gut und verspricht spannend zu werden. Ein bisschen habe ich davon gespürt, doch zu wenig, um für die Geschichte eine Begeisterung auszulösen.
Die Auflösung am Ende hat das Ruder etwas herum gerissen. Es reicht nicht aus, um die volle Punktzahl zu vergeben.

Es ist sehr einfach geschrieben.
Ich mag Jugendbücher sehr, daran liegt es nicht. Vielleicht muss der junge Autor noch seine Richtung finden. Die Dramatik über die Vielzahl der Seiten ist zu viel des Guten.
Schade, aus der Story hätte mehr entstehen können.

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