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Veröffentlicht am 15.04.2020

Eine düstere Geschichte, die mich nicht gepackt hat

Melmoth
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Als Helene Franklin von einem Freund ein Manuskript erhält, wird ihr Leben sehr verändert. Sie stößt auf den Hinweis einer Frau mit dem Namen Melmoth. Diese Frau ist dazu verdammt auf ewig auf der Erde ...

Als Helene Franklin von einem Freund ein Manuskript erhält, wird ihr Leben sehr verändert. Sie stößt auf den Hinweis einer Frau mit dem Namen Melmoth. Diese Frau ist dazu verdammt auf ewig auf der Erde zu wandeln. Ein Märchen? Eine düstere Geschichte, um Kindern Angst zu machen? Je weiter Helene diese Geschichte verfolgt, umso mehr hat sie das Gefühl, jemand verfolgt sie. Mit ihrem Leben kommt sie schwer zurecht, sie schleppt eine Schuld mit sich herum. Dies macht sie anfällig für die Schauererzählungen um Melmoth.

Man erhofft sich eine dunkle Geschichte und ein spannendes Märchen, doch es fesselt kaum. Der Schreibstil ist extrem gewöhnungsbedürftig, ich hatte arge Probleme mit dem Buch. Von Anfang an schleppt sich die Story, ich wurde kein bisschen warm damit. Der Stil der Autorin wird als herausragend und sehr literarisch bezeichnet. Ich kann dem nichts abgewinnen. Für mich ist es ein ungeordnete und sehr verwirrende Geschichte. Mit den Charakteren wurde ich nicht warm, sie strahlten kaum etwas aus. So ausführlich die Lebensgeschichten auch waren, sympathisch war mir keine Figur. Viele Zeitsprünge trugen noch mehr zu meiner Verwirrung bei. Ich habe mich durch das Buch gequält und habe es frustriert beendet. Eigentlich wollte ich auch andere Bücher von Sarah Perry lesen, doch nach diesem Buch ist mir die Lust daran vergangen.

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Veröffentlicht am 12.04.2020

Sprechende Tiere und magische Momente

Die Schule der magischen Tiere 1: Die Schule der magischen Tiere
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An ihrem ersten Tag in der Wintersteinschule bekommt Ida von ihren neuen Mitschülerinnen einen blöden Spitznamen: Tante Elfriede. Wie dämlich diese Helene und ihre Freundinnen sind. Egal, Ida geht denen ...

An ihrem ersten Tag in der Wintersteinschule bekommt Ida von ihren neuen Mitschülerinnen einen blöden Spitznamen: Tante Elfriede. Wie dämlich diese Helene und ihre Freundinnen sind. Egal, Ida geht denen am besten aus dem Weg.
Genug Ablenkung gibt es, die Lehrerin Miss Cornfield bringt Schwung an die Schule. Sie ist auch neu und unterrichtet Idas Klasse.
Als ein Besucher an die Schule kommt, wird es merkwürdig. Dieser Morrison sieht komisch aus, Mütze und Schal sind viel zu groß. Er ist der Chef der Zoohandlung für magische Tiere. Für ein paar Schüler hätte er ein magisches Tier demnächst. Was für eine Aufregung, welches Tier würde Ida bekommen, bekommt sie eins? Ida hält es kaum aus, aber dadurch wird der Schulalltag leichter, wenn sie jeden Tag voller Freude auf ein Tier hofft.

Das Buch hat kurze Kapitel mit niedlichen Zeichnungen. Es ist sehr witzig geschrieben, da haben Kinder ab 8 Jahre ihre Freude dran. Das Fantasy Abenteuer bietet Spaß, Spannung, Humor und viele nette skurrile Tiere.
Das Buch hat Tipps parat, wie man am besten umgeht mit anderen Schülern. Mit leiser Stimme wird einem beigebracht, auch mal über die Fehler anderer hinwegzusehen. Es gibt ab und zu einen erhobenen Zeigefinger, der zwischen den Worten versteckt ist. Das Buch bringt den Kindern bei, wie man nicht mit anderen Schülern reden sollte.
Es ist eine sehr nette Geschichte über Freundschaft und Toleranz.

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Veröffentlicht am 11.04.2020

Ein Kind will zu seiner Mama, doch Mami ist hier

Noah will nach Hause
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Der vierjährige Noah benimmt sich höchst eigenartig. Seine Mutter Janie ist schier am verzweifeln. Nachts ruft er nach seiner Mom, aber Janie ist doch da. Immer wieder fragt er, wann deine Mutter kommt. ...

Der vierjährige Noah benimmt sich höchst eigenartig. Seine Mutter Janie ist schier am verzweifeln. Nachts ruft er nach seiner Mom, aber Janie ist doch da. Immer wieder fragt er, wann deine Mutter kommt. Genauso eigenartig ist seine Phobie vor Wasser. Noah lässt sich nicht waschen, er schreit dabei wie am Spieß. Janie weiß sich nicht mehr zu helfen. Sie sucht Hilfe bei dem Psychologieprofessor Jerry Anderson. Der hat eigene Probleme, es ist fraglich, ob er Noah behandeln und ihm helfen kann. Eine schwierige Situation, zumindest ist Jerry davon überzeugt, Noah ist etwas ganz besonderes und braucht seine Unterstützung. Er muss sich seinen Problemen stellen und sich des Jungen annehmen.

Ich habe einige Seiten gebraucht um mit dem Buch warm zu werden. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig und ich wollte nach 60 Seiten aufgeben. Da mich die Thematik sehr interessiert, hab ich weiter gelesen. Es bleibt etwas schwerfällig, die Wortwahl fand ich hin und wieder anstrengend. Nach der Hälfte vom Buch fand ich es lesenswerter. Ich habe zu lange gebraucht, bis ich mit den Personen in der Geschichte vertraut war, dadurch fehlte mir der Fluss im Buch. Zum Schluss war ich doch recht zufrieden und bin nicht mehr enttäuscht davon. Die Story baut sich langsam auf, gewinnt nur zögerlich an Fahrt, erzählt aber trotzdem eine hochinteressante Geschichte. Die Reinkarnation ist unglaublich und faszinierend zugleich.
Man hätte vielleicht ein paar Szenen kürzen können, ich hab hin und wieder Sätze übersprungen, daran ist meine Ungeduld Schuld. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die kurzen Episoden von anderen Kindern, die wiedergeboren wurden. Dies lockert die Geschichte sehr auf und somit wurde es doch ein schönes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 09.04.2020

Liebe ist sehr kompliziert

Glück ist, wenn man trotzdem liebt
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Isabelle liebt ihr geordnetes Leben. Nichts wird dem Zufall überlassen. Sie hat gerne jeden Tag den gleichen Rhythmus. Mittags Suppe bei Mr. Lee gegenüber, dieses tägliche Ritual gehört zu ihrem Leben, ...

Isabelle liebt ihr geordnetes Leben. Nichts wird dem Zufall überlassen. Sie hat gerne jeden Tag den gleichen Rhythmus. Mittags Suppe bei Mr. Lee gegenüber, dieses tägliche Ritual gehört zu ihrem Leben, wie der morgendliche Kaffee. Dann macht Mr. Lee zu, er hat sein Restaurant verkauft. Nun gehört das Lokal irgendso einem Schnösel. Da gibt es bestimmt keine vernünftige Suppe. Doch die Tütensuppe, die Isa statt der geliebten Tagessuppe "genießt", macht sie neugierig auf das neue Restaurant. Die Suppe ist nämlich grauenvoll.
Also marschiert sie rüber, um sich ein Bild zu machen. Vielleicht tut sich ein neuer Kunde für den Blumenladen von Brigitte auf, in dem Isa arbeitet. Dem Blumenladen bleiben die Kunden weg, seit in nächster Nähe ein hippes Blumengeschäft eröffnet hat. Doch der Besitzer Jens Thiel hat mit Blumen nichts am Hut. Der wird ein harter Brocken. Isabelle nimmt sich vor, ihn von einer Dekoration mit Blumen zu überzeugen.
Eine amüsante Story entwickelt sich. Isabelle muss aus ihrem gut durch rotierenden Tag ausbrechen, sie muss spontaner werden.
Vielleicht kann ihr Jens dabei helfen.
Er scheint doch ganz nett zu sein.

Es hat viel Spaß gemacht, durch Hamburg zu streifen und alte Bekannte zu treffen. Der Taxifahrer Knut ist aus anderen Hamburggeschichten von Petra Hülsmann bekannt. Ein vertrautes Gesicht zu sehen, bringt dem Buch noch mehr Unterhaltung ein.
Eine bunte Geschichte mit vielen lustigen Szenen und ulkigen Charakteren.
Etwas vorhersehbar, aber dem Buch macht das nichts, es liest sich wunderbar leicht.
Isa wollte ich gerne einen Klaps auf dem Hinterkopf geben, damit sie zur Vernunft kommt. Schließlich ist Glück, wenn man trotzdem liebt.

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Wer ist der Täter bei dem Flugzeugabsturz?

Durch Mark und Bein
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Ein Flugzeugabsturz bringt einige Fragen hervor. War es eine Explosion? Warum mussten so viele Menschen sterben. Temperance Brennan macht sich ihre eigenen Gedanken und Untersuchungen und wird prompt des ...

Ein Flugzeugabsturz bringt einige Fragen hervor. War es eine Explosion? Warum mussten so viele Menschen sterben. Temperance Brennan macht sich ihre eigenen Gedanken und Untersuchungen und wird prompt des Falles entzogen.
Auf sich gestellt sucht sie Hilfe bei einem guten Freund und ihren Exmann.
Was sie herausfindet setzt alles in den Schatten. Eine grauenvolle Entdeckung bereitet ihr schlaflose Nächte. An ihrer Seite der Kater Birdy und zeitweise Boyd, der Hund, auf den ihr Exmann Pete eine Weile aufpasst. Die Tiere geben ihr Kraft und Trost.
Die Story baut sich langsam auf, die Spannung steigert sich allmählich. Man fiebert mit Tempe und fürchtet sich mit ihr im Wald. Manche Szenen bereiten einem Gänsehaut.
Ich bin kein Fan von Thrillern. Da ich früher mal 2 Bücher über Temperance Brennan gelesen habe, wollte ich dem Buch eine Chance geben.
Zunächst waren mir die Leichenbeschreibungen zu intensiv, die habe ich teilweise überlesen. Ins Detail musste ich nicht gehen, war auch nicht zwingend nötig für das Verständnis der Geschichte. Der Stil gefällt mir sehr, die Charaktere sind gut beschrieben, nicht zu überzogen oder unglaubwürdig.
Die Story nimmt eine überraschende Wendung, das hat mir gut gefallen, dadurch verliert das Buch keine Spannung.
Was mich genervt hat, waren die vielen Abkürzungen, DMORT, FAA,NTSB, ATF um nur ein Paar zu nennen. Da hätte ich mir am Anfang oder Ende vom Buch ein Glossar gewünscht, um sich die Erklärungen nicht merken zu müssen.
Hin und wieder geht die Autorin mir zu viel ins Detail. Wie jemand seinen Kaffee trinkt, wie das Brötchen belegt ist, welche Sauce auf dem Teller. Wenn ich diese Nebensächlichkeiten auch ausblende, ist das Buch sehr gut.
Die Story macht eine Wendung im Fall, die mich sehr überrascht hat. Am Ende wird fast alles gut.

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