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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2019

spannend und lesenswert!

Wir sehen dich sterben
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Meinung:
Das Grundthema finde ich ja total interessant. Ich hab Anfang des Jahres schon mal ein Buch gelesen, bei dem es auch darum ging, dass ein Chip am Sehnerv angebracht wurde und fand das faszinierend ...

Meinung:
Das Grundthema finde ich ja total interessant. Ich hab Anfang des Jahres schon mal ein Buch gelesen, bei dem es auch darum ging, dass ein Chip am Sehnerv angebracht wurde und fand das faszinierend und erschreckend zugleich, weshalb ich auch dieses Mal auf die Umsetzung gespannt war.

Hier startet die Geschichte mit einem spannenden Prolog, bei dem gleich einer dieser angesprochenen Morde passiert. Schon auf diesen wenigen Seiten habe ich eine große Spannung gefühlt.

Aber auch in der Hauptgeschichte werden sehr schnell die Streams entdeckt und die Handlung nimmt ihren Lauf. Ich muss sagen, dass ich die Ausgangslage schon sehr glaubhaft dargestellt fand und immer mitfiebern konnte.

Dabei gab es einige interessante Wendungen und Überraschungen, die ich so teilweise auch überhaupt nicht erwartet habe und es ist immer was los. Es ist stetig eine hohe Grundspannung vorhanden, da der Mörder mit viel Tempo die Chipträger umbringt und Ermittler Tim mit seinem Team, sowie Nina alles versuchen, dies zu verhindern. Und je näher sie ans Geschehen kommen, desto gefährlicher und brisanter wird die ganze Ausgangslage und umso schneller fliegen die Seiten dahin. Am Ende konnte ich das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen, da geht es nochmal richtig zur Sache und es werden auch alle wichtigen Fragen beantwortet. Dabei gibt es auch einen schönen, runden Abschluss.

Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Anfangs dominiert die von Franziska, die die Streams findet und Nina hinzuzieht, später wird meist aus den Perspektiven von Nina und Tim erzählt, aber es gibt auch einige Kapitel aus der Sicht des Mörders Ole. Mir hat die Abwechslung sehr gut gefallen, da man so auf allen Seiten hautnah dabei ist und einem alle Figuren näher kommen.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, einfach, aber doch flüssig und packend. Den Plot an sich fand ich auch recht stimmig, auch wenn es manche Ansätze gab, die ich so nicht unbedingt gebraucht hätte, oder die ich mir teilweise auch ein bisschen schwer umsetzbar vorstelle. So hätte ich das manchmal angedeutete Interesse der Protagonisten aneinander nicht gebraucht und fand es zum Beispiel auch ein bisschen komisch, dass Polizist Tim allen gleich seine Wohnung anbietet. Aber der Autor hat es sehr gut verkauft, hat die Sachen nicht unnötig vertieft und so haben auch diese Elemente alle wirklich gut und stimmig in den Thriller gepasst.

Fazit:
Ein Thriller, der mich total gefesselt und überzeugt hat. „Wir sehen dich sterben“ bietet eine faszinierende Grundidee, die mitreißend, mit viel Spannung und einigen interessanten, sowie teils auch unerwarteten Wendungen umgesetzt um am Ende rund abgeschlossen wurde. Auch wenn ich ab und an Kleinigkeiten hatte, die ich so nicht unbedingt so gebraucht hätte, schafft der Autor es geschickt, diese Aspekte genau in der Menge stehen zu lassen, sodass es am Ende einfach stimmig passt. Ich bin wirklich begeistert und vergebe natürlich die vollen 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Eine gute und spannende Fortsetzung!

Code Genesis - Sie werden dich jagen
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Meinung:
Nachdem das Hören von Band 1 nur ein knappes halbes Jahr her ist, habe ich ohne Probleme zurück in die Geschichte gefunden.

Auch dieses Mal handelt es sich wieder um ein gekürztes Hörbuch, wobei ...

Meinung:
Nachdem das Hören von Band 1 nur ein knappes halbes Jahr her ist, habe ich ohne Probleme zurück in die Geschichte gefunden.

Auch dieses Mal handelt es sich wieder um ein gekürztes Hörbuch, wobei mir beim Hören keine unrunden Stellen aufgefallen sind. Nur etwas schade fand ich, dass beim Hörbuch auf den Prolog verzichtet wurde. Ich mag Prologe eigentlich immer ganz gerne, da sie nochmal zusätzlich Spannung rein bringen, bzw. auch andere Sichten und Infos preis geben.

So startet Geschichte direkt damit, dass Terry und ihre Begleiter sich erneut auf der Reise mit der Kopernikus befinden und Terry sich Vorwürfe macht, dass sie alle durch ihre Neugier in ständiger Gefahr leben müssen.

Trotzdem sind sie weiterhin auf der Suche nach Antworten. Auch dieses Mal läuft die Kopernikus wieder einige faszinierende Ziele an und es gibt interessante, wenn auch nicht immer ganz unvorhergesehene Entwicklungen und Wendungen und auch einige der ersehnten Antworten.

Dabei ist der Plot durchaus spannend aufgebaut, auch wenn er wieder nach dem bereits bekannten Schema von Teil 1 abläuft und sich die Protagonisten rund um die Welt eine Hetzjagd mit den Schergen von Biosyde liefern. Dabei ist ihnen Biosyde oft auch einen Schritt voraus oder zumindest nah auf den Fersen, aber irgendwie schaffen es Terry und ihre Verbündeten es zumeist doch ihnen ein Schnippchen zu schlagen. Jedoch nicht immer, ohne einen Preis dafür zu bezahlen...

Dadurch, dass es dieses Mal auch ein paar Antworten gab, war ich ziemlich zufrieden mit dem Handlungsverlauf und der Spannung. Dabei hat sich einiges bestätigt, was ich mir schon gedacht hatte, anderes war aber auch neu. So war ich doch über Johanns Rolle in der ganzen Sache erstaunt und wäre an Terrys Stelle doch auch extrem sauer und enttäuscht gewesen.

Somit gab es zwar ein paar kleinere Vertiefungen bei den Charakteren, auch wenn darauf nicht der Fokus lag. Dieser lag ganz klar bei dem Abenteuer und den Geheimnissen, was aber auch völlig in Ordnung ist.

Die beiden Sprecher machen erneut einen super Job. Jodie Ahlborns Stimme passt perfekt zu Terry und bringt viel Leben in die Geschichte. Aber auch die anderen Kapitel aus der Sicht der anderen Figuren, vor allem den Leuten von Biosyde, die von Achim Buch vorgetragen werden, fand ich sehr passend und erneut fand ich die deutliche Unterscheidung sehr gut.

Gehört war das Hörbuch extrem schnell und das actionreiche und offene Ende, wecken eine große Neugier auf den Abschlussband.

Fazit:
Eine gute und spannende Fortsetzung, die nun endlich auch ein paar Antworten liefert. Dabei haben sich viele Vermutungen bestätigt, es gab aber doch auch ein paar unerwartete Entwicklungen. Auch wenn dabei wieder viel Zeit auf das bereits bekannte Katz- und Mausspiel verwendet wird, fand ich es durch die erhaltenen Antworten sehr unterhaltsam und spannend. Zusätzlich setzen die Sprecher die Geschichte wieder sehr gut um, weshalb das Hörbuch Ruck zuck gehört ist und man unbedingt wissen möchte, wie die Sache nun ausgeht.

Veröffentlicht am 19.10.2019

3,5 Sterne für einen soliden Jugendthriller, der mich aber nicht immer komplett fesseln konnte

Disappeared
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Meinung:
Ich lese ja sehr gerne Thriller und auch Jugendthriller haben es mir oft angetan. Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt, welche Geheimnisse sich zwischen den Buchseiten ...

Meinung:
Ich lese ja sehr gerne Thriller und auch Jugendthriller haben es mir oft angetan. Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt, welche Geheimnisse sich zwischen den Buchseiten versteckt sein würden.

Das Buch startet direkt damit, dass Freya von ihrem Vater ins Internat gebracht wird, obwohl sie selbst das eigentlich gar nicht möchte. Sie hat noch mit dem Tod ihrer Mutter zu kämpfen, doch anstatt dass ihr Vater mit ihr darüber spricht, vergräbt er sich in Arbeit und schiebt sie in Internat ab.

So fand ich die Darstellung von Freya zumeist recht glaubhaft und gut. Auch ihre Gefühle und wie sie damit umgeht und eben auch ihre innere Verletztheit. Nur fand ich es mit der Zeit ein bisschen extrem, dass sie sich so sehr für das Geheimnis hinter Marias Verschwinden interessiert, obwohl sie sie ja kaum gekannt hat. Aber auch das könnte man zur Not schon irgendwie erklären.

Auch gut gefallen hat mir Freyas Mitbewohnerin Terri. Sie ist schlagfertig und gerade heraus und ihre Sprücheshirts waren schon oft ganz cool.

Zu den anderen Figuren möchte ich gar nicht viel sagen, um nicht zu Spoilern, da viele von ihnen große Geheimnisse haben. Vor allem eine bestimmte Person war mir schon von Beginn an nicht ganz Koscher und das hat sich am Ende dann auch doch krass bestätigt. Dass, die Person aber so extrem abgebrüht ist, hätte ich nicht gedacht und ich muss schon sagen, dass ich relativ wenig Mitleid mit dem harten Schicksal hatte.

Erzählt wird die Geschichte zum größten Teil aus Freyas Sicht, zwischendurch gibt es auch ein paar kurze, aber doch prägnante Kapitel aus der Sicht der verschwunden Maria. Sie hatte definitiv auch kein leichtes Los und es ist schon interessant zu erfahren, was mit ihr passiert ist.

So fand ich den Plot eigentlich ganz solide, aber völlig gefesselt hat er mich irgendwie nicht. Vor allem im Mittelteil ist es für mich irgendwie nicht wirklich voran gegangen und es war eher ein Drama, als ein Thriller. Am Ende kommen dann durchaus die erhoffte Action, einige Wendungen und auch Gefahren hinzu und die Auflösung ist vom Prinzip her schon ziemlich passend, aber völlig raus reißen konnte es das auch nicht mehr.

Den Schreibstil fand ich sehr flüssig und gut lesbar. Zwischendurch gabs zwar ein paar kleinere Längen, aber auch humorvolle Ansätze und im Verlauf auch immer mehr handfeste Spannung.

Fazit:
Ein solider Jugendthriller, mit guter Idee, interessanten Charakteren und einem durchdachten Plot mit einigen Wendungen. Dabei konnte mich die Geschichte im Mittelteil nicht immer ganz fesseln, aber das Ende hat nochmal viel Action und Spannung gebracht, weshalb ich das Buch doch ganz gern gelesen habe und schlussendlich gute 3,5 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Eine berührende Geschichte über Liebe, Krankheit und Hoffnung und mit vielen emotionalen Zwischentönen.

So groß wie deine Träume
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat eine sehr einfühlsame und berührende Geschichte versprochen und dieses Versprechen haben Autorin Viola Shipman und Sprecherin Eva Gosciejewicz definitiv erfüllt.

Mattie ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat eine sehr einfühlsame und berührende Geschichte versprochen und dieses Versprechen haben Autorin Viola Shipman und Sprecherin Eva Gosciejewicz definitiv erfüllt.

Mattie leidet an ALS, einer schrecklichen Krankheit. Und trotzdem verliert sie den Mut und ihre Stärke nicht. Ihr Ehemann Don liebt sie über alles und steht Mattie, so gut er kann, bei. Ihre Liebe wird während der Geschichte greifbar und bewegend dargestellt und mithilfe der mitfühlenden Pflegerin Rose und deren aufgeweckten Tochter Jeri kann Mattie nochmal einige schöne Momente erleben.

Die Geschichte wird dabei auf mehreren Ebenen erzählt und so zu einem stimmigen und emotionalen Ganzen verwoben. Zum einen werden immer wieder Erinnerungen aus der Vergangenheit eingebaut und genau erklärt, was es mit dem betreffenden Stück aus Matties Truhe auf sich hat. Aber auch die Erzählperspektive wechselt zwischen Mattie und Rose passend hin und her, sodass wirklich eine tolle, authentische Geschichte mit viel Gefühl entsteht. Dabei gibt es ein breites Spektrum an Emotionen, sodass nicht nur Liebe und Freundschaft, sondern auch Trauer, Schmerz, Verlust, aber auch Hoffnung, Humor und Zuversicht eine Rolle spielen.

Die Charaktere sind alle sehr sympathisch, aber auch authentisch und glaubhaft dargestellt. Man begleitet sie gern auf ihrem Weg und fühlt mit ihnen mit.

Auch Sprecherin Eva Gosciejewicz hat mir gut gefallen. Sie berührt mit ihrer Art des Vorlesens noch zusätzlich und erleichtert es, sich in die einzelnen Figuren hineinzuversetzen. Jede Figur hat ihre eigene Stimme und vor allem Matties Sprachschwierigkeiten wurden gut und glaubhaft umgesetzt. Sie hat eine sympathische und zur Geschichte passende Stimmfarbe.

Fazit:
Eine berührende Geschichte über Liebe, Krankheit und Hoffnung und mit vielen emotionalen Zwischentönen. Mir hat „So groß wie deine Träume“ gut gefallen, weshalb ich 4 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung vergebe.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Ein unterhaltsamer und sehr lesenswerter Auftaktband

Stormheart 1. Die Rebellin
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Meinung:
Cora Carmack hat in „Stormheart – Die Rebellin“ eine sehr interessante Welt mit einer noch interessanteren Idee geschaffen. Denn das Land Caelira wird von magischen Stürmen geplagt, wobei die ...

Meinung:
Cora Carmack hat in „Stormheart – Die Rebellin“ eine sehr interessante Welt mit einer noch interessanteren Idee geschaffen. Denn das Land Caelira wird von magischen Stürmen geplagt, wobei die Stürme eigenständige Wesen darstellen und nur die Strumlinge, mit angeborenen Kräften können das Land und die Menschen vor diesen mächtigen Stürmen beschützen.

Anfangs fand ich den Gedanken noch etwas abstrakt und schwer zu greifen, aber je mehr Einzelheiten ich davon erfahren habe, desto überzeugender fand ich die Idee und auch die Umsetzung.

Generell haben mir neben der tollen Idee auch die Figuren sehr gut gefallen. Sie sind extrem vielfältig und es gibt viel an ihnen zu entdecken. Egal, ob es der geheimnisvolle und auf den ersten Blick charmante und doch so mysteriöse und düstere Prinz Cassius ist, oder Lock, der etwas schroffe Anführer der Sturmjägergruppe mit dem gutem Herzen, oder auch die anderen bunt zusammengewürfelten Mitglieder der Sturmjäger, die alle ihre eigene Geschichte habe.

Und natürlich ist da noch Protagonistin Aurora, die selbst auch mehrere Seiten hat, wodurch es wirklich Spaß macht, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Sie kann eine nach außen hin arrogante und mächtige Prinzessin geben, ist aber auch das verängstigte, innerlich zerrissene Mädchen ohne Freunde und ohne Macht. Und als sie sich den Sturmjägern anschließt, findet sie zu sich selbst, beweist viel Mut und entwickelt sich zu einer starken Frau und angehenden Herrscherin.

Dabei ist es sehr hilfreich, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und der Leser einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der verschiedenen interessanten Figuren erhält. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist flüssig, bildhaft und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken, weshalb ich das Spannungslevel ziemlich konstant fand.

Auch das Ende passt für mich gut zur Geschichte, denn es macht große Lust gleich weiterzulesen und weckt die Neugier, wie es mit den tollen Charakteren weiter geht und welche tollen Ideen sich die Autorin noch hat einfallen lassen.

Fazit:
„Stormheart – Die Rebellin“ ist ein unterhaltsamer und sehr lesenswerter Auftaktband in eine tolle neue Reihe. Neben der interessanten Idee lebt das Buch vor allem von den vielfältigen und authentischen Charakteren und einem stimmigen Handlungsverlauf mit konstanter Spannung. Von mir gibt es sehr gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.