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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2019

Ein toller Auftakt in eine neue Kinderbuchreihe, die auch sehr gut von Älteren gelesen werden kann.

Die Sternen-Saga 1. Taurus
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Meinung:
Ich muss ja sagen, dass mich die Kurzbeschreibung und das tolle Cover gleich angesprochen haben. Prinzipiell habe ich mit Astronomie nicht viel am Hut, aber irgendwie ist es doch spannend in Fantasieromanen ...

Meinung:
Ich muss ja sagen, dass mich die Kurzbeschreibung und das tolle Cover gleich angesprochen haben. Prinzipiell habe ich mit Astronomie nicht viel am Hut, aber irgendwie ist es doch spannend in Fantasieromanen darüber zu lesen und zu entdecken, was sich die Autoren tolles ausgedacht haben.

Und die Geschichte um Natalie und ihren Großvater ist wirklich interessant gestaltet. Natalie ist bei ihrem Großvater, einem berühmten Wissenschaftler, aufgewachsen und steht ihm sehr nah. Als er entführt wird, versucht sie natürlich alles in ihrer Machtstehende zu tun, um ihn zu finden.

Das klingt schon sehr erwachsen für ein 13 jähriges Mädchen, aber ich habe es ihr schon irgendwie abgenommen, da sie durch ihre Erziehung in vielen Ländern auch sehr selbstständig und intelligent wirkt und ja auch Hilfe von Millionärssohn Giles und dessen Leibwächters hat. Außerdem hat sie doch einige kindliche Züge, die ihre Figur in der Gesamtbetrachtung doch authentisch erscheinen lassen.

Der Plot ist auf jeden Fall sehr spannend und abenteuerreich gestaltet. Während am Anfang viele interessante Fragen aufgeworfen werden, bekommt der Leser auf der abenteuerlichen Reise mit vielen Wendungen und Gefahren einige interessante Antworten. Außerdem erfährt er viel zu den Hintergründen und erhält auch gut verpackte historische Details und Anspielungen und Infos zur Astronomie.

So wird der Leser auch mitten in die Geschichte gezogen, muss selbst die Luft anhalten und rätselt auch mit den Protagonisten mit. Dabei gestaltet sich Natalies Weg manchmal schon etwas sehr einfach und die Antworten sind am Ende nicht alle total überraschend, sondern man konnte sich das ein oder andere schon selbst denken, aber insgesamt habe ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt und die Protagonisten gerne auf ihrer Reise begleitet.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Er ist einfach, aber auch malerischer und mit einer guten Mischung aus jugendlicher Leichtigkeit, mystischer Atmosphäre und spannenden Abenteuern und Action. Und es gibt auch ein paar ruhige, aber sehr passende Momente.

Das Ende fand ich nochmal richtig gut. Es lässt zwar noch Fragen für die Fortsetzungen offen, ist aber für einen Auftaktband doch auch recht abgeschlossen und kommt ohne gemeinen Cliffhanger aus.

Fazit:
Ein toller Auftakt in eine neue Kinderbuchreihe, die auch von älteren Lesern sehr gut gelesen werden kann. Das Setting ist spannend, der Plot voller Action, Mystik und Abenteuer und entwickelt sich im Verlauf stimmig weiter. Dabei gibt es zwar ein paar kleinere Kritikpunkte, aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und ich bin auch gespannt, wie es weiter geht. Deshalb vergebe ich gute 4 Sterne.

Veröffentlicht am 09.09.2019

unterhaltsam, farbenfroh und spannend, aber auch etwas schwächer als Teil 1

Der Pakt der Bücher
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Meinung:
Nachdem ich ja den ersten Band erst letzten Monat beendet habe, war ich natürlich sofort wieder mitten in der Geschichte, die nun 5 Monate später wieder sehr spannend einsetzt.

Wir erfahren nun ...

Meinung:
Nachdem ich ja den ersten Band erst letzten Monat beendet habe, war ich natürlich sofort wieder mitten in der Geschichte, die nun 5 Monate später wieder sehr spannend einsetzt.

Wir erfahren nun endlich, was es mit dem Flaschenpostbuch auf sich hat, bekommen noch ein paar Einblicke in die Adamitische Akademie und den Widerstand dagegen und lernen auch den mysteriösen Cedric de Astarac und seinen großen Gegner Alexandre Absolon etwas genauer kennen, obwohl mich einige Infos davon eher etwas verwirrt, als gänzlich befriedigt haben.

Dabei wird auch die bibliomantische Welt immer tiefgründiger und greifbarer. So finde ich die Ideen wie zum Beispiel bücherfressende Pflanzen oder die Möglichkeit beim Lesen die Zeit anzuhalten wirklich sehr interessant.

Die Handlung selbst ist wieder sehr rasant, spannend und zum Teil auch etwas gefühlvoll, auch wenn sie mich nicht ganz so packen und rundum überzeugen konnte, wie im ersten Teil der Reihe. Dies liegt zum einen daran, dass mich einige der aufgeworfenen Infos etwas verwirrt haben, diese dann aber einfach so stehen gelassen werden. Und auch wenn ich den Showdown durchaus spannend fand, hätte ich mir irgendwie doch etwas mehr davon erhofft gehabt. Für mich wurde der Schluss etwas sehr schnell abgehandelt und dabei sind eben noch ein paar Fragen offengeblieben. Aber vielleicht werden diese ja in der „Die Seiten der Welt-Reihe“ aufgegriffen und beantwortet, die ja leider noch nicht gelesen habe.

Erzählt wird die Geschichte dabei aber wieder aus unterschiedlichen Perspektiven, sodass man überall hautnah dabei ist. Der Schreib – bzw. Erzählstil ist erneut sehr unterhaltsam und für mich einfach total gelungen, was auch wieder an der tollen, sympathischen und abwechslungsreichen Stimme von Simon Jäger liegt.

Bei den Charakteren überzeugt natürlich vor allem die resolute Mercy. Aber auch ihre Freunde sind greifbar, auch wenn ich mit ihren oft unüberlegten Handlungen nicht ganz so warm wurde. Als neuer und sehr spezieller Charakter kommt Fiona Faerfax dazu. Sie ist total offen, abenteuerlustig und auch etwas verrückt, hat das Herz aber am rechten Fleck und ich mochte sie echt gerne. Dafür fand ich es etwas schade, dass der Besserwisser dieses Mal etwas kürzer kam.

Die neue Antagonistin Egyptienne ist definitiv skrupellos und hat einen an der Waffel, aber als Antagonistin passt sie gut ins Buch.

Fazit:
Wieder eine unterhaltsame, farbenfrohe, spannende und sehr mitreißend erzählte Geschichte, die für mich aber nicht ganz an das Niveau von Teil 1 heranreicht. Ich habe sie gerne gehört, aber wurde nicht ganz so mitgerissen, wie ich es mir erhofft hatte. Dafür gab es doch ein paar wirre Aussagen, die aber leider so stehen geblieben sind und auch der Showdown wurde zwar actionreich, aber auch etwas schnell und einfach und mit offengebliebenen Fragen abgehandelt. Ich hoffe nun, dass diese Fragen in der Hauptreihe „Die Seiten der Welt“ noch eine Rolle spielen und so doch noch beantwortet werden. Für den Abschluss diese Prequels vergebe ich aber trotzdem solide 4 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Einfach wieder lesenswert!

King of Scars
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Meinung:
Ich habe ja sowohl die Grischa-Reihe, als auch die Krähenreihe der Autorin gelesen. Obwohl ich erstere ganz interessant und gut lesbar fand, haben mich erst die Krähen wirklich total geflasht ...

Meinung:
Ich habe ja sowohl die Grischa-Reihe, als auch die Krähenreihe der Autorin gelesen. Obwohl ich erstere ganz interessant und gut lesbar fand, haben mich erst die Krähen wirklich total geflasht und mich unaufhörlich in diese Welt gezogen. Womit natürlich klar war, dass ich auch den neuen Band aus dem Grischaverse unbedingt lesen muss.

Und in diesem Auftakt der neuen Dilogie gibt es eine Verbindung der beiden bisherigen Reihen. Zum einen begegnet man altbekannten Figuren aus der Grischa-Reihe, aber auch Nina aus der Krähenreihe spielt eine große Rolle.

Dabei ist es wohl nicht unbedingt nötig, dass man die Vorgänger kennt, leichter tut man sich aber auf jeden Fall. Ich muss zugeben, dass ich an die Originalreihe kaum noch genauere Erinnerungen habe und mich das beim Lesen schon etwas gestört hat. Es gibt zwar einige Erinnerungsstützen und Erklärungen, aber ganz befriedigt hat das meinen Drang, mich genau zu erinnern, leider nicht.

Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt und hat dadurch auch unterschiedliche Handlungsstränge. Zum Einen begleitet man den Zaren Nikolai und seine Generalin Zoya durch die Fallstricke und Intrigen der Politik, aber auch durch unerwartete Gefahren. Auf der anderen Seite ist Nina im Nachbarland Fjerda und versucht dort Grischa zu befreien. Später kommt dann noch die Perspektive von Isaak hinzu.

Als Pluspunkt der Geschichte lässt sich vor allem die besondere Art der Charaktere und ihr Umgang miteinander benennen. Nikolai hat so einen tollen trockenen Humor und auch Zoya ist wirklich ein Unikat. Man könnte sie mit ihrer harten Art fast als etwas zickig beschreiben, aber die Autorin schafft es, sie einfach als extrem starke Persönlichkeit darzustellen. Es macht Spaß den Schlagabtausch zwischen den Beiden zu begleiten.

Und es ist auch schön Nina wieder zu sehen, auch wenn sie sich durch ihr schweres Schicksal auch verändert hat. Man erfährt auch einiges zu den Hintergründen der Figuren, was mir prinzipiell gefallen hat, aber manchmal waren diese Szenen fast ein bisschen plump eingebaut.

Die Handlung ist prinzipiell zwar interessant und spannend, zwischendurch haben sich aber doch auch ein paar Längen eingeschlichen. Vor allem am Anfang geht es doch viel um Politik und Ränkespielchen. Und auch Ninas Teil hätte ich anfangs nicht ganz so ausführlich gebraucht, vor allem weil ich Nikolais und Zoyas Abenteuer lange Zeit spannender fand und die Wechsel zu ihrer Perspektive anfangs oft eher mit einem kleinen, gemeinen Cliffhanger verbunden habe, aber gelangweilt habe ich mich nie und auch Ninas Sicht bekommt mit der Zeit immer mehr Bedeutung.
Es gab insgesamt einige Wendungen, manche vielleicht auch etwas zu leicht absehbar, aber durchaus unterhaltsam und wichtig.

Das Ende bietet einen fesselnden Showdown und lässt auch einige Fragen für die Fortsetzung offen, auf die wir hoffentlich nicht so lange warten müssen.

Fazit:
Ein weiteres lesenswertes Buch aus dem Grischa-Universum. Es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Figuren, die einfach toll und besonders sind und trotz mancher kleinerer Längen auch eine unterhaltsame Handlung und interessante Entwicklungen. Das Ende bietet einen Showdown und auch viel Potential für die Fortsetzung. Somit gibt’s solide 4 Sterne.

Veröffentlicht am 07.09.2019

3,5 Sterne für einen humorvollen Liebesroman, der aber etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt

Göttin der Liebe
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Meinung:
Ich habe nun schon einige Bücher der Autorin P. C. Cast gelesen und war nun auch sehr gespannt auf ihre neue Reihe. Die Mythica-Reihe beschäftigt sich mit ausgewählten Göttinnen, ein Thema, das ...

Meinung:
Ich habe nun schon einige Bücher der Autorin P. C. Cast gelesen und war nun auch sehr gespannt auf ihre neue Reihe. Die Mythica-Reihe beschäftigt sich mit ausgewählten Göttinnen, ein Thema, das ich schon immer sehr spannend fand. Aber wer die Bücher von Fr. Cast kennt, weiß, dass sie einen Faible für starke, unabhängige Protagonistinnen hat und genau diese Verbindung zwischen den alten Mythen mit neuen, modernen Protagonistinnen bieten einen besonderen Reiz, den Fr. Cast aber nur teilweise zu ihrem Vorteil nutzen kann.

So ist der Autorin mit „Mythica – Göttin der Liebe“ auch wieder ein netter und humorvoller Liebesroman gelungen, der zwar meiner Meinung nach nicht zu ihren besten Werken gehört, aber dennoch gut lesbar ist.

Die Handlung selbst bietet dieses Mal eher wenig Action, sondern konzentriert sich voll und ganz auf die Liebesgeschichte, die durch einige kürzere, gut eingebrachte und anregende Erotik-Szenen unterstützt wird. Dabei zeigt die Autorin zwar viel Gefühl, jedoch wird die Geschichte dadurch auch ziemlich vorhersehbar. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und auch wenn ich oft Schmunzeln musste, muss ich doch auch sagen, dass nicht alle Witze meinen Geschmack getroffen haben. Denn auch wenn ich es glaubhaft und in Ordnung finde, dass Venus als Göttin der Liebe und der erotischen Künste offen mit Sex und Erotik umgeht, fand ich ihre ständigen Ausrufe ala „bei Zeus baumelnden Hodensäcken“, oder „bei Heras eiskalten Titten“, überhaupt nicht witzig, sondern einfach nur extrem nervig. Außerdem fand ich es ein bisschen verwirrend, dass alle anderen Götter z. B. Zeus, Hera usw. bei ihren griechischen Namen genannt wurden und nur Venus und Vulcanos mit den römischen Namen benannt werden. Es wird zwar im Buch erklärt, dass diese Namen alle die gleiche Person beschreiben, aber dennoch hat dies meinen Lesefluss zu Beginn doch immer etwas gestört, weil ich mir dadurch die Frage stellen musste, wieso die Autorin nicht einfach bei Aphrodite blieb.

Die für Fr. Cast typische Prise Sarkasmus und Ironie findet man auch in "Göttin der Liebe" wieder. So ist Pea zuerst die typische Graue Maus, die aber mit Venus Hilfe schnell zur selbstbewussten Frau erblüht. Venus hat mich eigentlich positiv überrascht, da sie nicht wie erwartet, arrogant und hochnäsig, sondern herzlich und mitfühlend ist. Sie sorgt sich wirklich um Pea und möchte alles tun, damit sie glücklich wird. Die beiden Männer der Geschichte sind sich auf der einen Seite ziemlich ähnlich und doch auch irgendwie Grundverschieden. Sie passen gut in den Roman. Auch wenn die Nebencharaktere leider eher etwas kurz kommen, können manche doch zum Unterhaltungswert des Romans beitragen. So finde ich Peas Hündin Chloe, die sich für eine Katze hält, oder auch Griffins Schwestern einfach toll.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig zu lesen, weshalb das Buch auch ruck zuck beendet ist. Da die Geschichte doch ziemlich vorhersehbar ist, ist auch das Ende wie erwartet und typisch für einen Liebesroman. Dabei wirkt es auch ein bisschen sehr konstruiert und ziemlich kitschig. Aber da ich ja kitschig ab und an ganz gerne lese, hatte ich nun damit keine großen Probleme.

Fazit:
„Mythica – Göttin der Liebe“ ist zwar ein netter und humorvoller Liebesroman für zwischendurch, bleibt aber dennoch ein bisschen hinter den Erwartungen zurück. Aber nichtsdestotrotz sorgt Fr. Cast's Schreibstil wie immer dafür, dass sich der Roman flüssig lesen lässt und ihre Charaktere bringen die nötige Spur Humor und Liebreiz mit. Am Ende gibt’s solide 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die gerne humorvolle Liebesromane lesen.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Überzeugende Fortsetzung mit einem etwas erzwungenem Ende

City of Lost Souls
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Meinung:
Während zwischen dem Lesen von Teil drei und vier eine größere Zeitspanne lag und ich deshalb eher Schwierigkeiten hatte, wieder in die Welt der Schattenjäger hineinzufinden, habe ich nun Teil ...

Meinung:
Während zwischen dem Lesen von Teil drei und vier eine größere Zeitspanne lag und ich deshalb eher Schwierigkeiten hatte, wieder in die Welt der Schattenjäger hineinzufinden, habe ich nun Teil vier und fünf ziemlich nah hintereinander gelesen. Dementsprechend leicht habe ich auch in die Geschichte gefunden, die dort beginnt, wo sie in „City of Fallen Angels“ geendet hat, nämlich mit dem Verschwinden von Jace und Sebastians „Leiche“.

Die Handlung ist auch dieses Mal wieder sehr komplex, spannend und besteht aus mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen, die sich im Laufe des Romans immer wieder überkreuzen und am Ende zu einem stimmigen Ganzen verbinden. So bleibt die Geschichte über die ganzen 682 Seiten hinweg spannend und bietet auch die ein oder andere Überraschung. Da die Autorin auch dieses Mal wieder einen Fokus auf die verschiedenen Liebesbeziehungen der Charaktere legt, gibt es teilweise auch etwas ruhigere Szenen. Doch zum Glück sind diese Passagen dieses Mal geschickter in die Handlung eingebunden und nicht so penetrant und überladen wie im Vorgänger.

Zwischenzeitlich hat mir „City of Lost Souls“ fast so gut gefallen, wie die ersten Teile dieser Reihe. Denn irgendwie war dieses Mal wieder alles neu. Die Charaktere entwickeln sich weiter und zeigen immer neue Facetten. Jace ist nicht mehr er selbst, man bekommt Zweifel über Sebastians Bösartigkeit, und auch Isabelle zeigt neue Seiten von sich. Besonders gut hat mir Clary gefallen. Im Laufe des Romans ist Clary hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Jace, sowie der Möglichkeit, dass Sebastian vielleicht doch nicht von Grund auf Böse sein könnte und den Fakten über Sebastians Schandtaten, die ihr das Gegenteil bewiesen. Fr. Clare nimmt sich für diese Entwicklung vergleichsweise viel Zeit und hat dies aber auch wirklich gut umgesetzt. Der Leser schwankt und bangt zusammen mit Clary und ist sich dann auch selbst nicht mehr zu 100 Prozent sicher, was er von der Sache halten soll.

Der Schreibstil von Fr. Clare ist wie gewohnt ausdrucksstark und mitreißend. Man wird durch ihre lebendigen Worte in die Geschichte katapultiert und erlebt sie zusammen mit den Figuren. Sie sorgt selbst in der größten Not immer wieder für unterhaltsame Dialoge die einem im Gedächtnis bleiben.

Leider muss ich sagen, dass mir das Ende dann nicht mehr so gut gefallen hat. Zwar war es logisch und generell auch in sich stimmig, aber dennoch hat mich etwas daran gestört. Und zwar, dass es eigentlich durch ein – zwei kleinere Änderungen auch ein gutes Gesamtende ergeben hätte. So hatte ich dann leider doch wieder das Gefühl, dass die Autorin nochmal einen Umschwung erzwingen muss, damit noch Platz für den letzten Teil bleibt. Dieses Gefühl des Erzwungenen ist einfach etwas schade und hinterlässt einen leicht bitteren Beigeschmack.

Fazit:
Eine fesselnde Fortsetzung, die durch ihren ausdrucksstarken Schreibstil, eine spannende und stimmige Handlung und eine glaubhafte Entwicklung der Charaktere überzeugen kann. Leider wirkt das Ende wieder etwas sehr erzwungen, weshalb „City of Lost Souls“ nur 4 von 5 Sternen bekommt. Jedoch ist die Reihe wirklich lesenswert und deshalb bekommt auch der fünfte Teil eine unbedingte Leseempfehlung.