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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2019

Ein wundervolles Buch

Wunder einer Winternacht
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Meinung:
Wow, eine so schöne und berührende Geschichte habe ich wirklich schon lange nicht mehr gelesen. Die Handlung entwickelt sich dabei eher ruhig und stetig, jedoch entfaltet sie dabei einen solch ...

Meinung:
Wow, eine so schöne und berührende Geschichte habe ich wirklich schon lange nicht mehr gelesen. Die Handlung entwickelt sich dabei eher ruhig und stetig, jedoch entfaltet sie dabei einen solch starken Zauber, dem man sich nicht mehr entziehen kann und dafür sorgt, dass man immer tiefer hineingezogen wird.
Dabei wirken die Charaktere, aber auch die Beschreibungen des Dorflebens vollkommen authentisch. Dem Leser wachsen die einzelnen, wirklich liebevoll beschriebenen Figuren regelrecht ans Herz. Man leidet zusammen mit Nikolas, hadert mit dessen Schicksal und bewundert einfach diese unglaubliche Stärke eines kleinen Jungen. Vor allem die jährlichen Besuche bei Ada sind etwas Besonderes und haben mir oft Tränen in die Augen getrieben.

Das Schicksal von Nikolas ist anrührend, dramatisch, traurig, aber auch geprägt von kleinen, unglaublich wertvollen Highlights, und das alles, ohne jemals kitschig zu sein. Das Buch enthält auch viele Lebensweisheiten, die zur Weihnachtsstimmung beitragen. Z. B. „Das zur Liebe auch immer der Verlust dieses Menschen gehört und dass der, der die Liebe nicht wagt, auch nie wirklich gelebt hat.“ So erinnert dieses Buch wieder an das Gefühl, wie viel Freude ehrlichgemeintes Schenken macht und dass Zeit mit liebgewonnenen Personen das bedeutendste an Weihnachten ist.

Der Schreibstil ist dabei eigentlich ziemlich einfach, aber dennoch gelingt es dem Autor eine lebendige und glaubhafte Welt zu erschaffen. Obwohl die Geschichte ja nicht wirklich realistisch ist, ist man versucht sich davon verzaubern zu lassen und kann sich vorstellen, dass es wirklich so passiert sein könnte.

Fazit:
Ein wundervolles Buch, das durch die mitreißende Geschichte eines kleinen, unglaublich starken Jungen vollkommen überzeugen kann. Wer dabei nicht in Weihnachtsstimmung kommt, ist wirklich ein hoffnungsloser Fall. So bekommt „Wunder einer Winternacht“ die Höchstanzahl an Buchherzen und eine ausdrückliche Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 07.09.2019

Eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte

Der himmlische Weihnachtshund
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Meinung:
Ich habe noch nicht viele Weihnachtsbücher gelesen, doch diese Weihnachtsgeschichte ist wahrlich liebevoll geschrieben und bringt den Leser mit jeder vergangen Seite etwas mehr in Weihnachtsstimmung. ...

Meinung:
Ich habe noch nicht viele Weihnachtsbücher gelesen, doch diese Weihnachtsgeschichte ist wahrlich liebevoll geschrieben und bringt den Leser mit jeder vergangen Seite etwas mehr in Weihnachtsstimmung. Obwohl es sich mit knapp 190 Seiten eher um eine kurze Geschichte handelt, werden verschiedene Emotionen geweckt. Der Leser muss oft schmunzeln, oder vielleicht sogar lachen (vor allem über Keks), Liebe und Romantik kommen auch nicht zu kurz und auch kleinere nachdenkliche Passagen dürfen nicht fehlen. Zwar ist die Handlung schon etwas vorhersehbar und teilweise auch etwas kitschig, jedoch ist das überhaupt nicht störend.

Frau Schier beschreibt ihre Protagonisten sehr einfühlsam und warmherzig. Sie sind alle sofort greifbar, man entwickelt Sympathien und Antipathien und fühlt sich sofort mit den Charakteren verbunden. Kurz gesagt, sie wachsen dem Leser einfach richtig ans Herz. Allem voran natürlich die Labradorwelpin Keks. Denn bei ihr gibt es noch eine Besonderheit, da der Leser an den Gedanken der Hündin teilhaben kann. Diese Idee ist wirklich reizend umgesetzt und verleiht dem Buch seinen besonderen Charme. Denn Keks ist so süß tollpatschig und man kann gar nicht anders, als sich in sie zu verlieben. Ich war ja schon vorher ein großer Hundefan, aber während des Buches habe ich mir immer nur gedacht, dass ich auch gerne so eine Keks haben würde. Auch der hoffnungsvolle und später auch ab und an leicht verzweifelte Weihnachtsmann, seine alles überblickende Frau und die Elfen setzten nochmal kleine Highlights und runden die Geschichte perfekt ab.
Das Buch ist in 24 Kapitel unterteilt und könnte theoretisch als Adventskalender gelesen werden. Jedoch stelle ich mir das sehr schwer vor, da die Autorin es mühelos schafft, den Leser bereits nach wenigen Seiten an das Buch zu fesseln, so dass man es kaum mehr aus der Hand legen kann.

Fazit:
„Der himmlische Weihnachtshund“ ist neben „Das Haus in der Löwengasse“ nun schon das zweite Buch der Autorin, das mich vollkommen überzeugen konnte. Es ist eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte mit reizenden Charakteren, sowie einem einfühlsamen Schreibstil, die einfach viel zu schnell ausgelesen ist, aber den Leser dabei rundum in Weihnachtsstimmung versetzt. Das Buch bekommt von mir 5 Sterne und (für die Vorweihnachtszeit) eine klare Leseempfehlung .

Veröffentlicht am 07.09.2019

Ein wirklich gelungenes Jugendbuch

Isola
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Meinung:
Erzählt wird die Geschichte als Nacherzählung aus der Sicht der 17 jährigen Vera. Sie ist eine der 12 Jugendlichen und hat ihre ganz eigenen Gründe an diesem Projekt teilzunehmen. Diese Gründe ...

Meinung:
Erzählt wird die Geschichte als Nacherzählung aus der Sicht der 17 jährigen Vera. Sie ist eine der 12 Jugendlichen und hat ihre ganz eigenen Gründe an diesem Projekt teilzunehmen. Diese Gründe erfährt der Leser nur bruchstückhaft, wodurch die Autorin einen ersten Spannungsbogen aufbaut. Doch trotzdem rollt der Anfang der Geschichte noch eher langsam, leise und etwas schleppend dahin. Daran ändert auch zuerst der kleinere Nebenhandlungsstrang nicht viel. In kurzen kursivgedruckten Abschnitten bekommt der Leser Einblick in die Gedanken eines Unbekannten. So benötigt Fr. Abedi doch ein paar Seiten, bis sie ihre ganzen Köder ausgelegt hat und die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt. Doch spätestens als die Teilnehmer von dem unfreiwilligem Spiel erfahren, nimmt die Handlung stetig an Spannung zu, schon allein, da das ständige Rätselraten um den Mörder beginnt.

Vera ist eine ziemlich ruhige und verschlossene Protagonistin. Sie verhält sich eher zurückhaltend und gibt nur langsam Informationen über sich Preis. Jedoch wirkt sie dabei nicht unsympathisch. Die meisten anderen Charaktere erscheinen zumeist etwas klischeehaft und stereotyp. Jedoch hätte ich manche gerne etwas genauer kennen gelernt. Der interessanteste Teilnehmer war natürlich ganz klar Solo. Er ist geheimnisvoll, irgendwie cool, aber auch verletzlich und einfach besonders. Vera fühlt sich gleich zu ihm hingezogen und es entwickelt sich eine eher ruhige und unaufdringliche Liebesgeschichte.

Durch den unglaublich tollen Schreibstil von Isabel Abedi fühlt sich der Leser mitten in der Geschichte. Man sieht die Insel vor seinem geistigen Auge und wird von der fesselnden Atmosphäre vollkommen gefangen genommen. Es ist ein Buch voller Unterschiede in dem sehr viele verschiedene Stimmungen erlebt und beschrieben werden. So wird der Leser Zeuge von Freude, Unbeschwertheit und Liebe, aber auch von Angst, Misstrauen und Verzweiflung. Und dabei beschreibt Frau Abedi dies alles lebensnah und authentisch.

Aber wirklich beeindruckt hat mich das Ende der Geschichte. Das letzte Drittel ist so spannungsgeladen und überrascht den Leser ständig mit unvorhergesehenen Wendungen, so dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Ich war einfach gefesselt, nach jeder Wendung total geschockt und musste einfach Wissen wie es weiter geht. So werden am Ende Gott sei Dank auch alle offenen Fragen zufriedenstellend beantwortet.

Fazit:
Ein wirklich gelungenes Jugendbuch, das nach einem etwas langsamen Beginn richtig Fahrt aufnimmt und den Leser nicht mehr los lässt. Es erhält sehr gute 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Würdige Fortsetzung mit leider etwas zu wenig neuen Antworten

Abaton (Band 2)
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Meinung:
Der zweite Teil der Abaton-Trilogie setzt zeitlich relativ nah nach dem Ende des Vorgängers ein. Auch hier bedienen sich die Autoren vor allem zum Beginn wieder vieler Vorher-Nachher Szenen um ...

Meinung:
Der zweite Teil der Abaton-Trilogie setzt zeitlich relativ nah nach dem Ende des Vorgängers ein. Auch hier bedienen sich die Autoren vor allem zum Beginn wieder vieler Vorher-Nachher Szenen um in die Geschichte einzuführen. Dass sich der Leser dadurch gleich in einer gefährlichen Kanalisationsszene befindet, erhöht zwar die Spannung, ist aber andererseits auch wieder etwas langwierig bis man die Hintergründe genau versteht.

Sehr positiv sind mir auch in diesem Teil die großartig ausgearbeiteten Protagonisten aufgefallen. Sie sind immer noch sympathisch, entwickeln sich während der Geschichte stetig weiter und wirken den kompletten Roman über glaubwürdig und authentisch.

Ebenso ist die Aufmachung immer noch genauso besonders und rätselhaft wie beim ersten Teil. Auch hier gibt es wieder hervorgehobene Buchstaben und Zeichen, sowie Seiten mit besonderen Plänen und Symbolen. Diese ungewöhnlichen Highlights machen diese Reihe wirklich zu etwas speziellem.

Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir nach wie vor sehr gut, doch leider entwickelt sie sich recht langsam. Der Schreibstil des Autorenduos ist dabei wieder recht angenehm und die Perspektivenwechsel und komplizierten Begriffe sind dem Leser nun schon so vertraut, dass sie sich fast nahtlos in die Geschichte einfügen. Trotzdem hat sich „Abaton – Die Verlockung des Bösen“ teilweise etwas gezogen. Was aber einfach daran liegt, dass man kaum zufriedenstellende Antworten auf die ganzen offengebliebenen Fragen erhält.

In diesem Teil wurde ein sehr großes Augenmerk auf das Leben der Protagonisten auf den Straßen von Berlin gelegt. So war es interessant mitzuerleben, wie sich die drei im dunklen Teil des Großstadtdschungels zu Recht finden, aber trotzdem brachte dieser Abschnitt kaum neue Erkenntnisse und wirkte dadurch einfach etwas langatmig. Die wenigen Szenen, in denen man dann doch Hinweise auf das große Ganze bekommt sind einfach zu selten um die Spannung über die kompletten 456 Seiten konstant aufrechterhalten zu können. Denn leider weiß ich immer noch nicht was es mit der Kritischen Masse auf sich hat und wie die drei Protagonisten die Welt verändern sollen. Um das herauszufinden muss ich nun auf den dritten und letzten Teil der Reihe, der im Sommer nächsten Jahres erscheinen soll, warten und hoffen, dass dann alle offengebliebenen Fragen zufriedenstellend beantwortet werden. Aber da mich die Antworten immer noch interessieren, werde ich den letzten Teil mit Spannung erwarten.

Fazit:
Ein würdiger 2. Teil, der der Linie des Vorgängers treu bleibt und den Leser mit seiner besonderen Idee, den wundervoll ausgearbeiteten Protagonisten, sowie der speziellen Aufmachung fesselt. Leider gibt es zu wenig neue Antworten um die Spannung konstant aufrechtzuerhalten, was jedoch auf einen fulminanten Abschluss der Reihe hoffen lässt. Um die Zusammenhänge zu verstehen, sollte man den ersten Teil auf jeden Fall gelesen haben. „Abaton – Die Verlockung des Bösen“ erhält wie der Vorgänger 3 Sterne.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Lest dieses Buch!

Gut gegen Nordwind
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Meinung:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zu Beginn sehr skeptisch gegenüber diesem Roman war. Die Inhaltsangabe klingt gut und passt genau in mein Leseschema, doch ein Problem hatte ich damit - „Gut ...

Meinung:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zu Beginn sehr skeptisch gegenüber diesem Roman war. Die Inhaltsangabe klingt gut und passt genau in mein Leseschema, doch ein Problem hatte ich damit - „Gut gegen Nordwind“ besteht ausschließlich aus Emaildialogen. Ich habe schon einige Bücher mit ähnlichem Aufbau (z. B. „Für immer vielleicht“ von Cecilia Ahern und „Sehen wir uns morgen“ von Alice Kuipers) gelesen und die haben mir alle leider nicht sehr gut gefallen. Ich konnte mich durch den ausschließlichen Brief- und/oder Zettelkontakt der Protagonisten kaum in die Gefühlswelt des Romans einleben, weswegen ich die meist emotionale Handlung ziemlich gefühllos über mich ergehen lassen musste. Deshalb hatte ich dasselbe nun bei „Gut gegen Nordwind“ erwartet. So wollte ich nur ein paar Seiten anlesen und es danach gleich meiner Freundin zurückgeben. Doch soweit kam es nicht. Denn bereits nach wenigen gelesenen Seiten war ich gefangen von diesem Buch. Die Emails sind vor allem zu Beginn einfach so spritzig und sarkastisch, dass man beim Lesen oft schmunzeln oder sogar laut lachen muss und einfach mehr davon lesen möchte.

Im Laufe des Romans werden die Nachrichten persönlicher und obwohl man über die Protagonisten selbst relativ wenig Infos bekommt, hat man das Gefühl sie trotzdem kennenzulernen und sich mit ihnen identifizieren zu können. Demzufolge genießt man zusammen mit Emmi und Leo die neuen Nachrichten und leidet mit ihnen unter der schwierigen Situation. Obwohl ich beide in ihrer Art ansprechend fand, war mir Leo die meiste Zeit doch etwas sympathischer. Vor allem für seine Entschlossenheit ist er zu bewundern.

So ist dieser Roman für mich ein besonderer Roman, da der Autor es schafft, neben einer ansprechenden Handlung und einer guten Portion Humor, auch realistische und mitreißende Emotionen in seinen Emails zu vermitteln. Ich hatte das Gefühl wirklich Zeuge einer wahren Geschichte zu sein.

Auch zum Ende der Geschichte möchte ich noch etwas sagen, denn ich bin einfach unschlüssig ob es mir gefällt oder nicht. Generell finde ich, dass es ein sehr passendes und vor allem auch würdiges Ende für diesen tollen Roman ist. Jedoch hätte mich ein anderer Ausgang der Geschichte doch auch interessiert…. Bei dem dann aber die Gefahr bestanden hätte, dass er mir nicht gefällt und ein schlechtes Gefühl hinterlässt. Dennoch ist es vom Prinzip her egal, da es eine Fortsetzung von „Gut gegen Nordwind“ gibt. Auch hier bin ich noch etwas skeptisch, ob ich „Alle sieben Wellen“ lesen sollte. Ich habe etwas Angst, dass dadurch das tolle Gefühl, dass dieser erste Teil bei mir hinterlassen hat, nicht aufrechterhalten werden kann, oder gar zerstört wird.

Fazit:
Gut gegen Nordwind ist ein wirklich tolles, teilweise lustiges und vor allem gefühlvolles Buch. Das Eindrucksvolle daran ist, dass es Daniel Glattauer schafft dem Leser sämtliche Emotionen nur durch Dialoge in Emails glaubhaft zu übermitteln. Das ist für mich wirklich etwas Besonderes und 5 Sterne wert. Und ich empfehle euch: Lest dieses Buch!