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Veröffentlicht am 08.04.2021

Wertvolles Hilfsmittel für den Nikotinausstieg

YES YOU CAN. Rauchfrei in 40 Tagen.
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"Yes You Can-Rauchfrei in 40 Tagen" ist eine Anleitung zur Entwöhnung von Rauchern von der Nikotinsucht von den Psychologen Petra Ruprechter-Grofe und Roman Sander.
Dieser Ratgeber ist wie ein Seminar ...

"Yes You Can-Rauchfrei in 40 Tagen" ist eine Anleitung zur Entwöhnung von Rauchern von der Nikotinsucht von den Psychologen Petra Ruprechter-Grofe und Roman Sander.
Dieser Ratgeber ist wie ein Seminar für zu Hause aufgebaut. Sehr gut gefallen hat mir hier der Aufbau des Buches, man wird hier nicht gleich ins kalte Wasser geworfen, sondern das Buch beginnt mit weitreichenden Vorbereitungen.
Man wird aufgefordert sich über die Gründe des Entwöhnungswunsches klarzuwerden. Auch soll man sich selber eine persönliche Liste der gerauchten Zigaretten das Tages machen und die Gründe für jede einzelne darlegen. Dieser Ansatz gefällt mir sehr.
Dann kann man selber entscheiden wie man aufhört, abrupt oder langsam ausschleichend. Viele Hilfen werden einem für die ersten Tage an die Hand gegeben, was man tun kann, wenn der Drang nach einer Zigarette übermächtig wird und auch was man sich als Alternativen für die gewonnene Zeit suchen kann. An Beispielen aus ihrer Praxis wird vieles auch sehr nett und anschaulich erklärt.
Und am allerbesten für mich wirklich die Aufforderungen aufzuschreiben, Tagebuch zu führen, zu dokumentieren. Sowas hilft auch später an schwierigen Tagen sehr, wenn man nachlesen kann, was man schon geschafft hat.
Abgerundet wird das Buch dann noch mit weiterführenden Literaturhinweisen und Ansprechpartnern.
Das Buch habe ich für meinen Mann angeschafft, ich selber bin seit mehreren Jahren rauchfrei, mit einer ähnlichen Methode geworden.

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Veröffentlicht am 04.04.2021

Leben und schreiben

Die Erfindung der Welt
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"Die Erfindung der Welt" von Thomas Sautner ist ein leises, unaufgeregtes Buch. Eine Schriftstellerin bekommt anonym den Auftrag ein Buch über das Leben zu schreiben, sie bekommt einen bestimmten Landstrich ...

"Die Erfindung der Welt" von Thomas Sautner ist ein leises, unaufgeregtes Buch. Eine Schriftstellerin bekommt anonym den Auftrag ein Buch über das Leben zu schreiben, sie bekommt einen bestimmten Landstrich vorgegeben, aus dem sie alle Personen beobachten und berücksichtigen soll. Und sie bekommt einen beachtlichen Vorschuss. Sie nimmt die Herausforderung an und zieht für ein Jahr auf die Burg Litstein.
Ich hatte mir unter dem Klappentext etwas anderes vorgestellt, mir hat hier im Mittelteil etwas die Handlung gefehlt. Das Buch bietet unterschiedliche Perspektiven und Erzählansätze, viele skurille und trotzdem sehr liebenswerte Charaktere. Es gibt hier vieles das zum nachdenken anregt über das Leben selbst, den Sinn, die Liebe und auch den Tod.
Das lesen dieses Buches ist eine ganz eigene Erfahrung, mit der man erst einmal zurechtkommen muss. Gedanken und philosophische Betrachtungen sind hier in eine wunderschöne Form gefasst, verständlich und auch nachvollziehbar. Der Schreibstil weiss zu gefallen und die Charaktere sind alle einzigartig und individuell, wobei mir da noch etwas die Tiefe fehlte.
Der Anfang des Buches hatte mich total gefesselt und die Idee mich mitgenommen, vielleicht war ich deshalb etwas enttäuscht, dass mir die weitere Entwicklung der Geschichte in diese Richtung fehlte. Gerne gelesen habe ich das Buch wegen seiner wunderbaren Worte und Beschreibungen, die sehr bildgewaltig wirkten.

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Veröffentlicht am 03.04.2021

Kneipe des Lebens

Im Ruin
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"Im Ruin" von Barbara Kadletz ist ein Buch, dass mich äußerlich und auch innerlich sehr überzeugen konnte. Ein Buch, dass einen mitnimmt in eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Tod. Eine Geschichte, ...

"Im Ruin" von Barbara Kadletz ist ein Buch, dass mich äußerlich und auch innerlich sehr überzeugen konnte. Ein Buch, dass einen mitnimmt in eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Tod. Eine Geschichte, die zeigt wie das mit dem überleben und weiterleben funktioniert.
Im Mittelpunkt steht hier eine urige Wiener Kneipe, geführt von den beiden besten Freundinnen Katharina und Sabine. Dann taucht eines Abends auch Ali auf und kommt dann täglich wieder.
Erst nach und nach bekommen wir hier in Gesprächen und Rückblicken mit, was geschehen ist. Es geht um den Tod und was es mit den zurückbleibenden Personen macht. Wie sie damit umgehen, sich verändern und Einfluß auf die komplette Umgebung nehmen.
Mir gefällt dieses langsame Kennenlernen der Protagonisten, sie werden sehr gut beschrieben, nehmen Gestalt an und ich mag die Sprache in diesem Buch, sie ist flüssig und fast poetisch, sie erzeugt Bilder in meinem Kopf.
"Man kann auch an einem guten Ort auf einer Irrfahrt sein. Man irrt dabei haalt nicht durch die Welt, sondern dreht sich immer auf der Stelle, permanent im Kreis herum."
Auch dieses Lokalcolorit von Wien und einige sprachliche Eigenheiten haben mir gefallen, es war genau richtig so. Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende, da ging mir alles zu schnell, ich hätte das gerne näher miterlebt.

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Veröffentlicht am 01.04.2021

Das Glück erkennen

Die 12 Glücksbringer
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"Die 12 Glücksbringer" wurde von Michaela Merten und Pierre Franckh sozusagen angestoßen., sie haben 12 verschiedene Persönlichkeiten gebeten, dazu ihre Meinungen und Erfahrungen und persönliche Wege ...

"Die 12 Glücksbringer" wurde von Michaela Merten und Pierre Franckh sozusagen angestoßen., sie haben 12 verschiedene Persönlichkeiten gebeten, dazu ihre Meinungen und Erfahrungen und persönliche Wege zum Glück aufzuschreiben.
Hier finden sich Autoren, Psychologen, Ärzte, Schauspieler und Berater, die ihren Weg und ihre Auffassung von Glück zu Papier bringen. Der Weg ist in jedem Kapitel ein anderer, wodurch der Unterhaltungswert stark ansteigt. Bei jedem Autor fand sich für mich auch etwas, was mich persönlich angesprochen hat und ich für mich mitnehmen konnte. Einige der Beiträge waren für mich sehr überzeugend, andere fand ich zu spirituell. Alles in allem aber eine sehr gute Mischung, auch um sich einen Überblick auch an weiteren Informationsmöglichkeiten zu verschaffen.
Die Gestaltung des Buches hat mir sehr gefallen, es ist übersichtlich gegliedert und es wird auch mit farbiger Hervorhebung gearbeitet. Am Ende jedes Beitrages wird der jeweilige Autor ausführlicher vorgestellt, fand ich sehr nützlich, mir waren die meisten unbekannt.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Nichts ist wie es scheint

Mondteufel
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"Mondteufel" von Astrid Korten ist ein Psychothriller, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Als Leser wacht man hier gemeinsam mit Stella nach einer Gehirnblutung im Pflegeheim Euphoria auf. Diese ...

"Mondteufel" von Astrid Korten ist ein Psychothriller, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Als Leser wacht man hier gemeinsam mit Stella nach einer Gehirnblutung im Pflegeheim Euphoria auf. Diese Hirnblutung ist aber schon länger her, als Stella im ersten Moment vermutet und ihr fehlt da so manche Erinnerung an die vergangene Zeit.
Diese Erinnerungslücken werden hier so nach und nach aufgefüllt, mit Wahrheiten und auch Vorgetäuschtem. Auch in ihrem gegenwärtigen Alltag geschehen immer wieder unerklärliche Dinge, die die Spannung aufrecht erhalten, da man nie weiß, wem und was man hier trauen kann.
In Zwischenspielen kommt hier auch der Mondteufel persönlich zu Wort und birgt eine unmittelbare und fast greifbare Bedrohung für Stella.
Die ganze Situation spitzt sich sehr schnell zu und es geschehen viele unerklärliche Dinge und es werden Parallelen in die Vergangenheit gezogen mit Tagebucheinträgen ihrer Mutter. Diese Verbindung ist hier meisterlich geknüpft.
Die Kapitel sind kurz und sehr verständlich geschrieben und treiben einen immer tiefer in eine Verwirrung, was Schein und was Sein ist, die sich mit mehreren unerwarteten Wendungen erst ganz am Ende löst.
Dieses Buch ist allen Lesern zu empfehlen, die ein spannendes und auch etwas gruseliges Rätsel aufklären wollen, ohne dass das Blut aus den Seiten tropft. Sehr gute und spannende Unterhaltung.

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