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Veröffentlicht am 19.11.2022

Rasant und spannend

Das letzte Grab
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"Das letzte Grab" von Lukas Erler ist ein Krimi, den ich als Hörbuch gehört habe. Mit diesem Buch beginnt eine neue, vielversprechende Reihe mit der Rechtsanwältin Carla Winter im Mittelpunkt.
Die Geschehnisse ...

"Das letzte Grab" von Lukas Erler ist ein Krimi, den ich als Hörbuch gehört habe. Mit diesem Buch beginnt eine neue, vielversprechende Reihe mit der Rechtsanwältin Carla Winter im Mittelpunkt.
Die Geschehnisse beginnen hier direkt mit Carla Winter. Sie hat eine heiße Nacht mit einem ihr Unbekannten, wird weggerufen, angeblich wegen eines tödlichen Autounfalls ihres Ex-Mannes und als sie aufgewühlt wieder nach Hause kommt, passiert ihr etwas noch Schlimmeres. Aus ihrem Kleiderschrank fällt ihr die Leiche des jungen Lovers entgegen. Der Albtraum ihres Lebens beginnt.
Hier wird ganz geschickt mit verschiedenen Ebenen gespielt und ein Fall aufgebaut, der auf den ersten Blick mit seinen vielen Facetten gar nicht fassbar ist. Das ganze Gefüge, die Reichweite kommen erst nach und nach zum Vorschein, das ist sehr geschickt gemacht.
Die Ermittlungen führen Carla in Richtung Kunst und Raubkunsthandel und es gibt Spuren in die Türkei. Auch dabei dürfen wir sie begleiten und werden von dieser Kultur gefangen genommen, alles wird sehr lebendig dargestellt. Manche Dinge waren nicht so ganz eindeutig nachvollziehbar und auch leicht unglaubwürdig, wurden aber der Spannung wegen eingestreut. Ich wurde gut unterhalten und das zentrale Thema verdient auch ganz sicher mehr Aufmerksamkeit.

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Veröffentlicht am 19.11.2022

Anstrengende Lektüre

Das Zuhause
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"Das Zuhause" von Emanuele Coccia ist eine Philosophie eines scheinbar vertrauten Ortes. Dabei spielt das Zuhause für das menschliche Glück eine entscheidende Rolle. Meisterhaft verknüpft der Autor das ...

"Das Zuhause" von Emanuele Coccia ist eine Philosophie eines scheinbar vertrauten Ortes. Dabei spielt das Zuhause für das menschliche Glück eine entscheidende Rolle. Meisterhaft verknüpft der Autor das Leben zwischen vier Wänden mit der ökologisch drängenden Frage, wie der Mensch die Welt zu seinem Zuhause macht.
Dieses Buch liest man nicht einfach so am Stück weg, es ist zwar nicht dick, aber die Sprache ist schon recht anspruchsvoll zu verstehen. Die kurzen Kapitel laden hier aber grade dazu ein, zu pausieren und über das Gelesene nachzudenken.
Er nimmt hier das Zuhause auseinander, zerteilt es in verschiedene Räume und setzt es auch wieder zusammen, Dabei entstehen bei ihm unterschiedliche Assoziationen, denen ich nicht immer zu folgen vermag, er schweift im erzählen auch gerne ab und wechselt das Thema.
Er hat Erfahrungen mit dem Umzug und dem jeweils neuen Zuhause, wobei ich mir grade hier noch andre Blickwinkel gewünscht hätte, vielleicht vermehrt auf verschiedene Kulturen bezogen. Er bringt aber seine eigenen Erfahrungen mit dem Wohnen und auch der Philosophie mit ein und regt dazu an, selber einiges anders und neu zu sehen und zu bedenken.
Ich persönlich hätte mir hier gerne eine andere Betrachtung der Sichten gewünscht und für mich blieb bei diesem Buch das wundervolle Cover das Beste.

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Veröffentlicht am 18.11.2022

Absolut gelungene Fortsetzung

Die Wächter des Wissens
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"Die Wächter des Wissens : Der dunkle Reisende" von David Reimer ist schon der zweite Teil, der den faszinierten Leser mitnimmt in die Weiten des Weltalls.
Alle schon bekannten Personen trifft man hier ...

"Die Wächter des Wissens : Der dunkle Reisende" von David Reimer ist schon der zweite Teil, der den faszinierten Leser mitnimmt in die Weiten des Weltalls.
Alle schon bekannten Personen trifft man hier wieder und auch alle Handlungsstränge werden wieder weitergeführt.
Es machte mir viel Spaß alte Bekannte wiederzusehen und ihre Entwicklung weiterzuverfolgen. Einige mochte ich jetzt mehr, andere weniger, da ich ihre Entscheidungen nicht so mittragen konnte.
In diesem Teil wird es jetzt absolut abenteuerlich und fantastisch, man wird in eine komplett fremde Welt entführt, lernt andere Lebewesen kennen, nimmt an Expeditionen teil, fiebert in spannenden Weltraumschlachten mit und verfolgt ganz nebenbei auch das weitere Geschehen und die Ereignisse auf der Erde. Auch das ist absolut nicht nebensächlich, sondern wichtig und spannend.
Der Fokus liegt hier aber im All und dem, was sie dort finden.
Keine Seite war hier langweilig, ich fühlte mich mitgenommen auf große Fahrt und warte ganz gespannt auf weiteres aus diesem Universum.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Ausgestoßen

Das Gesetz der Natur
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"Das Gesetz der Natur" von Solomonica de Winter ist eine Dystopie, von der ich mir einiges versprochen habe.
Wir lernen hier Gaia kennen, die letzte Mutantin und erfahren auch so nach und nach, warum die ...

"Das Gesetz der Natur" von Solomonica de Winter ist eine Dystopie, von der ich mir einiges versprochen habe.
Wir lernen hier Gaia kennen, die letzte Mutantin und erfahren auch so nach und nach, warum die Welt so geworden ist und was diese Gesetze bedeuten.
Gaia wurde geprägt von einem gütigen Lehrer und einem hinterhältigem Kämpfer und sie hat gelernt, beides. Sie kann lesen und sie weiß zu töten.
Diese Welt rollt sich hier sehr interessant aus, ich hätte dennoch sehr gerne mehr erfahren, mehr über die Verhältnisse und auch mehr über die Personen. Sehr oft bleibt unklar, aus welchem Grund so gehandelt wird.
Die Sprache der Autorin ist wunderschön, fast wie Poesie, sie malt Bilder mit ihren Worten, teils niederdrückende und brutale Bilder und dann zeigt sie auch sehr schöne Natur.
Die Welt ist kaputt und die Menschheit schuld und dezimiert und doch haben viele nichts dazu gelernt. Gaia wird von einer Geächteten zu einer Heldin, zu einer Verfolgten und sie scheint jede dieser Rollen anzunehmen, weil ihr Leben einen Sinn hat, einen Zweck.
Teils war mir das Buch zu langatmig, viele Seiten und doch blieben mir viele Fragen offen, aber ich würde diese Geschichte gerne weiterlesen.

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Enttäuschende Umsetzung

Kaputte Wörter?
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"Kaputte Wörter" von Matthias Heine ist ein Buch das helfen möchte mit Wörtern und Redewendungen umzugehen, die im Gebrauch heikel und fragwürdig geworden sind und auf so ein Buch habe ich mich gefreut.
Ich ...

"Kaputte Wörter" von Matthias Heine ist ein Buch das helfen möchte mit Wörtern und Redewendungen umzugehen, die im Gebrauch heikel und fragwürdig geworden sind und auf so ein Buch habe ich mich gefreut.
Ich liebe Sprache, Bücher und Worte und alles was damit zusammenhängt. Deshalb war mein Interesse an diesem Buch sehr groß. Um es vorwegzunehmen, ich wurde enttäuscht und meine Erwartungen nicht erfüllt.
Hier geht es um eine Auswahl von etwa 80 Wörtern, die als kritisch bezeichnet werden. Schon bei der Auswahl bildeten sich bei mir mehrere Fragezeichen, weil ich es auch so sehe, dass Sprache lebendig ist und sich verändert und es Worte gibt, die man einfach nicht mehr benutzt. Weil ihr Sinn verloren gegangen ist oder sich im schlimmsten Fall ins Gegenteil verdreht hat. Und es gibt Wörter, von denen der Autor das behauptet.
Jedes Wort wird hier zerlegt und erklärt vom Ursprung, dem Gebrauch, der Kritik daran und der Einschätzung des Autors. Leider sind die anderen Punkte auch schon viel zu sehr persönliche Einschätzung des Autors. Hier hätte man viel sachlicher rangehen können und vielleicht auch andere Meinungen zulassen.
Mir würde es um unsere Sprache sehr leidtun, wenn sie weiter so zerredet und verrissen wird, wobei es wirklich Wörter gibt, die aus dem Gebrauch verschwinden sollen und müssen, aber nicht aus unserer Geschichte.
Leider hat sich das Buch auch nicht amüsant und leicht gelesen, es war teilweise ein Krampf, es nicht wegzulegen.
Ich kann nur raten, vor dem Kauf reinzulesen, ob das was für einen ist.

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