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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2026

Unterhaltsam aufgearbeitet

Parasiten - Meister der Manipulation
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"Parasiten - Meister der Manipulation" von Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar ist ein Buch, das nicht nur lehrreich und informativ, sondern auch absolut unterhaltsam ist.
Es werden ...

"Parasiten - Meister der Manipulation" von Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar ist ein Buch, das nicht nur lehrreich und informativ, sondern auch absolut unterhaltsam ist.
Es werden hier sehr bekannte Parasiten vorgestellt, aber auch exotische, von denen ich noch nie gehört habe.
Es gibt jeweils ein Porträt, es gibt Fakten zur Verbreitung und Auswirkungen des Befalls, auch was man dagegen tun kann, vorbeugend und therapeutisch.
Das ganze ist auf unterhaltsame und lustige Art geschrieben, teils mit Anekdoten untermauert. Das mochte ich anfangs sehr, im Laufe der Lektüre fand ich es dann allerdings schon fast etwas anstrengend.
Das Buch ist gut allgemein verständlich, obwohl auch einiges sehr wissenschaftlich beschrieben ist, eine Gratwanderung, die hier gut gelingt.
Ein Buch für diejenigen, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen, sich aber nicht durch trockene Fachbücher quälen. Ich habe definitiv einiges dazu gelernt und werde in einigen Situationen in Zukunft vorsichtiger sein.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Anspruchsvoll und spannend

Dogma der Wahrheit
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"Dogma der Wahrheit" von E.X. Behemoff ist der erste Teil der Dilogie "Das Honeypot-Protokoll". Das Buch ist spannend und es ist dystopisch und ich warte jetzt voller Vorfreude auf den Abschlussband.
Der ...

"Dogma der Wahrheit" von E.X. Behemoff ist der erste Teil der Dilogie "Das Honeypot-Protokoll". Das Buch ist spannend und es ist dystopisch und ich warte jetzt voller Vorfreude auf den Abschlussband.
Der Schreibstil ist gut lesbar, der Plot durchdacht, die Themen brandaktuell und die Erzählweise intelligent und doch mit einer Prise Humor.
Die Welt, in die man hier geworfen wird ist rau, sie ist kalt, sie ist anders. Ich habe schon etwas gebraucht, um mich hier komplett einzudenken. Hat man das aber geschafft, packt es einen und nimmt mit auf eine wirklich ganz einzigartige Reise.
Das menschliche, sogar Gedanken, sind nicht mehr frei und werden kontrolliert, Überwachung und Manipulation ist alles. Nicht mal mehr, was man sieht und wahrnimmt, ist echt, alles eingespielt und manipuliert.
Durch Hagen, den Protagonisten, bleibt man aber mit den Gedanken auf der Seite der Menschlichkeit. Er möchte seine Familie und Freunde retten, er ist bereit, alles dafür zu geben. Aber auch er muss erst lernen, wie tief und weit der Betrug hier wirklich reicht.
Das Buch ist sehr komplex und vielschichtig aufgebaut, sehr clever und geschickt konstruiert, auch bietet es Täuschung und absolut überraschende und geniale Wendungen.
Die Geschichte erlebt man durch die Augen einiger Auserwählter, auch in verschiedenen Zeitebenen, die sehr verschieden sind und so noch zusätzliche Dynamik mitbringen.
Auf dieses Buch muss man sich einlassen können, nichts fürs locker nebenher lesen. Wenn man das möchte und Thriller, Dystopien und Science Fiction gerne liest, wird hier hochgradig belohnt mit einer komplexen und anspruchsvollen Geschichte.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Faszinierende Welt, aber schwer greifbare Handlung

Die Spur der Vertrauten
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„Die Spur der Vertrauten“ ist ein Buch, das nachwirkt, mich aber auch zwiegespalten zurücklässt. Besonders die Protagonistin Claire hat Eindruck hinterlassen: Eine Jugendliche, die ihre Andersartigkeit ...

„Die Spur der Vertrauten“ ist ein Buch, das nachwirkt, mich aber auch zwiegespalten zurücklässt. Besonders die Protagonistin Claire hat Eindruck hinterlassen: Eine Jugendliche, die ihre Andersartigkeit in einer streng reglementierten Welt verbergen muss. Christelle Dabos entwirft hier ein spannendes Szenario, in dem die Gesellschaft in Sektoren unterteilt ist und Menschen nach ihren „Instinkten“ leben, ein System, das fast zwanghaft wirkt.
Die Dynamik zwischen Claire und dem „Lebensretter“ Goliath sowie die Themen Gemeinschaft gegen Individualität fand ich thematisch stark. Auch das Worldbuilding ist gewohnt originell, allerdings blieben für meinen Geschmack zu viele Fragen offen. Obwohl man tiefen Einblick in Claires Gedankenwelt erhält, blieb sie mir oft fremd. Da der rote Faden der Geschichte für mich lange Zeit nicht greifbar war, stand ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Eine interessante Dystopie, die jedoch viel Geduld erfordert.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Leider vorhersehbar

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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"Velvet Falls" von Julia Dippel ist der Auftakt einer Dilogie in einem Fantasy-Setting.
Velvet ist Dämonenreiterin, ein der stärksten, und sie wird plötzlich von Visionen befallen. In diesen sterben die ...

"Velvet Falls" von Julia Dippel ist der Auftakt einer Dilogie in einem Fantasy-Setting.
Velvet ist Dämonenreiterin, ein der stärksten, und sie wird plötzlich von Visionen befallen. In diesen sterben die unsterblichen Götter, was auch ihr eigenes Ende bedeuten würde. Sie werden alle von einem Virus befallen. Die Lösung würde im Blut der sieben Göttersöhne bestehen.
Mit einem von ihnen, Kashmere Sinclair, war sie einmal liiert und es fällt ihr sehr schwer ihn um Hilfe zu bitten. Er ist allerdings ihre einzige Option.
Die Welt, mit ihren Göttern, Hexen und Dämonen gefällt mir sehr gut. Ich wäre dort so gerne tiefer eingetaucht, aber eben das lässt diese Geschichte nur ganz vereinzelt zu.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Romanze zwischen den beiden Protagonisten, bei denen es auch mal etwas hitzig werden kann.
Die Kapitel werden abwechselnd von Velvet und Kash erzählt, das fand ich sehr gut gelöst, die Autorin hat auch einen lockeren und teilweise wirklich witzigen Erzählstil.
Wenn das Buch das Hauptaugenmerk auf die, wirklich gute, Fantasy-Geschichte legen würde, wäre es für mich ein echter Volltreffer, so werde ich auf die Fortsetzung verzichten, weil es mir zu vorhersehbar ist.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Atmosphärisch stark, aber leider etwas vorhersehbar

The Woman in Suite 11
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"The Woman in Suite 11" war mein erstes Werk von Ruth Ware. Rückblickend würde ich jedoch empfehlen, zuerst den Vorgänger "The Woman in Cabin 10" zu lesen, da das Buch sehr viele Anspielungen darauf enthält, ...

"The Woman in Suite 11" war mein erstes Werk von Ruth Ware. Rückblickend würde ich jedoch empfehlen, zuerst den Vorgänger "The Woman in Cabin 10" zu lesen, da das Buch sehr viele Anspielungen darauf enthält, die ohne Vorkenntnisse fast schon überladen wirken.
Die Handlung führt uns zusammen mit der Journalistin Lo Blacklock in ein luxuriöses Hotel am Genfer See. Ruth Ware beschreibt das Setting und die traumhafte Lage so bildhaft, dass sofort ein Film im Kopf entsteht. Auch der Spannungsaufbau gelingt ihr anfangs hervorragend.
Leider hatte ich Schwierigkeiten mit der Protagonistin; Los Handlungen waren für mich oft nur schwer nachvollziehbar. Zudem konnten mich die Wendungen kaum überraschen, da vieles für mich zu vorhersehbar war. Insgesamt ein gut geschriebener, flüssiger Krimi, der mich zwar nicht gelangweilt, aber leider auch nicht vollends überzeugt hat.

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