Cover-Bild Die Riesinnen
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 25.02.2026
  • ISBN: 9783328604334
Hannah Häffner

Die Riesinnen

Roman - »Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.« DORIS KNECHT
»›Die Riesinnen‹ saugen einen auf der ersten Seite ein, und am Ende dieses Drei-Generationen-Porträts großer Frauen wird man atemlos ausgespuckt. Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.« DORIS KNECHT

»Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.«

Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.

In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt. Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2026

Highlight

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Eine außergewöhnliche Geschichte über drei Generationen von Frauen innerhalb einer Familie. Ich wusste vorab noch nicht direkt, auf was ich mich hier einlasse, aber bereits der Einstieg ins Buch gelang ...

Eine außergewöhnliche Geschichte über drei Generationen von Frauen innerhalb einer Familie. Ich wusste vorab noch nicht direkt, auf was ich mich hier einlasse, aber bereits der Einstieg ins Buch gelang mir mühelos.

Wir begleiten als erstes Liese, die als große, schlanke Frau immer die Riesin genannt wird. Dies wird von ihrem Nachnamen "Riesberger" abgeleitet. Es beginnt in den sechziger Jahren, als Liese sich auf ihren Mann Bernhard einlässt. Es ist keine große Liebe, aber er nimmt sie so wie sie ist. Auch wenn er sie nicht als hübsch betrachtet. Als sie schwanger wird, erhofft sich Bernhard einen Sohn, doch dem ist nicht so. Als Cora auf die Welt kommt, wird er immer strenger und gewalttätiger.

Erst begleiten wir Liese dabei, wie sie ihr Leben lebt. Wie sie sich nach Dingen sehnt, die ihr verwehrt bleiben. Eine Riesberger gehört nun mal nach Wittenmoos, und nicht weit weg. Dann dreht sich die Geschichte um Cora. Der Einfluss ihres gewalttätigen Vaters, die Lust nach Freiheit und Weite. Wie sie ausbricht, aus den Fängen der Normalität.
Und dann geht es um Eva, Coras Tochter. Alle drei Frauen sind unglaublich stark und erzählen eine beeindruckende Geschichte. Was bedeutet Heimat, wofür lohnt es sich zu leben, und wie lebt man sein Leben richtig? Was verbindet einen mit der Heimat?

Ich fand den Schreibstil sehr flüssig und poetisch. Einige Textstellen habe ich mir sogar markiert, weil ich von den Sätzen so beeindruckt war. Zwischendurch habe ich mich dabei erwischt, wie ich immer mal wieder gedanklich abgedriftet bin. Aber nicht, weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil es mich zum Nachdenken gebracht hat und ich einfach nur begeistert war.
Wittenmoos hat sich in mein Herz geschlichen,und noch dazu die drei Frauen, die eine unglaubliche Stärke bewiesen haben.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, ich habe es unheimlich gerne gelesen und fand die Umsetzung grandios.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Ganz tolles Buch

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Wunderschön geschrieben, leise, poetisch, teils bedrückend aber auch voll schöner Bilder, Gedanken und Liebe - für die Familie & die Heimat.

Wunderschön geschrieben, leise, poetisch, teils bedrückend aber auch voll schöner Bilder, Gedanken und Liebe - für die Familie & die Heimat.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Drei Generationen

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Hannah Häffners Roman Die Riesinnen erzählt die Geschichten von drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – Großmutter, Mutter und Tochter – die alle in einem kleinen Schwarzwalddorf leben. Im Zentrum ...

Hannah Häffners Roman Die Riesinnen erzählt die Geschichten von drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – Großmutter, Mutter und Tochter – die alle in einem kleinen Schwarzwalddorf leben. Im Zentrum stehen weniger äußere Ereignisse als vielmehr die inneren Spannungen: zwischen den Generationen, zwischen individuellen Lebensentwürfen und den engen Strukturen des Dorflebens.

Jede der drei Figuren ist auf ihre Weise mit den Bedingungen ihrer Zeit konfrontiert und ringt darum, ihren eigenen Platz zu finden. Dabei geraten sie nicht nur in Konflikt mit ihrer Umgebung, sondern auch miteinander. Gerade diese familiären Reibungen verleihen dem Roman Tiefe. Trotz aller Unterschiede verbindet die Frauen eine stille Stärke: Jede geht ihren eigenen Weg, ohne sich vollständig den Erwartungen anderer zu beugen.

Besonders hervorzuheben ist die Sprache. Häffner schreibt klar und zugleich poetisch, wodurch sich der Roman angenehm und flüssig lesen lässt – auch wenn die Themen durchaus schwer wiegen. Die streng chronologische Erzählweise sorgt für Übersicht und unterstreicht die Entwicklung der Figuren über die Zeit hinweg. Der Fokus liegt konsequent auf den drei Hauptfiguren; alle weiteren Personen bleiben Randerscheinungen, was die Konzentration auf das Wesentliche verstärkt.

Allerdings entwickelt das Buch wegen seiner inhaltlichen Tiefe einen starken erzählerischen Sog. Die Handlung entfaltet sich ruhig und gleichmäßig.

Insgesamt ist Die Riesinnen ein sprachlich schöner, nachdenklicher Roman über Generationen, Selbstbestimmung und das Leben in begrenzten Verhältnissen. Wer eine leise, charaktergetriebene Geschichte schätzt, wird hier fündig.

Veröffentlicht am 02.05.2026

Eine drei Generationen Geschichte

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Als ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dieses Buch muss ich lesen. Ich bin selbst eine "Riesin" und war stets das größte und magerste Mädchen in der Schule, obwohl ich Unmengen gegessen habe. ...

Als ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dieses Buch muss ich lesen. Ich bin selbst eine "Riesin" und war stets das größte und magerste Mädchen in der Schule, obwohl ich Unmengen gegessen habe. Ich kenne die dummen Sprüche, die man über große Mädchen losgelassen hat. Heute bin ich über meine 1,76 sehr glücklich. Große Frauen sind heute kein Thema mehr. Im Gegenteil! Mittlerweile sind große Frauen ganz normal und werden eher noch bewundert.

Die Geschichte spielt im Schwarzwald, in der wiederum auch meine Familiengeschichte väterlicherseits verwurzelt ist.

Liese ist die Riesin Nummer 1 in dieser spannenden und emotionalen Familiengeschichte. Sie ist eine Kämpfernatur und hat das Herz am rechten Fleck. Das bemerkt man nicht auf den ersten Blick, da sie sich jeden Tag in dem kleinen Dorf Wittenmoos behaupten und viele spöttische Bemerkungen ertragen muss. Sie heiratet den Metzgersohn im Ort und bekommt mit ihm die gemeinsame Tochter Cora.

>>Die Riesin bekommt ein Kind, ob es wohl ein Zwerg wird?<< (Seite 26)
Cora muss den Spott in der Schule ertragen.

>>Rote Haare, Satanskind. << (Seite 88)
Nachdem ihr Mann bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, führt sie die Metzgerei alleine weiter. Sie trauert nicht um ihren Mann. Was sie alleine am Grab ihres Mannes zu ihm spricht, lässt keinen Zweifel daran. Ich konnte Liese gut verstehen und empfehle Euch, den Grund dafür selbst zu entdecken.

Die Jahre vergehen und auch Cora wird Mutter eines Mädchens, das sich zu einer Riesin entwickelt.

Der Schreibstil kommt oftmals poetisch daher und geht beim Lesen runter wie Sahne. Schicksale und Vorurteile machen den drei großen Frauen das Leben so manches Mal sehr schwer. Doch, drei Riesinnen gehen ihren steinigen Weg und meistern ihr Leben. Viele Zitate laden dazu ein, sie mehrmals zu lesen.

Von mir eine klare Empfehlung. Herzlichen Dank, Hannah Häffner. Es war mir ein Fest.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Überragend

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Was für ein wundervolles Buch. Eines, das berührt, aber auch Mut macht und den Leser an seine Wurzeln erinnert. Im Mittelpunkt stehen drei eigenwillige, starke Frauen aus drei Generationen. Großmutter, ...

Was für ein wundervolles Buch. Eines, das berührt, aber auch Mut macht und den Leser an seine Wurzeln erinnert. Im Mittelpunkt stehen drei eigenwillige, starke Frauen aus drei Generationen. Großmutter, Mutter und Enkelin. Alle drei groß, hager und vor allem zäh. Alle drei haben mit den Zwängen, Vorurteilen und Herausforderungen ihrer Zeit zu kämpfen. Dabei ist Liese, die Großmutter, sicher die, die es am schwersten hatte. In einer Zeit, in der Frauen ihren Männern zu gehorchen hatten, meist nicht arbeiteten und vor allem für Haus und Hof verantwortlich waren. Als der Mann stirbt, steht Liese vor dem Nichts. Es gelingt ihr aber, sich und ihrer Tochter Cora ein eigenständiges und vor allem unabhängiges Leben aufzubauen. Sie übernimmt, entgegen aller Widrigkeiten, die Metzgerei ihres Mannes. Sie beißt sich durch, ist stark und unbeugsam. Cora ist ein eigenwilliges Kind, das mit sich allein am glücklichsten ist. Als junge Erwachsene bricht sie aus dem für sie zu eng gewordenen Zuhause aus. Sie bricht auf eine Reise durch Europa auf, besucht Paris, Amsterdam und schließlich Italien. Dieser Teil des Buches steht in sehr großem Kontrast zum ersten Teil. Das wilde, rebellische Leben der jungen Gemeinschaft in den Straßen und Gassen der europäischen Großstädte auf der einen Seite, auf der anderen, der beständige, Schwarzwald, die Gemächlichkeit und Enge des Dorfes. Cora gelingt es, endlich, Freundschaften zu schließen. Sie verliebt sich und wird schließlich schwanger. Sie kehrt nach Hause zurück, doch nicht als gescheiterte oder gebrochene, sondern als mutige Frau, die ihr Leben in die eigene Hand genommen hat. Cora berührt mich wirklich sehr. Ihre verlorenen Hoffnungen und Träume und ihre Stärke, das Leben so zu akzeptieren, wie es nun mal ist. Dies auch eine Fähigkeit, die die Großmutter Liese auszeichnet. Nicht zu hadern, nicht zurück zu schauen, seinen Weg beharrlich zu gehen trotz aller Schwierigkeiten. Die Enkelin Eva schließlich hüpft und springt durchs Leben, schließt schnell Freundschaften und ist im Wald zu Hause. Als sie nach der Schule zum Studieren die Heimat verlässt, fühlt sie sich verloren und kommt nirgendwo so richtig an. Eva, der die ganze Welt offen steht, weiß nicht wohin. Die unterschiedlichen Lebensumstände und -träume der verschiedenen Generationen sind in diesem Buch besonders gut eingefangen. Das Unverständnis der Mutter für den Lebensweg der Tochter, aber das Urvertrauen und die Liebe der drei Frauen zueinander. Alle drei gehen ihren Weg, behaupten sich, erleiden Niederlagen und müssen wieder neu anfangen. Es gibt viele weitere Figuren in diesem Buch, die sehr eindringlich beschrieben sind. Manche treten auf und schnell wieder ab, andere haben einen festen Platz, sind tief in der Handlung verwurzelt. Das Schreibstil ist eindringlich, bildhaft und sehr besonders. Der Autorin gelingt es, die Kraft der Natur, der Heimat und der Frauen in ihre Sprache zu übertragen. Das macht das Besondere an diesem Roman aus. Er schleicht sich ins Herz, klingt nach und schafft mit seinen ungewöhnlichen, aber äußerst liebenswerten Charakteren, eine ganz besondere Nähe. Das wunderschön gestaltete Cover verbindet die fast mystische Aura der Frau und die Kraft des Waldes und passt somit wunderbar zum Inhalt. Für mich bisher eines der Lese-Highlights des Jahres. Eine absolute Empfehlung.

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