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Joolte_hoert

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2026

Mirabellentage

Mirabellentage
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Das Cover des Buches hat mich angestrahlt. Es versprüht ganz sommerliche Vibes und hat mich deswegen neugierig gemacht.
In der Geschichte geht es um Anna, die Anfang 50 ist und gefühlt ihr ganzes Leben ...

Das Cover des Buches hat mich angestrahlt. Es versprüht ganz sommerliche Vibes und hat mich deswegen neugierig gemacht.
In der Geschichte geht es um Anna, die Anfang 50 ist und gefühlt ihr ganzes Leben lang als Haushaltshilfe für den Ortspfarrer gearbeitet hat. Doch als dieser überraschend verstirbt, weiß sie erstmal gar nicht wohin mit sich. Denn die beiden waren freundschaftlich sehr verbunden. Dann kommt ein neuer Pfarrer in das beschauliche Blumfeld und die Dorfgemeinschaft schaut nicht schlecht, denn er spricht Plattdeutsch und ist noch ziemlich jung.

Wir begleiten Anna dabei, wie sie die Vorbereitungen für die Beerdigung trifft, den letzten Willen von Josef in die Tat umsetzen möchte und dafür Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrschullehrer Herrn Tanner nimmt. Zwischendurch schwelgt sie immer wieder in Erinnerungen an alte Zeiten. Es hat alles etwas sehr verträumtes. Und auch die Mirabellen kommen im Buch nicht zu kurz.

Ich hatte beim Lesen und Hören Bilder von dem kleinen Dorf Blumfeld vor Augen. Wie die Menschen dort immer am Plaudern sind, wie sie aber auch zusammenhalten. Ich hatte angenehme Lesestunden, einzig die "Rückblenden" waren für mich innerhalb der Kapitel manchmal etwas unübersichtlich. Da fiel es mir dann schwer einzuschätzen, ob es sich gerade um die Gegenwart oder Vergangenheit handelt.
Trotzdem eine tolle, lockere Geschichte, mit kleinen Prisen Humor und sommerlichen Gefühlen.

"Nur wer von Zuhause weggeht, kann Heimkommen".

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Fünf Sterne

Laute Nächte
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Dieses Buch hat mir ganz schön was abverlangt. Es war eine Reise zu dem Inneren von Kenni. In seine Gedanken, seine Gefühle, seinen Kopf. Und es wurde von Seite zu Seite immer intensiver.

Kenni zieht ...

Dieses Buch hat mir ganz schön was abverlangt. Es war eine Reise zu dem Inneren von Kenni. In seine Gedanken, seine Gefühle, seinen Kopf. Und es wurde von Seite zu Seite immer intensiver.

Kenni zieht nach Wien, als seine Freundin überraschend bei einem Autounfall verstirbt. Seine Welt zerbricht und er ist nicht mehr derselbe. Er schreibt sich bei einer Uni ein und zieht in die WG von Paul. Dieser war einst Tennisprofi, hat diese riesige Wohnung gekauft und vermietet sie nun an weitere Menschen unter. Darunter fallen auch noch Elif und Julia. Es beginnt eine Zeit, die für Kenni ganz besonders ist. Er findet Freunde, entdeckt sich wieder. Entwickelt Gefühle, die nicht sein dürfen.

Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert, und wir begleiten Kenni in verschiedenen Abschnitten seines Lebens. Es ist geprägt von dem Verlust seiner Freundin Jasmin. Kurz vor ihrem Tod wollten die beiden eine Reise mit dem Camper machen. Jasmin hatte alles genau durchgeplant, hatte Routen bestimmt und Hotelzimmer ausgesucht. Diese geplante Reise geht Kenni nicht mehr aus dem Kopf, und es lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Also macht er diese Reise, aber mit einer anderen Person, und das führt dazu, dass er innerlich zerreißt.

Ich war einfach absolut gefesselt von dem Schreibstil der Autorin. Die Stimmungen und Gefühle waren so echt und authentisch, dass ich ganz oft schlucken musste. Es war nahbar und die Figuren unheimlich filigran gezeichnet. Ich konnte mir bildlich alles ganz genau vorstellen. Als würde ich die Personen bereits kennen. Es hat aber auch Ängste in mir ausgelöst, Verlustängste. Die zermürbenden Emotionen von Kenni waren greifbar und ich habe mich schnell in seine Situation hineinversetzen können. Die unterschiedlichen Ebenen des Erzählens haben mir unglaublich gut gefallen!

Großartiges Buch, unfassbar toll geschrieben.

⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Fünf Sterne plus

Pause
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Die Geschichte hatte mich schon direkt auf den ersten Seiten eingefangen.
Hanna ist 36, lebt in Berlin, ist in einer Beziehung und landet nach einem Zusammenbruch während eines Meetings im Krankenhaus. ...

Die Geschichte hatte mich schon direkt auf den ersten Seiten eingefangen.
Hanna ist 36, lebt in Berlin, ist in einer Beziehung und landet nach einem Zusammenbruch während eines Meetings im Krankenhaus. Ihr Körper zwingt sie zu einer Pause, ob sie will oder nicht. Und erst da merkt sie, wer wirklich hinter ihr steht und für sie da ist. Denn auch wenn sie viele Freunde und Bekannte in Berlin hat, so denkt doch eigentlich jeder nur an sich. Also findet sie sich kurz darauf in ihrem alten Kinderzimmer bei ihren Eltern in Lüneburg wieder. Doch mit mitte Dreißig fühlt sich das total fremd an, obwohl sie hier ja auch mal zuhause war. Aber die Zeiten haben sich geändert, obwohl... manches wird sich wahrscheinlich auch nie ändern. (Ich sage nur: "Hast du gar keine Hausschuhe an? Auf den kalten Fliesen, Hanna?") Die Konversationen zwischen Mutter und Tochter, oder Vater und Tochter waren teilweise wirklich urkomisch. Und doch SO real! Ich habe sehr oft herzlich lachen müssen, weil ich mich da total drin wiedergefunden habe. Absolut authentisch!❤️

Die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor hat mir unglaublich gut gefallen. Wir begleiten Hanna dabei, sich selbst wieder zu finden. Vieles bleibt unausgesprochen, weil Zuhause alles totgeschwiegen wird. Denn damit lebt´s sich scheinbar besser. Aber Hanna versucht auszubrechen, aus dem Hamsterrad. Sie ist kein kleines Kind mehr, sondern eine erwachsene Frau, die sehr viel erschütternde Dinge erlebt hat, und davon immernoch heilen muss.

Ich kann das Debüt der Autorin uneingeschränkt empfehlen, denn es war für mich wirklich wie eine feste Umarmung und ein Buch, dass genau meinen Nerv getroffen hat. Ich bin rundum begeistert!!

⭐⭐⭐⭐⭐+ | 5 Sternen
Fünf Sterne plus!

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Gute Atmosphäre

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste
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Bei dem Buch hatte mich der Klappentext sehr angesprochen. Ich hab mir direkt vorgestellt, wie das Leben an der Nordseeküste mit einem Fischereibetrieb und Fischkuttern so ablaufen könnte.

Der Einstieg ...

Bei dem Buch hatte mich der Klappentext sehr angesprochen. Ich hab mir direkt vorgestellt, wie das Leben an der Nordseeküste mit einem Fischereibetrieb und Fischkuttern so ablaufen könnte.

Der Einstieg gefiel mir auch direkt, denn Runa lebt mit ihrem Sohn Finn in Hamburg auf einem Hausboot. Sie arbeitet als Einkäuferin bei einem Fischgroßhändler und verdient dort gut. Bis plötzlich ihr Bruder Peer auf seinem Krabbenkutter verunglückt. Zusammen mit Finn reist sie nach Donaskoog um ihrer Familie beizustehen.
Zu ihrer Familie gehören Milla, Torge und ihr Vater Hauke. Ihre Mutter ist bereits vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Damals saß ihr kleiner Bruder Torge mit im Auto, hat den Unfall aber überlebt. Das Verhältnis untereinander ist ruppig und distanziert. So spricht Hauke seine Kinder immer mit "Tochter", "Sohn" und "Töchterchen" an, statt mit Namen. Genauso wird er nur mit "Vater" angesprochen. Ich dachte zuerst noch, das dies vielleicht der norddeutschen "Ruppigkeit" geschuldet ist, aber irgendwie fand ich das auf Dauer doch ganz schön herb.

Die Themen im Buch waren interessant, aber für mich im Mittelteil doch etwas langatmig. Mir haben die zwischenmenschlichen Begegnungen dafür umso mehr gefallen. Es gab z.B einen Krabbenpulwettbewerb, der das ganze ein wenig aufgelockert hat. Gegen Ende sind für mich aber doch noch ein paar Dinge unaufgeklärt geblieben und das hat mich ein wenig unbefriedigt zurückgelassen.

Insgesamt ein sehr netter Zeitvertreib, mit tollen Eindrücken von der Nordseeküste, dem Fischereibetrieb und den Krabbenkuttern. Aber die Sympathie gegenüber den Protagonisten war für mich leider nicht wirklich vorhanden.

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde über @lovelybooks.de lesen, und der überwiegenden Mehrheit hat das Buch deutlich besser gefallen als mir. Das heißt: macht euch gerne selbst ein Bild 😊

Vielen Dank an @lovelybooks.de , @dtvverlag und @danelapietrekautorin für das Vertrauen und der Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Toll

Im Sommer der Wildbienen
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Mir wurde die Geschichte empfohlen, und da ich sowieso schon am überlegen war und der Klappentext meinen Namen geschrien hat, durfte das Hörbuch bei mir einziehen 🎉

Flora ist Autistin und nach einer Panikattacke ...

Mir wurde die Geschichte empfohlen, und da ich sowieso schon am überlegen war und der Klappentext meinen Namen geschrien hat, durfte das Hörbuch bei mir einziehen 🎉

Flora ist Autistin und nach einer Panikattacke kehrt sie der Großstadt den Rücken und zieht erst zu ihren Eltern, dann aber in das alte Haus ihrer verstorbenen Großmutter auf dem Land. Dort hat sie einen großen Garten, Wildbienen und ganz wichtig: Ihre Ruhe! Zuerst hatte sie mit Bienen nicht viel zu tun, aber nach und nach beschäftigt sie sich immer mehr damit, bekommt sogar Hilfe von einem Nachbarn.
Als sie auf der Suche nach neuem Tee ist, begegnet sie Eden im Dorfcafé. Ihrer Mutter gehört das Café und die beiden scheinen sofort auf Anhieb einander zu gefallen. Aber Flora fällt es zuerst schwer, sich auf Eden einzulassen.

Die Dynamik zwischen Eden und Flora war teilweise ein wenig kitschig, aber dennoch hat die zarte Liebesgeschichte gut zur Story gepasst. Es war schön, Flora beim Heilen zu beobachten. Der Abstand zur Großstadt und der Kontakt zu vereinzelten Menschen, wie z.B ihrer Nachbarin und Eden haben ihr so gut getan. Einfach mal machen und sich nicht für Dinge rechtfertigen, die man nicht getan hat. Man muss nicht immer mit dem Strom schwimmen, nur weil alle es so machen.

Das Hörbuch ist wirklich sehr gefühlvoll von Vanessa Bolder eingelesen. Ihre Stimme passt perfekt zur Protagonistin, denn genau so habe ich mir Flora vorgestellt.

Ich kann euch das Hörbuch echt empfehlen, eine ruhige und zarte Sommer Geschichte mit Liebe zur Natur.

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