Erschreckender Betrug
Poyais. Ein Land, das es nie gabIch brauchte tatsächlich eine Weile, um mit diesem Buch warm zu werden. Erst ab der zweiten Hälfte wurde es richtig spannend und das Ausmaß der Situation wurde sichtbar.
Das Buch erzählt eine fiktive ...
Ich brauchte tatsächlich eine Weile, um mit diesem Buch warm zu werden. Erst ab der zweiten Hälfte wurde es richtig spannend und das Ausmaß der Situation wurde sichtbar.
Das Buch erzählt eine fiktive Geschichte, orientiert sich allerdings an wahren Begebenheiten. Es geht um den gewaltigen Betrug von Gregor MacGregor, der zuvor Ruhm als Heerführer bei der Befreiung kolonialisierter Inselstaaten in der Karibik erlangt hat. Auf perfide Weise verkaufte er zahlreichen Menschen Land in Poyais, was es so nie gab, und schickte sie wissend ins Verderben. Das Schicksal der Menschen wird in diesem historischen Roman sehr eindrücklich geschildert und durch die persönliche, fiktive Geschichte von Julie emotional aufgeladen.
Meiner Meinung nach hat sich die Geschichte streckenweise etwas ereignislos gezogen, insbesondere zu Beginn. Mit dem Erreichen von Poyais nimmt die Handlung aber an Fahrt auf und konnte mich zunehmend fesseln.
Julie hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Dadurch, dass sie ursprünglich aus guten Verhältnissen kommt, bringt sie viel Entwicklungspotential mit, welches auch gut genutzt wurde.
Aufgrund des historisch wahren Falls dahinter und die gute Recherchearbeit ist das Buch wirklich faszinierend, erschreckend und auf jeden Fall lesenswert. Es wäre schön gewesen noch ein paar reale Abbildungen, z.B. des Poyais Dollars, im Buch zu haben. Aber das Internet erlaubt ja auch so den Zugriff auf solche Inhalte.