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Veröffentlicht am 22.04.2026

Erschreckender Betrug

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Ich brauchte tatsächlich eine Weile, um mit diesem Buch warm zu werden. Erst ab der zweiten Hälfte wurde es richtig spannend und das Ausmaß der Situation wurde sichtbar.

Das Buch erzählt eine fiktive ...

Ich brauchte tatsächlich eine Weile, um mit diesem Buch warm zu werden. Erst ab der zweiten Hälfte wurde es richtig spannend und das Ausmaß der Situation wurde sichtbar.

Das Buch erzählt eine fiktive Geschichte, orientiert sich allerdings an wahren Begebenheiten. Es geht um den gewaltigen Betrug von Gregor MacGregor, der zuvor Ruhm als Heerführer bei der Befreiung kolonialisierter Inselstaaten in der Karibik erlangt hat. Auf perfide Weise verkaufte er zahlreichen Menschen Land in Poyais, was es so nie gab, und schickte sie wissend ins Verderben. Das Schicksal der Menschen wird in diesem historischen Roman sehr eindrücklich geschildert und durch die persönliche, fiktive Geschichte von Julie emotional aufgeladen.

Meiner Meinung nach hat sich die Geschichte streckenweise etwas ereignislos gezogen, insbesondere zu Beginn. Mit dem Erreichen von Poyais nimmt die Handlung aber an Fahrt auf und konnte mich zunehmend fesseln.

Julie hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Dadurch, dass sie ursprünglich aus guten Verhältnissen kommt, bringt sie viel Entwicklungspotential mit, welches auch gut genutzt wurde.

Aufgrund des historisch wahren Falls dahinter und die gute Recherchearbeit ist das Buch wirklich faszinierend, erschreckend und auf jeden Fall lesenswert. Es wäre schön gewesen noch ein paar reale Abbildungen, z.B. des Poyais Dollars, im Buch zu haben. Aber das Internet erlaubt ja auch so den Zugriff auf solche Inhalte.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Sehr atmosphärisch

Born of Salt and Storm
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Born of Salt and Storm hat mich mit einem tollen Worldbuilding und seiner sehr intensiven Atmosphäre überzeugt. Die Art und Weise, wie das Leben der Menschen und der „Schuppenköpfe“ beschrieben wird, die ...

Born of Salt and Storm hat mich mit einem tollen Worldbuilding und seiner sehr intensiven Atmosphäre überzeugt. Die Art und Weise, wie das Leben der Menschen und der „Schuppenköpfe“ beschrieben wird, die stürmische, rauhe See, Armut und Plackerei in den Minen, die Folgen des Traumsalz-Konsums - das alles wurde sehr intensiv geschildert und man konnte das Salz in der Luft fast schmecken.

Die ganze Geschichte lebt von den Legenden, auf denen die Welt aufgebaut ist. Anhand derer lassen sich auch gut Geheimnisse transportieren und Stimmung und Spannung aufbauen.

Um Speerfischerin Tavi sowie Eero ranken sich auch einige Geheimnisse. Ich empfand ihr Aufeinandertreffen und ihren gemeinsamen Weg als sehr authentisch beschrieben. Tavi ist keine Superheldin, sie agiert oft selbstbezogen und auch mal naiv. Aber das passt zu ihr und ihrer Biografie und bietet Raum für Entwicklung.

In Bezug auf den Spannungsbogen gab es sicherlich Passagen, in denen die Handlung nicht wirklich vorangetrieben wurde. Diese Phasen wurden aber genutzt, um den Charakteren und der Welt zu mehr Lebendigkeit zu verhelfen und diese zu formen.

Für mich war dies eine sehr schöne, stimmungsvolle Lektüre, die viel Potential für die Fortsetzung der Reihe mitbringt.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Berührende Geschichte

Meine Berge bist du
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„Meine Berge bist Du“ ist für mich ein wundervolles und einzigartiges Buch. Es erzählt eine tragische Geschichte voller Entbehrungen und Schmerz und steckt doch voller Liebe - für das Leben, für die Berge ...

„Meine Berge bist Du“ ist für mich ein wundervolles und einzigartiges Buch. Es erzählt eine tragische Geschichte voller Entbehrungen und Schmerz und steckt doch voller Liebe - für das Leben, für die Berge Italiens, für die Familie und für die Eine.

Francesco Vidotto hat einen ganz eigenen Erzählstil, der mich sofort gefangen genommen hat. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe mit Onesto gelitten und konnte mit und über Guido herzhaft lachen.

Die Charaktere - allen voran Onesto - konnten mich berühren und das harte Landleben der Zwillinge und ihrer Mutter vor der wunderschönen Kulisse der Dolomiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde vor meinem inneren Auge lebendig.

Besonders gefallen hat es mir, wenn der Autor Sachen nicht klar erzählt hat. Er hat so eine schöne Art Dinge anzudeuten und den Leser zu ermutigen, sich diese selbst auszumalen. So haben mich die meisten Wendungen zwar nicht überrascht, aber das war auch nicht schlimm, weil es dem Genuss der Lektüre keinen Abbruch getan hat.

Zudem steckt das Buch voller wunderschöner Zitate über die Liebe und das Leben, die nachhallen.

Mir wird dieses Buch noch lange im Gedächtnis und im Herzen bleiben und ich hoffe, dass viele begeisterte Leser diese Einschätzung teilen werden.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Tolles Buch!

What about the bodies
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Dieser Roman bekommt von mir eine fette Empfehlung, denn er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und mit einem hohen Tempo durchweg bei Laune gehalten.

Es ist ein etwas anderer Kriminalroman, ...

Dieser Roman bekommt von mir eine fette Empfehlung, denn er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und mit einem hohen Tempo durchweg bei Laune gehalten.

Es ist ein etwas anderer Kriminalroman, der mit seinen Charakteren und den gut durchdachten Storylines punktet. Liz, Reed und Carla haben eins gemeinsam - sie wohnen in einer Kleinstadt, bei der jeder den Drang verspürt, ihr zu entfliehen und haben sich in schwierige Lebenssituationen manövriert, die von Kapitel zu Kapitel vertrackter werden.

Der Autor hat wirklich ein enormes Erzähltalent. Immer kürzer werdende Kapitel aus wechselnden Perspektiven treiben einen durch die Geschichte und entwickeln einen wahren Sog. Dabei arbeitet der Autor mit vielen kleinen Cliffhangern, die einen anspornen schnell weiter zu lesen. Jeder der drei Handlungsstränge ist anders und doch sind sie alle drei gleichwertig spannend und wohl durchdacht. Immer wieder fragt man sich, wo das noch hinführen soll und doch schafft er es, alle Fäden zusammen zu führen.

Dieses Buch hat richtig Spaß gemacht und ich kann es jedem empfehlen, der temporeiche Geschichten mit starken Charakteren und überraschenden Wendungen mag. Ich werde den Autor in Auge behalten.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Anders als erwartet

Darkly
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Das Buch hat mich mit seinem Klappentext neugierig gemacht und ich habe mich auf eine düstere Story gefreut. Diese habe ich auch bekommen, auch wenn ich irgendwie eine lost places oder locked room Geschichte ...

Das Buch hat mich mit seinem Klappentext neugierig gemacht und ich habe mich auf eine düstere Story gefreut. Diese habe ich auch bekommen, auch wenn ich irgendwie eine lost places oder locked room Geschichte erwartet hatte, was es nicht ist.

Das Buch startet schon recht atmosphärisch und geheimnisvoll und geht auch mysteriös weiter. Dia und die anderen PraktikantInnen, die es auf die geheimnisvolle Insel geschafft haben, haben alle einen spannenden Hintergrund. Schade fand ich es hier, dass die Personen - außer Protagonistin Dia - recht blass bleiben. Sie spielen bei den gefährlichen Spielrunden und der Lösung des Falls maximal eine Statistenrolle - ich finde, hier hätte man noch mehr rausholen können.

Ansonsten ist das Buch aber schön geschrieben, erzählt eine originelle Geschichte und verwirrt einen zwischendurch immer mal wieder. Ich muss aber sagen, dass sich meine Fragezeichen am Ende alle aufgelöst haben und Dinge, die ich zuvor komisch fand, dann doch Sinn ergeben haben.

Die Hörbuchfassung hat mir sehr gut gefallen. Nina Reithmeier fand ich sowohl stimmlich als auch erzählerisch überzeugend - sie hat Dia einen schönen Charakter verliehen und auch die besondere Atmosphäre der Geschichte gut rübergebracht.

Insgesamt durchaus eine Empfehlung mit der Hoffnung, dass die Nebencharaktere im Folgeband mehr Tiefe und Bedeutung bekommen.

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