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EstherStu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2019

restlos überzeugend

Geblendet
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Ich lese zwar hin und wieder gerne mal einen Krimi oder Thriller, muss aber zugeben, dass ich in letzter Zeit oft enttäuscht wurde: abgedrehte Handlung, billige Cliffhanger, völlig überspitzte Charaktere. ...

Ich lese zwar hin und wieder gerne mal einen Krimi oder Thriller, muss aber zugeben, dass ich in letzter Zeit oft enttäuscht wurde: abgedrehte Handlung, billige Cliffhanger, völlig überspitzte Charaktere. Nicht so das neue Buch von Andreas Pflüger.
Schnell kam ich in den absolut angenehmen und mitreissenden Roman hinein, die Sprache gefiel mir auf Anhieb. Besonders begeistert aber war ich von der blinden Protagonistin und Polizistin Jenny Aaron. In ihre Rolle kann man sich toll hinein versetzen, sodass man stellenweise denkt, man wüsste, wie es sich anfühlt, selbst blind zu sein. Die Rolle ist sehr glaubwürdig und authentisch.
Auch die Handlung fand ich beeindruckend. So steht man immer wieder vor moralischen Zweifeln, die super formuliert sind.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen und kann es auch an alle empfehlen, die sonst keine Krimileser sind. Denn die literarische Umsetzung geht über den Durchschnitt dieses Genres weit hinaus.

Veröffentlicht am 13.08.2019

lustig und ernst zugleich

Wir von der anderen Seite
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Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, wusste ich nicht, was mich erwartet, und erst recht nicht, dass die Autorin Anika Decker hier einen Debütroman vorlegt, der mich so begeistern würde. Das ...

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, wusste ich nicht, was mich erwartet, und erst recht nicht, dass die Autorin Anika Decker hier einen Debütroman vorlegt, der mich so begeistern würde. Das liegt nicht nur an dem tollen, mal lustigen, mal ernsten Stil, den man von ihr als Drehbuchautorin wohl schon gewohnt ist, sondern auch daran, dass sie hier mit so viel Authentizität erzählt, da sie selbst das Schicksal, eine Komapatientin zu sein, schon erlebt hat.
Im Buch ist es aber Rahel, die nach einer Krankheit und Koma den Weg zurück ins Leben finden muss. Sie erlebt den Krankenhausalltag, den Prozess der Genesung und auch das Gefühl, von Pflegepersonal und Medikamenten abhängig zu sein.
So kommt es auch immer wieder vor, dass sie "auf die andere Seite" abdriftet, eine Art Dämmerzustand.
Auch ihr Privatleben verändert sich nach dem Vorfall stark. Während ihr Job sich schwer mit dem Krankenhausaufenthalt vereinbaren lässt und auch ihre Beziehung nicht standzuhalten scheint, ist es ihre Familie, ihre Eltern und ihr Bruder, die ihr in dieser Zeit Halt schenken und zeigen, was bedingungslose Liebe ist.
Auch wenn all das ernst und traurig klingt, schafft es Anika Decker trotz allem mit intelligentem Wortwirt Pointen zu bauen. So verschlingt man dieses Buch schneller, als man "Komapatient" sagen kann.

Veröffentlicht am 13.08.2019

süßes Mädchenbuch

Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1: Die verschwundenen Katzen
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Ich finde die Reihe der "magischen Blumenladen" Bücher wirklich süß für Kinder, insbesondere für Mädchen. Auch in diesem Fall ist die Geschichte ganz nett geschrieben. Violet versucht, ihren entlaufenen ...

Ich finde die Reihe der "magischen Blumenladen" Bücher wirklich süß für Kinder, insbesondere für Mädchen. Auch in diesem Fall ist die Geschichte ganz nett geschrieben. Violet versucht, ihren entlaufenen Kater und die anderen verschwundenen Katzen mithilfe einer Zauberblume zu finden.
Dieser Mix aus Magie, Tier- und Freundschaftsgeschichte kommt bei den Kindern in dem Alter erfahrungsgemäß super an und so kriegt man die Kinder mit kurzweligen Geschichten gut zum Lesen.
Auch die Zeichnungen in dem Buch sind liebevoll und wunderbar detailreich. Mir gefällt es besonders gut, dass beinahe jede Seite farbig ausgestattet ist und so auch weniger motivierte Leser immer was zu schauen haben oder es sich im Zweifel auch zum Vorlesen gut eignet.
Ein einziger Punkt jedoch macht mich stutzig: Ich würde das Buch nicht direkt für Leseanfänger empfehlen, da der Text doch recht umfangreich ist und die Sätze schon etwas länger und komplexer als bei absoluten Einsteigerbüchern. Aber für fitte Mädels: Zugreifen!

Veröffentlicht am 07.08.2019

lesenwert mit Schwächen

Gespräche mit Freunden
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Sally Rooney erzählt in ihrem Buch „Gespräche mit Freunden“ die Geschichte von vier Personen in Irland.
Auf der einen Seite stehen Frances und Bobbie, zwei befreundete junge Studentinnen. Sie leben ihr ...

Sally Rooney erzählt in ihrem Buch „Gespräche mit Freunden“ die Geschichte von vier Personen in Irland.
Auf der einen Seite stehen Frances und Bobbie, zwei befreundete junge Studentinnen. Sie leben ihr typisches Anfangzwanziger Leben in Dublin, gefüllt von Partys, Studium und Selbstfindung, auch in sexueller Hinsicht. Auf einer Veranstaltung lernen sie das Ehepaar Nick und Melissa kennen, beide Anfang Dreissig, sie eine gefeierte Autorin, er ein mäßig erfolgreicher Schauspieler.
Während Bobbie die intellektuelle und körperliche Nähe zu Melissa sucht, kommt Frances, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, Nick näher und beginnt eine Affäre mit ihm hinter dem Rücken der beiden anderen. Selbst bei einem gemeinsamen Urlaub in Frankreich gelingt ihnen das Versteckspiel vor der Ehefrau.
Isngesamt gefiel mir das Buch gut, da aus meienr Sicht die Charaktere authentisch und nachvollziehbar agierten. Die Autorin arbeitet hervorrganed die Sinnsuche in den Zwanzigern heraus und die Unterschiede zu Problemen mit Anfang Dreißig, die eher von Langeweile in der Ehe geprägt sind.
Leider spricht das Buch aber immer nur kurze Fragmente an, eine Handlung wird selten über mehr als 10 Seiten erzählt, und so fällt es dem Leser schwer, sich stellenweise wirklich in die Beziehungen einzufühlen. Auch wiederholen sich Gesprächsanteile immer wieder, sodass manchmal leichte
Dennoch: Der Schreibstil gefiel mir gut, insgesamt ist „Gespräche mit Freunden“ lesenswert.

Veröffentlicht am 03.07.2019

tolles Kochbuch für Campingfans

Die Familien-Campingküche
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Mein Freund und ich lieben Camping und den Urlaub in der Natur, was wir weniger lieben, ist das Essen zubereiten während dieser Ausflüge. Nicht selten ist es bisher darauf hinausgelaufen, an zwei Tagen ...

Mein Freund und ich lieben Camping und den Urlaub in der Natur, was wir weniger lieben, ist das Essen zubereiten während dieser Ausflüge. Nicht selten ist es bisher darauf hinausgelaufen, an zwei Tagen Ravioli aus der Dose zu essen und ab dem dritten Tag in ein Restaurant zu gehen.
Dieses Buch sollte Abhilfe verschaffen, und es hält, was es verspricht:
Ausnahmslos alle Rezepte sind campinggeeignet, man braucht nichtmal eine spezielle Ausrüstung (einen Campingkocher mit Zubehör sollte man aber dabei haben). Die Gerichte sind trotzdem sehr vielfältig, leicht zuzubereiten und auch prima für Kinder geeignet.
Ganz toll fand ich auch das Kapitel "Kochen bei Ankunft". Denn wohl jeder Camper kennt diese Situation, dass man abends ankommt und nur noch essen, aber nicht groß kochen will. Auch hier liefert "Die Familien-Campingküche" handfeste Tips.
Dazu ist das Buch wunderbar gemacht: Die Fotos sind schön und das Essen stilvoll angerichtet, trotzdem bodenständig. Ich hab es für mich selbst gekauft, es eignet sich aber auch toll als Geschenk für Campingbegeisterte!