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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Ein liebevoller Begleiter für die Abendstunden

Familienreihe 1: Ich bin noch gar nicht müde!
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Wer kennt es nicht? Der Tag war lang, die Augen sind schwer, aber zur Ruhe zu kommen ist trotzdem eine Herausforderung. Dieses Buch fängt genau diese alltägliche Dynamik ein, in der plötzlich noch tausend ...

Wer kennt es nicht? Der Tag war lang, die Augen sind schwer, aber zur Ruhe zu kommen ist trotzdem eine Herausforderung. Dieses Buch fängt genau diese alltägliche Dynamik ein, in der plötzlich noch tausend Bedürfnisse auftauchen.
Besonders beeindruckt hat mich die ruhige, wertschätzende Haltung der Bezugsperson in der Geschichte – ein tolles Vorbild für die Eltern! Durch die integrierten Fragen werden Kinder aktiv zum Erzählen angeregt, während wir Großen wertvolle Impulse für entspanntere Rituale erhalten. Die warmen Illustrationen runden das Ganze perfekt ab. Ein Buch, das keinen Druck aufbaut, sondern Mut macht, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Absolut empfehlenswert für mehr Harmonie am Abend!
Teilweise geeignet, um mit dem Kind gemeinsam die Bilder anzusehen und die Texte vorzulesen und abzusprechen. Allerdings können beim Kind auch zusätzliche abendliche Bedürfnisse geweckt werden, hier muss man selbst sensibel vorsortieren.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Wer war es?

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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"Mord im Nacktschnecken-Milieu" von der Diplom-Biologin Elke Schwarzer ist kein Krimi im herkömmlichen Sinn. Und doch gibt es hier Diebstahl, Raub, Einbruch, Bandenkriminalität und sogar Mord.
Es gibt ...

"Mord im Nacktschnecken-Milieu" von der Diplom-Biologin Elke Schwarzer ist kein Krimi im herkömmlichen Sinn. Und doch gibt es hier Diebstahl, Raub, Einbruch, Bandenkriminalität und sogar Mord.
Es gibt hier kleine Fälle, also Geschichten, immer über mehrere Seiten. Was mir gut gefällt, ist der jeweilige Aufbau. Die Tat wird beschrieben, die Umstände und Opfer dargelegt und dann die Verdächtigen aufgelistet. Dazu gibt es jede Menge hochwertiger Foto-Beweise. Der oder die überführten Täter werden dann noch ganz genau vorgestellt und unter die Lupe genommen. So erfährt man auch, wie man manche Verbrechen im garten begünstigen oder verhindern, erschweren kann.
Das Buch im Ganzen ist nicht nur spannend und witzig, sondern vor allem auch lehrreich. Ich habe hier viele Fakten über die Pflanzen und Tiere in meinem Garten präsentiert bekommen, auf eine Art und Weise, die sich mir auch einprägt.
Man kann mal ein oder zwei Fälle lesen, für die Pause zwischendurch oder sich festschmökern, später kann man auch gerne etwas nachschlagen.
Eine absolut witzige Idee, mit sehr schönen Fotos untermalt, auch ein tolles Geschenk für alle Naturliebhaber.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Potenzial leider nicht voll ausgeschöpft

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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Eigentlich hat „Velvet Falls“ alles, was ich liebe: Eine starke Dämonenreiterin, eine drohende Götter-Apokalypse und eine interessante Magiewelt. Julia Dippels Schreibstil ist gewohnt spritzig und die ...

Eigentlich hat „Velvet Falls“ alles, was ich liebe: Eine starke Dämonenreiterin, eine drohende Götter-Apokalypse und eine interessante Magiewelt. Julia Dippels Schreibstil ist gewohnt spritzig und die Kapitel aus Sicht von Velvet und Kash lassen sich super flüssig lesen.
Mein Problem war jedoch die Prioritätensetzung: Ich wäre wahnsinnig gerne tiefer in die Götter-Thematik und das Virus eingetaucht, doch die Geschichte konzentriert sich primär auf das „Hin und Her“ der Lovestory. Das machte den Plot für mich leider sehr vorhersehbar. Wenn die Fantasy-Elemente mehr Raum bekommen hätten, wäre das Buch ein Highlight gewesen.
Wer eine emotionale Romance in einem Fantasy-Setting sucht, wird hier fündig. Da mir die Handlung jedoch zu vorhersehbar war und die eigentliche Fantasy-Story zu kurz kam, werde ich die Fortsetzung nicht lesen.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Zeitreise

Ein Pakt aus Asche und Blut
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"Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel ist eine Fantasy-Geschichte mit ganz viel historischem Hintergrund.
Immer wieder geht hier die Reise ins Ratingen des Jahres 1460, ich mag sehr, dass man ...

"Ein Pakt aus Asche und Blut" von Sabine Riedel ist eine Fantasy-Geschichte mit ganz viel historischem Hintergrund.
Immer wieder geht hier die Reise ins Ratingen des Jahres 1460, ich mag sehr, dass man das an der Gestaltung der Seiten sofort sieht. Hier begleitet man die Schwestern Helene und Anna, die Heilerinnen sind und um ihr überleben kämpfen, gerade weil sie es auch mit Hexenverfolgung zu tun bekommen.
Auch in der heutigen Zeit bekommt man es mit mehreren Handlungssträngen zu tun, die sich dann aber recht gut und schlüssig vereinigen.
Mark hat Visionen, was ihm im einem Waldbrand dann fast das Leben kostet.
Cat, die Fotografin, macht Experimente mit kleinen Zaubern und versucht damit ihr Leben zu verbessern.
Melanie hat Visionen, sie räumt das Haus ihrer verstorbenen Mutter aus, die allerlei Wicca-Sachen benutzt hat. Dabei stößt sie auf beunruhigende Zeugnisse ihrer Träume.
Sehr schnell verbinden sich die Handlungen alle miteinander, man fiebert beim Lesen geradezu mit.
Der Schreibstil ist spannend, historisches wird mit mysteriösem sehr gut verbunden. Das ist wirklich gut gemacht, immer recht nahe an der Realität.
Die Auflösung ließ bei mir einige kleine Fragen offen, womit ich aber gut zurechtkomme.
Es ist ein Buch, das, genreübergreifend, solide Unterhaltung bietet.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Zerbrochen

Minnesota
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"Minnesota" von Jo Nesbø ist ein Krimi, der eine wichtige und spannende Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die mir Tage nach dem Lesen immer noch im Kopf bleibt.
Die Protagonisten, Täter und auch Ermittler ...

"Minnesota" von Jo Nesbø ist ein Krimi, der eine wichtige und spannende Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die mir Tage nach dem Lesen immer noch im Kopf bleibt.
Die Protagonisten, Täter und auch Ermittler stehen mir klar und deutlich vor Augen, Personen, die Tiefe habe und gut ausgearbeitet sind.
Durch einen Erzähler bekommt die Geschichte eine Rahmenhandlung, von der aus sie in die Vergangenheit abtaucht.
Bob Oz ist der ermittelnde Detective, immer einen Schritt vor dem eigenen ausrasten entfernt. Er ist einsam, er ist traumatisiert, er hat sein eigenes Leben nicht im Griff und er hat auch gute Gründe dafür. Allerdings werden wir hier nicht ins Mitleid gezogen, da er nicht unbedingt als sympathisch dargestellt wird.
Mir gefällt, wie hier die Stadt gezeichnet wird, die Kritik an der Politik und die Folgen der Entscheidungen. Vieles hier ist nach wie vor aktuell und wird sozialkritisch beäugt.
Nesbø ist ein großartiger Erzähler und das stellt er hier wieder unter Beweis, die Geschichte beginnt langsam und entwickelt dann einen Sog, sogar die Grenzen von Gut und Böse werden hier mehr als gedehnt und verschoben, es sind die Grauzonen, die Ränder, die hier im Mittelpunkt stehen.
Ganz große Erzählkunst!

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