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Veröffentlicht am 05.11.2021

Ausnahmezustand in Hamburg

Arzt der Hoffnung
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"Arzt der Hoffnung" von Ralf Günther ist ein Roman rund um den berühmten Mediziner Dr. Robert Koch und die Choleraepidemie 1892 in Hamburg. Geschickt werden hier historisch belegte Fakten mit Fiktion verknüpft, ...

"Arzt der Hoffnung" von Ralf Günther ist ein Roman rund um den berühmten Mediziner Dr. Robert Koch und die Choleraepidemie 1892 in Hamburg. Geschickt werden hier historisch belegte Fakten mit Fiktion verknüpft, um eine spannende Handlung zu schaffen.
Dr. Koch wird von Berlin aus in die Hansestadt beordert, um sich um die rasant ausbreitende Epidemie zu kümmern. Er nimmt Proben, legt Kulturen an und bestimmt den Erregertypus. Gegen den anfänglichen Widerstand von den Stadtoberen setzt er Hygienemaßnahmen und andere Absperrungen durch. Viele dieser Maßnahmen erinnern erschreckend an die Bekämpfung der Covid19-Viren, z.B. Pestferien, Hände waschen und desinfizieren, die Stadt abriegeln.
Trotz allen müssen ständig neue Krankenbaracken gebaut und Massengräber ausgehoben werden. Unter wachsender Zeitnot und Druck sucht Dr. Koch nach der Ursache der weiteren Verbreitung. Das ist hier alles so spannend beschrieben, als würde man einen Krimi lesen.
Hedwig, die Geliebte von Koch reist ihm ungebeten hinterher, um ihm zur Seite zu stehen. Die Schilderungen dieser jungen Frau und Künstlerin, eine fortschrittliche Frau, geben dem Buch nochmal eine andere, eine persönliche Note.
Alles fügt sich sehr schön zu einem Lesevergnügen, spannend und doch lehrreich, flüssig zu lesen, mir hat es sehr viel Freude gemacht.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Wunderbar illustriert

Kasi Kauz und die komische Krähe (Kasi Kauz 1)
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"Kasi Kauz und die komische Krähe" von Oliver Wnuk ist der erste Band einer neuen Kinderbuchreihe rund um ein Käuzchen. Das komplette Buch ist mit wunderschönen Illustrationen von Matthias Derenbach versehen.
Ein ...

"Kasi Kauz und die komische Krähe" von Oliver Wnuk ist der erste Band einer neuen Kinderbuchreihe rund um ein Käuzchen. Das komplette Buch ist mit wunderschönen Illustrationen von Matthias Derenbach versehen.
Ein bunter und etwas schräger Vogel taucht im Wald ganz plötzlich auf und versetzt die anderen Tiere in Erstaunen und auch Angst. Sie wissen mit dem Neuen nichts anzufangen und wollen ihn am liebsten wieder verjagen. Der Einzige, der sich für die komische "Krähe" einsetzt ist Kasi Kauz und er tut es auch ziemlich diplomatische Art.
Hier wird kindgerecht auf eine sehr nette Art übermittelt, wie man mit fremden und ungewohnten Situationen umgehen kann. Es wird gezeigt, wie wichtig Toleranz, Mut und Gleichberechtigung in einer Gemeinschaft sind.
Das Buch ist sowohl zum Vorlesen, als auch zum selber lesen gut geeignet. Mein Favorit sind die Illustrationen, ganz toll.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Verwirrender Traum

Weiße Nacht
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"Weisse Nacht" von Bae Suah ist ein Roman wie ein Traum. Teilweise findet er sehr schöne beschreibende Worte, teilweise hat er mich total verwirrt zurück gelassen.
Ayami arbeitet in einem Hörtheater in ...

"Weisse Nacht" von Bae Suah ist ein Roman wie ein Traum. Teilweise findet er sehr schöne beschreibende Worte, teilweise hat er mich total verwirrt zurück gelassen.
Ayami arbeitet in einem Hörtheater in Seoul, dass nun endgültig geschlossen werden soll. Wir begleiten hier sie und ihre Gedanken an ihrem letzten Tag und auf dem Weg in eine noch unbekannte Zukunft.
Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört und weiss nicht, ob das der Grund ist, dass ich der Handlung so schlecht folgen konnte. Mein Gefühl war, als ob ich Fieberfantasien und Halluzinationen folgte, denen man gar nicht folgen kann.
Teilweise fand ich es sehr interessant, wenn es um das Land und das Leben darin ging und dann war man schon wieder ganz woanders. Die Hitze in Seoul, die Abgeschiedenheit Ayamis, das alles war fast greifbar beschrieben, aber die Geschichte blieb mir fremd, ich bekam den Kern nicht zu fassen. Diese Sinnestäuschungen und Spiegelungen sind gewollt und waren grandios beschrieben, für mich bliebe es farblos und fremd.

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Freundinnen auf großer Fahrt

Mädchenmeuterei
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"Mädchenmeuterei" von Kirsten Fuchs ist ein Nachfolgeband von "Mädchenmeute", was mir aber erst beim lesen klar wurde. Es war auch nicht wirklich störend den Vorgänger nicht gelesen zu haben, aber neugierig ...

"Mädchenmeuterei" von Kirsten Fuchs ist ein Nachfolgeband von "Mädchenmeute", was mir aber erst beim lesen klar wurde. Es war auch nicht wirklich störend den Vorgänger nicht gelesen zu haben, aber neugierig bin ich jetzt schon auf die Geschichte. Das Jugendbuch handelt von einer Freundschaft zwischen fünf ganz verschiedenen Mädchen, der Mädchenmeute halt.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Charlotte erzählt, die Nachrichten von einer der Mädels bekommt, die verschwunden ist. Die Nachrichten klingen nach ernsthaften Problemen, in denen sie steckt. Für den Rest der Truppe klingt das nach Abenteuer und so begeben sie sich auf eine ungewisse Fahrt auf einem Frachtschiff übers Meer nach Marokko.
Es macht einfach sehr viel Spaß die Mädels zu beobachten, sie quatschen, lachen, streiten, blödeln rum und führen ernsthafte Gespräche. Zusätzlich zu dieser großen Rettungsaktion hat jede der Mädchen auch noch so ihre eigenen Probleme und auf dem Schiff ergeben sich da auch noch so einige unvorhergesehene Sachen.
Es ist ein richtiges Abenteuerbuch, es ist spannend, man kann lachen und es kommen auch einige ernsthafte und wichtige Themen zur Sprache. Besonders gefällt mir auch, wie sich die Beziehungen der Protagonistinnen untereinander entwickeln und dargestellt werden.
Schade, dass auf dem Cover nicht erwähnt wird, dass das Buch eine Vorgeschichte hat.

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Uralte Legende

Die Sternenleserin und das Geheimnis der Insel
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"Die Sternenleserin und das Geheimnis der Insel" von Kiran Millwood Hargrave ist ein ganz fantastisches Kinderbuch, dass es auch schafft erwachsene Leser zu fesseln.
Isabella ist die Tochter des Kartographen ...

"Die Sternenleserin und das Geheimnis der Insel" von Kiran Millwood Hargrave ist ein ganz fantastisches Kinderbuch, dass es auch schafft erwachsene Leser zu fesseln.
Isabella ist die Tochter des Kartographen und lebt mit ihm und Huhn und Katze in einem kleinen Haus auf der Insel Joya. Seit der neue Gouverneur auf der Insel ist, haben sich die Lebensumstände stark verschlechtert, ins Meer darf man nicht, den Wald zu betreten ist auch verboten und mit den Tieren stimmt auch was nicht. Die Leute leben in Armut und Angst.
Trotz allem ist Isabella mit Lupe befreundet, der Tochter dieses tyrannischen Herrschers. Als eines Tages eine Schulfreundin der beiden verschwindet, beginnt dieses Abenteuer.
Was mir sehr gut gefallen hat, im Mittelpunkt steht eine alte Legende, die immer mal wieder Erwähnung findet und tatsächlich auch etwas Magie ins Spiel bringt. Es gibt sehr viele interessante Charaktere, die auch sehr gut beschrieben sind und einem ans Herz wachsen
Die Welt ist wunderbar und bildhaft beschrieben, obwohl da sogar noch etwas mehr Weltenbau gut getan hätte, habe ich mich da gut reindenken können. Die Mädchen haben sehr viel Mut bewiesen und sich treu ihre Freundschaft bewahrt.
Es gibt allerdings schon einige recht brutale Szenen, sehr sensible Kinder sollte man beim lesen unterstützen, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.

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