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Veröffentlicht am 26.09.2021

Hilfreiche und tröstliche Worte

The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen
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"The Comfort Book" von Matt Haig habe ich als Hörbuch gehört, bin mir aber sicher, es mir noch als Buch zu kaufen und nochmals zu lesen, weil es viel Aufmerksamkeit erfordert und ich manche Sätze gerne ...

"The Comfort Book" von Matt Haig habe ich als Hörbuch gehört, bin mir aber sicher, es mir noch als Buch zu kaufen und nochmals zu lesen, weil es viel Aufmerksamkeit erfordert und ich manche Sätze gerne mehrmals gelesen hätte.
"Gedanken, die mir Hoffnung machen" ist hier der Untertitel und der Name ist hier auch Programm. In kurzen Kapiteln fasst der Autor hier zusammen, was ihm selber im Leben geholfen hat, ihm Trost geboten hat, Hoffnung machte.
Es ist kein Roman, aber es sind viele gute Gedanken, die einem selber das Nachdenken erleichtern. Ich denke, dass einige der Sätze bei mir immer und sofort etwas bewirken und andere eher für bestimmte Lebenssituationen zutreffen.
Für mich ist es ein sehr gutes Buch, ein Buch, in dem ich mir viel markieren würde, zum immer mal wieder reinlesen, wenn ich grade Trost oder Hilfe brauche. Das Medium Hörbuch halte ich hier für eher nicht so geeignet, obwohl der Sprecher Andreas Neumann eine sehr angenehme Stimme hat und es eine ungekürzte Version ist.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Die Schwächsten der Gesellschaft

Tiefer Fjord
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"Tiefer Fjord" von Ruth Lillegraven ist ein sehr vielschichtiger Roman. Einige verschiedene Themen werden hier aufgegriffen und miteinander verflochten.
Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Haarvard und Clara, ...

"Tiefer Fjord" von Ruth Lillegraven ist ein sehr vielschichtiger Roman. Einige verschiedene Themen werden hier aufgegriffen und miteinander verflochten.
Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Haarvard und Clara, die beide irgendwie mit misshandelten Kindern zu tun haben. Er ist Arzt in einer Klinik und sie versucht in der Politik die Karriereleiter zu erklimmen und möchte auch einen Gestzentwurf einbringen, der einigen Kindesmisshandlungen vorbeugen soll.
In die Klinik wird ein kleiner Junge bewußtlos eingeliefert, der kurz danach an den Folgen seiner Mißhandlugen verstirbt. Die Famiie des Jungen sind pakistanische Einwanderer und der Vater wird kurz danach beim Gebet hinterrücks erschossen. Fremdenhass? Rache?
Schon sehr schnell gerät Haarvard unter Verdacht und in den Fokus der Ermittlungen. Das wäre auch das politische Aus für seine Frau Clara.
Der Roman wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch ständig neue Details bekannt werden, das bringt sehr viel Spannung und Action ins Geschehen.
Alle Zusammenhänge und Beweggründe der einzelnen Charaktere erschließen sich wirklich erst ganz zum Schluß, das ist sehr gut durchdacht und aufgelöst. Einige sehr ernste Themen kommen hier zur Sprache und ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Spannung bis in die Vergangenheit

Die Todesbeigaben: Thriller
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"Die Todesbeigaben" von Drea Summer ist ein Thriller, der es geschafft hat, mich an das Buch zu fesseln. An einem "Lost Place", einer Kirche in Döllersheim, wird eine Frauenleiche gefunden. In ihrem Brustkorb ...

"Die Todesbeigaben" von Drea Summer ist ein Thriller, der es geschafft hat, mich an das Buch zu fesseln. An einem "Lost Place", einer Kirche in Döllersheim, wird eine Frauenleiche gefunden. In ihrem Brustkorb verbirgt sich ein Geheimnis, oder eher ein Hinweis.
Susanne Kriegler und ihr Kollege werden mit den Ermittlungen betraut, am Tatort trifft Susanne ihre Tochter an und schon wird dieser Fall ein persönlicher.
Von Anfang an wird hier durch verschiedene Blickwinkel eine Spannung aufgebaut, die sich bis zum Ende erhält, Man hat Einblicke durch die Augen des Täters und besonders berührend sind da einige Rückblenden weit in seine Vergangenheit. Das macht die ganze Angelegenheit menschlicher.
Meistens begleiten wir aber Susanne bei ihrer Arbeit und lernen dadurch nach und nach alle Beteiligten kennen. Die handelnden Figuren sind sehr lebensecht angelegt, haben Ecken und Kanten und sind auch nicht alle durchweg Sympathieträger. Grade das macht die Lektüre aber so abwechslungsreich.
Sehr schön fand ich es, dass die Autorin auch zum Ende hin noch überraschen konnte und erst ganz zum Schluß alles komplett geklärt wurde. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.09.2021

Gedanken unterwegs im Weiß

Reise durch ein fremdes Land
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"Reise durch ein fremdes Land" von David Park ist ein sehr eindringlicher Roman, geschrieben in Bildern. Genauer gesagt in Fotografien, denn Tom ist Fotograf und hat einen Blick für stimmungsvolle Motive.
Tom ...

"Reise durch ein fremdes Land" von David Park ist ein sehr eindringlicher Roman, geschrieben in Bildern. Genauer gesagt in Fotografien, denn Tom ist Fotograf und hat einen Blick für stimmungsvolle Motive.
Tom muss kurz vor Weihnachten quer durch Großbritannien fahren, mit dem Auto, um seinen Sohn nach Hause zu holen. Der ist zum Studium und erkrankt, alleine, kein Flug geht mehr, weil alles unter einer dicken Schneedecke begraben ist.
Als Leser begleitet man hier Tom auf seinem einsamen Weg durch die tief verschneite, teils wunderschön beschriebene Landschaft. Tom hört unterwegs Musik und läßt seine Gedanken wandern, zurück zu den Tiefpunkten in seinem Leben.
Unterwegs bildet sich hier eine absolute Nähe zu Tom und seine Erinnerungen an seinen älteren Sohn Daniel. Seine Gedanken versuchen immer wieder sich dieser Vergangenheit zu stellen und sie zu bewältigen. Das alles ist kristallklar und glaubhaft geschrieben, mir haben auch die Ansätze mit dem Erinnern in Fotografien, in Momentaufnahmen gut gefallen.
Auch wenn man schon zeitig erkennt, worauf die Geschichte hinausläuft, haben mich die, mitunter poetischen Worte, sehr gefesselt. Das Buch vereint Stille, Einsamkeit, Trauer und Schuld mit Hoffnung, Zuversicht und Liebe. Mir hat diese Erzählung Mut gemacht.

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Veröffentlicht am 17.09.2021

Durch deine Augen

Die andere Tochter
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"Die andere Tochter" von Dinah Marte Golch ist eine Geschichte, die sich erst so nach und nach vollständig zu erfassen gibt.
Toni entrümpelt Haushalte, Haushalte von Verstorbenen und dabei erleidet sie ...

"Die andere Tochter" von Dinah Marte Golch ist eine Geschichte, die sich erst so nach und nach vollständig zu erfassen gibt.
Toni entrümpelt Haushalte, Haushalte von Verstorbenen und dabei erleidet sie einen Unfall, der sie fast das Augenlicht kostet. Eine Transplantation der Cornea gibt ihr ihren Blick und Lebensmut zurück. Doch so ganz fühlt sie sich nicht zufrieden und nimmt Kontakt auf, mit der Mutter der Spenderin. Damit beginnt für Antonia ein Einblick in ein ganz anderes Leben und sie beginnt sich vieles zu fragen und zu hinterfragen.
Das Buch erzählt in zwei Zeitebenen, die dann fortlaufend weitergeführt werden. Diese liegen nur wenige Monate auseinander, unterscheiden sich in der Lebenswelt von Antonia aber um Welten.
Es gibt hier so einige Themen, die verarbeitet sind, von der Thematik der Organspende, Kunstraub und Beutekunst, kindliche Traumata bis hin zu Mord, Depressionen und Kindesmisshandlung. Manchmal hatte ich schon das Gefühl, das etwas weniger mehr gewesen wäre, aber alles war eng miteinander verwoben.
Das ganze Ausmaß der Geschichte kam auch immer erst nach und nach zu Tage und die Spannung des Buches nahm immer mehr zu, je mehr sich die einzelnen Handlungsstränge miteinander verbanden.
Im Schreibstil kam die psychische Beslastung und das Zerrissensein der Protagonistin gut zum Vorschein, das Ende bot dann noch einige Überraschungen.

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