Armmuskeln, bitte! Und einen Freund…
Ein Liekesch für JaschaJascha kommt aus Bosnien und ist noch nicht allzu lange in Deutschland. Die Sprache hier fällt ihm noch schwer und dadurch versteht er nicht, was seine Sportlehrerin zu ihm sagt. „Liekesch“ oder so ähnlich. ...
Jascha kommt aus Bosnien und ist noch nicht allzu lange in Deutschland. Die Sprache hier fällt ihm noch schwer und dadurch versteht er nicht, was seine Sportlehrerin zu ihm sagt. „Liekesch“ oder so ähnlich. Nur dass es mit seinen Armen zu tun haben soll, weiß er. Und so macht er sich auf die Suche nach diesem Ding, landet dabei vor einem Sportgeschäft und lernt Frank kennen.
Die Handlung ist kurzweilig und sehr schön geschrieben und immer wieder wurden Briefe eingefügt, die Frank seiner Mutter schreibt. Dadurch erfährt man vom Gefühlsleben dieses einsamen Mannes und wie er Jascha wahrnimmt und was er mit ihm erlebt. Gelesen habe ich dieses Buch gemeinsam mit meinem Kind und in einem Rutsch. Und obwohl die Geschichte mit 69 Seiten nicht allzu lang ist, steckt viel Gefühl in ihnen. Einzig der etwas abrupte Schluss hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Und vielleicht auch noch, dass die Schulsituation mehr beleuchtet wird. Der Kontakt zu Gleichaltrigen wurde hier nämlich etwas vernachlässigt und der Fokus hauptsächlich auf Frank und Jascha gelegt. Beide aber sind wirklich liebenswerte Personen, deren Weg zu einer Freundschaft ich gern begleitet habe.
P.S. In der Handlung werden die Rockyfilme und Schauspieler erwähnt, die mein Kind nicht kannte, was aber für die Handlung aber auch nicht zwingend notwendig war.