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Veröffentlicht am 07.08.2023

Eine emotionale Achterbahn mit süßer Romanze

One Last Stop
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Die aufgeweckte Studentin August aus New York hat keinerlei Glauben an Hellseherei oder die Art von Liebe, wie sie eigentlich nur in Filmen dargestellt wird. Sie kann sich nicht vorstellen, dass ihre WG, ...

Die aufgeweckte Studentin August aus New York hat keinerlei Glauben an Hellseherei oder die Art von Liebe, wie sie eigentlich nur in Filmen dargestellt wird. Sie kann sich nicht vorstellen, dass ihre WG, die von liebenswerten Nerds bewohnt wird, das ändern könnte. Ebenso wenig erwartet sie, dass ihre Nachtschichten in einem Pancake-Haus, das seit den 70er Jahren Kultstatus genießt, etwas daran ändern würden. Doch dann taucht plötzlich Jane in der U-Bahn auf – wunderschön und auf eine gewisse Weise unmöglich. Um Jane wiederzusehen, fährt August jeden Tag zur gleichen Zeit mit der Linie Q. Dabei fällt ihr auf, dass Jane jeden Tag die gleiche Kleidung trägt und anscheinend nie aus der U-Bahn aussteigt. Langsam wird August bewusst, dass sie sich auf ein scheinbar unmögliches Abenteuer mit Jane einlassen muss ...


„One last stop“ war für mich eine süße und unterhaltsame Geschichte, die mich zum Schmunzeln, Mitfiebern und auch zum Trauern gebracht hat. Es war eine emotionale Achterbahn der Gefühle, die mich ganz schön durchgeschüttelt hat.

Die Charaktere waren liebenswert und ich wünschte mir so sehr, Teil von Augusts WG zu sein. Sie waren alle so offen, lieb und einfach da. Besonders schön fand ich die zarte Liebesgeschichte, die sich langsam zwischen ihr und Jane entwickelte.

Leider empfand ich jedoch, dass sich die Geschichte stark in die Länge zog, was meinen Lesefluss teilweise beeinträchtigte. Zudem bin ich persönlich kein großer Fan von übernatürlichen Elementen, was ich vorher nicht erwartet hatte. Dadurch verlor die Geschichte für mich an Zugänglichkeit und leider auch die Glaubwürdigkeit.

Trotzdem hatte ich insgesamt Spaß am Buch & fühlte mich gut unterhalten. Es ist eine lesenswerte Geschichte, insbesondere für Leser:innen, die eine süße Romanze mit einer Prise Übernatürlichem mögen.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Feuerteufel

COLD CASE - Das gebrannte Kind
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Bereits vier Menschen sind in einer Serie von Bränden getötet worden. Alles weist darauf hin, dass der Täter immer derselbe ist. Er entfernt zunächst die Brandmelder, kennzeichnet dann die Häuser mit Ziffern ...

Bereits vier Menschen sind in einer Serie von Bränden getötet worden. Alles weist darauf hin, dass der Täter immer derselbe ist. Er entfernt zunächst die Brandmelder, kennzeichnet dann die Häuser mit Ziffern – und legt Feuer. Als eine Frau einen Anschlag überlebt und berichtet, dass im Haus Musik zu hören war, während das Feuer wütete, ist Kommissarin Tess Hjalmarsson alarmiert. Dieses Detail kennt sie von einem ihrer ersten Mordfälle, der sie bis heute verfolgt, denn dieser Fall wurde damals nicht aufgeklärt. Tess und ihr COLD-CASE-Team nehmen die Ermittlungen auf und suchen unter Hochdruck nach dem Brandstifter. Denn das tödliche Spiel mit dem Feuer geht weiter ...

Ich bin relativ schwer in die Geschichte gestartet, weil ich dummerweise mit dem 3. Band angefangen habe anstatt mit dem ersten. Somit fehlten mir einfach Hintergrundinfos, die zum Verständnis wahrscheinlich relativ „wichtig“ gewesen wären. Die vielen verschiedenen Personen, ihre Konstellationen untereinander und all die Hintergründe waren mir ein wenig zu viel und relativ undurchsichtig. Das beeinträchtigte meinen Lesefluss leider enorm.

Die Charaktere waren größtenteils sehr blass und mir fehlte ein Aufschlagpunkt, um sie nahbarer und anfassbarer zu machen. Natürlich erfährt man Einiges von Tess Privatleben, jedoch war mir das Verhältnis im Vergleich zu den Ermittlungen fast schon zu viel. Vor allem da es bei mir seinen Zweck nicht erfüllen konnte und ich der Protagonistin dadurch nicht näher gekommen bin.

Die Handlung ist relativ schnell vorhersehbar & hat nur ein paar kleinere Wendungen gestreut, von denen ich mir gerne mehr gewünscht hätte. So bestand das Buch größtenteils aus Längen, die die Charaktere für mich nicht füllen konnten.

Ein netter Krimi für zwischendurch, bei dem mir aber leider die Tiefe fehlte.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Wohlfühlort

New Beginnings
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Ein Jahr als Au-pair in den USA – ein Leben in der großen Stadt, viele neue Eindrücke, Kulturschock. Gar nicht mal so viel anders als Lenas Heimatstadt Berlin. Doch anstatt in einer angesagten Großstadt ...

Ein Jahr als Au-pair in den USA – ein Leben in der großen Stadt, viele neue Eindrücke, Kulturschock. Gar nicht mal so viel anders als Lenas Heimatstadt Berlin. Doch anstatt in einer angesagten Großstadt zu landen, hat es sie in die Kleinstadt Green Valley in den Rocky Mountains verschlagen, wo ihre beiden Gasteltern ein kleines Bed & Breakfast besitzen. Nach dem anfänglichen Schock, fühlt sich Lena jedoch sofort wohl bei Jack und Amy Cooper, deren Sohn Liam es sofort in Lenas Herz geschafft hat. Wäre da nicht Jacks jüngerer Bruder Ryan, der der mürrischte Mensch der ganzen USA zu sein scheint. Nach einem schweren Ski-Unfall, der seine Profikarriere von einen auf den anderen Tag beendete, holten Jack und Amy ihn zu sich, damit er nicht vollends versumpft. Als es zwischen Lena und Ryan kracht, scheint sich das Blatt zu wenden und ein Knistern entsteht ...

»New Beginngs« ist der erste Band von Lilly Lucas' Green-Valley-Reihe und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist so authentisch und leicht geschrieben, dass ich fast das Gefühl hatte, selbst in Green Valley zu sein. Ich erlebte eine Achterbahn der Gefühle und tauchte voll und ganz in die emtionale Atmosphäre der Charaktere ein, die allesamt sympathisch gewesen sind. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, mich in einem konstruierten Setting zu befinden. Stattdessen fühlte ich mit ihnen allen mit, erlebte ihre Freude, Spannung, Trauer, Knistern, Wut, Verzweiflung, Liebe – es war wirklich alles dabei und so greifbar, dass ich mich immer wieder dran erinnern musste, dass das alles nur Fiktion ist. Ich mochte besonders die Entwicklung zwischen Lena und Ryan, auch wenn sie bereits auf der ersten Seite vorhersehbar gewesen ist.

Das Buch ist für mich ein absoluter Wohlfühlort gewesen, weswegen ich mit Band 2 nicht lange warten werde :)

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Ausbaufähig

Die Erlöserin
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Catherine hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen aus unerträglichen, gewaltvollen oder gefährlichen Lebensumständen zu retten. Kontaktieren können sie die Frauen über das Darknet, wo sie sich dazu verschrieben ...

Catherine hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen aus unerträglichen, gewaltvollen oder gefährlichen Lebensumständen zu retten. Kontaktieren können sie die Frauen über das Darknet, wo sie sich dazu verschrieben hat, den Frauen eine neue Identität zu verschaffen. Eigentlich ist sie unschlagbar in ihrem Beruf. Doch ein einziges Mal hat sie einen Fehler begangen, der tödliche Konsequenzen mit sich zog. Gut verdrängt und erfolgreich verschleiert wähnt sie sich in Sicherheit, doch plötzlich holt sie die Vergangenheit wieder ein.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wobei die Kapitel relativ kurz gehalten und dadurch gut konsumierbar und leicht hintereinander weglesbar sind.
Die Hauptstory an sich war auch relativ spannend und konnte mich zeitweise bei der Stange halten, was mich jedoch störte war, dass es so viel nebensächliches Geplänkel gab, dass die eigentliche Geschichte stark verwässerte und unnötig in die Länge zog. Die Spannung, die zuvor aufgebaut wurde, wurde gefühlt immer wieder im Keim erstickt, weil sich mehr mit Nebensächlichkeiten befasst wurde. Dadurch ging der rote Faden komplett verloren und ich musste mich immer wieder zurückholen und mir selbst ins Gedächtnis rufen, um was es eigentlich bei der Geschichte ging.

Die Charaktere waren für mich wirklich schwierig. Sie schienen alle ihre Päckchen zu tragen, jedoch waren sie so oberflächlich und unnahbar gezeichnet, dass ich keinerlei Bezug zu ihnen finden konnte. Obwohl sie viel Potenzial für Sympathie- und Antipathieträger hatten, wurde dieses Potenzial nicht mal im Ansatz ausgeschöpft.

Die Auflösung war nochmal ganz nett, konnte aber die Defizite davor leider nicht wettmachen.

An sich ist die Geschichte okay, hält aber nicht meinen Erwartungen an einen Thriller stand und hat enorme Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Fesselnde Geschichte, die noch eine Weile nachhallen wird

Die Farbe von Milch
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Mary wächst größtenteils auf dem Bauernhof ihrer Eltern auf und ist harte Arbeit gewöhnt. Doch als sie fünfzehn wird, zieht sie in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers um, um diesem im Haushalt und ...

Mary wächst größtenteils auf dem Bauernhof ihrer Eltern auf und ist harte Arbeit gewöhnt. Doch als sie fünfzehn wird, zieht sie in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers um, um diesem im Haushalt und bei der Pflege seiner bettlägrigen Ehefrau zur Hand zu gehen. Bei ihr erfährt Mary, dass das Leben nicht nur aus harter Arbeit besteht, sondern Wertschätzung und Anteilnahme mindestens genauso viel zählen. Zwei Welten prallen aufeinander, doch mit ihrer barschen Art, erzählt sie unverblümt von ihrem Schicksal. Vor allem als ihr Leben auf einmal eine starke Wendung annimmt und nichts mehr so ist wie es zuvor war.

Ich brauchte wirklich lange, um mich in die Geschichte einzufinden. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und hebt sich stark von dem ab, was ich normalerweise lese. Doch sobald man einmal drin ist, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Man muss jedoch offen für Neues und Ungewöhnliches sein. Ich kann noch nicht mal genau greifen, woran es genau lag, dass ich mich so schwertat, aber ich bin froh, die Phase überwunden zu haben.

Genauso ungewöhnlich wie der Schreibstil ist der Charakter von Mary selbst. Sie ist ein sehr authentisch gezeichneter und nahbarer Charakter, der es einem leicht macht, Zugang zu finden und Sympathie zu entwickeln. Unabhängig davon, dass ich mit dem Schreibstil meine Schwierigkeiten hatte, hab ich sofort einen Draht zu ihr gefunden, weswegen mich ihre Geschichte so stark berührte und mich auf eine Achterbahn ihrer Gefühle mitnahm.

So leicht die Geschichte anfangs dahin plätscherte, so starker Tobak steht den Leser:innen am Ende bevor. Ich empfehle stark, sich mit Triggerwarnungen auseinanderzusetzen, denn davon sind eine Menge enthalten.

Eine starke Geschichte, die mich gleichermaßen berührt, amüsiert, fasziniert und erschreckt hat. Die Farbe von Milch wird auf jeden Fall noch eine Weile nachklingen.

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