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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2022

Großartiger Albert Einstein als Comic für Kinder

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Albert Einstein
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Der große Wissenschaftler Albert Einstein kann auch für Kinder unserer Zeit ein gutes Vorbild sein. Dabei werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse vollständig weggelassen, denn die Botschaft dieses Buches ...

Der große Wissenschaftler Albert Einstein kann auch für Kinder unserer Zeit ein gutes Vorbild sein. Dabei werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse vollständig weggelassen, denn die Botschaft dieses Buches besteht darin, zu erläutern, dass Jeder die Chance hat, die Welt zu verändern.
Im Mittelpunkt steht nicht der Wissenschaftler sondern das Kind und der Mensch Albert Einstein;das finde ich persönlich besonders gelungen. Das Kind Albert war zunächst kein Wunderkind, sondern eher ein Träumer ,dem sogar das Sprechen schwer fiel.
Das und die Fotos am Ende des Buches brachten meinem 5jährigen Enkel diesen Menschen ganz nah. Die comicartige Gestaltung mit den Sprechblasen sprachen den 8Jährigensehr an. Und auch Erwachsene können noch das ein oder andere Unbekannte über Albert Einstein erfahren.
Die direkte Ansprache am Ende des Kinderbücher motiviert die jungen Leser zusätzlich. Großartig!

Veröffentlicht am 20.07.2022

Briefwechsel mit Stil

Das Glück auf der letzten Seite
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Da in der heutigen Zeit kaum jemand noch Briefe schreibt, sind die meisten Menschen auch nicht mehr gewohnt , solche zu lesen. Deshalb war mir relativ klar, dass dieses Buch polarisieren wird.
Ich finde ...

Da in der heutigen Zeit kaum jemand noch Briefe schreibt, sind die meisten Menschen auch nicht mehr gewohnt , solche zu lesen. Deshalb war mir relativ klar, dass dieses Buch polarisieren wird.
Ich finde aber , dass der Schriftstellerin Cathy Bonidan mit ihrem Roman „Das Glück auf der letzten Seite“ ein toller Roman gelungen ist.
Der Schreibstil ist sehr besonders, manchmal vielleicht auch verwirrend, aber mal liest sich schnell ein. Die Zartheit der Geschichte wird auch durch das Cover sehr gut umgesetzt.
Zum Inhalt:
Anne-Lise findet in bei einem Normandieaufenthalt in ihrem Hotelzimmer ein Romanmanuskript. Nach einer Suche findet sie den Verfasser : Silvestre. Dieser hat den Roman schon vor dreißig Jahren geschrieben , allerdings nie vollendet – das hat ein anderer getan.
Die Suche geht weiter …
Der Roman ist für mich ein literarischer Leckerbissen, gerade weil es heutzutage kaum noch Briefromane gibt.

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Veröffentlicht am 30.06.2022

Wieder ein kluges Buch

Was ich nie gesagt habe
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Das Buch von Susanne Abel " Was ich nie gesagt habe" behandelt auf rund 500 Seiten wie schon ihr überaus erfolgreicher Roman "Stay away from Gretchen" viele interessante und gleichzeitig unbequeme Themen ...

Das Buch von Susanne Abel " Was ich nie gesagt habe" behandelt auf rund 500 Seiten wie schon ihr überaus erfolgreicher Roman "Stay away from Gretchen" viele interessante und gleichzeitig unbequeme Themen und knüpft perfekt an die erste Geschichte an.
Das Cover knüpft in der farblichen Gestaltung an das seines Vorgängers harmonisch an .
Wieder gibt es zwei Erzählstränge in zwei verschiedenen Zeiten. Erzählt wird diesmal nicht vorrangig Gretas Lebensgeschichte , sondern die ihres Mannes Konrad .
Und natürlich wird Geschichte des gemeinsamen Sohnes Tom fortgesetzt, der als Fernsehmoderator arbeitet und mit Jenny und Sohn Carl nun eine eigene kleine Familie hat.
Wieder spielen Alzheimer bzw. Demenz sowie Traumata durch Krieg und Flucht eine wichtige Rolle. Es geht aber auch um die eigenen Wurzeln und das recht darauf, zu erfahren , wer unsere Eltern sind, woher wir stammen, haben wir uns unbekannte Halbgeschwister.
Tom Monderath wird mit diesen Fragen konfrontiert als Henk sein Halbbruder auftaucht.
Erst 1989 stand das Bundesverfassungsgericht Kindern von Samenspendern das Recht zu, zu erfahren wer ihr genetischer Vaters ist.
Die Autorin nimmt sich dieses Themas mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl an und liefert gleichzeitig viele ergänzende Informationen.

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Endlich ein neuer Bronsky!

Schallplattensommer
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Endlich ist es da – das neue Buch von Alina Bronsky!
Ich habe schon mehrere ihrer Bücher gelesen, immer stellt sie die handelnden Personen nahbar und liebevoll dar in ihrem typisch klaren, schnörkellosen, ...

Endlich ist es da – das neue Buch von Alina Bronsky!
Ich habe schon mehrere ihrer Bücher gelesen, immer stellt sie die handelnden Personen nahbar und liebevoll dar in ihrem typisch klaren, schnörkellosen, aber auch humorvollen Schreibstil .
Titel und Cover sind gleichermaßen ansprechend.
Maserati , ein Teenager, lebt gemeinsam mit ihrer Großmutter, die ein kleines Restaurant führt, in einem kleinen Dorf.
Maserati ist das einzige Mädchen im Umkreis von 13 km und hat einen sehr auffallendes Äußeres, das einem jeden Besucher der Gaststätte im Gedächtnis bleibt. Aber eigentlich will sie nicht auffallen.
Im Sommer können sich Maserati und ihre Oma kaum retten vor Arbeit; so viele Gäste hat das Restaurant.
Als eines Tages neue Nachbarn in die alte Villa im Dorf einziehen , ändert sich vieles. Die beiden Jungs der Familie stellen interessante Fragen zu einer Schallplattenhülle. Das Cover führt dazu, dass Maserati mit ihrer gut versteckt geglaubten Vergangenheit konfrontiert wird. Es ist vor allem Theo , der Fragen stellt, die das Mädchen nicht beantworten will oder kann.
Das Mädchen wird von Alina Bronsky mit Liebe zum Detail als starker , sehr authentischer Charakter dargestellt.
Dieses Buch ist ungewöhnlich; für mich eine absolute Leseempfehlung, die ich am Stück verschlungen habe.

Veröffentlicht am 21.03.2022

Verantwortung der Eltern

Die Kinder sind Könige
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Den Stil von Delphine de Vigan fand ich bereits in zwei weiteren Büchern der Autorin wundervoll leicht. Deswegen freute ich mich schon vorab auf den neuen Roman, der ein aktuelles und hochemotionales Thema ...

Den Stil von Delphine de Vigan fand ich bereits in zwei weiteren Büchern der Autorin wundervoll leicht. Deswegen freute ich mich schon vorab auf den neuen Roman, der ein aktuelles und hochemotionales Thema aufgreift:
Verkaufen Eltern ihre Kinder ans Netz ,um ihre eigenen unerfüllten Träume zu erfüllen ???
Mélanie war als junges Mädchen ein großer Fan von Formaten wie ›Big Brother‹. Sie hatte stets davon geträumt, gesehen und berühmt zu werden. Jahre später, als Mutter zweier Kinder, ist es ihr gelungen: Sie ist eine erfolgreiche Youtuberin mit Tausenden von Followern. Objekt ihrer Videos und Posts sind ihre Kinder, die auf Schritt und Tritt gefilmt werden. Seit Kurzem kommt ihre kleine Tochter dem Filmen jedoch immer unwilliger nach. Mélanie tut das als eine Laune ab.
Aber dann verschwindet die 6 jährige Kimmy nach einem Versteckspiel spurlos – das erfährt man gleich zu Beginn des Buches
Im Roman erfahren wir immer mehr über Melanie und ihre Kinder und darüber , dass Tausende von Eltern täglich die Fotos ihrer Kinder ins Netz hochladen. Das hat mich tief erschüttert, da man ja eigentlich über die Gefahren des Internets informiert ist. Es ist daher unbegreiflich für mich, wieso so viele Leute ihr ganzes Leben mit Wildfremden teilen.
Und wir lernen die Polizistin Clara und ihr Team kennen , die versuchen, den Fall zu lösen. Clara mekt schnell , dass es nahezu unmöglich ist ,einen Verdächtigen ausmachen bei einem Kind, das Tausende Menschen kennen und mehrfach täglich sehen? Für Ermittlungen in der virtuellen Welt braucht man völlig andere Methoden, die für das Polizeiteam völlig neu sind.

Der zeigt, wie facettenreich die Autorin ihre Geschichten erzählen kann.
Den sollten alle Influencer lesen und ihr eigenes Tun hinterfragen; ganz besonders natürlich Eltern, die ihre Kindervermarkten.
Es macht mich wütend, dass es Eltern gibt, die ihrer Verantwortung als Eltern nicht gerecht werden und riskieren, dass ihre Kinder seelischen Schaden nehmen.
Denn wie es treffend am Ende des Romans heißt: “Im Internet verschwindet gar nichts, wissen Sie. Und daran kann kein Gesetz etwas ändern.“