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Veröffentlicht am 27.01.2020

Ganz anders als erwartet

Everything I Didn't Say
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"Everything I didn't say" von Kim Nina Ocker hat mich überrascht! Aus dem Klappentext war überhaupt nicht ersichtlich, welches zentrale Thema der Roman hat. Ich hoffe deshalb, dass ich diese Rezension ...

"Everything I didn't say" von Kim Nina Ocker hat mich überrascht! Aus dem Klappentext war überhaupt nicht ersichtlich, welches zentrale Thema der Roman hat. Ich hoffe deshalb, dass ich diese Rezension einigermaßen spoilerfrei hinbekomme.

Das Buch ist in einem frischen, modernen Stil geschrieben. Es ist in zwei Teile aufgeteilt, es gibt unterschiedliche Erzählperspektiven und es gibt Zeitwechsel zwischen den Jahren 2015 und 2019. Bei mir haben diese häufigen Sprünge die Lesefreude keineswegs eingeschränkt, sondern vielmehr die erwünschte Spannung erzeugt und zu einem guten Lesefluss beigetragen.

Nun kurz zu den Charakteren:
Jamie ist im Jahr 2015 neunzehn Jahre alt. Sie steht gerade am Anfang ihres Berufslebens, alles ist komplett neu für sie und furchtbar spannend - vor allem natürlich Carter. Ab und an reagiert sie noch relativ unreif, aber in anderen Momenten merkt man, dass sie bereits in ihrem jungen Alter viel zu schultern hat.
Carter ist zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt. Er wirkt wie ein verwöhnter, reicher Junge, aber man merkt auch, wie sehr er unter der Bevormundung durch seinen Vater leidet. Jamie gegenüber zeigt er seine weiche und hilfsbereite Seite - während sie ihm gegenüber anfangs ganz schön die Krallen ausfährt. Dennoch knistert es bald gewaltig zwischen den beiden...
Vier Jahre später sind die beiden erwachsen geworden - der eine vom Erfolg verwöhnt, die andere sichtlich gereift. Und sie stehen ganz neuen Herausforderungen gegenüber.

Mir hat der Roman im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn die Handlung streckenweise nicht so mein Fall war. Ich fand, dass die Entwicklung von Jamie und Carter im Laufe der Zeit ganz gut dargestellt war. Und ich hab auch einige der Nebencharaktere sehr ins Herz geschlossen, Jamies Bruder Kit zum Beispiel.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Auch Carter's Freund Dexter hat mir auf seine düstere Art gefallen - soweit ich weiß, handelt Band 2 von ihm und ich werde das Buch auf jeden Fall lesen.

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Veröffentlicht am 17.01.2020

Gelungener Abschluss

Wo mein Herz liegt
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„Wo mein Herz liegt“ ist Teil zwei der Ready to be Found-Dilogie von Jessica Winter. Nach dem großen Knall am Ende von Teil eins habe ich sehr auf dieses Buch hingefiebert und ich wurde nicht enttäuscht.
Gabriel ...

„Wo mein Herz liegt“ ist Teil zwei der Ready to be Found-Dilogie von Jessica Winter. Nach dem großen Knall am Ende von Teil eins habe ich sehr auf dieses Buch hingefiebert und ich wurde nicht enttäuscht.
Gabriel und Emerald haben mir schon im ersten Teil unfassbar gut zusammen gefallen. Obwohl sich die körperliche Beziehung der beiden gezwungenermaßen auf ein Minimum beschränkt, schafft Jessica Winter es, eine knisternde Stimmung zu erzeugen, die einen an die große, tiefgreifende Liebe auf den ersten Blick glauben lässt. In Band zwei haben die beiden jede Menge Kämpfe auszufechten, an denen sie teilweise verzweifeln, aber auch sichtlich wachsen. Besonders gefallen hat mir an diesem Teil, welch unglaublichen, bedingungslosen Rückhalt die beiden von ihrem Umfeld erfahren. Das ist ja etwas, das in Band eins leider überhaupt nicht so war – gerade Gabriels Familie war in diesem Punkt augenscheinlich eine Riesenenttäuschung. In Band zwei gibt es nun jede Menge Freunde, einen liebevollen, präsenten und hilfsbereiten Bruder und tolle Kolleginnen, die den beiden mit Rat, Tat und starken Schultern zum Anlehnen zur Seite stehen.
Die Auflösung von Gabriels Fall empfand ich als sehr schockierend und an der ein oder anderen Stelle war ich aufgrund dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit den Tränen nahe. Für Emeralds Geschichte wiederum hätte ich mir ein klareres Ende gewünscht. Ich habe bis zum Ende des Romans noch auf den großen Knall gewartet – der dann aber nicht kam. Aber vielleicht war das auch ganz gut so, wer weiß.
Einziger Kritikpunkt: Zwischendurch hat sich die Geschichte ein wenig gezogen. Zwischen all den Terminen vor Gericht, beim Jugendamt etc. habe ich ein bisschen den Faden verloren. Sicherlich hatten all diese Termine ihre Daseinsberechtigung, aber vom Gefühl her gab es viele ähnliche Situationen, die das Geschehen recht langatmig machten.
Mein Fazit: Dennoch eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die leider viel zu früh erwachsen werden mussten. An Teil eins reichts nicht heran, aber dennoch hervorragende 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.01.2020

Eine wunderschöne Novelle

The Ivy Years - Was wir uns bedeuten
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„Was wir uns bedeuten“ ist eine Novelle aus der The Ivy Years-Reihe von Sarina Bowen. Chronologisch gesehen ist sie zwischen Band 2 und 3 angesiedelt. Die einzelnen Bände der Reihe können prinzipiell unabhängig ...

„Was wir uns bedeuten“ ist eine Novelle aus der The Ivy Years-Reihe von Sarina Bowen. Chronologisch gesehen ist sie zwischen Band 2 und 3 angesiedelt. Die einzelnen Bände der Reihe können prinzipiell unabhängig voneinander gelesen werden. Allerdings habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass es schöner ist, die Bände der Reihe nach zu lesen, da die Figuren teilweise schon vorab vorgestellt werden.
Sarina Bowen bleibt in „Was wir uns bedeuten“ ihrem Stil und dem Stil der The Ivy Years-Reihe treu. Die Novelle ist super zu lesen, eine richtig schöne kleine Geschichte, die man an einem Abend abschließen kann. Andrew fand ich sehr liebenswert und bei Katie hat man im Laufe des Buches richtig gemerkt, wie sie reift und ihre oberflächliche Haltung ablegt. Besonders gefallen hat mir die Aktion mit dem Tier-Spiel, mit der Andrew Katie geholfen hat, ihre Angst vor dem Zusammentreffen mit der Studentenverbindung zu vergessen. Stell ich mir sehr lustig vor.
Alles in allem wieder ein gelungenes Werk von Sarina Bowen – 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Rockstar-Romanze, bei der der Rockstar eher schlecht abschneidet

Faded - Dieser eine Moment
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„Faded – Dieser eine Moment“ ist der erste Teil der „Faded“-Dilogie von Julie Johnson. Teil zwei erscheint im März 2020 und knüpft direkt an Teil eins an. Zugegeben: Ich habe ein bisschen gebraucht, um ...

„Faded – Dieser eine Moment“ ist der erste Teil der „Faded“-Dilogie von Julie Johnson. Teil zwei erscheint im März 2020 und knüpft direkt an Teil eins an. Zugegeben: Ich habe ein bisschen gebraucht, um mit dem Roman warm zu werden.

Das Setting ist absolut zauberhaft – Nashville kommt total mystisch rüber und man kann sich richtig vorstellen, wie in dieser Stadt die musikalischen Träume des einen zerplatzen, während der andere als Star der Countryszene hervorgeht. Felicity landet in Nashville auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und schlägt sich dort tapfer und ohne zu meckern als Kellnerin durch. Sie war mir von Anfang an sympathisch und ich habe mich ehrlich gefreut, dass sie in ihrer Kollegin Carly so eine liebe Freundin gefunden hat.

Zu Ryder hingegen habe ich überhaupt keinen Zugang gefunden. Sein großer Traum, auf den er auch furchtbar fixiert ist, ist, ein Star zu werden, um Nashville endlich den Rücken kehren zu können. Im Laufe des Buches entwickelte Ryder sich für mich zum tragischen Anti-Helden – ein melancholisches Ende ist somit für Teil eins der Dilogie vorprogrammiert.

Was mich am meisten gestört hat, ist die Entwicklung der beiden in der ersten Hälfte des Buches. Es geschieht alles sehr sprunghaft, man kann gar nicht nachvollziehen, wo da auf einmal die Gefühle herkommen. Entsprechend übereilt erscheinen auch manche Entscheidungen. Gerade Felicity, die eigentlich ein eher vorsichtiger Mensch ist, schmeißt ohne großes Zögern ihre Überzeugungen über Bord.

Im letzten Drittel hat sich das wieder ein bisschen relativiert. Die Rahmenhandlung gewann zunehmend an Bedeutung und die Charaktere und ihre Handlungen wurden zunehmend klarer. Das Ende war zwar nach einer gewissen Zeit vorhersehbar, aber trotzdem packend beschrieben. Ich werde Teil zwei deshalb auf jeden Fall noch lesen – will ja schließlich wissen, wie es weiter geht.

Mein Fazit: 3 von 5 Sternen. Ich hoffe, dass mich Teil zwei gleich von Anfang an so richtig mitnehmen kann.

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Veröffentlicht am 28.12.2019

Leider nicht so überragend wie Band 1

Verliere mich. Nicht.
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„Verliere mich. Nicht.“ ist der zweite Band der Berühre mich nicht-Dilogie von Laura Kneidl.

Den ersten Band habe ich regelrecht verschlungen – bei Band zwei wurde die Angelegenheit leider ein bisschen ...

„Verliere mich. Nicht.“ ist der zweite Band der Berühre mich nicht-Dilogie von Laura Kneidl.

Den ersten Band habe ich regelrecht verschlungen – bei Band zwei wurde die Angelegenheit leider ein bisschen zäh… Gerade die erste Hälfte des Buches zog sich für mich wie Gummi, es gab einige unnötige Wiederholungen sowie den ein oder anderen Fremdschäm-Moment und die Handlungen der Protagonisten waren zum Teil absolut nicht nachvollziehbar. Alles in allem hätte man die ca. 930 Seiten der beiden Bücher um ein Drittel zusammenkürzen können – das hätte der Geschichte vielleicht ein bisschen mehr Pep gegeben.

Im letzten Drittel des Buches ging mir dann dafür alles ein bisschen zu schnell und reibungslos. Das Thema mit Sages Stiefvater wurde ja bis zur Klimax schon über etliche Dutzend Kapitel aufgebaut und der Name „Alan“ hing ständig wie ein Damoklesschwert über der Geschichte. Am Ende war die Sache dann innerhalb von ein paar Seiten erledigt – und wie immer wäre es alles ganz einfach gewesen, hätte man bereits zu einem früheren Zeitpunkt den Mund aufgemacht… In die gleiche Kategorie werfe ich auch Sages Entjungferung – das war irgendwie nicht stimmig, vor allem Lucas Verhalten fand ich unpassend.

Zu den Charakteren: Luca ist und bleibt mein Liebling der Geschichte. Sage hat für mich im zweiten Teil leider einige Sympathien eingebüßt, da sie an manchen Stellen dermaßen naiv rüberkommt. Dennoch empfand ich Sage und Luca immer noch als tolles Paar, sogar in den Momenten, in denen sie eigentlich gar nicht zusammen waren. Schade fand ich auch, dass manche Themen aus dem Freundeskreis so angerissen wurden, ohne sie am Ende zu einer Auflösung zu bringen. Es hätte mich brennend interessiert, ob meine Vermutung bzgl. April’s Erstem Mal richtig war. Und was denn nun aus Connor und Aaron geworden ist.

Mein Fazit: Leider nur 3,5 von 5 Sternen. Ich bin mit wirklich großen Erwartungen an Band zwei rangegangen – vielleicht war das der Fehler…

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