Eine Hommage an Kinderbücher
Jella LepmanDie Idee, Kinder mithilfe von Büchern und Zeichnungen auf das Leben vorzubereiten, ihre Vorstellungskraft zu beflügeln, sie Toleranz und Offenheit zu lehren und dies von Kindern an die Erwachsenen weiterzugeben ...
Die Idee, Kinder mithilfe von Büchern und Zeichnungen auf das Leben vorzubereiten, ihre Vorstellungskraft zu beflügeln, sie Toleranz und Offenheit zu lehren und dies von Kindern an die Erwachsenen weiterzugeben ist großartig. Hier wird deutlich, wie wertvoll Kinder und ihre Denkweise und damit verbunden auch Kinderbücher sind. Auf fesselnde Weise wird Jella’s Leben beschrieben. Dabei lernen wir eine selbstbewusste und gebildete Frau kennen, die bereits in jungen Jahren auf sich gestellt war, durch die beiden Weltkriege viel durchgemacht hat und oft neu anfangen musste. Beim Lesen kann man richtig die Ängste und Sorgen dieser Zeit spüren, es bleibt dabei aber immer noch kindgerecht. Ganz besonders beeindruckt uns die Schilderung über Jella Lepmans Gedanken und ihren Willen, denn wir bekommen die Möglichkeit, nicht nur ihren Lebensweg, sondern auch ihre Bedenken und Visionen, sowie ihr Durchsetzungsvermögen mitzuerleben.
Ich finde es berührend, wie viele Nationen an diesem Projekt mitgearbeitet und Bücher zur Verfügung gestellt haben. In dieser Lebensgeschichte sieht man, wie aus anfänglich kleinen Schritten große Erfolge entstehen können.
Die Illustrationen, die an Skizzen erinnern, geben dem Buch eine ganz besondere Stimmung. Auch farblich startet das Buch in den Kriegs- bzw. Nachkriegszeiten mit wenigen doch dunkleren Farben. Im Laufe der Handlung werden die Darstellung immer farbiger, zeigen die Hoffnung, die die Bücher und die Vision der Bibliothek vermittelt. Besonders emotional sind die eingefügten Originalfotos, die noch einen tieferen Einblick geben und die Vorstellungskraft beflügeln. Eine wichtiger und lesenswerter Teil unserer Geschichte, die zeigt welche Kraft in Büchern steckt!