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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Warmherziger Familienroman mit Spannung und kleinen Schwächen

Das letzte Kind hat Fell
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Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig erzählt vom Neuanfang in Portugal und vom Aufeinandertreffen dreier Generationen. Angelika und Hans wandern nach Faro aus, Tochter Sandra und Enkel Finn kommen ...

Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig erzählt vom Neuanfang in Portugal und vom Aufeinandertreffen dreier Generationen. Angelika und Hans wandern nach Faro aus, Tochter Sandra und Enkel Finn kommen zu Besuch – und bringen ihre ganz eigenen Themen mit.
Besonders gelungen finde ich die wechselnden Erzählperspektiven von Angelika, Sandra und Finn. Dadurch werden die unterschiedlichen Sichtweisen und inneren Konflikte greifbar. Angelikas Angst vor Einsamkeit, Sandras harter Schutzpanzer – der in der Begegnung mit Alexander langsam Risse bekommt – und Finns Orientierungslosigkeit zwischen Trotz, Unsicherheit und dem Wunsch nach einem eigenen Weg werden nachvollziehbar geschildert. Gerade Finn bleibt für mich eine spannende, wenn auch nicht immer ganz greifbare Figur.
Mit Fellina kommt nicht nur Wärme in die Geschichte. Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an, und aus dem leichten Familienroman wird zeitweise fast ein kleiner Krimi. Manche Entwicklungen wirken nicht ganz rund, und ein kurzer Epilog hätte offene Fragen schön abrunden können.
Das Cover finde ich ganz nett: Es passt gut zum Titel und hat einen Wiedererkennungswert zu den vorherigen Büchern. Das Rosa ist zwar nicht ganz mein Fall – ich hätte mir eher eine typisch portugiesische Farbe gewünscht – aber die ungewöhnlich weiche Haptik gefällt mir.
Insgesamt ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann: unterhaltsam, warmherzig und mit einigen kleinen Ungereimtheiten.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Kompakt, hochwertig und ideal für Einsteiger

Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen. Kompakt-Ratgeber
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Der Kompakt-Ratgeber von Philip Kunisch ist ein liebevoll gestalteter, handlicher Begleiter im Postkartenformat – perfekt für unterwegs. Das naturbraune Cover mit den dekorativen Kräuterlöffeln gefällt ...

Der Kompakt-Ratgeber von Philip Kunisch ist ein liebevoll gestalteter, handlicher Begleiter im Postkartenformat – perfekt für unterwegs. Das naturbraune Cover mit den dekorativen Kräuterlöffeln gefällt mir ausgesprochen gut, und die leicht raue Softcover-Oberfläche fühlt sich sehr angenehm an.
Schon im Einband findet sich eine praktische Blattkunde, zusätzlich gibt es einen übersichtlichen Sammelzeiten-Kalender. Nach einem poetischen, aber gut zugänglichen Einstieg folgt das kleine Pflanzen-1x1 – verständlich erklärt und ideal für Neulinge.
Im Hauptteil werden 68 heimische Wildpflanzen alphabetisch vorgestellt. Jede Pflanze wird mit Foto, übersichtlichem Steckbrief (u.a. botanischer Name, Sammelzeit, Inhaltsstoffe, Anwendung, Verwechslungsgefahr) sowie einer detailgetreuen Zeichnung präsentiert. Besonders schön: Hinweise zu Brauchtum und Mythologie runden jede Vorstellung ab.
Beim Lesen bekommt man richtig Lust, selbst loszuziehen und die Natur neu zu entdecken. Für mich als Einsteiger ein perfekter Start in die Welt der essbaren Heilkräuter – klare 5 Sterne! 🌿

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Praktische Impulse für Beziehungen – lebendig, nachdenklich und gut gestaltet

Die 13 Beziehungswölfe
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Das Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen.
Der Einstieg gelingt leicht, weil jedes Kapitel einen anderen „Wolf“ und damit eine Facette von Beziehungen beleuchtet. Besonders gelungen finde ich die ...

Das Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen.
Der Einstieg gelingt leicht, weil jedes Kapitel einen anderen „Wolf“ und damit eine Facette von Beziehungen beleuchtet. Besonders gelungen finde ich die erzählerischen Beispiele, die Reflexionsfragen und praktischen Übungen – z. B. zur Gewaltfreien Kommunikation, zum Umgang mit Geld oder zu Rollenverteilungen. Viele Geschichten wirken nah am Alltag und regen dazu an, die eigenen Beziehungsmuster zu hinterfragen.
Auch die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend. Das Cover gefällt mir gut: Die pinke Farbe dominiert und zieht sofort den Blick auf sich. Oben rechts in der Ecke ist ein jaulender Wolf aus Ästen dargestellt, was das Motiv der „Wölfe“ kreativ aufgreift. Der Titel prangt in blauer Schrift in der Mitte – hier ist mir der Kontrast zum Pink allerdings etwas zu gering.
Pink- und Rosatöne begegnen einem im gesamten Buch und ziehen sich wie ein roter (oder vielmehr rosa) Faden durch die Gestaltung. Sie strukturieren die Kapitel, heben wichtige Passagen hervor und sorgen für Orientierung, ohne überladen zu wirken. Besonders gut gefällt mir die Idee, hinter jedem Kapitel eine Art kleine „Checkkarte“ einzubauen mit Punkten wie: Gefährlichkeit, bevorzugte Jagdmethode, Chancen auf Flucht, domestizierbar, Methoden zur Zähmung und Geheimwaffe gegen diesen Wolf. Diese spielerische Aufbereitung macht die Inhalte greifbar und sorgt gleichzeitig für einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch die grafische Darstellung der Wölfe aus verschiedenen Verästelungen zwischen den Kapiteltrennungen ist richtig schön umgesetzt und verleiht dem Buch eine besondere visuelle Identität.
Punktabzug gibt es für einige Kapitel, die mir etwas kürzer oder theoretischer erschienen – etwa der Nähe-Distanz-Wolf oder der Tempowolf. Beim Out-of-the-box-Wolf hätte ich mir gewünscht, dass Fachbegriffe direkt im Text erklärt werden und nicht erst im Glossar. Auch der zufriedene Wolf wirkt im Vergleich zu den anderen Kapiteln etwas abstrakter und weniger konkret.

Fazit:
Ein nachdenklich machendes Buch, das praktische Impulse für Paare und Einzelpersonen bietet, um die eigene Beziehung bewusster zu gestalten. Spannend, inspirierend und lebendig

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Tolles, spannendes Wissensbuch über das Weltall – mit kleinen Abzügen beim Papier

National Geographic Kids - Lexikon des Weltalls; ein visuell spektakuläres Nachschlagewerk zu Astronomie und Raumfahrt für Kinder ab 8
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Das „National Geographic Kids – Lexikon des Weltalls“ ist ein hochwertig gestaltetes und inhaltlich sehr starkes Wissensbuch für junge Weltraum-Fans. Laut Verlag ist es ab 8 Jahren geeignet. Meiner Meinung ...

Das „National Geographic Kids – Lexikon des Weltalls“ ist ein hochwertig gestaltetes und inhaltlich sehr starkes Wissensbuch für junge Weltraum-Fans. Laut Verlag ist es ab 8 Jahren geeignet. Meiner Meinung nach passt das grundsätzlich, allerdings ist das Niveau schon eher gehoben und es werden sehr viele Informationen vermittelt. Dadurch eignet sich das Buch besonders gut für wissbegierige Kinder oder eher etwas ältere Leser, die sich intensiv mit dem Thema Weltall beschäftigen möchten.
Optisch macht das Buch richtig etwas her: Viele farbige Bilder, Grafiken und eine übersichtliche Gestaltung sorgen dafür, dass man gerne darin blättert und immer wieder Neues entdeckt. Die meist weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund lässt sich gut lesen. Trotz der Informationsfülle sind die Inhalte verständlich erklärt, auch wenn es stellenweise recht geballt wirkt. Selbst ich als Erwachsene habe noch einiges Neues gelernt.
Das Buch hat ein handliches A4-Format, ist als Hardcover verarbeitet und wirkt insgesamt hochwertig. Es bringt allerdings ein ordentliches Gewicht mit. Die Seiten sind etwas dünn – hier hätte ich mir für Kinderhände etwas stärkeres Papier gewünscht, auch wenn das Buch dadurch vermutlich noch schwerer geworden wäre.
Inhaltlich deckt es verschiedene spannende Themenbereiche ab, darunter „Was wir wissen“, „Reise durch das Sonnensystem“, „Zu den Sternen und weiter“, „Sind wir allein?“ und „Träume für die Zukunft“. Insgesamt ein sehr gelungenes, informatives und visuell ansprechendes Wissensbuch mit viel Tiefgang

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Schöne Gestaltung, aber inhaltlich blass

How to Talk to Yourself
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Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist ein Softcover: dominant in Pistaziengrün, mit foliertem Titel in Lachs- und Rosétönen und einer sehr angenehmen Haptik. Auch die Innengestaltung ...

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist ein Softcover: dominant in Pistaziengrün, mit foliertem Titel in Lachs- und Rosétönen und einer sehr angenehmen Haptik. Auch die Innengestaltung ist durchgängig stimmig – Pistazienfarbe und Schwarz ziehen sich konsequent durch das Buch. Kleine Übungen und Erklärungskacheln lockern den ansonsten blockartig gesetzten Text auf und sorgen optisch für Abwechslung.
Inhaltlich ist das Buch klar strukturiert: Nach einer Einleitung folgen vier Teile („Hör dir selbst zu“, „Sprich mit dir selbst“, „Verzeih dir selbst“ und „Sei freundlich zu dir selbst“), abgeschlossen durch Nachwort und Dank. Die Autorin Ro Mitchell war mir vorher völlig unbekannt. Laut Klappentext ist sie eine britische Content Creatorin – mehr erfährt man über sie allerdings kaum.
Leider konnte mich der Inhalt nicht wirklich abholen. Mir fehlten neue Erkenntnisse und vor allem positive, motivierende Energie. Das Buch wirkt stark autobiografisch: Die Autorin verarbeitet vor allem ihre eigenen Erfahrungen und stellt ihr persönliches Erleben in den Vordergrund. Das ist grundsätzlich nicht negativ, allerdings fehlt mir dafür ein klareres Bild von ihr und ihrem fachlichen Hintergrund. Bis zum Ende weiß ich eher, was sie durchgemacht hat und wie es ihr heute damit geht – aber nicht, warum ich ihren Ansatz als allgemeingültig oder besonders fundiert betrachten sollte. Viele ihrer Beispiele lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Menschen übertragen.
Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Umwandeln negativer Glaubenssätze in positive. Die Umwandlung „Ich bin hässlich“ zu „Ich bin nicht hässlich“ überzeugt mich nicht. Statt einer Verneinung hätte es eine echte positive Aussage gebraucht, zum Beispiel „Ich bin schön“. Nur ein „nicht“ davorzusetzen, fühlt sich wenig wirksam an. Die Grundidee ist zwar sinnvoll, aber nicht neu und in der Umsetzung für mich zu oberflächlich.
Insgesamt fand ich das Buch beim Lesen eher langweilig und stellenweise ausufernd. Zum Thema Selbstzweifel und Selbstvertrauen gibt es deutlich stärkere und inspirierendere Motivationsbücher. How to Talk to Yourself ist nett gestaltet, bleibt inhaltlich für mich aber blass.

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