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Veröffentlicht am 16.05.2021

Sich Verlieben in Zeiten der Pandemie

Mit Abstand verliebt
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Keiner hätte gedacht, dass im März plötzlich der große Lockdown das soziale Leben derart einschränkt. So ging es auch den beiden Protagonisten dieses Buches: Jella und Lennard. Beide sind sehr unterschiedlich, ...

Keiner hätte gedacht, dass im März plötzlich der große Lockdown das soziale Leben derart einschränkt. So ging es auch den beiden Protagonisten dieses Buches: Jella und Lennard. Beide sind sehr unterschiedlich, lernen sich im Februar auf einer Party kennen und mögen sich erst mal nicht sonderlich. Lennard ist sehr auf Sicherheit orientiert, er hat einen festen Job und nimmt auch die Lage ernst. Jella ist Yoga-Lehrerin, ein bisschen flippig und lässt es auf sich zu kommen. Beide lernen sich im Lockdown virtuell, auch mal persönlich, besser kennen. Sie haben Dates (gemeinsames Essen, Filmverabredung, etc) und tauschen sich aus und helfen sich auch ein Stück gegenseitig über die Langeweile hinweg und beide stellen fest: der andere ist gar nicht spießig/ flippig. Ob aus beiden noch was wird? Das will ich nicht verraten

Mir gefällt es gut, dass die Geschichte mal als Jellas und mal aus Lennards Sicht erzählt wird. Diese wieder auch immer wieder durch Ticketmeldungen unterbrochen und ruft beim Leser die Geschehnisse Februar-Juni 2020 in Erinnerung. Gelegentlich sind auch mal Jellas Bloqbeiträge zu lesen.

Neben der eigentlichen Geschichte gibt es noch so viel mehr Handlungsplätze, das lenkt ein bisschen vom Wesentlichen ab: Lennards Eltern, sein Kumpel, seine Nachbarin mit Tochter und bei Jella ihre Eltern, ihre Schwester, ihre Freundin Fee, ihr Mitbewohner etc. Im Laufe der Geschichte sieht auch Jella die Pandemie ängstlicher.

Insgesamt finde ich die Geschichte etwas zu langatmig (466 Seiten) und mit zu vielen Nebenschauplätzen. Mir hat es gut gefallen, dass die Geschichte so nah am Puls der Zeit geschrieben ist und ein Stück weit unterschiedliche Haltungen und Probleme, die mit der Corona-Pandemie einher gehen, angesprochen hat.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

die Pandemie macht auch vor der Online-Oma nicht halt

Dann bleiben wir eben zu Hause! (Die Online-Omi 13)
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Im Mai 2020 greift auch eine Renate Bergmann ein Thema auf, dass wohl an keinem spurlos vorbeigeht. Sie geht mit der Zeit und berichtet von ihren Erfahrungen der Corona- Pandemie. Währenddessen versorgt ...

Im Mai 2020 greift auch eine Renate Bergmann ein Thema auf, dass wohl an keinem spurlos vorbeigeht. Sie geht mit der Zeit und berichtet von ihren Erfahrungen der Corona- Pandemie. Währenddessen versorgt sie die Lesenden in gewohnter Weise mit Rezepten, Haushaltstipps und Geschichten aus Ihrem Umfeld.

Kurzweilig, auch nur 77 Seiten lang, finde ich den Stil, doch anders als gewohnt. Unterhaltsam ja, aber deutlich weniger Humor.

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Veröffentlicht am 07.05.2021

die Suche nach Glück und Liebe

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt
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Chelsea ist ein echter Workaholic. Nach dem Tod ihrer Mutter hat sich sich Hals über Kopf in die Arbeit gestürzt. Für die Liebe war kein Platz und jetzt will der Vater noch mal heiraten. Chelsea kann sich ...

Chelsea ist ein echter Workaholic. Nach dem Tod ihrer Mutter hat sich sich Hals über Kopf in die Arbeit gestürzt. Für die Liebe war kein Platz und jetzt will der Vater noch mal heiraten. Chelsea kann sich darüber nicht freuen. Ganz im Gegenteil - sie ist entsetzt und glaubt, er würde ihre Mutter ersetzen wollen. Ihr Vater warf ihr vor, dass sie aufgehört habe zu leben und sie fast den Entschluss wieder an die Orte zurückzukehren, an denen sie einst glücklich war - also vor der Erkrankung der Mutter im Ausland. Und so gönnt sie sich eine Auszeit und bereist die Orte in Europa, wo sie einst die Liebe fand und hoffte dort in den Liebschaften von damals die große Liebe zu finden. Sie besucht Colin in Schottland, Jean-Claude in Paris und Marcellino in Italien. Und auch ein Rivale bei der Arbeit lernt sie auf ihrer Reise besser kennen. ....
eine herrlich romantische Liebensgeschichte mit vielen auf und abs. Chelsea erlaubt einen Blick in ihr Innerstes. Der Autorin ist es gelungen die Schmerzen, Sorgen und Gefühle aufs Papier zu bringen. Beim Lesen habe ich mitgefühlt und mitgefiebert. Auch wenn schnell klar war, wie das Buch enden wird, war es angenehm auf dem Weg dorthin dabei zu sein.

Fazit: Liebe, Schmerz und die Suche nach Glück

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Veröffentlicht am 29.04.2021

eine Führung durch den Hamburger Hafen;-)

Meine große Freiheit
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Maike Brunk teilt mit diesem Buch ihre Begeisterung für das Hamburger Hafengebiet. Es ist ihr gelungen, mich als Leserin mitzunehmen und an den Ausflügen teilhaben zu lassen. Die Ausflüge waren stellenweise ...

Maike Brunk teilt mit diesem Buch ihre Begeisterung für das Hamburger Hafengebiet. Es ist ihr gelungen, mich als Leserin mitzunehmen und an den Ausflügen teilhaben zu lassen. Die Ausflüge waren stellenweise so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, ich war dabei Da stellt sich natürlich die Frage, ob sie mit der Offenheit verhindert, neue Kunden zu gewinnen?

Mir gefällt es gut, dass man sie beim Lesen besser kennenlernt. Sie geht offen mit ihren beruflichen Wechseln, persönlichen Hürden und Ärgernissen um. Ich finde es faszinierend, wie engagiert sie Informationen sammelt und diese auch weitergeben kann.

Eine schöne Fotografie vom Hamburger Hafen ziert das Cover und die Rückseite. Das macht gleich Lust auf Reisen nach Hamburg . Auch im Inlay ist der Hafen skizziert.

Die Übergänge der einzelnen Kapitel sagen mir nicht so zu. Mitten im Thema / einer Führung endet diese und startet dann mit einem neuen Kapitel an gleicher Stelle. Ich finde es zwar gut, dass sie am Ende auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie eingeht, es wirkt auf mich aber wie durchgehastet und stellt für mich einen Bruch der bisherigen Erzählweise dar.

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Ein Anstoß für Veränderung?!

It's now
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Wir leben alle in einer sich verändernden Arbeitswelt – wahrscheinlich sogar so rasant wie nie zuvor. Plötzlich ist von Diversität, Veränderung, Vereinbarkeit, Weiterbildung, etc die Rede. Dabei habe ich ...

Wir leben alle in einer sich verändernden Arbeitswelt – wahrscheinlich sogar so rasant wie nie zuvor. Plötzlich ist von Diversität, Veränderung, Vereinbarkeit, Weiterbildung, etc die Rede. Dabei habe ich doch in meinem Beruf „ausgelernt“ – aber hat man das wirklich? Nein, sagt Janina Kugel, die als Personalerin bei Siemens und dort auch im Vorstand tätig war.

Janina Kugel berichtet aus der ICH-Perspektive ihre Haltung u. a. zu den Themen: Veränderung, Kind und Karriere, Flexibilität in der Arbeitswelt, künstliche Intelligenz, Corona, Diversität, etc. Dabei bringt sie eigene berufliche und persönliche Erfahrungen mit ein. Der Schreibstil gefällt mir gut, er ist erklärend ohne gehobene Managementsprache. Sie bringt zahlreiche Beispiele, wie sie z. B. das Thema Diversität bei Siemens eingebracht hat (ich sag nur Wagen auf dem Christopher Street Day) und mit welchen Widerständen sie zu kämpfen hatte.

Ihre Worte regen mich zum Nachdenken an. Sie untermauert ihre Aussagen mit Fakten. Hier konnte ich mein Wissen erweitern. Es freut mich, wenn ich aus einem Buch auch immer etwas mitnehmen kann. Der Umgang mit dem Thema Diversität und Mut zur Veränderung hat mich am meisten angesprochen. Ich bin sicher, dass ich den Input von ihr in meiner beruflichen Welt integrieren kann.

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