Cover-Bild Mit Abstand verliebt
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10,99
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  • Verlag: FISCHER Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Soziales
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 24.02.2021
  • ISBN: 9783596706310
Juli Rothmund

Mit Abstand verliebt

Kann man sich verlieben, wenn man sich nicht treffen kann?
Februar 2020: Hätte Jella gewusst, dass das die letzte Party war für lange Zeit, hätte sie deutlich mehr Gas gegeben. Aber verliebt hätte sie sich in Lennard, diesen Typen mit den viel zu weißen Turnschuhen, sowieso nicht, oder? Dann bringt der Lockdown alles durcheinander. Nach dem ersten Schock und ein paar Tagen allein zu Hause schreibt sie Lennard doch eine Nachricht …
Hätte Lennard gewusst, dass das die letzte Party war für lange Zeit, hätte er alles ganz genauso gemacht. Diese aufgedrehte Frau mit den vielen Tattoos war ihm eh eine Spur zu crazy. Als Jella ihm schreibt, ist er erst überfordert, dann neugierig – und plötzlich stecken sie beide in einer auf allen Ebenen besonderen Situation fest. Jeder für sich. Und doch zusammen.

Verlieben mit Hindernissen: Die Love Story für eine Zeit, in der alles auf dem Kopf steht und die uns klarmacht: Liebe ist systemrelevant.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2021

Lockdown und die Liebe

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Ein Buch über Corona, ja, erstmal denkt man sich, dass das Thema überhand nimmt und man schon überall nur Corona hört. Doch dieses Buch behandelt vorallendingen ...

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Ein Buch über Corona, ja, erstmal denkt man sich, dass das Thema überhand nimmt und man schon überall nur Corona hört. Doch dieses Buch behandelt vorallendingen das Thema Liebe in Corona Zeiten. Gerade in dieser Zeit, mit Lockdown und Kontaktverbot, ist es schwierig außerhalb von Partys oder Bars, die Liebe zu finden. So fängt auch Jellas und Lennards Geschichte an. Die beiden lernen sich auf einer Party kennen und das wird auch die letzte Party sein, für eine längere Zeit. Es beginnt der Lockdown und die ersten Regeln kommen dazu. Beide Protagonisten müssen erstmal realisieren was genau geschieht und ihr Leben demnach anpassen. Irgendwann kommt Jella auf die Idee, Lennard zu schreiben. Dadurch beginnt das Kennenlernen, welches nicht gewohnt mit treffen zusammenhängt, sondern auf eine ganz neue Ebene. Es ist ungewöhnlich und die beiden fühlen sich allein und doch auch wiederum nicht.

Jella wurde mir direkt symphatisch. Sie war eine aufgeweckte Person, die ihr Herz am rechten Fleck hat. Lebensfroh trifft Jellas Charakter ganz gut und vorallem geht sie positiv durchs Leben. Sie als Yogalehrerin musste in den Lockdown Zeiten einiges zurück stecken und trotzdem bleibt sie positiv. Schon allein ihre Idee zeigt, wie einfallsreich sie ist und lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Lennard mochte ich auch direkt. Auch er war herzensgut, aber auch von ruhiger Natur. Man merkt schnell das beide eigentlich unterschiedlich sind und trotzdem etwas gemeinsam haben. Ich finde die Protagonisten authentisch und beide hatten ihre Ecken und Kanten.

Der Schreibstil des Autorenpaars war leicht und flüssig zu lesen. Man merkt einfach wie gut sie recherchiert haben, auch wen es gleichzeitig so ein kleines bisschen auf sie zutrifft. Das Autorenpaar kennt sich schon seit Jahren und haben während der Pandemie Zeit näher zueinander gefunden, was sie auch in ihrem Buch wiedergeben. Die Geschichte war humorvoll und auch tiefgründig. Durch sie hat man selbst zurück geblickt, wie es noch vor Corona war und welche freiheiten man hatte. Es ist auch interessant mal zu lesen, wie andere die ganze Sache sehen. Vorallem zeigt es, das man nicht unbedingt alleine sein muss und das Liebe auf Distanz möglich ist. Ich habe mich mit der Geschichte rund um wohl gefühlt und habe die aifbauende Lovestory richtig genossen. Es war Emotional und ein Achterbahn der Gefühle kam auf. Es regt auch ziemlich zum Nachdenken an. Das einzige was mich gestört hat, dass es sich an manchen Stellen gezogen hat. Das Buch klingt im ersten Moment langweilig, trotzdem war es eine schöne Geschichte und ich habe sie gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 27.02.2021

Ist die Zeit reif für diese Geschichte? Das muss jeder für sich entscheiden

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Als Jella im Februar 2020 die Party ihres Kumpels David besucht, ahnt sie noch nicht, dass es die letzte für eine lange Zeit sein wird. Doch einige Tage später trifft die Hiobsbotschaft via WhatsApp ein: ...

Als Jella im Februar 2020 die Party ihres Kumpels David besucht, ahnt sie noch nicht, dass es die letzte für eine lange Zeit sein wird. Doch einige Tage später trifft die Hiobsbotschaft via WhatsApp ein: Der Gastgeber wurde positiv auf Corona getestet und bittet alle, zu Hause zu bleiben und sich testen zu lassen. Vor dem Krankenhaus trifft Jella Lennard wieder, der mit ihr auf der Party war. Für Lennards Geschmack hat Jella zu viele Tattoos, und für Jellas Geschmack hat Lennard zu viele Versicherungen. Dennoch beginnen die beiden während des Lockdowns, sich Nachrichten zu schicken...

Ist die Zeit reif für eine Liebesgeschichte während der ersten Corona-Welle? Ich habe das Buch überraschend vom Verlag erhalten und war neugierig darauf, meine Antwort auf diese Frage zu finden Zu Beginn lernt man Jella und Lennard auf der letzten Party kennen, die sie für lange Zeit feiern werden. Jella arbeitet als Yoga-Lehrerin, ist begeisterte Surferin und liebt das Reisen. Mit ihrer Unbeschwertheit und Abenteuerlust ist sie ganz anders als Lennard, der in einer Agentur arbeitet und seit Jahren auf den Kauf einer Immobilie in Hamburg hin.

Die Kapitel sind abwechselnd aus den beiden unterschiedlichen Perspektiven geschrieben und geben dem Leser Einblicke, wie Jella und Lennard den Beginn der Pandemie erlebten. Zwischen den Kapiteln sind außerdem einige Nachrichten abgedruckt, welche die aktuelle Corona-Situation verdeutlichen. Durch Jellas und Lennards unterschiedliche Lebenssituationen werden verschiedenste Konsequenzen des Lockdowns deutlich. Jella kann von heute auf morgen nicht mehr als Yogalehrerin arbeiten, ihr nächster Urlaub ist in Gefahr und ihr Mitbewohner will sich nicht mehr im selben Raum aufhalten wie sie. Lennard verlegt die Arbeit ins HomeOffice und kann kein Verständnis für seine Eltern aufbringen, die aus seiner Sicht zu sorglos reagieren.

Ich wartete gespannt darauf, wie die Liebesgeschichte sich entwickeln wird. Nach 200 Seiten hatten Jella und Lennard erst ein paar mal miteinander geschrieben und gesprochen und ich hoffte, dass endlich mehr zwischen den beiden passiert. Die Geschichte wird in angenehm flotten Tempo erzählt und driftet trotz der ernsten Lage nicht ins dramatische ab. Lennard entdeckt beispielsweise das Backen für sich und heitert das Nachbarkind mit Corona-Comics auf. Da er sich auch nicht im Freien mit anderen Haushalten treffen will, beginnen er und Jella schließlich mit Videotelefonie.

In der zweiten Hälfte des Buches nehmen die Interaktionen zwischen den beiden zu und die Schilderungen der coronakonformen Dates haben mir gefallen. Nachdem ich mit beiden meine Startschwierigkeiten hatte, wurden sie mir zunehmend sympathischer. Die Botschaft, dass Liebe in allen Zeiten einen Weg findet und man das Beste aus jeder Situation machen sollte, fand ich schön.

Während die Liebesgeschichte erzählt wird möchten die Autoren gleichzeitig der Darstellung der Pandemie gerecht zu werden. Diese ist im Buch omnipräsent, so wie sie es für alle in dieser Zeit eben war. Ich lese Liebesgeschichten, um abschalten zu können und habe während der Lektüre gemerkt, dass das nicht gut klappt, wenn man dabei über die Pandemie liest, die seit Monaten sowieso überall Gesprächsthema Nummer Eins ist. Als Lennard beispielsweise überlegte, ob David als Gastgeber der Party wohl ursprünglich aus Heinsberg kommt, wollte ich am liebsten entgegnen „Ich kann dir gern erzählen, welche Reaktionen ich bekommen habe, als meine Kollegen sich daran erinnerten, dass ich tatsächlich aus Heinsberg komme.“ Ob man ein Buch lesen will, dessen Protagonisten sich mit Herausforderungen konfrontiert sehen, die man selbst allzu gut kennt, muss jeder für sich entscheiden.

Veröffentlicht am 25.02.2021

Liebe in der Pandemie

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MIT ABSTAND VERLIEBT von Julia Rothmund

Kann man sich verlieben, wenn man sich nicht treffen kann?
Februar 2020: Hätte Jella gewusst, dass das die letzte Party war für lange Zeit, hätte sie deutlich ...

MIT ABSTAND VERLIEBT von Julia Rothmund

Kann man sich verlieben, wenn man sich nicht treffen kann?
Februar 2020: Hätte Jella gewusst, dass das die letzte Party war für lange Zeit, hätte sie deutlich mehr Gas gegeben. Aber verliebt hätte sie sich in Lennard, diesen Typen mit den viel zu weißen Turnschuhen, sowieso nicht, oder? Dann bringt der Lockdown alles durcheinander. Nach dem ersten Schock und ein paar Tagen allein zu Hause schreibt sie Lennard doch eine Nachricht …
Hätte Lennard gewusst, dass das die letzte Party war für lange Zeit, hätte er alles ganz genauso gemacht. Diese aufgedrehte Frau mit den vielen Tattoos war ihm eh eine Spur zu crazy. Als Jella ihm schreibt, ist er erst überfordert, dann neugierig – und plötzlich stecken sie beide in einer auf allen Ebenen besonderen Situation fest. Jeder für sich. Und doch zusammen.

Ein Roman, der vom Kennenlernen zweier Personen in der Pandemie-Zeit handelt. Die Geschichte ist erfrischend, mit Humor, aber auch sehr berührend. Es werden von Momente erzählt, wie es vor einem Jahr noch war. Dazu sieht man die Situation und die derzeitige Lage auch von einer anderen Seite und blickt zurück. Man sollte versuchen aus etwas negativem auch etwas positives zu sehen und vielleicht so manches für sich neu zu entdecken. Verlieben mit Hindernisse. Die Lovestory für eine Zeit, in der alles auf dem Kopf steht und die uns klarmacht - Liebe ist systemrelevant
Die Autorin @juliarothmund schreibt die Geschichte leicht, locker, witzig und realitätsnah

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Liebe in der Krise

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Februar 2020: Auf der Party eines Freundes fällt Jelly Lennard auf – vor allem seine ungewöhnlich grünen Augen haben es ihr angetan. Doch Lennard hat kein Interesse an dem über und über tätowierten Surfergirl. ...

Februar 2020: Auf der Party eines Freundes fällt Jelly Lennard auf – vor allem seine ungewöhnlich grünen Augen haben es ihr angetan. Doch Lennard hat kein Interesse an dem über und über tätowierten Surfergirl. Trotzdem treffen sie sich kurz darauf wieder – in der Schlange für den Corona-Test, weil der Gastgeber der Party positiv ist. Leider sind die Tests kurz vor ihnen alle und sie werden nach Hause geschickt. Während sich Lennard an die 14tägige freiwillige Quarantäne hält und sich noch Wochen danach panisch auf Symptome untersucht, nimmt es Jella gelassen und lebt ihr Leben einfach weiter – die Party ist schließlich schon ne Weile her. Trotzdem bleiben sie in Kontakt via WhatsApp, erst lose, dann wird es immer enger und schließlich merken sie, dass sie sich ineinander verliebt haben. Aber ein Treffen im wirklichen Leben ist inzwischen nicht mehr drin, oder?

„Mit Abstand verliebt“ ist die erste Corona-Love-Story und verknüpft geschickt das Prickeln und Herantasten einer neuen Liebe mit den besonderen Bedingungen während einer Pandemie. Dabei wurden viele Fakten und kuriose Nachrichten rund um das Virus amüsant verpackt und der damals aktuellen Entwicklungsstand wird immer wieder zwischen den Kapiteln eingestreut.
Es geht dem Autorenduo darum, alle Auswirkungen von Covid bzw. der Bedrohung durch es zeigen – physische und psychische, aber auch materielle. Sie stellen Existenz- und allgemeinen Ängsten, Entlassungen und Kontaktsperren neuen Hobbys und das generelle Umdenken oder einer Neufindung gegenüber. „Ich glaube, viele haben Angst vor Langeweile.“ … „Ich glaube, die meisten Leute haben Angst vor sich selbst.“ (S. 142)
Allerdings wurde mir das stellenweise zu ausufernd und sachlich, auch der erhobene moralische Zeigefinger war manchmal zu viel.
Man erinnert sich beim Lesen unweigerlich an die Anfangszeit von Corona, die Ahnungs- und Arglosigkeit und späteren Ängste. Zudem ist die Thematik ungebrochen aktuell, steuern wir doch gerade auf die 3. Welle zu.

Die Liebesgeschichte an sich sehr süß und außergewöhnlich, gerade weil Jella und Lennard sehr verschieden sind. Währen Jella das Leben genießt, bereitet sich Lennard akribisch und strategisch auf alle Möglichkeiten vor. Sie steht zwar nicht unbedingt für die Corona-Leugner, aber zumindest für die, die es lange (zu) locker gesehen und die Gefahr verkannt bzw. verdrängt haben. „Es wird ja hoffentlich bald Entwarnung geben, und wir können zu unserem normalen Leben zurück.“ (S. 83) Leonard ist das totale Gegenteil. Er bestellt schon Masken und Desinfektionsmittel, bevor es alle machen, richtet sich das perfekte Homeoffice ein und plant alles durch. Trotzdem finden sie virtuell zueinander und haben wirklich romantisch Dates. Und am Ende versteht man auch, warum beide so geworden sind, wie sie sich geben.

4 Sterne für diese amüsante und zum Nachdenken anregende Lovestory.

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