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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Nicht googeln, sondern hier nachschlagen

Bye-bye Beschwerden
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Kennst Du die Belehrung, dass man Krankheiten auf keinen Fall googeln soll? Vermutlich schon, ich jedenfalls habe es schon so oft gehört. Doch was macht man, wenn man eine erstmal harmlose Beschwerde an ...

Kennst Du die Belehrung, dass man Krankheiten auf keinen Fall googeln soll? Vermutlich schon, ich jedenfalls habe es schon so oft gehört. Doch was macht man, wenn man eine erstmal harmlose Beschwerde an sich entdeckt und sich fragt, wie man sie jetzt wieder loswird. Klar, man fragt Mama – also ich jedenfalls mache das so. Aber wenn sie auch nichts dazu beitragen kann, dann bleibt nur abwarten oder eben doch googeln. Und in den meisten Fällen führt das Googeln zu wenig guten Tipps, aber zu unnötiger Panikmache. Also was tun? Demnächst jedenfalls nehme ich dieses Buch zur Hand.
Hier wird die Werbung wahr: Uns beraten Arzt und Apothekerin. Jennifer und Felix Aaslepp haben zu den 77 häufigsten Beschwerden alles Wissenswerte zusammengeschrieben. Sie gliedern ihre Ausführung zu den Beschwerden danach, wo sie auftreten. Es gibt Kapitel zum Kopf, dem Hals und den Atemwegen, dem Magendarmtrakt sowie dem Unterleib, zum Rücken, zu Muskeln, Gelenken und Knochen. Darüber hinaus werden die Haut, der komplette Körper und die Psyche thematisiert. Man findet dort wirklich alles von den einfachen Kopfschmerzen, zu Hühneraugen, über Herpes und Blasenschwäche bis hin zu innerer Unruhe. Auch die Doppelseite zu jeder Beschwerde ist sehr gut strukturiert. Der rote Faden läuft bei der Beschreibung zur Beschwerde los, erläutert die Ursachen und gibt Handlungsempfehlungen. Besonders gut finde ich auch die Hinweise, ab wann man doch lieber den Arzt aufsuchen sollte oder welche Medikamente man selbst einnehmen kann. Für mich war der letzte Part zu jeder Beschwerde sehr hilfreich, was man in dieser Situation vermeiden sollte. Denn häufig macht man die Beschwerde ja aus Unwissenheit unabsichtlich schlimmer.
All das ist ganz neutral und sachlich geschrieben. Hier wird keine Panik gemacht, sondern fundiert informiert und vor allem abgegrenzt zwischen dem, was man gut selbst beheben kann und wann man doch medizinische Hilfe benötigt. So weiß man, wo man dran ist. Das ist ein Werk, was ich sicherlich noch häufig zur Hand nehmen werde.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ich habe wahnsinnig viel gelernt

Das Kuchen-Paradox
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Hat nicht jeder in seinem Freundeskreis oder in der Familie diese eine Person, die essen kann, was sie will und niemals zunimmt? Also ich zumindest kenne das und frage mich jedes Mal nicht ohne Neid, wie ...

Hat nicht jeder in seinem Freundeskreis oder in der Familie diese eine Person, die essen kann, was sie will und niemals zunimmt? Also ich zumindest kenne das und frage mich jedes Mal nicht ohne Neid, wie macht er das? Warum springt der Kuchen quasi schon vom Anschauen auf meine Hüften und er bleibt trotz Unmengen Essen verschont? Genau diese Fragen hat mich das Sachbuch das Kuchen Paradox beantwortet.
Ich nehme mein Lob gleich vorweg: Hier habe ich wahnsinnig viel gelernt und es dabei auch noch sehr unterhaltsam gefunden. Es geht doch nichts über ein Sachbuch, was nicht dröge Wissen vermittelt, sondern sein Wissen an einem roten Faden gut erzählt herüberbringt. Dr. med. Tim Hollstein schreibt wirklich gut verständlich und nahbar, sodass das Buch wirklich jeder lesen kann. Er erklärt uns zunächst die Grundlagen des Stoffwechsels und wie er funktioniert. Danach geht es daran zu verstehen, warum wir heute oft zu viel auf den Hüften haben und warum das mit unserer Entwicklung zu tun hat. Im Anschluss daran wird quasi der praktische Teil vorbereitet, in dem Hollstein die unterschiedlichen Stoffwechseltypen vorstellt und was sie bedeuten und was es mit dem braunen Fett auf sich hat. Danach wird es so richtig schön umsetzbar. Denn niemand ist seinem Stoffwechsel hilflos ausgeliefert, sondern man kann mit kleinen Tipps den eigenen Stoffwechsel richtig ankurbeln. Diese Tipps werden in einem eigenen Kapitel in acht Unterkapiteln vorgestellt und sogar um einen 6 Wochen-Plan ergänzt. Hier dürfte eigentlich für jeden etwas dabei sein, um etwas für den eigenen Stoffwechsel zutun.
Und genau dieses nahbare, verständliche möchte ich noch einmal hervorheben. Niemand wirft hier mit Fachbegriffen um sich, aber es ist auch nicht zu oberflächlich. Tim Hollstein schafft eine gute Balance zwischen verständlich und fundiert und macht es einem wirklich leicht, ins Handeln zu kommen. Das liegt vor allem daran, dass nicht nur Tipps aneinandergereiht werden, sondern man eine Chance hat zu verstehen, warum etwas helfen soll. Man wird quasi zum Experte seines eigenen Stoffwechsels und bekommt das Ruder in die Hand. Es hat mir wirklich gut gefallen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Leseurlaub mit Inselflair auf Juist

Leuchtturmzauber
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Auf dieses Buch von Marie Merburg habe ich mich schon vor dem Erscheinungstermin sehr gefreut! Denn seine Vorgängerbände haben mir jeweils einen herrlichen Leseurlaub an der Nordsee beschert. So waren ...

Auf dieses Buch von Marie Merburg habe ich mich schon vor dem Erscheinungstermin sehr gefreut! Denn seine Vorgängerbände haben mir jeweils einen herrlichen Leseurlaub an der Nordsee beschert. So waren die Erwartungen an Leuchtturmzauber ähnlich hoch und so viel kann ich verraten: Sie wurden noch übertroffen.
Wir befinden uns auf der Insel Juist und lernen Julia als junge Erwachsene kennen, die zu einem Date mit ihrem Jugendschwarm Lukas Jantzen verabredet ist. Doch der Abend soll nicht so perfekt enden, wie erwartet, sondern mit einer riesigen Enttäuschung. Denn Lukas taucht gar nicht erst auf. Nach diesem Kapitel machen wir einen Sprung in die Gegenwart und treffen Julia Anfang 30 wieder. Ihr Leben ist alles andere als perfekt. Ihr Vater überlässt ihr alle Verantwortung mit der familieneigenen Inselspedition, weil er über den Verlust seiner Frau, Julias Mutter, nicht hinwegkommt. Sie hat die Insel ohne ein Wort verlassen, wodurch Julia nicht nur mit der Überverantwortung für den Familienbetrieb zu kämpfen hat, sondern sich ebenfalls fragt, warum sie ihrer Mutter nicht wichtig genug war, um wenigstens den Kontakt aufrecht zu erhalten. Bei all diesen Sorgen hat es ihr gerade noch gefehlt, dass der Dorfpolizist sie wegen eines Gesetzesverstoßes zu einem Kutschfahrtraining schickt, das zu über allem Überfluss auch noch Lukas leitet. Probleme über Probleme!
Aber Marie Merburg wäre nicht sie selbst, wenn sie ihrer Protagonistin nicht einen gewissen Sinn für urkomische Situationen eingeschrieben hätte und wenn nicht mindestens eine unterstützende beste Freundin dabei wäre. Denn mit Wiebke manövriert Julia durch die schwierigen Zeiten. Natürlich diskutieren die beiden auch das plötzliche Wiederauftauchen von Lukas Jantzen auf der Insel und was wohl hinter seinem Drang steht, sich mit Julia zu treffen. Das Knistern, was hieraus relativ schnell entsteht, ist der Autorin wirklich gut gelungen. Die Dialoge zwischen Julia und Lukas sind total realistisch, witzig und gleichzeitig auch voller Emotionen. Ich habe richtig mitgefühlt und fand die Stimmung zwischen den beiden grandios. Auch das, was Lukas zu Julias Vergangenheit zu sagen hat und wie es zwischen den beiden steht, fand ich grandios gelungen und hat sich beim Lesen total echt angefühlt! Es war einfach nur spannend, wie es zwischen den beiden los- und weiterging. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Dass es darüber hinaus noch ein kurzes Wiedersehen mit den Protagonisten aus den beiden Vorgängerbänden gab, war die Kirsche auf der Sahne. Einfach ganz toll. Ich würde so gerne direkt weiterlesen! Her mit den nächsten Büchern!

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Selbstwert beeinflussen und wie wichtig er ist

Deinen Selbstwert bestimmst nur du
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Der Selbstwert, was ist das eigentlich? Und wofür ist er wichtig? Schon der Subtitel von Deinen Selbstwert bestimmst nur Du – Das Fundament für ein zufriedenes Leben liefert die Einordnung, wofür der Selbstwert ...

Der Selbstwert, was ist das eigentlich? Und wofür ist er wichtig? Schon der Subtitel von Deinen Selbstwert bestimmst nur Du – Das Fundament für ein zufriedenes Leben liefert die Einordnung, wofür der Selbstwert entscheidend ist. Denn um glücklich und zufrieden zu sein, nützt die beste Wohlfühlroutine nichts, wenn man seinen eigenen Wert nicht von innen her anerkennt.
Aber ein guter Selbstwert fällt nicht einfach vom Himmel und ist erst recht nicht das Ergebnis von kleinen Alltagsmaßnahmen. Viel mehr räumt dieses Buch ganzheitlich mit dem Thema auf. Der Autor Yoon Hong Gyun nimmt uns mit auf seine eigene Reise zu mehr Selbstwert und startet damit das Thema sehr persönlich. Anschließend wird dies theoretisch eingeordnet. Ich muss sagen, dass ich dank der Erklärung zu den 3 Säulen des Selbstwerts ein viel besseres Verständnis vom Selbstwert bekommen habe. Es ist jetzt weniger abstrakt und hat mir die Tür geöffnet, auch die folgenden Kapitel gut zu verstehen.
Denn im Verlauf des Buches geht es auch darum, welche Rolle der Selbstwert in Liebesbeziehungen oder im sozialen Miteinander spielt. Im Anschluss geht es darum, welche emotionalen Herausforderungen und welche Hindernisse oder Gewohnheiten uns beim Aufbau eines besseren Selbstwerts begegnen. Und schließlich endet das Buch mit fünf Methoden, die wir uns zu Herzen nehmen können.
Die gute Gliederung des Buches und vor allem der Unterkapitel mit einem abschließenden Fazit gepaart mit dem flüssigen Schreibstil machen es wirklich leicht, dem roten Faden zu folgen. Ich habe es gerne gelesen und auch viel über das Gelesen nachgedacht. Mir hat das Buch einen echten Mehrwert geboten und ich empfehle es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Eine einfache Frage aus dem Alltag mit so vielen Antworten

Wie fühlst du dich?
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Man sollte aus seinem alltäglichen Leben meinen, dass es auf die Frage, wie man sich fühlt, nicht allzu viele Antworten gibt. Denn neben gut oder schlecht mit ein paar erläuternden Worten werden die meisten ...

Man sollte aus seinem alltäglichen Leben meinen, dass es auf die Frage, wie man sich fühlt, nicht allzu viele Antworten gibt. Denn neben gut oder schlecht mit ein paar erläuternden Worten werden die meisten Menschen wohl wenig antworten. Doch die Bandbreite an Gefühlen in der heutigen krisenbesetzten Zeit ist in einigen Schattierungen mehr unterwegs. Und da so manches Gefühl eben nicht nur einfach da ist, sondern uns oder gar ganze Menschenmassen zu etwas antreibt, lohnt sich der Blick auf die gesamte Gefühlspalette.

Das Thema hat mich tatsächlich sehr zum Nachdenken angeregt. Denn schließlich denkt man noch nicht mal über die eigenen Gefühle so dezidiert nach. Oder haben Sie schonmal versucht zu analysieren, ob Sie jetzt besorgt sind, oder verängstigt oder ob Sie vielleicht schon die Grenze zur Panik überschritten haben? Der Autor lehrt uns, dass sich aber eine genau so ausdifferenzierte Betrachtung lohnt, weil unser Gehirn mit anderen erlernten Mustern darauf reagiert. Darüber hinaus gibt es zu allen Gefühlen, sie alle haben eigene Kapitel, viele wissenswerte Informationen und auch Einordnungen in unsere Zeit. Besonders letzteres in Kombination mit den Erklärungen, wie sich bestimmte Gruppen Gefühle zu Nutze machen, fand ich sehr spannend.

Nun könnte der ein oder andere denken, es handele sich um eine trockene Aneinanderreihung von Wissen, das man entweder nützlich oder eben nicht findet. Da kann ich nur widersprechen. Denn Axel Hacke bringt seine Kapitel in einem lockeren Plauderton daher mit eingestreuten Geschichten und einem sehr unterhaltsamen Erzählton. Das fand ich auch an dem Hörbuch, welches ich ebenfalls gehört habe, sehr gelungen. Axel Hacke hat es selbst eingesprochen und schafft es, uns Lesern das Gefühl zu vermitteln, als würde er uns all das gerade eben mal bei einem schnellen Kaffee erzählen.

Mir hat es wirklich sehr gefallen und ich denke nun auf jeden Fall mehr über meine und die Gefühle meiner Umwelt nach.

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