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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2020

Zurück in Redwood

Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Lächeln
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Wie ist es schön, in eine Stadt wiederzukehren, die man schon vermisst hat. Bei diesem Buch handelt es sich um den vierten Band der "Redwood" Reihe. Eigentlich war ich der Meinung, dass es nur eine Trilogie ...

Wie ist es schön, in eine Stadt wiederzukehren, die man schon vermisst hat. Bei diesem Buch handelt es sich um den vierten Band der "Redwood" Reihe. Eigentlich war ich der Meinung, dass es nur eine Trilogie sein würde. Aber als dann die Autorin zwei weitere Bücher der Reihe bekannt gegeben hatte, war ich sofort Feuer und Flamme und musste wieder in die Stadt zurückkehren, bei der jeder Bewohner eine große Familie ist. Allerdings würde ich empfehlen erstmal die ersten drei Bände zu lesen, den man kann sich tatsächlich mit manchen Charakter einen ziemlichen Spoiler holen. In diesen Band geht es um den Feuerwehrmann Jason, der auch schon seit Ewigkeiten ein einsamer Junggeselle ist. Seine beste Freundin, für die er mal Gefühle hatte, ist mit einer der O'Grady Brüder verheiratet. Nun steht er alleine da und geht jedem Annäherungsversuchen einer Frau aus dem Weg. Bis zu dem Tag, als er von dem Drachentrio ins Visier genommen wurde. Dabei kommt Ella ins Spiel. Sie hat schon früh ihre Eltern bei einem Feuer verloren. Aber durch das Feuer hatte auch sie keine schöne Kindheit. Sie hat schwere Verletzungen mit sich getragen, sowie Körperlich wie auch seelisch. Als sie auch ins Visier des Drachentrios geriet und verkuppelt werden soll, kommt es ihr gerade unrecht. Jason wie auch Ella glauben daran, dass das ganze sowieso nichts wird. Doch keiner der beiden hätte damit gerechnet, das der jeweils andere sich langsam ins Herz schleicht.

Jason war mir direkt sympathisch, mag wohl davon kommen, dass man ihn als Nebencharakter aus den anderen Bänder kennt. Nun hat man die Möglichkeit ihn näher kennenzulernen. Dabei wird er als ein heißer Feuerwehrmann beschrieben, von welchen man nur Träumen kann. Jason war freundlich und hilfsbereit, aber man hat deutlich gemerkt, das er einsam ist. Ella hat sich ebenfalls zurück gezogen. Ihre Hintergründe konnte ich aber absolut nachvollziehen. Dadurch war sie mir auch direkt sympathisch. Sie hat eine schwere Vergangenheit hinter sich, hat ihre Eltern verloren und ist dadurch zur schüchterne Frau geworden. Ihre Vergangenheit nagt immernoch an ihr, doch Jason gelingt es, sie nach und nach aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Durch Ella hatte ich einige Male ein paar Tränen im Auge. Aber neben den beiden Protagonisten gibt es noch die Nebencharakter. Die meisten erkennt man wieder und man freut sich sogar, wie sehr sie sich entwickelt haben. Am meisten hat mich gefreut, wieder zurück in der Familie zu sein.

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder wunderbar leicht, emotional und an manchen Stellen sogar humorvoll zu lesen. Man hat dabei wieder die Möglichkeit abwechselnd aus der Perspektive von Ella und Jason zu lesen. Dadurch lernt man beide Protagonisten näher kennen und verstehen. Beide entwickeln sich auch wunderbar weiter und die Geschichte wurde dadurch so rührend. Ich hätte wieder am liebsten gar nicht aufgehört zu lesen. Es gab einige lockere Stellen, bei denen man nur lachen musste. Für mich ist das Buch eine weitere schöne Liebesgeschichte die ich nicht vermissen möchte und eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2020

Küssen ist nicht immer leicht

Kissing Lessons
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Auf "Kissing lessons" habe ich mich schon sehr gefreut. Dabei handelt es sich um einen Auftakt einer neuen Reihe aus dem Hause Kyss. In diesem Buch lernt man Stelle kennen, die Asperger-Autistin ist. Dabei ...

Auf "Kissing lessons" habe ich mich schon sehr gefreut. Dabei handelt es sich um einen Auftakt einer neuen Reihe aus dem Hause Kyss. In diesem Buch lernt man Stelle kennen, die Asperger-Autistin ist. Dabei kommt sie nicht gut mit anderen Menschen zurecht. Sie liebt Zahlen und ihre Arbeit am Computer, aber eine Beziehung zu einem Mann, dass kann sie ganz und gar nicht nachvollziehen. Allerdings hätte sie niemals gedacht, dass ihre Eltern zu einem Schwiegersohn drängen und vorallem ein Enkelkind. Stelle trifft eine Entscheidung und engagiert den Escort Michael. Er soll ihr das flirten beibringen und alles was dazu gehört, damit sie einen Mann findet.

Mit Stelle konnte ich schnell warm werden. Ihre Gedanken und Gefühle waren absolut nachvollziehbar. Sie hat sich selbst ihr Leben so leicht wie möglich gemacht, was ich auch gut verstehen konnte. Mit Autismus ist es nicht immer leicht und Stelle wurde dabei auch wunderbar beschrieben, auch wenn ich nicht weiß wie es ist mit Autismus. Dass sie von ihren Eltern so überrumpelt wurde und alles erstmal sacken lassen musste, konnte ich auch ganz gut nachvollziehen. Dabei merkt man auch, dass Stelle immer anders sein wird und selbst sie musste es bei leichten Dingen wie zum Beispiel das flirten oder menschliche Beziehungen, akzeptieren. Michael war mir ebenfalls direkt sympathisch und er konnte sich sogar in mein Herz schleichen. Er arbeitet für seine Mutter im Escort Bereich aber auch als Schneider. Für ihn war es zwar nicht direkt ein Wunsch Job, aber diesen meistert er so gut wie möglich. Als er den Job bei Stelle annahm, hatte er auch seine Schwierigkeiten, sich richtig zu verhalten. Dabei merkt man, dass auch er von selbstzweifel Zerfressen ist. Er gab nicht nur Stelle etwas, sondern auch sie ließ ihn Dinge fühlen, die er bisher noch nicht gefühlt hat. Beide mussten erst lernen, miteinander klar zu kommen und trotzdem hat man mit jeder Seite das Knistern der beiden Gespürt.

Der Schreibstil der Autorin war emotional und flüssig zu lesen. Bei Stelle hat man gemerkt, dass die Autorin einiges über Autismus wusste. Sie hat ihre eigene Erfahrungen in dieses Buch hinein gebracht und es geschafft, eine spannende Protagonistin zu erschaffen. Dabei gab es einige Emotionale sowie auch witzige Momente und eine große Lovestory. Das alles hat der Story mehr leben eingehaucht und hat es umso authentischer gemacht. Anfangs war ich ungeduldig, wie es mit den beiden Protagonisten weiter geht, aber am Ende konnte ich mit gutem Gewissen das Buch zu klappen. Für mich ist diese Geschichte eine klare Leseempfehlung und konnte sich ein Platz in meinem Herzen ergattern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

Ein weiteres Abenteuer in Panama

SommerSturm
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Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar. Nachdem ich "AbendGewitter" gelesen und geliebt habe, habe ich mich umso mehr auf "SommerSturm" gefreut. Man kann zwar die Bücher unabhängig voneinander ...

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar. Nachdem ich "AbendGewitter" gelesen und geliebt habe, habe ich mich umso mehr auf "SommerSturm" gefreut. Man kann zwar die Bücher unabhängig voneinander lesen, dennoch würde ich empfehlen erst "AbendGewitter" zu lesen, den in diesem Band kann man sich mit den Nebencharakter, die im ersten Band Hauptprotagonisten waren, einen großen Spoiler holen. In diesem Band geht es schon gefährlicher zu, was man schon an den ersten Seiten merkt. Man lernt Lilith kennen, die eine unschöne Zeit hinter sich hatte, welches ihr allerdings nichts ausmachte. Sie hat förmlich ihr altes Leben geliebt und dennoch trauert sie keine Sekunde, ihrem alten Leben nach. Sie hat nichts mehr mit Kriminalität zu tun, geht nicht mehr klauen und hat ihre Zeit im Gefängnis abgesessen. Trotz allem gerät sie in Gefahr, nur weil sie jemanden retten wollte und nur weil sie einen alten bekannten wieder erkannt hat. Zero, der Anführer der Muerte Negra, hat Lilith in seine gewahrsam genommen, um mehr Informationen über die Terequeraz von ihr zu bekommen. Aber er hätte nie gedacht, dass sie so hartnäckig sein kann. Niemand weiß wer Zero wirklich ist, er trägt eine Totenkopfmaske und nicht einmal Lilith hätte je geahnt, wer er wirklich ist.

Die Charakter fand ich auch hier wieder spannend und authentisch. Lilith bewies Mut und Hartnäckigkeit. Sie ließ sich nicht so schnell klein kriegen und hatte ab und zu ein loses Mundwerk, was mir gefiel. Zero war geheimnisvoll und einschüchternd. Er und seine Mitglieder der Muerte Negra gelten als die gefährlichste Gang in der Stadt. Wenn sie kommen, herrscht Tod und Unheil. Den Terequeraz sind sie ein Dorn im Auge, was allerdings der Gegenseitigkeit entspricht. Die Nebencharakter waren auch authentisch und manche hat man sogar wieder erkannt. Daneben zum Beispiel Iron, Alessio und Samira. Mich hat es sogar sehr gefreut mehr von Alessio und Samira zu lesen, bei ihnen fühlte ich mich, als wäre ich wieder zur Familie zurück gekommen.

Der Schreibstil der Autorin D.C. Odesza war auch hier wieder spannend, leicht und flüssig zu lesen. Auch mit diesem Buch konnte ich nicht so schnell aufhören. Von der ersten Seite an konnte es mich in den Bann ziehen und nicht mehr loslassen. Dabei liest man auch wieder von verschiedenen Perspektiven. So hat man die Möglichkeit die Charakter näher kennen zu lernen und sie auch zu verstehen. Als Leser bekommt man sogar Einblick in die Machenschaften der Muerte Negra. Dieses Buch zu lesen war wie eine Achterbahnfahrt, bei der man nicht voraussehen kann, wohin die Fahrt geht. Man stürzt sich quasi in die Dunkelheit und man sucht mit der Geschichte einen Lichtfunke, der einem den Weg nach draußen zeigt. Dabei passieren einige unerwartete Dinge und überraschungen. Es war mir ein großes Vergnügen das Buch zu lesen. Ich kann nur dazu sagen, dass es absolut spannend, nervenaufreibend, heiß und aufregend war. Ein Dark Romance wie man sich vorstellt. Auch diesen Band kann ich absolut weiterempfehlen und ich freue mich auf den nächsten Band, der im Januar 2020 erscheint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

Jahreshighlight in Panama

AbendGewitter
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Als ich den Klappentext von diesem Buch gelesen habe wurde meine Neugierde geweckt und ich musste das Buch unbedingt lesen. Dabei sticht schon allein das Cover mit den Farben ins Auge. Der Anfang der Geschichte ...

Als ich den Klappentext von diesem Buch gelesen habe wurde meine Neugierde geweckt und ich musste das Buch unbedingt lesen. Dabei sticht schon allein das Cover mit den Farben ins Auge. Der Anfang der Geschichte lässt einen schon Grübeln was wohl als nächstes passiert. Je weiter ich gelesen habe dass du mehr konnte mich auf das Buch in den Bann halten. Unerwartete Wendungen und viel Spannung sind dabei garantiert. Am Anfang lernt man Samira kennen, die mir schon direkt sympathisch war. Samira war eine starke, selbstbewusste Frau, die allerdings in ihrer Vergangenheit schon einiges einstecken musste. Dazu wirkt sie auch noch etwas zerbrechlich. Denn noch bewies sie Mut und blieb standhaft. Neben Samira lernt man auch ihre beste Freundin Zahra kennen. Zahra war zielstrebig und wie eine große Schwester, die Samira immer beschützen musste, für sie. Beide genießen eine Auszeit im mittelamerikanischen Panama. Für Samira ist es ein Traum, denn zu Hause darf sie ohne einen Bodyguard nicht raus. Allerdings hätte niemand gedacht dass ihr dadurch etwas Schlimmes passieren könnte. Dass Samira dabei auch noch ihren Erinnerung verlieren könnte, konnte niemand ahnen. Da taucht plötzlich Alessio auf, der geheimnisvoll wirkt. Mit Alessio musste ich anfangs etwas warm werden, denn er war grob und herrisch. Doch nach und nach konnte ich mich auch mit ihm abfinden und vielleicht sogar etwas in ihn verlieben. Aber niemand weiß wie Alessio wirklich aussieht, denn er geht nur mit einer Wolfsmaske raus.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei wunderbar leicht und angenehm zu lesen. Nicht nur wegen der Geschichte war ich gebannt sondern auch wegen dem Schreibstil, der dazu führte dass sich flüssig durch das Buch gekommen bin. Dabei erwartet dem Leser eine actionreiche, spannungsgeladene, emotionale und heiße Geschichte. Es gibt viele Überraschungen Wendungen die einem den Atem anhalten lässt. Dabei gelingt es der Autorin auch alles wunderbar zu beschreiben, so dass man sich selbst vor Ort fühlt. Durch ihre Worte hatte man wirklich alle Bilder vor Augen. Man konnte sich also alles wunderbar vorstellen. Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht der Hauptprotagonisten geschrieben. Man lernt dadurch auch die inneren Werte der Protagonisten kennen. Es gibt auch noch einige weitere Nebencharakter die sich auch noch in mein Herz schleichen konnte und die ich nicht mehr missen wollen würde. Am liebsten hätte ich noch länger weiter gelesen, denn das Buch ist wirklich lesenswert. Die erotischen Seiten kommen dabei nicht zu kurz und sind auch wirklich heiß beschrieben. Dieses Buch konnte sich auf Platz 1 meines Jahreshighlights schmuggeln. Ich kann es absolut weiter empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2019

Schwieriges Jugendbuch

Das Leben spielt hier
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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. "Das Leben spielt hier" konnte mich durch den Klappentext überzeugen und hat mich umso neugieriger gemacht. Als ich angefangen habe zu lesen muss ich ...

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. "Das Leben spielt hier" konnte mich durch den Klappentext überzeugen und hat mich umso neugieriger gemacht. Als ich angefangen habe zu lesen muss ich schnell feststellen, dass das Buch etwas anspruchsvoller ist. Als Jugendliteratur es ist daher etwas schwer zu verstehen. Auch das Thema ist ein bisschen schwer zu verstehen. Es ist vorteilhaft wenn man eine gewisse Lebenserfahrung, insbesonders des schwierigen Themas, mitbringt. Der Verlust eines geliebten Menschens ist nicht immer leicht und das gerade für Kinder oder Jugendliche schwer zu verkraften. Dabei merkt man auch schnell dass der Attacken ist einige schwere Päckchen zu tragen hat.

Dabei lernt man Kriedel, Ona und Pe kennen. Kriedel steckt in einer Endlosschleife fest. Auch Ona und Pe sind sich durch den Verlust nicht sicher ob das was sie haben bleibt. Da ist immer ein Bewusstsein, dass Dinge manchmal unerwartet schnell enden und auch Menschen so plötzlich aus dem Leben verschwinden. Man merkt dass die Story einen tieferen Sinn hat.

Der Schreibstil auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber schnell konnte ich mich damit anfreunden und empfand diesen dann sogar flüssig und leicht lesbar. Das Ende ist etwas offen, lässt aber Freiraum für die eigene Fantasie. Der Roman ist tiefsinnig, anspruchsvoll und trotzdem berührend. Als Jugendbuch nicht wirklich geeignet, würde ich das Buch für offene Leser denn noch empfehlen. Mich konnte das Buch durchaus in den Bann halten. Auch die Charakter waren mir sympathisch und ich konnte sogar mit denen mitfühlen. Das Thema wird auch sehr gut rübergebracht. Wenn es etwas schwierig ist wird dabei nichts beschönigt. Für mich eine klare Leseempfehlung.