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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2020

Nachhaltigkeit hat seinen Preis und die Rendite ist nicht das Entscheidende

Projekt Green Zero
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Dirk Gratzel nimmt in diesem Buch den Leser auf Weg, sein Lebensprojekt umzusetzen, mit. Er will die grüne Null erreichen und klimaneutral leben. Für jemanden, der bis dato SUV gefahren hat, der das Flugzeug ...

Dirk Gratzel nimmt in diesem Buch den Leser auf Weg, sein Lebensprojekt umzusetzen, mit. Er will die grüne Null erreichen und klimaneutral leben. Für jemanden, der bis dato SUV gefahren hat, der das Flugzeug nutzt, wie andere das Auto und der auf Fleisch scheinbar nicht verzichten kann, ist das eine enorme Herausforderung. Aber auch sein Umfeld bleibt von seinem Vorhaben nicht verschont.

Er schildert eindrucksvoll wieviel Arbeit und Zeit im Projekt von der Planung bis zur Umsetzung steckt, vermittelt, welche Wege dahinter stehen und an manchem Stellen sogar, wie einfach es ist, sich umzustellen. Beim Lesen des Buches hatte ich den Eindruck live dabei zu sein. Konnte teilhaben an den Diskussionen, die er geführt hat und habe mir – nach dem Lesen des Buches – vorgenommen auch meinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dirk Gratzel hat es vorgemacht. Er will nicht belehren, er will ermuntern und er ist das beste Beispiel dafür, wie viel schon ein bisschen Veränderung bewegen kann. Nun kann Dirk Gratzel auch finanziell mehr bewegen als andere. Sein im Buch letztes vorgestelltes Projekt könnte ich mir als OttoNormal nicht vorstellen und ginge mir auch zu weit. Aber man könnte ja mal im Kleinen anfangen

Der Schreibstil hat mich sofort in den Bann gezogen. Durch graue Kästchen werden Hintergründe, über die in den Gesprächen debattiert wird, einfach und verständlich erläutert. Ich habe mein Wissen über Klimaschutz und CO2 Reduzierung erweitern können. Dirk Gratzel zeigt nicht nur seinen Weg, sondern einen Weg. Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben ihren Preis, wie hoch der ist, kann jeder selbst bestimmen.

FAZIT: absolut lesenswert!!!!

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Veröffentlicht am 03.08.2020

Ein schöner Sommerroman, wo nicht die Hochzeit im Fokus steht

Überraschungsgeschenke
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Cathi steht vor ihrem 30. Geburtstag. Ihr Style ist eher praktisch als feminin, viel Erfahrung mit Männern hat sie nicht und wenn, dann keine guten. Ihr Leben läuft in geordneten Bahnen. Sie ist in einem ...

Cathi steht vor ihrem 30. Geburtstag. Ihr Style ist eher praktisch als feminin, viel Erfahrung mit Männern hat sie nicht und wenn, dann keine guten. Ihr Leben läuft in geordneten Bahnen. Sie ist in einem Labor tätig und stammt aus gutem Hause. Als ihre Freundin Babs sie zu ihrer Trauzeugin macht, muss sie mit dem Trauzeugen des zukünftigen Gatten Nick zusammenarbeiten. In ihren Augen ist er ein Womanizer und die erste Begegnung verläuft nicht gerade harmonisch. Unzuverlässig ist er (Tom) auch noch. Wie praktisch, dass der Freund ihres Bruders in der Stadt ist und sich vom einstigen Spargeltarzan gemausert hat. Zufällig hat er auch noch Interesse an Cathi…
Tom hat ein ganz schönes Päckchen zu tragen. In seiner Pflegefamilie wurde er gut aufgenommen. Wäre da nicht die arrogante Tante nebst Sohn, die ihn öffentlich denunziert und als Bastard bezeichnet. Schließlich ist er in ihren Augen nur ein Holzwurm und hat keine akademische Ausbildung genossen. Er sieht gut aus und die Frauen stehen Schlange. Er könnte jeden Abend eine andere haben, aber will er das?

so mehr wird nicht verraten

Dolorey Mey hat mit diesem Roman eine sehr gefühlvolle Geschichte geschaffen. Durch die wechselnden Erzählperspektiven zwischen Tom und Cathi lernt der Leser beide Protagonisten viel besser kennen und verstehen. Die Gedankengänge und Dialoge sind gut nachvollziehbar und sehr authentisch beschrieben. Die Texte sind gut verständlich, ein flüssiges Lesen problemlos möglich. Ich habe mich in der Geschichte sofort wohl gefühlt und würde gern eine Fortsetzung lesen.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

unterhaltsam, aber ein bisschen langatmig

Sauer macht listig
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Ich fand den Anfang grandios. Elenor lebt in ihrer "Blase" als Hausfrau und Mutter. Der Mann bringt das Geld heim und ist für die Finanzen zuständig. Sie hatte aufgrund der ersten Schwangerschaft das Studium ...

Ich fand den Anfang grandios. Elenor lebt in ihrer "Blase" als Hausfrau und Mutter. Der Mann bringt das Geld heim und ist für die Finanzen zuständig. Sie hatte aufgrund der ersten Schwangerschaft das Studium abgebrochen, dann die Kinder großgezogen und den Haushalt gemacht. Sie hatte Zeit für allerlei Volkshochschulkurse und lebte in den Tag hinein. Als ihr Mann ihr von seiner Affäre berichtet, sah sie rot und entwickelte eine scheinbar ungebremste Energie und brachte Ihre Wut damit deutlich zum Ausdruck. Ich war erstaunt, was sie mit Hilfe der Aushilfspostbotin alles regelte und das sie den Mut fand, den Schritt zu gehen und in eine WG zog.

Zwischendurch gab es mal Szenen auf die ich verzichten konnte. Sie lenkten aus meiner Sicht von der eigentlichen Thematik ab und spiegelten den Titel des Hörbuchs nicht wieder. Der Sprecherin habe ich gern zugehört.

Ich habe mich aber sehr über das Ende gefreut. Das Buch zeigt, dass man mit Energie und Ausdauer auch Ziele erreichen kann. Die Beichte ihres Ehemannes Paul war scheinbar das Beste, was ihr passieren konnte.

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Veröffentlicht am 11.07.2020

Das muss man gelesen haben!!!

Der Corona-Effekt – Zwischen Shutdown und Neubeginn: Was wir jetzt über uns lernen können
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Unsere aktuelle Generation hat Corona erlebt bzw. steckt noch mittendrin. Das Buch ist am Impuls der Zeit geschrieben und gehört aus meiner Sicht von jedem gelesen. Auch von denen, die Corona zwar erlebt ...

Unsere aktuelle Generation hat Corona erlebt bzw. steckt noch mittendrin. Das Buch ist am Impuls der Zeit geschrieben und gehört aus meiner Sicht von jedem gelesen. Auch von denen, die Corona zwar erlebt haben, aber noch nicht lesen können Sie werden die Generation sein, die die (wirtschaftlichen) Folgen am stärksten zu tragen haben. Christine Eichel hat treffend zusammengefasst, was wir alle erlebten, was Entscheidungen in dieser Phase bedingte, welchen Herausforderungen wir uns als Gesellschaft stellen mussten und welche kritischen Stimmen an den Entscheidungen der Politik laut wurden. Sie hat sich mit den gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Folgen von Corona auseinandergesetzt. Sie hat aus meiner Sicht treffend eine nichtwertende und sachliche Zusammenfassung geschrieben. Die hat mir auch noch mal verdeutlicht, was ich in den letzten Wochen/Monaten medial verfolgt und (kritisch) hinterfragt habe. Mir gefiel der flüssige und kompakte Schreibstil, der auf 106 Seiten das Wesentliche zusammenfasste.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Urlaub auf dem Zeltplatz mit der Online-Omi😊

Ans Vorzelt kommen Geranien dran (Die Online-Omi 14)
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Wenn man mit über 80 Jahren Urlaub macht, dann in einem Wohnmobil und mit den etwa gleichaltrigen Freunden auf dem Zeltplatz - sollte man sich nicht wundern, wenn die Leute komisch kucken Würde meine ...

Wenn man mit über 80 Jahren Urlaub macht, dann in einem Wohnmobil und mit den etwa gleichaltrigen Freunden auf dem Zeltplatz - sollte man sich nicht wundern, wenn die Leute komisch kucken Würde meine Oma mit dieser Idee auflaufen, dann würde ich sie komplett für verrückt erklären 😊 Aber klar, dass bei Renate Bergmann die Familie unterstützt, damit sie die Reise (lebend) übersteht. Gut für alle anderen, dass ihr Großneffe Stefan das Wohnmobil zum Zeltplatz fährt und ihr das Versprechen abnimmt, dass der 87jährige Kurt, der Mann von Ilse, damit nicht fahren wird. Natürlich kommen Kleidung für gefühlt alle Eventualitäten und die Geranien mit – schließlich sollen die auch noch Urlaub machen und ein bisschen wohnlich brauchen sie es auch. Das andere Zeitplatzbewohner die 3 Senioren (Kurt, Ilse und Renate) für verrückt und merkwürdig halten, kann ich gut verstehen. Das ginge mir genauso.

Es hat mich gefreut, dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, so konnte ich die Verhalten und Gedankengänge der 3 Senioren gut nachvollziehen. Ich musste lachen, unwahrscheinlich viel sogar. Ich habe in so vielen Situationen andere ältere Mitbürger wieder erkannt und kann nun sogar öfter verstehen, warum sie so reagieren, wie sie reagieren.

Es ist eine amüsante Lektüre, die mir ein bisschen mehr Lust auf Urlaub macht und die Anstoß gegeben hat, meine Oma mal wieder öfter zu besuchen. Wer weiß, wie ich im Alter von 82 Jahren sein werde. Ich folge Renate nun auch FB – ich find sie total unterhaltsam.

Das Cover verspricht schon viel Unterhaltung. Es ist ansprechend. Die Texte lesen sich meines Erachtens gut und verständlich. Das Buch ist nicht nur in der Ich-Perspektive, sondern auch umgangssprachlich geschrieben – Händi, Säwännah Bijonzie… etc. das macht Frau Bergmann noch authentischer. Die Handlung ist gut beschrieben und lässt sich gut nachvollziehen. Ich hätte mir am Ende noch ein „Heimkommen“ gewünscht.

Insgesamt ein gutes, lesenswertes Buch mit einem schlichten Handlungsablauf, der zwar nicht wirklich was Neues vorgibt, aber den Leser durchaus unterhalten kann.

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