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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2019

Das weiße Nashorn

Das weiße Nashorn
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Ein berühmter Star, welcher mit seinem Leben unglücklich ist, ein afrikanischer Farmer, welcher seine Familie nicht ernähren kann und ein junger Mann aus Vietnam, der alles versucht um seine große Liebe ...

Ein berühmter Star, welcher mit seinem Leben unglücklich ist, ein afrikanischer Farmer, welcher seine Familie nicht ernähren kann und ein junger Mann aus Vietnam, der alles versucht um seine große Liebe zu erobern, geraten in ein undurchsichtiges Netz aus Wilderei, Schmuggel und bestechlichen Politikern. Die Jagd beginnt und schnell ist nicht mehr klar, wer der Jäger und wer der Gejagte ist.

Markus Luttemanns Schreibstil ist unglaublich fesselnd und mitreißend. Der Autor konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann der Handlung ziehen und ich musste das Buch in wenigen Stunden komplett lesen, da ich es nicht zur Seite legen konnte. Bereits im ersten Kapitel wird Spannung aufgebaut und diese wird bis zur letzten Seite immer wieder gesteigert, wodurch sie beinahe nervenzerreißend wird. Im Buch wechseln sich viele Kapitel zu den unterschiedlichen Protagonisten ab. Da aber zu Beginn jedes Kapitels ersichtlich ist, um wen es sich handelt wurde mein Lesefluss durch die Wechsel nie unterbrochen. Ganz im Gegenteil haben diese Perspektivenwechsel die Spannung immer weiter erhöht und der Leser hat die Möglichkeit sowohl die Wilderer und ihre Motive als auch ihre Auftraggeber und die Gegner kennen zu lernen. Der Autor schafft es zudem die einzelnen Handlungsstränge äußerst gelungen und glaubwürdig zusammenzuführen.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und facettenreich. Besonders gelungen finde ich, dass auch die Lebensgeschichte der Wilderer näher beschrieben wird und der Leser zumindest teilweise verstehen kann, weshalb sie auf die Jagd gehen. Aber auch die Gegner werden nicht nur positiv dargestellt und haben ihre Schwächen, weshalb auch diese besonders menschlich wirken. Dies ist meiner Meinung nach eine große Stärke des Buches, da dadurch ausnahmslos alle Protagonisten etwas sympathisches haben und äußerst menschlich und glaubwürdig wirken.

FAZIT:
„Das weiße Nashorn“ ist ein unfassbar fesselnder und mitreißender Thriller, welcher mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann der Handlung ziehen konnte. Besonders gut gefällt mir, dass das wichtige Thema Wilderei nicht nur aus der Sicht von den Tierschützern und Gegnern sondern auch aus jener der Täter behandelt wird. Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 12.05.2019

Up all night

Up All Night
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Taylor erlebt den schlimmsten Tag ihres Lebens: Sie verliert ihren Traumjob an einen männlichen Kollegen und kurz darauf stehlen zwei Männer ihr geliebtes Auto. Doch damit nicht genug: sie erwischt ihren ...

Taylor erlebt den schlimmsten Tag ihres Lebens: Sie verliert ihren Traumjob an einen männlichen Kollegen und kurz darauf stehlen zwei Männer ihr geliebtes Auto. Doch damit nicht genug: sie erwischt ihren Freund in flagranti mit der Nachbarin. Taylor ist von jetzt auf gleich auf sich selbst gestellt und obdachlos. In ihrer ausweglosen Situation trifft sie auf einen früheren Schulfreund. Dieser bietet Taylor ein Zimmer in seiner WG an. Da Taylor mit Männern nichts mehr zu tun haben will, behauptet Daniel homosexuell zu sein. Doch eigentlich ist er verliebt in Taylor und das Zusammenleben gestaltet sich aufgrund der Lüge schwerer als gedacht.

Das erste Viertel des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos folgen. Der Schreibstil ist flüssig, einfach und leicht zu lesen. Besonders gut hat mir gefallen, dass auf eine Vorgeschichte verzichtet wird und der Leser sofort mitten in der Handlung ist. Ebenfalls fand ich die Abwechselnden Kapitel rund um Taylor und Daniel sehr gelungen, da der Leser dadurch die Sichtweisen, Geschichten und Motive beider Protagonisten kennen lernen kann. Dieser starke Beginn konnte allerdings ab dem ersten Viertel nicht mehr gehalten werden und mein Lesevergnügen ist dadurch deutlich gesunken. Dies lag einerseits daran, dass die Handlung unglaublich vorhersehbar ist und sich keinerlei unerwartete Wendung findet. Zudem wirken einige der Szenen konstruiert und unglaubwürdig. Der Mittelteil hat sich ziemlich gezogen und ich empfand diese Kapitel als langatmig und musste mich immer wieder überwinden weiter zu lesen.

Ausnahmslos alle Protagonisten haben auf mich konstruiert und eher unglaubwürdig gewirkt. Dennoch fand ich die naive Taylor zu Beginn wirklich sympathisch und war gespannt auf ihre Geschichte. Leider konnte mich trotzdem kein einziger Charakter überzeugen, was zur Folge hatte, dass mich keine Emotionen erreicht haben und ich das Buch als zu langatmig empfand.

FAZIT:
„Up all night“ startet wirklich stark und als Leser ist man sofort mitten in der Handlung. Ich mochte den unaufgeregten, flüssigen und einfachen Schreibstil, welchem man problemlos folgen kann. Allerdings konnten mich persönlich weder die Handlung noch die Protagonisten überzeugen und ich empfand das Buch ab dem ersten Viertel als langatmig. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben!

Veröffentlicht am 10.05.2019

Passagier 23

Passagier 23
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Der Polizeipsychologe Martin hat seit dem Tod seiner Frau und des gemeinsames Sohnes psychische Probleme und arbeitet als verdeckter Ermittler. Besonders belastet ihn, dass die näheren Umstände zum Tod ...

Der Polizeipsychologe Martin hat seit dem Tod seiner Frau und des gemeinsames Sohnes psychische Probleme und arbeitet als verdeckter Ermittler. Besonders belastet ihn, dass die näheren Umstände zum Tod seiner Familie ungeklärt sind. Seine Frau und der Sohn verschwanden während einer Kreuzfahrt. Heute, 5 Jahre später, betritt Martin eben jenes Kreuzfahrtschiff, da ein verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist und den Teddybär seines Sohnes mit sich trägt. Martin will die Umstände des Auftauchens des Mädchens klären, in der Hoffnung, dass er mehr über den Tod seiner Familie erfährt.

Sebastian Fitzek ist einer der bekanntesten Krimiautoren Deutschlands, aber ich habe bisher noch kein Buch von ihm gelesen. Da allerdings so viele Bekannte von seinen Büchern schwärmen, habe ich mich entschieden Passagier 23 zu lesen. Sebastian Fitzeks Schreibstil ist flüssig, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt und kurzweilig erscheint. Der Autor kann schnell Spannung aufbauen und ich musste sofort mitfiebern und war richtig gespannt, was mit seiner Familie passiert ist. Der Autor kann die Spannung durchgehend sehr hoch halten und diese sogar immer wieder steigern, wodurch man das Buch kaum zur Seite legen kann. Besonders gut haben mir die vielen unerwarteten Wendungen gefallen, welche mich oftmals komplett in die Irre geführt haben. Einzig die Auflösung konnte mich persönlich leider nicht ganz überzeugen. Sie war zwar schlüssig und klang logisch, aber dennoch war mir persönlich die Auflösung etwas zu unglaubwürdig und schien zu weit hergeholt.

Im Großen und Ganzen wirkten die Protagonisten authentisch und glaubwürdig. Der ein oder andere Charakter war sehr facettenreich und ich war bei der Auflösung wirklich überrascht, da ich mit diesem Täter nicht gerechnet habe. Aber auch die Offenbarungen zu einigen Protagonisten, beispielsweise Martins Frau, haben mich überrascht und schockiert. Dennoch fand ich, dass einige Szenen und Verhaltensweisen nicht ganz glaubwürdig waren und etwas konstruiert wirkten.

FAZIT:
„Passagier 23“ ist ein gelungener Kriminalroman, der vor allem durch die nervenzerreißende Spannung und die unerwarteten Wendungen begeistern kann. Da mich persönlich die Auflösung nicht komplett überzeugen konnte, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 09.05.2019

Das Gemälde der Tänzerin

Das Gemälde der Tänzerin
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Helena ist alleinerziehende Mutter und versucht alles um ihren Kindern ein möglichst unbeschwertes Leben zu bieten. Aus diesem Grund nimmt die arbeitslose Frau auch einen Job als Zimmermädchen in einem ...

Helena ist alleinerziehende Mutter und versucht alles um ihren Kindern ein möglichst unbeschwertes Leben zu bieten. Aus diesem Grund nimmt die arbeitslose Frau auch einen Job als Zimmermädchen in einem Schweizer Nobelhotel an, obwohl die Besitzerfamilie Helenas Leben zerstört hat. Schon bald erfährt sie von einem Hotelgast eine interessante Geschichte über ein gestohlenes Gemälde und die Ermordung eines Zimmermädchens vor mehreren Jahrzehnten. Helena lässt diese Geschichte nicht mehr los und sie beginnt nach dem Gemälde zu suchen.

Christina Jaeggis Schreibstil ist flüssig und bildlich. Das Buch lässt sich schnell lesen und erscheint äußerst kurzweilig. Besonders gut haben mir die Perspektivenwechsel gefallen. Es wechseln sich Kapitel rund um Noah und Helena aus der Gegenwart und Lydia aus der Vergangenheit ab. Dies erhöht nicht nur die Spannung, sondern ermöglicht dem Leser zudem alle Hauptprotagonisten gut kennen zu lernen. Zudem hat der Leser die Möglichkeit ein und dieselbe Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen zu lesen, was die Spannung deutlich erhöht. Leider waren mir persönlich ein paar Offenbarungen zu vorhersehbar, aber dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und konnte mich gut unterhalten. Obwohl ich einige Auflösungen bereits geahnt habe, konnten mich andere hingegen überraschen. Besonders gelungen fand ich die Zusammenführung der Handlungsstränge aus der Vergangenheit und der Gegenwart.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch aber zum Teil etwas klischeehaft und konstruiert. Dennoch konnten mich beinahe alle Charaktere überzeugen und ich hatte große Freude beim Lesen. Besonders gut hat mir Lydia gefallen. Diese Protagonistin konnte mich komplett überzeugen, wohingegen ich beispielsweise Caramells schnelle Wandlung etwas unglaubwürdig und konstruiert fand.

FAZIT:
„Das Gemälde der Tänzerin“ ist ein gelungener Roman, welcher die Gegenwart und Vergangenheit gelungen verbindet. Ich hatte große Freude beim Lesen, da das Buch äußerst kurzweilig erschien. Da ich persönlich einige Offenbarungen zu offensichtlich fand und nicht alle Charaktere glaubwürdig waren, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 07.05.2019

10 Stunden tot

10 Stunden tot
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Die Helsingborger Polizei steht vor einem Rätsel: Es werden mehrere Menschen ermordet aufgefunden, aber es scheint zwischen den Opfern keine Verbindung zu geben. Die Ermittler haben den Eindruck, dass ...

Die Helsingborger Polizei steht vor einem Rätsel: Es werden mehrere Menschen ermordet aufgefunden, aber es scheint zwischen den Opfern keine Verbindung zu geben. Die Ermittler haben den Eindruck, dass der Täter seine Opfer wahllos tötet. Um weitere Morde zu verhindern ermittelt die Polizei beinahe pausenlos und in alle Richtungen. Unter ihnen ist auch der Kommissar Fabian Risk. Doch auch in Fabians Privatleben geht es rund, neben Streitereien mit seinen Kindern hat er auch Eheprobleme.

Stefan Anhems Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Durch die Perspektivenwechsel kann der Autor schnell Spannung aufbauen und diese zunehmend steigern. Die Spannung ist durchgehend sehr hoch und kann das gesamte Buch über gehalten werden. Leider haben die vielen verschiedenen Perspektiven und Fälle zur Folge, dass ich hin und wieder durcheinander kam und verwirrt war. Das Ende konnte mich leider weder überzeugen noch begeistern und hat meine Freude an dem Buch deutlich geschmälert.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und facettenreich. Besonders überzeugen konnten mich die Kapitel aus der Perspektive des Täters, diese haben die Spannung immer wieder erhöht, daher finde ich es besonders schade, dass weder seine Identität noch das Motiv geklärt werden. Ich mag es, wenn in einem Thriller auch auf das Privatleben der Ermittler eingegangen wird. In diesem Buch nahmen mir die Szenen rund um Fabians Familienleben und Eheprobleme allerdings deutlich zu viel Platz ein.

FAZIT:
„10 Stunden tot“ ist ein spannender Thriller mit einer wirklich gelungenen Grundidee. Allerdings hat mich persönlich das Ende ziemlich enttäuscht. Zudem haben mich die vielen Perspektivenwechsel hin und wieder verwirrt und die Ausschweife in Fabians Privatleben konnten mich nicht begeistern. Daher kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.