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Veröffentlicht am 29.12.2022

kommt leider nicht an Teil 1 heran

Rachejagd - Verraten
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Achtung, Spoiler!

Die Hauptpersonen bleiben identisch: Anna Jones, Journalistin; Nick Coleman, FBI-Agent und ihr Ex-Freund aus der Schulzeit sowie ihr Retter im ersten Teil; IT-Spezialist Zane, Annas ...

Achtung, Spoiler!

Die Hauptpersonen bleiben identisch: Anna Jones, Journalistin; Nick Coleman, FBI-Agent und ihr Ex-Freund aus der Schulzeit sowie ihr Retter im ersten Teil; IT-Spezialist Zane, Annas Arbeitskollege, und Profilerin Lynette McKenzie. Während sie sich von den Entführungen erholen, werden Anna und Nick zu einer Hochzeit einer Schulfreundin eingeladen – und dort in einen mysteriösen Mordfall verwickelt, der im Umfeld ihres Freundes Roger passiert ist. Dass dieser in einem Forschungslabor mit höchsten Sicherheitsstandards passierte, weckt die Aufmerksamkeit des FBI-Ermittlers und der Journalistin.

Im Epilog des ersten Teils wurde es angekündigt: Anna und Nick haben den Drahtzieher hinter ihren Entführungen doch nicht erwischt, sondern nur einen Strohmann, eine seiner Marionetten. Das finden die beiden im Laufe des zweiten Teils dann auch heraus, der sich stilistisch vom ersten darin unterscheidet, dass es neben den sich abwechselnden Perspektiven von Anna und Nick nun auch noch die Täter- bzw. Drahtzieher-Perspektive gibt. Das nimmt der ersten Hälfte des Buches leider etwas Spannung, verglichen mit „Gequält“ sinkt die Erzähldichte auch merklich. Die stets präsente Gefahr für Anna aus dem ersten Teil fehlt hier nahezu völlig, was sich auch auf mich als Leserin ausgewirkt hat.

Meine Bewertung fällt daher ambivalent aus. Es bleibt eine komplexe Story, handwerklich gut erzählt. Es ist deutlich weniger explizit als sein Vorgänger, was die Schilderungen der Taten anbelangt und damit eher massenkompatibel geworden. Leider empfand ich die erste Hälfte als sehr zäh, wirklich gepackt hat mich das Buch auf den ersten Seiten nicht. Ohne den fulminanten Vorgänger hätte ich vielleicht sogar das Buch weggelegt – in der zweiten Hälfte nimmt die Spannung wieder zu und nähert sich dem Niveau von „Gequält“ an.

Auch wenn sich die Liebesgeschichte zwischen Anna und Nick weiterentwickelt, bleiben die Charaktere eher oberflächlich beschrieben. Die Akteure befinden sich entweder (vorrangig in der ersten Hälfte des Buches) in Dialogen, die mal mehr und mal weniger zur Handlung und Spannung beitragen, oder hasten durch die Story von Tatort zu Tatort. Im Wissen, dass es ja noch einen dritten Teil gibt und wenigstens die Mehrheit der Hauptpersonen überleben muss, fehlt hier jedoch der echte Nervenkitzel beim Lesen. Das war im ersten Teil noch anders, weil nicht erkennbar war, wie die drei Teile zusammen gehören würden.

„Rachejagd – Verraten“ ist ein solider Thriller, der gegenüber „Gequält“ leider spürbar abfällt. Der Reihe gebe ich aber eine weitere Chance und hoffe auf ein fulminantes Finale im dritten Band „Rachejagd – Zerstört“, der im Februar 2023 erscheint.

Eingeschränkte Leseempfehlung mit 3,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.12.2022

Das Buch ist "durchgefallen".

Die Weihnachtsprinzessin
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Als mir das Buch wegen Nichtgefallens von einer befreundeten Bloggerin überlassen wurde, hätte ich schon skeptisch sein sollen, aber ich wollte mir selbst einen Eindruck von dem Bilderbuch verschaffen.

Das ...

Als mir das Buch wegen Nichtgefallens von einer befreundeten Bloggerin überlassen wurde, hätte ich schon skeptisch sein sollen, aber ich wollte mir selbst einen Eindruck von dem Bilderbuch verschaffen.

Das Beste an dem Buch sind die Zeichnungen. Die Geschichte ist flach, uninspiriert, mit fragwürdigen Protagonisten und frei von jeder Empathie. Dass dies ein Buch für Kinder ab vier Jahren sein soll, ist mir unbegreiflich.

Das Buch hält nicht, was es verspricht: Es ist weder ein schönes Märchen, noch dreht es sich um eine Prinzessin. Protagonistin ist „Mariah“, die mit einer geistesgestörten Mutter in einem verwahrlosten Haus, umgeben von Villen und bösen, versnobten Kindern aufwächst. Am Ende wird sie zwar von der „wunderschönen Schmetterlingsfeenkönigin“ (gemäß bildlicher Darstellung ist dies Mariah Carey höchstselbst, der Gipfel der Selbstbeweihräucherung) zur Weihnachtsprinzessin ernannt, das geschieht aber völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Die Geschichte ist lieblos zusammengeklöppelt, das hätte die KI von ChatGTP sicher besser hinbekommen.

Mariah Carey scheint die Traumata ihrer Kindheit in einem Kinderbuch verarbeiten zu wollen - sei es die Aussprache ihres Namens, ihre schwer zu bändigenden Haare, der ihr entgegengebrachte Rassismus oder die Armut, in der sie aufwuchs. Ich habe ihre Biographie gelesen, dort gehört es hin und es ist bewundernswert, wie sie damit umgegangen ist. Dieses „Kinderbuch“ hätte es nicht gebraucht…

Eigentlich weiß man bereits auf der ersten Seite, die einen Brief der heutigen Mariah an ihr Kindheits-Ich enthält, was einen erwartet - ich hätte das Buch direkt weglegen sollen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die Sprache im Buch - zum Vorlesen ist es aufgrund holpriger Formulierungen mit erzwungenen Reimen ohne sinnhaftes Versmaß nicht geeignet.

Ich kann von einem Kauf dieses Buches wirklich nur abraten. Lest es auf keinen Fall Kindern vor, denn es könnte verstörend wirken!

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Veröffentlicht am 09.12.2022

berührendes Buch

Das letzte Versprechen
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Ich war sehr neugierig auf den neuen Tatsachenroman von Hera Lind, denn ihre vorherigen Romane haben mich immer sehr bewegt. Im Rahmen einer Leserunde auf „Lovelybooks“ habe ich das Buch gelesen.

Zum ...

Ich war sehr neugierig auf den neuen Tatsachenroman von Hera Lind, denn ihre vorherigen Romane haben mich immer sehr bewegt. Im Rahmen einer Leserunde auf „Lovelybooks“ habe ich das Buch gelesen.

Zum Inhalt:

Lazarfeld an Heiligabend im Jahr 1944: Für die 5-jährige Anni zerbricht die heile Welt, denn ihre Familie wird auseinandergerissen und sie müssen alle ums Überleben kämpfen. Die Mutter wird in ein Arbeitslager nach Sibirien verschleppt und Anni landet in einem jugoslawischen Kinderheim. Und das nur, weil sie als sogenannte Donauschwaben dafür bezahlen müssen, was das Hitler-Regime angerichtet hat. Ihre Oma bleibt die ganze Zeit an ihrer Seite und gibt ihr Halt. Als sie im Nachkriegsdeutschland ihre Mutter wiedersieht, holen sie die Schatten der Vergangenheit immer wieder ein.

Mein Leseeindruck:
Die Geschichte von Anni Eckardt und ihrer Familie hat mich emotional tief bewegt. Der Tatsachenroman hat mich schockiert zurück gelassen und ist definitiv nichts für schwache Nerven. Die Autorin hat sich hier an harten Stoff gewagt und hat Anni und einem ganzen Volk eine Stimme verliehen, so dass die Verbrechen, die ihnen angetan wurden nicht in Vergessenheit geraten.

Vor dem Lesen des Buchs hatte ich noch nie etwas von den sogenannten Banater Schwaben oder auch Donauschwaben gehört. Sie siedelten sich im 18. Jahrhundert im Banat in Südosteuropa an. Nach der Befreiung Europas von dem Hitler-Regime wurde die Region von Serben und Russen ethnisch gesäubert und das Volk der Banater Schwaben musste für die Gräueltaten der Nazis büßen, in dem ihnen selbst unfassbare Dinge angetan wurden.

Abwechselnd wird das Buch aus der Sicht von Anni und ihrer Mutter Amalie erzählt. Dadurch habe ich das spätere Verhalten von Annis Mutter besser verstanden. Immer wieder werden Gedichte von Annis Großvater eingeschoben, die tief blicken lassen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch die gesamte Lebensgeschichte von Anni erzählt. Als sie selbst Großmutter ist, schließt sich der Kreis.

Anna, wie sie sich als Erwachsene nennt, hat viele Schicksalsschläge ertragen müssen und hatte es nicht leicht im Leben. Trotz allem hat sie nichts von ihrer Gutmütigkeit eingebüßt und ich bewundere sie dafür. Es gibt auch schöne Momente, die mich richtig gerührt haben. Sehr gefallen hat mir ein eingeschobenes Kapitel, in dem Hera Lind die mittlerweile 82-jährige Anna besucht. Hier konnte ich mir noch einmal ein zusätzliches Bild von ihr machen.

Was hier auch gut rüberkommt ist, dass viele Menschen nach dem Krieg traumatisiert und unfähig zu lieben waren. Zeit, sich einer zarten und geschundenen Kinderseele anzunehmen, hatte kaum jemand. Das fand ich sehr bedrückend und erschreckend.

Den Schreibstil würde ich als sehr angenehm und fesselnd beschreiben und der ganze Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Hera Lind hat die Lebensgeschichte von Anni Eckardt auf hochemotionale Weise erzählt, die noch lange nachhallt. Sie hat damit ein Mahnmal erschaffen, in dem sie auf das Schicksal eines ganzen Volkes aufmerksam macht. Ich finde es richtig und wichtig solche Bücher zu schreiben und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 07.12.2022

Worin findest du Freude?

Das Licht in uns
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Schon „Becoming“ von Michelle Obama habe ich sehr gerne gelesen und mich sehr auf ihr zweites Buch „Das Licht in uns“ gefreut. An dieser Stelle herzlichen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!
Schon ...

Schon „Becoming“ von Michelle Obama habe ich sehr gerne gelesen und mich sehr auf ihr zweites Buch „Das Licht in uns“ gefreut. An dieser Stelle herzlichen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!
Schon auf dem Cover strahlt uns Michelle Obama regelrecht an und durch ihr Strahlen weiß man sofort, dass sie ihr inneres Licht offensichtlich bereits gefunden hat!

Mit sehr persönlichen Einblicken und Gedanken beschreibt Michelle Obama, wie sie bestimmte Lebenssituationen gemeistert hat.

Gerade die Pandemie hat uns alle an unsere Grenzen gebracht und es war sehr spannend zu lesen, mit welchen Mitteln sie es geschafft hat, zuversichtlich und stark zu bleiben. Man mag es kaum glauben, aber zwei Nadeln und ein Wollknäuel hatten daran keinen geringen Anteil. Es zeigt wieder einmal: „It’s the little things!“.

Besonders spannend fand ich die Geschichten aus ihrer Kindheit und wie sie von ihren Eltern geprägt wurde. Auch heute noch spielt ihre Mutter eine große Rolle in ihrem Leben und gibt nicht nur Halt, sie hat auch noch den einen oder anderen Tipp in Erziehungsfragen parat.

Aber auch Anekdoten und Geschichten aus ihrer Zeit im Weißen Haus kommen nicht zu kurz. Auf vielen Seiten findet man Schwarzweißfotos, die die Erzählungen in meiner Fantasie noch lebendiger gemacht haben.

Für mich ist das Buch eine einzige Inspirationsquelle. Michelle Obama zeigt sich in „Das Licht in uns“ wunderbar natürlich, geerdet und unglaublich nahbar. Sie ist sehr klug und ich bin sehr froh, dass sie ihren Wissensschatz mit der Leserschaft teilt.

Ich kann das Buch all denjenigen sehr empfehlen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Quelle der Freude sind und sich inspirieren lassen möchten. Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, ist mit diesem Buch sicherlich auch gut beraten.

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Veröffentlicht am 02.12.2022

Toller Thriller!

Rachejagd - Gequält
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Andreas Suchanek kannte ich bisher als Autor der Flüsterwald-Bücher - eine phantastische Kinderbuchreihe, die meine Söhne gerne gelesen haben. Darüber hinaus ist Suchanek ein äußerst produktiver Autor ...

Andreas Suchanek kannte ich bisher als Autor der Flüsterwald-Bücher - eine phantastische Kinderbuchreihe, die meine Söhne gerne gelesen haben. Darüber hinaus ist Suchanek ein äußerst produktiver Autor und hat bereits zahlreiche Bücher und Reihen veröffentlicht. In der Thriller-Kategorie hatte ich ihn bisher nicht verortet und war neugierig auf diese neue Reihe.

Gemeinsam mit Nica Stevens, die ich bisher gar nicht kannte, hat Andreas Suchanek eine Trilogie unter dem Titel „Rachejagd“ verfasst, „Gequält“ ist der erste Band, dem im Dezember 2022 „Verraten“ und im Februar 2023 „Zerstört“ folgen werden. Zuvor arbeiteten beide bereits gemeinsam an der Hörbuchreihe „Pech und Schwäfel“, gelesen von Mirja Boes (sie allerdings unter dem Pseudonym Robin Fuchs).

„Gequält“ hält, was es verspricht - es beginnt direkt mit schonungslosen Beschreibungen der Entführung von Anna Jones, der Hauptperson, und spart auch später nicht mit bildhaften Darstellungen - nichts für zartbesaitete Naturen (aber die würden um das Genre Thriller wohl einen Bogen machen). Anna ist Journalistin in Chicago und wird von ihrer Vergangenheit eingeholt - Edward Harris, der sie vor drei Jahren entführt hat, ist wieder aufgetaucht und beobachtet sie offensichtlich. Sie bekommt einen mit Blut geschriebenen Brief und ruft den FBI-Agenten Nick Coleman zur Hilfe, ihren Ex-Freund aus glücklichen Zeiten vor ihrer Entführung. Zusammen mit ihrem Arbeitskollegen Zane, einem IT-Experten, und Nicks Kollegin Lynette McKenzie, einer Profilerin, versuchen sie, Harris aufzustöbern - doch der Entführer scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Anna zu beschützen, gelingt nicht - und wieder beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn bei Entführungen zählt jede Stunde, jede Minute und am Ende jede Sekunde.

Geschrieben ist es aus der Perspektive von Anna und Nick, dadurch sind die Lesenden jederzeit mittendrin im Geschehen. Das Erzähltempo lässt wenig Zeit für komplexe Darstellungen ihrer Persönlichkeiten, dafür fällt das Mitfiebern umso leichter.
In einigen Flashbacks erfahren wir Details zur ersten Entführung und dem Martyrium, das Anna und ihre Freundin Natalie damals durchmachen mussten. Obwohl Harris es auf Anna abgesehen hatte, kann sie ihm entkommen und Hilfe holen, muss jedoch Natalie zurücklassen. Während Harris mit ihr verschwindet und entkommt, findet man später nur Natalies Leiche. Bei der neuerlichen Entführung scheint alles perfekt geplant und aufwendig inszeniert - ist das nicht eine Nummer zu groß für Harris? Steckt mehr dahinter als nur ein fixierter Stalker? Nimmt jemand aus Natalies Umfeld Rache für sie?

Ich habe selten einen Thriller mit einer solchen Erzähldichte erlebt. Das Buch hat, zumindest in der ersten Hälfte, keinerlei Längen, kein Satz zahlt nicht unmittelbar auf die Entwicklung der Geschichte ein. Erst zur Mitte der Geschichte lässt das Autorenpaar den Lesenden eine kurze Verschnaufpause, bevor es dann in Richtung des dramatischen Finales geht, das einen wirklich überraschenden Plottwist zu bieten hat.

Den zweiten und dritten Teil erwarte ich sehnsüchtigst! Absolute Leseempfehlung mit 5/5 Sternen.

Achtung Spoiler: Teile des Endes erinnerten mich persönlich allerdings stark an bestimmte Szenen aus Arno Strobels „Die App“ - was dem Lesegenuss aber keinen Abbruch tat.

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